Advanced Power: BLUETEC - die Technologie für die saubersten Diesel der Welt
  • Ab Herbst 2006 erster Serien-Pkw mit BLUETEC
  • Mit BLUETEC wird der sparsame Diesel sauber und weltweit zukunftsfähig
  • Bei Nfz ist BLUETEC bereits in über 20.000 Fahrzeugen erfolgreich im Einsatz
Mit dem Mercedes-Benz E 320 BLUETEC schlägt Mercedes-Benz ab Herbst 2006 eine neues Kapitel in der Diesel-Erfolgsgeschichte auf: Dieses Fahrzeug ist der Wegbereiter einer neuen Generation von Dieselfahrzeugen, die mit innovativer BLUETEC-Technologie ausgerüstet sind. BLUETEC macht CDI-Fahrzeuge in jeder Fahrzeugklasse zum saubersten Diesel der Welt - hinzukommen die schon sprichwörtliche Durchzugskraft, Wirtschaftlichkeit und Reichweite. Der E 320 BLUETEC wird ab Herbst 2006 in den USA auf den Markt kommen und es ist geplant, BLUETEC auch in Europa spätestens im Jahr 2008 in einem Pkw anbieten zu können.
Mit dem innovativen modularen BLUETEC Technologie-Paket macht Mercedes-Benz den Dieselmotor zum Hightech-Antrieb mit dem Potenzial, künftig auch die strengsten Abgaslimits weltweit zu erfüllen. Mit BLUETEC werden die Mercedes-Benz CDI-Fahrzeuge in jeder Klasse die saubersten Diesel der Welt und verbrauchen gleichzeitig 20 bis 40 Prozent weniger Kraftstoff als vergleichbare Fahrzeuge mit Ottomotor. So gehört der E 320 BLUETEC, der einen V6-Dieselmotor unter der Haube hat, mit einem erwarteten Verbrauch von 6,7/l 100 km (35 mpg) zu den sparsamsten und saubersten Fahrzeugen seiner Klasse.
Dass mit BLUETEC überzeugende Performance bei gleichzeitig sparsamem Verbrauch und niedrigsten Emissionen möglich ist, zeigt das Unternehmen mit der Vision GL 320 BLUETEC. Dieser Full Size SUV besitzt einen V6-Dieselmotor mit 155 kW/211 PS, einem Drehmoment von 540 Nm und hat einen erwarteten Verbrauch von 9,4 l/100 km (25 mpg). Mit 20 bis 40 Prozent Verbrauchsvorteil gegenüber einem vergleichbaren Benziner ist es das mit großem Abstand sparsamste Full Size SUV in den USA.
In Westeuropa wurden im letzten Jahr 7,2 Millionen neue Diesel-Pkw zugelassen – damit entschied sich jeder zweite Käufer für einen Diesel, bei Mercedes-Benz beträgt der Anteil sogar 54 Prozent. Auf die zu erwartende Steigerung der Kraftstoffpreise hat Mercedes-Benz mit seinen sparsamen und sauberen Diesel-Fahrzeugen auch für die Zukunft die richtige Antwort.
BLUETEC - ein modulares Technologiepaket zur Minimierung der Emissionen
BLUETEC ist ein modulares Konzept verschiedener aufeinander abgestimmter technischer Maßnahmen, die sowohl innermotorisch die Minimierung der Rohemissionen vorsieht, als auch die effektive Nachbehandlung des Abgases. Dabei werden schrittweise und konsequent alle relevanten Emissionsbestandteile auf ein Minimum reduziert. Oxidationskatalysator und Partikelfilter gehören beim Pkw ebenso dazu wie wirkungsvolle Techniken der Stickoxidminderung. Vor allem bei den Stickoxiden, dem letzten Abgasbestandteil, der beim Diesel konzeptbedingt noch über dem von Benzinern liegt, kommt die BLUETEC-Technologie zum Einsatz.
Das erste Serienfahrzeug mit BLUETEC wird der E 320 BLUETEC sein, den Kunden ab Modelljahr 2007 in den USA erwerben können. Das Unternehmen plant, spätestens 2008 auch in Europa einen Diesel-Pkw mit BLUETEC-Technologie anbieten zu können. Die Entwicklungsaktivitäten für den europäischen Markt, bei dem vor allem niedrige CO2-Emissionen im Fokus stehen, konzentrieren sich auf die Anpassung an europäische Fahrprofile sowie eine möglichst verbrauchsneutrale (CO2-neutrale) Umsetzung der BLUETEC-Technologie. Voraussetzung für eine flächendeckende Einführung von BLUETEC ist die Verfügbarkeit von schwefelfreiem Dieselkraftstoff mit weniger als 10 ppm.
Dieselantrieb im Pkw – eine Erfolgsgeschichte von Mercedes-Benz
Als erster Hersteller weltweit setzte Mercedes-Benz bereits vor mehr als 80 Jahren Rudolf Diesels Verbrennungsprinzip in einem Lkw-Motor um. Der vor 70 Jahren vorgestellte Mercedes-Benz 260 D war der erste serienmäßige Diesel-Pkw der Welt. Diese Technologie hat einen deutlich höheren Wirkungsgrad als der Ottomotor und wurde über viele Jahre optimiert. Wesentlichen Anteil zur Entwicklung hin zum modernen Diesel hatte 1997 ein entscheidender Technologiesprung: die Einführung der Common-Rail-Direkteinspritzung in Verbindung mit der Vierventiltechnik. Seither steht das Kürzel CDI ebenso für unübertroffen wirtschaftlichen Kraftstoffverbrauch, wie für eine enorme Steigerung des Drehmoments – ein Synonym für hohe Durchzugskraft, die viel Fahrspaß garantiert und Diesel-Fahrzeuge oft leistungsgleichen Modellen mit Ottomotor überlegen macht.
Hatte der Dieselmotor bislang überhaupt noch Nachteile gegenüber dem Ottomotor, waren es die spezifische Emissionen, vor allem Russpartikel und Stickoxide. Spätestens mit der erstmaligen Einführung des wartungsfreien Partikelfilters in Kombination mit der EU4-Abgasnorm im Herbst 2003 aber ist Mercedes-Benz auch bei Partikeln vorbildlich. Und trotz der bisher schon erreichten Verminderung der Stickoxide um rund 75 Prozent durch innermotorische Maßnahmen innerhalb der letzten 15 Jahre, gibt sich Mercedes-Benz mit diesem Erfolg nicht zufrieden. Das Ziel ist klar: Mit der innovativen BLUETEC-Technologie haben Diesel-Pkw von Mercedes-Benz das Potenzial, die strengsten Abgaslimits weltweit zu erfüllen. Mercedes-Benz wird damit künftig in jeder Fahrzeugklasse den saubersten Diesel der Welt anbieten können.
Wie funktioniert BLUETEC?
Die Entwicklungsingenieure von Mercedes-Benz treiben seit vielen Jahren technische Lösungen zur Abgasreinigung voran, um auch künftige Emissionsanforderungen in Europa, Asien und den USA zu unterschreiten. Ein zentraler Punkt dabei ist es, Methoden zu einer ebenso wirkungsvollen wie wirtschaftlichen Minderung der Stickoxide (Denoxierung) zu erarbeiten. Diese Technologie für die saubersten Diesel der Welt heißt BLUETEC.
Für das Zusammenführen all jener Techniken zu einem sinnvollen Paket geht Mercedes-Benz nach einem Stufenplan vor, der folgende Punkte enthält:
  • Optimierung der Motoren und ihrer Verbrennungsvorgänge, um die Rohemissionen so weit wie möglich zu reduzieren. Dazu gehören u. a. elektronische Motorsteuerung, Vierventiltechnik, Common-Rail-Direkteinspritzung der dritten Generation mit Piezo-Injektoren, Turbolader mit variabler Geometrie sowie Abgasrückführung.
  • Mit Oxidationskatalysatoren werden die Emissionen von Kohlenmonoxid (CO) und unverbrannten Kohlenwasserstoffen (HC) minimiert.
  • Der Partikelfilter, der seit Sommer 2005 in allen Mercedes-Benz Pkw mit Dieselantrieb in vielen Ländern serienmäßig ist, reduziert die Partikel-Emissionen um bis zu 98 Prozent. Damit werden die aktuellen EU4-Partikelgrenzwerte (0,025 Gramm/Kilometer) mehr als deutlich unterboten. Auch die geltenden US-Grenzwerte werden damit erfüllt.
  • Die Stickoxide – deren Konzentration bei den Rohemissionen von Dieselmotoren konzeptbedingt über dem Niveau von Benzinmotoren liegt – werden mit BLUETEC so weit reduziert, dass damit weltweit strengste Abgaslimits eingehalten werden können. Dabei wird entweder - wie im E 320 BLUETEC - ein weiterentwickelter DeNOx-Speicher-Kat und SCR-Kat eingesetzt oder die aufwändigere, aber noch wirkungsvollere AdBlue-Einspritzung. Durch die sogenannte Selective Catalytic Reduction (SCR) entsteht dabei die zurzeit leistungsfähigste Methode der Abgasnachbehandlung. Damit lassen sich die Stickoxide um bis zu 80 Prozent mindern. Die Kombination mit der AdBlue-Einspritzung zeigen die Mercedes-Benz Ingenieure in der Vision GL 320 BLUETEC und entwickeln das Verfahren zu einem serienfähigen System für Pkw.
Das SCR-Verfahren basiert auf der Zugabe des Reduktionsmittels AdBlue in den Abgasstrang. AdBlue ist eine wässrige Harnstofflösung, die in einem Zusatztank mitgeführt wird. Da durchschnittlich nur etwa 0,1 Liter pro 100 km (oder ein bis drei Prozent des Dieselverbrauchs) benötigt wird, lässt sich der Tank so gestalten, dass er nur zu den regelmäßigen Wartungsintervallen vom Service-Personal nachgefüllt wird. Beim Einspritzen von AdBlue in das vorgereinigte Abgas wird Ammoniak (NH3) frei gesetzt, das dann im nachgeschalteten SCR-Kat die Reduktion der Stickoxide zu unschädlichem Stickstoff und Wasser veranlasst. Entscheidend für den hohen Wirkungsgrad ist eine exakte Mengenzuteilung an den jeweiligen Betriebszustand des Motors. Welche technologische Lösung zum Einsatz kommt, hängt sowohl vom jeweiligen Fahrzeugkonzept ab als auch von der erforderlichen Denoxierungsrate.
Bei Mercedes-Benz Nutzfahrzeugen ist BLUETEC bereits erfolgreich etabliert
Die BLUETEC-Technologie wird in Europa seit 2005 bereits sehr erfolgreich bei Mercedes-Benz Nutzfahrzeugen eingesetzt. Inzwischen hat sich diese Technologie bei mehr als 20.000 Actros-, Axor- und Atego-Lkw ausgezeichnet bewährt. BLUETEC mindert dabei die Stickoxide erheblich, so dass die für Lkw ab 2009 gültigen Abgasnormen heute schon unterschritten werden. Ein weiterer Vorteil sind die verringerten Straßenbenutzungs-Gebühren (Maut) für Lkw mit Euro 5- Technik bis zum Jahr 2009. In Europa umfasst das Versorgungsnetz für AdBlue bereits über 2500 Zapfpunkte.
DaimlerChrysler hat sich bei Nutzfahrzeugen frühzeitig für BLUETEC auf Basis der SCR-Technologie als technische Lösung zur Erfüllung der Euro 4- und Euro 5-Abgasgrenzwerte und auch als Basis zur Erfüllung zukünftiger Emissionsklassen in Europa entschieden. Zwischenzeitlich sind alle europäischen Hersteller dem Beispiel gefolgt und entwickeln für die Euro 5-Erfüllung Techniken auf SCR-Grundlage. DaimlerChrysler hat mit dieser innovativen BLUETEC-Dieseltechnologie 2005 den Internationalen Wettbewerb „Goldener Öltropfen“ gewonnen.
DaimlerChryslers Roadmap für eine nachhaltige Mobilität
  • Umweltschutz durch technologische Innovationen
  • Optimierung der Verbrennungsmotoren, neue Kraftstoffe, Hybrid- und Brennstoffzellentechnologie sind der Schlüssel zur nachhaltigen Mobilität
Das Automobil hat wie kaum eine andere Erfindung maßgeblich zur Lebensqualität und Freiheit der Menschen beigetragen, weil es das ureigenste Bedürfnis der Menschen nach Unabhängigkeit und individueller Mobilität verwirklicht. Für DaimlerChrysler, deren Gründerväter als die Erfinder des Automobils gelten, waren Innovationen von Anfang an der Schlüssel zum weltweiten Erfolg. Zahlreiche wegweisende Entwicklungen der Ingenieure von DaimlerChrysler haben den Automobilbau entscheidend vorangebracht und das Unternehmen zu einem der technologisch führenden der Welt gemacht. Der Anspruch, durch Innovation zu zukunftsfähigen und nachhaltigen Lösungen zu kommen, gilt bei DaimlerChrysler auch für den Umweltschutz und der Frage der nachhaltigen Mobilität. Der Automobilhersteller will auch in Zukunft einen maßgeblichen Beitrag zur Verwirklichung einer umweltverträglichen und nachhaltigen Mobilität leisten.
Weltweit gibt es derzeit rund 900 Millionen Automobile und jährlich kommen 60 Millionen neu hinzu. Angesichts dieses rasanten Wachstums und der Mobilisierung großer Volkswirtschaften wie China oder Indien stellt sich deswegen die Frage nach der Zukunft der individuellen Mobilität und der Energie für die Zukunft heute dringender denn je. Für DaimlerChrysler als Automobilhersteller hat ganz selbstverständlich der Kunde mit seinen Vorstellungen von Komfort, Sicherheit, Fahrspaß und Agilität hohe Priorität. Gleichzeitig will das Unternehmen aber auch konstruktiv und positiv auf die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und gesetzlichen Anforderungen reagieren und durch die Entwicklungsarbeit sogar zuvor kommen.
Angesichts der Endlichkeit der fossilen Rohstoffreserven ist die Sicherstellung einer nachhaltigen Mobilität die zentrale Herausforderung für die Zukunft. Dabei stehen die Endlichkeit der fossilen Ressourcen sowie der weltweit zunehmende Energieverbrauch und damit verbunden der Anstieg des Kohlendioxids in der Atmosphäre im Mittelpunkt. Das Ziel für die Automobilhersteller ist deshalb klar: Der Verbrauch fossiler Kraftstoffe sowie die Emissionen müssen verringert werden und es gilt, Alternativen für die Zukunft zu entwickeln. Diesem Ziel ist ein wesentlicher Teil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben von 5,6 Milliarden jährlich Euro bei DaimlerChrysler zuzuordnen.
Das Unternehmen vertritt jedoch gleichzeitig die Überzeugung, dass sich dieses Ziel nur in einem integrierten Ansatz erreichen lässt, der das Gesamtsystem Mobilität umfasst - angefangen vom Fahrzeug selbst, über die Frage des Kraftstoffs bis hin zur Betrachtung der Verkehrsinfrastruktur.
Herausforderung: Nachhaltige Mobilität
Um Fortschritte auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität zu erzielen, ist es notwendig, das Gesamtsystem zu optimieren: angefangen vom Kraftstoff, bis hin zum Fahrzeug und dem Antrieb. Nur das optimale Zusammenspiel von Kraftstoff und Antrieb ermöglicht es, dem Ziel näher zu kommen.
Als Automobilhersteller stellt sich DaimlerChrysler den Weg als evolutionären Wandel vor, für den ein mehrstufiges Gesamtkonzept entwickelt wurde:
  • In nächster Zukunft steht die Optimierung konventioneller Antriebstechnologien und Kraftstoffe im Vordergrund. Hybridkonzepte bringen weitere Verbrauchs- und Emissionsvorteile. Sie können eine Übergangsphase zum elektrifizierten Antrieb einleiten.
  • In einem weiteren Schritt werden synthetische und regenerativ gewonnene Kraftstoffe wie zum Beispiel Biokraftstoffe die konventionellen Kraftstoffe ergänzen.
  • Langfristig bietet der Brennstoffzellenantrieb die besten Zukunftsaussichten. Bereits heute werden umfangreiche Feldtests durchgeführt und die Technologie weiterentwickelt. Hier ist reiner Wasserstoff als Kraftstoff aussichtsreich, auch Methanol und andere Wasserstoffträger können eine Option sein.
Optimierung der Verbrennungsmotoren
Allein aufgrund der großen Zahl schon existierender Fahrzeuge werden Verbrennungsmotoren noch viele Jahre der dominierende Antrieb bleiben. Und zudem steckt in den Konzepten von Otto und Diesel auch nach über 100 Jahren Technologieentwicklung noch großes Potential. Deshalb ist kurz- und mittelfristig das wichtigste Ziel, die heutigen Otto- und Dieselmotoren zu optimieren, um sie noch sparsamer und abgasärmer zu machen.
Auf beiden Gebieten konnte das Unternehmen seit Anfang der 90er-Jahre bemerkenswerte Fortschritte erzielen: Allein bei den Pkw wurden die Abgasemissionen um 70 Prozent und mehr gesenkt, dies auch und gerade in den größeren Fahrzeugklassen. Gleichzeitig konnte in diesem Zeitraum der Durchschnittsverbrauch und damit die CO2-Emissionen um rund 30 Prozent gesenkt werden.
Beim Ottomotor werden die Optimierung der Verbrennung, sowie Aufladung, Direkteinspritzung, Downsizing und andere Maßnahmen zur weiteren Senkung des Verbrauchs führen. Ein Beispiel ist die neue Generation von Benzinmotoren mit Piezo-Direkteinspritzung und strahlgeführtem Brennverfahren, erstmals 2006 im Mercedes-Benz CLS am Markt, die noch einmal 10 Prozent Verbrauchsminderung bei gleichzeitig höherer Leistung und Drehmoment bieten.
Beim prinzipbedingt sparsamen und effizienten Diesel liegt der Fokus auf den Emissions-Reduzierungen. Hier wurden mit der Common-Rail-Technologie, der Einführung des Partikelfilters und nun auch mit der innovativen Abgas-Nachbehandlung „BLUETEC“ große Fortschritte erzielt. Mit „BLUETEC“ werden insbesondere die Stickoxide deutlich vermindert, so dass Dieselmotoren das Potenzial haben, weltweit auch die strengsten Emissionsvorschriften einzuhalten. Das Ziel ist, Ottomotoren so effizient wie Diesel und Dieselmotoren so sauber wie Ottomotoren zu machen. Die Forschungen gehen auf diesem Gebiet intensiv weiter, und es werden deshalb Konzepte wie "Diesotto" erprobt, der das Beste von Otto- und Dieselantrieb vereinen soll.
Auch Hybridkonzepte, das heißt eine Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor, nutzen vorhandene Energie intelligent. Sie sind beispielsweise in der Lage, Bremsenergie zurück zu gewinnen, was insbesondere in urbanen Regionen Vorteile bringt. Um Hybridantriebe der nächsten Generation effizient und kundenorientiert zu entwickeln, haben sich DaimlerChrysler, General Motors und die BMW Group zu einer Kooperation zusammengeschlossen.
Saubere und regenerative Kraftstoffe
Verbrauch und Emissionen lassen sich nur in der Kombination mit optimierten Kraftstoffen weiter verringern. Kraftstoffe, sauberer als heute, können auch in der bestehenden Fahrzeugflotte helfen, die Emissionen deutlich zu senken. Im Vordergrund steht aktuell die Forderung nach weltweiter Einführung schwefelarmer Kraftstoffe, um sparsame und saubere, moderne Antriebe möglich zu machen.
Auch Erdgas ist als Verbreiterung der Ressourcenbasis eine Option. Es verbrennt sehr schadstoffarm und hat im Vergleich zu Benzin um rund 20 Prozent geringere CO2-Emissionen. Mit dem Mercedes-Benz E 200 NGT hat das Unternehmen die leistungsstärkste Limousine mit diesem Antrieb auf dem Markt. In vielen Regionen der Welt finden sich große Mengen an Erdgas, die aber heute noch in großem Umfang nutzlos abgefackelt werden. Die vermehrte Nutzung dieser Reserven durch die Herstellung von so genannten Gas-to-liquid-Kraftstoffen (GTL) könnte eine sinnvolle Lösung dieses Problems sein. Denn die so gewonnenen synthetischen Kraftstoffe sind hochrein und tragen dazu bei, Emissionen weiter zu senken.
Biokraftstoffe sind gleichzeitig der Einstieg in eine nahezu CO2-freie Mobilität. Sie verursachen bei ihrer Verbrennung nur so viel CO2, wie sie bei ihrem Wachstum aus der Luft entnommen haben. Biodiesel, der aus Pflanzenölen gewonnen wird, bietet bei seiner Verbrennung Vorteile gegenüber Diesel aus Erdöl. Dasselbe gilt für Bioethanol, das aus Weizen, Mais oder Zuckerrohr gewonnen wird. In den USA spielen so genannte Flex-Fuel Fahrzeuge eine wichtige Rolle, die mit einer 85prozentigen Bioethanol-Benzin-Mischung fahren können. DaimlerChrysler hat bereits 1,5 Millionen solcher Fahrzeuge auf der Strasse. Allerdings kann bei diesen Verfahren nur ein geringer Anteil dieser Pflanzensubstanzen verwertet werden, so dass der Einsatz dieser Kraftstoffe begrenzt ist.
Noch bessere Aussichten bieten so genannte "Biomass-to-liquid"-Kraftstoffe (BTL) wie „SunDiesel“. Entwickelt und hergestellt wird dieser Kraftstoff in einer Kooperation zwischen den Firmen DaimlerChrysler und Volkswagen sowie CHOREN und Shell. Ausgangsmaterial für diesen Dieselkraftstoff sind Holzabfälle, generell eignet sich aber Biomasse in jeglicher Form zur Herstellung dieses Kraftstoffes. Wie die Ökobilanz zeigt, vermindert er den CO2-Ausstoß im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen um rund 90 Prozent. Bei einem prognostizierten Marktanteil von 20 Prozent in Europa kann SunDiesel schon recht kurzfristig viel für den Klimaschutz bewirken. Erprobungen bei DaimlerChrysler haben die hervorragende Qualität dieses Kraftstoffes bestätigt und es ist geplant, Diesel-Personenwagen ab Werk mit SunDiesel zu befüllen, sobald dieser Kraftstoff in ausreichender Menge zu Verfügung steht.
Zusätzlich hat sich DaimlerChrysler verpflichtet, in seinen künftigen Fahrzeugen die technischen Voraussetzungen für eine Beimischung von 10 Prozent Biokraftstoffen zu schaffen, um kurzfristig einen weiteren Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen zu leisten.
Die Brennstoffzelle: ein neues energetisches Prinzip
Die Brennstoffzelle erzeugt aus der kontrollierten Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff Strom, der einen drehmomentstarken Elektromotor antreibt. Das kleine Bord-Kraftwerk erlaubt damit völlig neue Anwendungen: Es kann sowohl die wachsende Zahl elektronischer Bauteile im Fahrzeug mit Energie versorgen als auch statische Verbraucher, wie beispielsweise Klimaanlage oder Standheizung. Damit eröffnet diese Technologie völlig neue Perspektiven für die Mobilität der Zukunft. Brennstoffzellenfahrzeuge erreichen einen hohen Wirkungsgrad, sind leise und arbeiten völlig schadstofffrei: Aus ihrem Auspuff kommt nur reines Wasser.
Als die damalige Daimler-Benz AG im Jahr 1994 mit dem NECAR 1 das erste Brennstoffzellenfahrzeug vorstellte, war dies noch ein rollendes Forschungslabor. Seither haben die Ingenieure beharrlich und mit Pioniergeist mehrere Generationen von Brennstoffzellenfahrzeugen entwickelt und die Funktions-fähigkeit dieses Antriebs unter Beweis gestellt. Das Antriebssystem wurde immer kleiner, leichter und leistungsfähiger, und derzeit befindet sich eine Flotte von über 100 Brennstoffzellenfahrzeugen im Praxistest bei Kunden in Europa, USA, Japan, China, Singapur und Australien. Diese derzeit größte Flotte von Brennstoffzellenfahrzeugen, die ein Hersteller praxisnah erprobt, hat bereits mehr als zwei Millionen Kilometer absolviert, um damit wichtige Erkenntnisse für die weitere technologische Entwicklung zu gewinnen. Mitte des nächsten Jahrzehnts rechnet das Unternehmen mit einer breiteren Markteinführung von Brennstoffzellenfahrzeugen in ausgewählten Regionen der Welt.
Als Energieträger für Brennstoffzellenfahrzeuge ist komprimierter Wasserstoff die technisch nahe liegende Lösung, aber auch andere Kraftstoffoptionen stehen zur Wahl und werden erprobt. Mit der Brennstoffzelle ist langfristig eine emissionsfreie und nachhaltige Mobilität möglich, insbesondere wenn es gelingt, den Wasserstoff regenerativ zu erzeugen, beispielsweise unter Nutzung von Sonnen-, Wind-, Wasserkraft oder geothermischer Energie.
Auch andere namhafte Automobilhersteller haben sich dieser Entwicklung angeschlossen. Mit einem hohen Investment von über einer Milliarde Euro hat DaimlerChrysler sein Engagement und Bekenntnis zur Mitverantwortung für diesen Teil unserer technischen Zukunft deutlich unterstrichen.
Ein integrierter Ansatz für die Zukunft
Die Automobilindustrie hat ein selbstverständliches, vitales Interesse an der Absicherung nachhaltiger Mobilität. Die Entwicklung entsprechender Technologien wird für den Wettbewerb der Zukunft und das Überleben der Branche ebenso entscheidend sein wie für die Stabilität unserer Volkswirtschaften. Um das Ziel zu erreichen, reicht aber nicht die isolierte Verbesserung der Fahrzeug-Technologie. Es bedarf vielmehr eines integrierten Ansatzes und einer gemeinsamen Anstrengung von Automobilwirtschaft, Mineralölindustrie und Politik. Die Herausforderungen zum Erhalt unseres Ökosystems lassen sich nur mit Verantwortungspartnerschaften aller Beteiligten bewältigen.
Die zukünftigen globalen Herausforderungen sind nur durch eine Bündelung der Kräfte zu meistern. Dabei sind Kooperationen der Firmen untereinander erforderlich, um Know-How zu konzentrieren, und gleichzeitig die notwendigen hohen Investitionen zu teilen. Aber auch eine verstärkte internationale Kooperation der Politik ist dringend erforderlich, um das globale Thema "Energie für die Zukunft" weiter voran zu treiben.
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