Pressemappe: Maybach Exelero
Stuttgart
18.05.2005
Die Partner: Ultimative Projektleistung verlangt nach "High Performance" Partnern
High Tech - High Speed - High Emotions
Projekte im Grenzbereich des Machbaren verlangen nach Hochleistungspartnerschaft: Ohne gemeinsames Ziehen an einem Strang, ohne gegenseitige Akzeptanz und Achtung der Partner und ohne Vertrauen in deren Leistungsfähigkeit, Flexibilität und Motivation ist solch ein Projekt nicht zu stemmen.
Bernd J. Hoffmann, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Fulda Reifen und Leiter des Fulda Projekt-Teams, dankt allen Beteiligten für deren unermüdlichen Einsatz bei der so kurzfristigen Realisation des Projekts. Die maßgeblichen Partner-Unternehmen werden im Nachfolgenden kurz skizziert:
Der Ideen-Lieferant und die Projektheimat – Fulda Reifen
Dass Fulda Reifen seit fast 100 Jahren Pkw-Reifen baut ist hinlänglich bekannt. Weniger im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert ist die Tatsache, dass Fulda fast seit Unternehmensbestehen immer wieder mit aufmerksamkeitsstarken Sonderfahrzeugen sein Produktprogramm herausstellte. So löste die intensive Beschäftigung mit der Tradition des Unternehmens zum 100-jährigen Jubiläum und darunter auch mit dem Stromlinienfahrzeug Maybach SW 38 den Wunsch aus, nochmals ein solches Projekt zu realisieren. Als der Termin der Marktreife für den neuen Ultra High Performance Breitreifen Exelero näher rückte, verdichtete sich das Anliegen, dieses High End Produkt mit einem High End Fahrzeug zu kombinieren.
Ein Projekt-Team bildete sich heraus:
  • der Leiter Dipl.-Kfm. Bernd J. Hoffmann ist gleichzeitig Vorsitzender der Geschäftsführung,

  • als Kommunikationsschnittstelle fungiert Dipl.-Betriebswirt Helge Jost, der Marketingleiter von Fulda und

  • für die technische Koordination von Rad und Reifen verantwortlich ist Dipl.-Ing. Rolf-Dieter Stohrer, Senior-Produktmanager PKW Reifen.
Exklusiver Kooperationspartner und High End Technik – Maybach
Ab 1919 machte sich Karl Maybach mit der Entwicklung und Konstruktion ebenso exklusiver wie technisch perfekter Luxus-Automobile einen Namen. Zuvor hatte er sich zusammen mit seinem Vater Wilhelm dem Bau leistungsstarker Motoren für die Luftschiffe des Grafen Ferdinand von Zeppelin gewidmet. Bis 1941 stellte Karl Maybach 1.800 dieser hochwertigen Automobile her, deren Karosserien Fachfirmen exakt nach Käuferwunsch gestalteten und ausstatteten. Ende 1941 verließ das letzte komplette Personenwagen-Chassis, ein SW 42, das Werk. Ab März 2002 gab es, zur Freude vieler Liebhaber exklusiver Highend-Luxuslimousinen, ein Comeback der Marke Maybach auf dem Genfer Automobil Salon. DaimlerChrysler, einer der führenden Automobilhersteller Deutschlands, reaktivierte die Marke Maybach mit dem Anspruch, sie an der obersten Spitze eines kleinen aber feinen Marktsegments zu etablieren. Automobile, an die Kunden höchste Anforderungen hinsichtlich Technik, Gestaltung, Qualität und Prestige stellen.
Die von Fulda an Maybach herangetragene Offerte, ein sportbetontes Sondermodell zur optimalen Präsentation des neuen High Tech Breitreifens Exelero zu entwickeln, fiel auf fruchtbaren Boden. Nach einigen Grundsatzgesprächen entschieden sich Maybach und die im Hintergrund mit Rat und Tat bereitstehenden Experten von DaimlerChrysler, das ambitionierte Vorhaben in Angriff zu nehmen. Ohne diese unbürokratische und breitgefächerte Hilfestellung von der Planung über die Gestaltung, den Prototypenbau bis zur ausführenden Technik im Motor- und Fahrwerksbereich hätte das Projekt nie in der kurzen, zur Verfügung stehenden Zeit von etwas mehr als zwei Jahren, fertig gestellt werden können. Und fertig gestellt ist hier das Synonym für perfektioniert.
All die zahlreichen Expertinnen und Spezialisten des Automobil-Konzerns hier aufführen zu wollen, sprengt den Rahmen. Stellvertretend für die zielstrebig und akribisch agierenden Maybach und DaimlerChrysler Mitarbeiter seien genannt:
  • Leon Hustinx, der Leiter der Marke Maybach,

  • Dipl.-Ing. Jürgen Weissinger, der Leiter Entwicklung bei Maybach

  • Dipl.-Ing. Rainer Leucht, Entwicklung PKW DaimlerChrysler und Leiter der Baureihe Maybach

  • Peter Pfeiffer, Gesamtleiter Bereich Design bei DaimlerChrysler

  • Stefan Diehl, Globale Produktkommunikation

  • Dipl.-Designer Professor Harald Leschke, Leiter Advanced Design Projekte und auch zuständig für das Corporate Design von DaimlerChrysler

Herzlichen Dank für die schnelle und großzügige Unterstützung.
Kreativ und jung in Form und Stil – FH Pforzheim, Transportation Design
Einen weltweit guten Ruf hat die Hochschule für Gestaltung in Pforzheim. Drei Schwerpunkte lehrt die FH: Transportation Design, Industrie-Design sowie Mode & VK. Stapelweise treffen die Bewerbungen von Studien-Interessierten ein, aber nur 10 Studenten pro Fachbereich und Semester werden ausgewählt. Der studentische Andrang hat seinen guten Grund: Die Absolventen der FH z.B. des Fachbereichs Transportation Design haben, neben der Garantie einer exzellenten Ausbildung, oftmals schon vor dem Diplom die Chance, einen der begehrten Jobs in der Automobilindustrie zu erhalten.
DaimlerChrysler zum Beispiel hält einen besonders intensiven Kontakt zur Hochschule. Einerseits stellt das Unternehmen Lehrbeauftragte ab, andererseits erhalten die Studenten im Konzern die Möglichkeit, sechs Monate zu praktizieren.
Vier Studenten des 6. Semesters durften zum Projekt ein Praktikum im DaimlerChrysler-Konzern absolvieren, betreut von den Professoren Lutz Fügener und James Kelly. Lutz Fügener leitet seit 2002 den Studiengang Industrial Design / Transportation Design. Kollege James Kelly ist seit 1992 an der Hochschule Pforzheim, 1993 erhielt er dort seine Professur für den Studienschwerpunkt Transportation Design. Für Fulda ist er kein Unbekannter, da er mit seinen Studenten bereits Mitte der 90er Jahre die Gestaltung des damaligen futuristischen Fulda-Showtruck begleitet hat, der pünktlich zum Jubiläum „100 Jahre Fulda Reifen“ fertig gestellt wurde.
Ein herzlicher Dank gebührt den vier kreativen Studenten
  • Stefan Barth, Pforzheim

  • Fredrik Burchhardt, Bowenden

  • Andreas Hellmann, Pforzheim und

  • Wolf Seebers, Pforzheim
sowie den Professoren
  • Lutz Fügener und

  • James Kelly,
die den vier angehenden Designern beratend und hilfreich zur Seite standen.
Letztendlich machte Frederik Buchhardt das Rennen, sein Entwurf verkörperte die harmonischste Verbindung zwischen den Fahrzeuggenerationen. Insgesamt sind jedoch Gestaltungsdetails aller vier Entwürfe mit eingeflossen.
Innovativer Modell- und Prototyp-Entwickler – Stola
Bereits 1919 gegründet, nahm der unkonventionelle Firmengründer Alfredo Stola rasch eine führende Stellung im automobilen Modellbau ein. In den dreißiger Jahren bis Kriegsbeginn galt Stola als kreativer, brillanter Ideenlieferant für die gesamte italienische Automobilbranche. In den 50er und 60er Jahren konnte Stola seine bedeutende Branchenstellung nicht nur europaweit, sondern sogar bis Japan und Nordamerika ausdehnen.
Die kontinuierliche Weiterentwicklung und die schrittweise Einführung moderner Werkstoffe und Maschinen bis zum heutigen Tage, die Ausweitung der Produktionsstätten nach Süditalien und Brasilien sowie die Programmerweiterung hinsichtlich Blechverformung, Karosserie-Komplettbau und die Prototyp-Herstellung machten aus Stola den Top-Dienstleister der Automobilbranche.
DaimlerChrysler arbeitet schon seit vielen Jahren erfolgreich mit den italienischen Kreativen, Stola ist quasi die verlängerte Werkbank der Stuttgarter. Nur eines fehlt bewusst im ansonsten perfekten Dienstleistungsprogramm: der Bereich Design. Zur Wahrung einer strikten Neutralität werden Designarbeiten nicht mit angeboten. Das hat sich ausgezahlt, 475 Mitarbeiter betreuen Aufträge von Alfa Romeo bis Volkswagen, allein über 40 Showcars und Prototypen wurden bis jetzt kreiert. Der Fulda/Maybach Prototyp ist einer der schönsten Modellbauten der Italiener. Herzlichen Dank dafür.
Netzwerk- und Projektkoordinator – René Staud
Manchmal kommt zum Können und zur Leistung einfach ein Quentchen Glück. So geschehen allein durch die langjährige Geschäftsbeziehung von Fulda Reifen zu den René Staud Studios.
Staud, ein Ausnahme-Fotograf im Automobil-Bereich interessierte sich von Kindesbeinen an für zwei Dinge: die Fotografie und Automobile. Zu diesen beiden Interessensgebieten gesellten sich ein hohes Maß an Kreativität und ein absolutes Auge für Licht, Farben, Konturen und ästhetische Technik. Seine zahllosen Kalender und Bildbände für die verschiedensten Hersteller, Oldtimer, Nutzfahrzeuge etc. legen ein eindeutiges Zeugnis seiner bis zur Perfektion getriebenen Automobilfotografie ab.
Für das Fulda/Maybach Projekt kommt Staud aus einer ganz anderen Richtung zu den Partnern hinzu: Er wird zum Projektkoordinator bestellt. Warum ein Außenstehender? René Staud kennt aus seiner langjährigen Berufszeit intensiv DaimlerChrysler (seit 31 Jahren) und Fulda Reifen (seit 20 Jahren). Er kennt die Hierarchien und Ebenen beider Konzerne, die Ansprechpartner, die Entscheider. Er weiß was geht, kennt mögliche Stolpersteine und beschleunigende Wege, kurz, er steuert den Projektweg. Und dies nicht nur in der Entstehungsphase des Fahrzeugs, sondern weit darüber hinaus auch den späteren Einsatz. Wenn der Maybach-Exelero zu den verschiedensten Events möglicherweise weltweit unterwegs ist.
Hier kommt auch Stauds Firma MEM (Motor Event Marketing) ins Spiel. Hier in Leonberg hat der Exelero seine Heimat, wird gewartet, verwaltet, verplant. In der Vergangenheit wurde so auch bereits mit dem Gemballa Hochleistungssportwagen verfahren. Darüber hinaus beschafft und verkauft MEM, beispielsweise für Fotozwecke, Oldtimer oder plant und organisiert Oldtimer-Rallyes. MEM ist also eine Projektagentur, die die Verbindung zwischen Motorsport, Oldtimern und Showcars schafft.
Ein herzlicher Dank an René Staud, dessen perfekte Koordination wesentlich zur Einhaltung des recht knapp bemessenen Realisierungszeitraumes beitrug.
Kooperativ von Anfang an – TÜV Automotive, Gruppe Süd
Da das Fulda/Maybach Projektfahrzeug als kein typisches Showcar konzipiert wurde, war auch die Grundzielsetzung eine andere: Nicht nur das einmalige Design sollte sich von allem abheben, was auf dem Automobilsektor rollte, auch die Höchstgeschwindigkeit des Exelero sollte Rekordwerte erreichen.
Die Auslegung als Fahrmaschine bedingte natürlich eine Fahrzeug-Zulassung, und so wurde frühzeitig der TÜV in die einzelnen Entwicklungsabschnitte involviert. In diesem Fall war es die TÜV Automotive GmbH, Gruppe Süd und einer ihrer erfahrensten Sachverständigen, Dipl.-Ingenieur Peter Kühlwein.
Schritt für Schritt besprach Jürgen Weissinger die Fahrzeugkomponenten in der Entwicklungsabteilung des Konzerns mit dem Technikprofi vom TÜV. Mal musste der Sachverständige unnachgiebig bleiben, wie z.B. bei der notwendigen Beschaffenheit der Scheiben mit den erforderlichen Transmissionsgraden. Mal konnte er, beispielsweise bei Beleuchtungsfragen wesentlich kooperativer sein, Ratschläge geben und damit das Procedere der Herstellung verkürzen. Beim gesamten Projekt letztendlich konnten wieder einmal die typischen Vorbehalte gegenüber „reglementierenden Aufsichtspersonen“ klar entkräftet werden.
Die Zusammenarbeit, mehr noch die Partnerschaft, die auch bis zu Anregungen und wertvollen Tipps beim Fahrzeugbau gingen, war äußerst projektfördernd. Dafür herzlichen Dank an Dipl.-Ing. Peter Kühlwein, stellvertretend für die TÜV Automotive GmbH, Gruppe Süd.
Abschließend bleibt zu sagen:
Es begann 1938 mit einem Projekt, 2005 schließt sich der Kreis mit der Realisation einer weiteren Kooperation.
Und über beiden steht:
High Performance Partner schaffen ultimative Projektleistung "Das Fulda/Maybach Exelero Concept Car"
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