Zusammenfassung der Ausführungen von Wolfgang Presinger, Geschäftsführer Mercedes-Benz Omnibusse der EvoBus GmbH, anlässlich des Pressegesprächs Euro 4/BlueTec in Omnibussen der DaimlerChrysler AG
Stuttgart-Möhringen
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07.03.2006
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
ich heiße Sie im Namen der EvoBus GmbH sehr herzlich hier in Stuttgart willkommen. Wir wollen Ihnen heute die Weiterentwicklung der Emissions- und Immissions-Strategie des Geschäftbereichs Omnibusse der DaimlerChrysler AG für das europäische Omnibusgeschäft vorstellen.
Das Abgas-Emissionsniveau bei Nutzfahrzeugen und damit auch bei den Omnibussen wird innerhalb der Europäischen Union flächendeckend von den aufeinander aufbauenden Euro-Abgasrichtlinien reguliert, die Anfang der Neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts erstmals in Kraft getreten sind und seither kontinuierlich verschärft wurden. Die bevorstehende Einführung der Euro 4-Abgasrichtlinie im Oktober diesen Jahres und die damit verbundenen technischen Änderungen sind für uns Anlass, Sie heute im Detail über unsere Strategie zur weiteren Absenkung der Schadstoffe im Abgas von Dieselmotoren zu informieren. Meine Damen und Herren, die Omnibusse sind heutzutage fester Bestandteil unserer Mobilität. Eine zunehmend mobile Gesellschaft, die aber gleichzeitig in großen Metropolen und Ballungsräumen konzentriert ist, braucht sichere, komfortable, wirtschaftliche und umweltfreundliche Verkehrsmittel. Jährlich nutzen die Menschen allein hier in Deutschland den Bus für mehr als fünf Milliarden Fahrten. Damit ist der Omnibus nach dem Pkw das zweitwichtigste Beförderungsmittel, so zeigt es eindeutig eine VDA-Studie. Viele Linienverkehre, aber auch Schülerverkehre, Gelegenheitsfahrten oder Urlaubsreisen wären ohne den Omnibus schlichtweg nicht möglich. Und insbesondere in ländlichen Regionen stellt der Bus oft das einzige öffentliche Verkehrsmittel dar.
Eine enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden, den Omnibusbetreibern, Verbänden und natürlich auch Fahrgästen sowohl im Produkt-Entstehungsprozess als auch während der gesamten Lebensdauer der Busse hat innerhalb kürzester Zeit einen Wandel in der Omnibus-Konstruktion ermöglicht. Nur ein Beispiel: Niederflurigkeit ist heute eine Selbstverständlichkeit im Stadtverkehr, zum Teil aber durchaus auch im Überlandverkehr. Auch das neue Konzept „Low Entry“ – also Niederflur vorne und Hochboden im Heckbereich - hat seit dem vergangenen Jahr einen festen Platz in unserem Produktprogramm.
Der Linienbus ist heutzutage europaweit im Öffentlichen Personen-Nahverkehr - mit mehr als der Hälfte aller Fahrten! - die unangefochtene Nummer 1 und somit auch die tragende Säule. Im Reisebusbereich ist die Situation nicht viel anders. Hier ist der Fokus eindeutig auf Komfort und Sicherheit gesetzt. Die Mercedes-Benz- und Setra-Omnibusse sind traditionell in diesem Feld Vorreiter. Die Einführung von zahlreichen Innovationen samt neuen Sicherheits- und Assistenz-Systemen zusammen mit Fahrer-Schulungsmaßnahmen festigen die Spitzenposition des Omnibusses allgemein und unserer Reisebusse im Besonderen als sicherstes Verkehrsmittel. Die Unterstützung von Ihnen, den Medien, die über selten vorkommende Omnibus-Unfälle sachlich und professionell berichten, hat entscheidend dazu beigetragen, das Image des Omnibusses in den letzten Jahren deutlich zu verbessern. Erlauben Sie mir, diese Gelegenheit heute zu nutzen, um mich bei Ihnen zu bedanken. Dieser Entwicklung zufolge ist die technische Komplexität unserer Omnibusse in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Gleichzeitig wurden aber auch die Sicherheit- und Komfortstandards für die Fahrgäste, die mit dem Omnibus zur Schule, zur Arbeit, zum Einkaufen in die Stadt oder in den Urlaub fahren, erheblich verbessert. Kurzum: Der Omnibus sorgt heute für eine bessere Mobilität und Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger.
Lebensqualität bedeutet heutzutage auch eine saubere Umwelt. Treibhaus-Effekt und Klimawandlung sind längst keine realitätsfernen Prophezeiungen mehr, sondern bereits deutlich spürbare Fakten mit teilweise gravierenden gesundheitlichen Auswirkungen für die Menschen. In Europa legt die Europäische Union den Umwelt-Rahmen fest, der verbindlich ist für alle EU-Staaten und als Verhandlungsbasis in internationalen Foren sowie als Richtlinie für die lokale Gesetzgebung dient. Während für Pkw die Grenzwerte heute streckenbezogen sind (Gramm Schadstoff pro gefahrener Kilometer), werden bei Lkw und Omnibussen die Abgasgrenzwerte auf die Motorleistung bezogen (Gramm Schadstoff pro Kilowattstunde).
Die Verschärfung der Abgas-Grenzwerte durch die Euro-Abgasrichtlinien hat zu einer erheblichen Minderung der Abgas-Emissionen aus dem Straßenverkehr geführt. Parallel dazu hat die EU das Thema Immissionen in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus genommen. Im Gegensatz zu Emissionen – dem Freisetzen von Luftschadstoffen in die Atmosphäre - sind Immissionen Luftverunreinigungen, die an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit auftreten. Die Zusammenhänge zwischen Verschmutzungsquellen und gesundheitlichen Auswirkungen werden im Rahmen des 6. Umweltprogramms der EU erforscht. Ziel ist dabei eine Luftqualität, die keine erheblichen negativen Auswirkungen mehr auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt hat. Nach den EU-Richtlinien verpflichten sich die EU-Staaten, Grenzwerte bei der Luftbelastung einzuhalten und der Kommission detaillierte Informationen über die Entwicklung der Luftqualität zu übermitteln.
In Deutschland wurden die Rahmenrichtlinien „Luftqualität“ und die Mehrzahl der Tochterrichtlinien durch die 22. BundesImmissionsschutzVerordnung (BImSchV) in nationales Recht überführt. Am 1. Januar 2005 traten die neuen Tages- und Jahresdurchschnittwerte für (Fein-)Staub mit der 22. BundesImmissionsschutzVerordnung (BISchV) in Kraft. In vielen Ballungsräumen und Innenstädten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz führte die Überschreitung des erlaubten Tages-Mittelwerts an mehr als 35 Tagen pro Jahr ab Anfang letzten Jahres zu der sogenannten „Feinstaub-Diskussion“.
Für Omnibusse gelten die gleichen Umweltnormen wie für Lkw, obwohl sie im gesamten Straßenverkehr eine vergleichsweise nur marginale Rolle spielen und die Emissionswerte pro Person und gefahrene Kilometer am geringsten sind. Die Symbolkraft des Omnibusses als Bestandteil einer sauberen und umweltfreundlichen Stadt ist von der Politik längst erkannt und wird als Vorbild genutzt. Die Omnibus-Entwickler von Mercedes-Benz- und Setra-Omnibussen haben diesen Prozess nicht nur passiv begleitet, sondern aktiv mitgestaltet.
Vom ersten Mercedes-Benz-Trolleybus bis zum heutigen Brennstoffzellen-Omnibus auf Basis des Mercedes-Benz Citaro - zahlreiche Beispiele belegen unsere Innovationskraft in Bezug auf die Umwelt. Bereits 1988 präsentierten wir unseren ersten Mercedes-Benz-Trolleybus, der 1994 als Trolley-Duobus weiterentwickelt wurde. Dieses Antriebssystem hat sich mittlerweile - insbesondere in den Städten Lateinamerikas – bewährt. 1995 kam eine Weiterentwicklung, der dieselelektrische Antrieb in den Mercedes-Benz Stadtbussen Mercedes-Benz O 405 GNTD, der mit der SSB umfangreich im Linieneinsatz erprobt wurde. 1996 wurde der Prototyp eines Hybridfahrzeugs der Öffentlichkeit präsentiert.
Der „New Electric Bus“ (Nebus) war 1997 weltweit der erste wasserstoffbetriebene Bus, und mit ihm war das Zero-Emission-Ziel im ÖPNV zum ersten Mal erreicht. Die erfolgreichen Felderprobungen dieser Technologie im Linieneinsatz - zum Beispiel an Weihnachten 1999 in Hamburg als „Christmas Shuttle“ - waren der richtige Ansporn, um zusammen mit Verkehrsbetrieben sowie Behörden die gemeinsamen Interessen und Stärken in einem Projekt zu realisieren und auf die Straße zu bringen. Im Rahmen des von der EU unterstützten und auf eine Dauer von zwei Jahren angelegten Projekts CUTE (Clean Urban Transport for Europe) sind seit 2003 insgesamt 30 Citaro-Brennstoffzellenbusse im regulären Linienbetrieb in zehn europäischen Metropolen eingesetzt worden. Perth (Australien) und Peking/Beijing (China) mit jeweils drei weiteren Bussen ergänzten später das Projekt außerhalb der EU-Grenzen. Nach zwei Jahren erfolgreichem Linieneinsatz und einer Gesamt-Laufleistung von weit über einer Million gefahrenen Kilometern wird jetzt in sieben Städten mit 27 Brennstoffzellen-Bussen das Projekt um ein Jahr verlängert und damit erst Anfang 2007 auslaufen.
Auch Erdgasbusse (CNG) sind seit 1994 ein fester Bestandteil unserer Produktpalette. Die Citaro-Erdgasbusse dürfen seit 2003 das Umweltzeichen „Blauer Engel“ tragen und erfüllen die EEV-Kriterien (Enhanced Environmentally-friendly Vehicles) in vollem Umfang. Erdgas ist jedoch auch ein fossiler Kraftstoff mit ähnlichen Versorgungsproblemen und Preisschwankungen wie Erdöl. Vorteile in der Besteuerung und die Bezuschussung der Infrastruktur haben zeitweise die Attraktivität der zweifelsohne umweltfreundlichen Erdgas-Fahrzeuge zum Teil künstlich erhöht.
Gleichzeitig nähern sich die Abgaswerte von Diesel-Fahrzeugen durch neu entwickelte Dieselmotoren den CNG-Bussen an. Dies ist bereits eine Tatsache. Die Verschärfung der Euro-Abgasrichtlinien in den letzten Jahren hat die Schadstoffe in den Abgasen unserer dieselgetriebenen Omnibusse - wie auch im Abgas aller anderen Dieselfahrzeuge - drastisch reduziert. Es ist absehbar, dass sich diese Tendenz auch in der Zukunft fortsetzt. Damit ist der Begriff „Clean Diesel“ - so „clean“ wie ein Gasbus - Wirklichkeit geworden. Sauber ist nicht gleichzusetzen mit Null-Emission, denn mit Verbrennungsmotoren ist das nicht plausibel. Aber ein von den Menschen und von der Natur verlangter und nicht zuletzt von der EU geforderter verträglicher Straßenverkehr muß zunächst mit Dieselkraftstoff erreichbar sein. Nur dann und durch einen adäquaten Mix an wirtschaftlichen und dieseloptimierten Fahrzeuge, die gleichzeitig mit zukunftsorientierten Forschungsprojekten kombiniert werden, wird langfristig dieses gemeinsame Ziel erreicht werden können.
Meine Damen und Herren, allen Prognosen nach haben dieselgetriebene Fahrzeuge noch eine lange und erfolgreiche Zukunft vor sich. Für die Erfüllung der bevorstehenden Abgas-Richtlinie Euro 4 hat sich unser Konzern bereits 2002 für die BlueTec-Dieseltechnologie auf Basis von SCR (Selective Catalytic Reduction) entschieden. Nicht nur DaimlerChrysler, auch alle europäischen Lkw-Produzenten und die Mehrheit der Omnibus-Hersteller hat sich mittlerweile für diese Technologie entschieden, um die kommenden Abgas-Richtlinien zu erfüllen. Insgesamt werden über zwei Drittel der Fahrzeuge des gesamten Omnibus-Markts in Europa, davon drei Viertel in Deutschland, ab Euro 4 mit der neuen BlueTec-Dieseltechnologie ausgerüstet sein. Die restlichen Hersteller setzen zur Erfüllung von Euro 4 auf Abgas-Rückführungssysteme (AGR).
Wir bei DaimlerChrysler sind der Überzeugung, dass BlueTec die richtige Entscheidung ist, denn diese Technologie stellt zwei Hauptelemente in den Vordergrund: Umweltschonung und Wirtschaftlichkeit. Mit dieser Technologie erfüllen wir selbstverständlich die Euro 4-Norm und stellen gleichzeitig sicher, dass damit auch die Euro 5-Abgasgrenzwerte erreicht werden. Es ist deshalb nicht nur ein umwelt- sondern auch ein zukunftsorientiertes System. Wir haben bei Mercedes-Benz- und Setra-Omnibussen in punkto BlueTec zudem noch einen großen Vorteil; denn es handelt sich bei DaimlerChrysler um ein bereits seit zwei Jahren mit großem Erfolg erprobtes System. Erst vor wenigen Wochen hat der Lkw-Geschäftsbereich den mittlerweile 10 000sten Lkw mit BlueTec-Dieseltechnologie ausgeliefert. Unsere Omnibuskunden werden somit eine reife und bereits bewährte Technologie erhalten.
Ein zusätzliches Argument für BlueTec ist die Wirtschaftlichkeit dieser neuen Motoren. In Zeiten hoher Ölpreise und gleichzeitiger Subventions-Kürzungen spielt die Wirtschaftlichkeit für den Omnibus-Betreiber - und damit letztlich auch den Fahrgast - eine entscheidende Rolle. Umweltschonung und Wirtschaftlichkeit müssen heute mehr denn je in Einklang gebracht werden. BlueTec ermöglicht es, dieses Dilemma zu lösen: Die rund 7 000 € Mehrpreis gegenüber den bisherigen Bussen mit Euro 3-Motoren amortisieren sich innerhalb kürzester Zeit: Deutlich weniger Verbrauch als heute bedeutet nicht nur eine deutliche Verringerung der Emissionen für die Umwelt, sondern auch Kosten-Einsparungen für den Betreiber.
Erlauben Sie mir, für Euro 4 diese Zahl zur Verdeutlichung aufzuschlüsseln: Gegenüber einem Abgas-Rückführungssystem (AGR) bedeutet der Einsatz von BlueTec - inklusive aller anfallenden Betriebskosten - bei einer durchschnittlich üblichen Linienbus-Laufleistung von 60 000 km im Jahr eine Ersparnis pro Bus und Jahr von ca. 1 300 € bei Omnibussen mit dem „kleinen“ Sechszylinder-Reihenmotor OM 906 (h)LA und rund 2 000 € bei Fahrzeugen mit dem „großen“ Achtzylinder-Turbodiesel OM 457 (h)LA. Um es noch genauer auszudrücken, bedeutet dies bei einem mittelständischen Verkehrsbetrieb mit 50 Einheiten im Fuhrpark je nach gewählter Motor-Variante eine Kraftstoffersparnis von 60 000 € bis 100 000 € pro Jahr. Bei einer durchschnittlichen Omnibus-Lebensdauer von 12 Jahren liegt der Kostenvorteil dieses Verkehrsbetriebs mit BlueTec-Fahrzeugen zwischen 720 000 € und 1 200 000 €.
Vergleichstests (Lkw), die bereits von verschiedenen Fachzeitschriften durchgeführt wurden, aber vor allem auch die Erfahrungen mit neun Euro 4-Linienbussen vom Typ Mercedes-Benz Citaro, die wir seit Mitte des vergangenen Jahres bei Kunden-Fahrerprobungen in den ÖPNV-Verkehrsunternehmen der deutschen Städte Stuttgart, Hamburg und Lahr im Einsatz haben, belegen diese Zahlen. Die Euro 4-Anlauftermine für die Omnibusse der Marke Mercedes-Benz und Setra stehen bereits fest. Wir sind in der Lage, ab dem zweiten Quartal 2006 die neue BlueTec-Dieseltechnologie für alle Volumen-Varianten im Stadt-, Reise- und Überlandbereich zu liefern und somit den gesetzlichen Euro 4-Einführungstermin vorzeitig zu erfüllen.
Meine Damen und Herren, mit BlueTec ist uns ein wichtiger Schritt gelungen - die Einführung einer Technologie, die gleichzeitig die Interessen der Omnibus-Betreiber und teilweise sogar die Über-Erfüllung der verschärften EU-Abgasrichtlinien sowie der nationalen Umwelt-Gesetzgebung in Europa zusammenbringt und diese perfekt miteinander kombiniert. Dr. Manfred Marx, Leiter Entwicklung Antriebstechnik der EvoBus GmbH, wird Ihnen anschließend unser System und die technischen Vorteile sowie die Gründe unserer Entscheidung für BlueTec im Hinblick auf den europäischen Omnibusmarkt näher erläutern.
Die Reaktion unserer Omnibus-Kunden auf die neuen BlueTec-Fahrzeuge ist schon zum jetzigen Zeitpunkt äußerst positiv. Trotz offizieller Einführung der Euro 4-Abgasrichtlinie ab Oktober diesen Jahres liegen uns derzeit bereits in Summe Aufträge über rund 750 Omnibusse mit BlueTec-Dieseltechnologie aus ganz Europa vor, wo die EvoBus GmbH mit der Marken Mercedes-Benz und Setra Marktführer ist. Hervorzuheben sind beispielsweise die Aufträge von KÖR (Kooperation Östliches Ruhrgebiet) über 101 Stadtbusse des Typs Mercedes-Benz Citaro oder der BVG (Berliner Verkehrsbetriebe) über 90 Citaro-Stadtbusse. Zu nennen sind aber auch die 33 Reisebusse der Baureihen Mercedes-Benz Travego und Setra ComfortClass 400, die DaimlerChrysler anlässlich der Fussball-Weltmeisterschaft in Deutschland an ein Konsortium aus drei deutschen Busunternehmen - Autobus Oberbayern, Bus-Verkehr Berlin (BVB) und Autobus Sippel – zur Durchführung der Transfers für die teilnehmenden Fußball-Mannschaften liefern wird. Doch auch in anderen Regionen der Welt setzt sich BlueTec immer mehr durch. Zu Beginn diesen Jahres präsentierte DaimlerChrysler auf der Automobil-Ausstellung in Detroit die ersten Pkw mit BlueTec für den amerikanischen Markt. Andere Hersteller folgten, und mittlerweile sind die Vorteile dieser Technologie auch auf der anderen Seite des Atlantiks anerkannt.
Zu guter Letzt erlauben Sie mir, Ihnen einige Zitate über die ersten Erfahrungen unserer Kunden mit Euro 4-Fahrzeugen wiederzugeben. So sagt zum Beispiel Markus Wiedemann, Leiter der Kfz-Werkstätten bei der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB): „Die drei Citaro-Busse mit BlueTec waren in unserem Fuhrpark absolut unauffällig ... bis auf den positiven Kraftstoff-Verbrauch: Wir konnten die ersten Ergebnisse nicht glauben und mussten den Test nochmals durchführen.“ Karl-Heinz Rothgaenger von der Hamburger Hochbahn AG (HHA) meint dazu: „ Die SCR-Technologie ist reif. Die Fahrzeug-Verfügbarkeit, die Wartung und das Fahrverhalten waren so gut wie bei unseren restlichen Citaro-Bussen mit Euro 3-Motoren, und gleichzeitig war der Verbrauch wesentlich niedriger.“
Auch die Betankung mit AdBlue stellt heute kein Problem mehr dar. Markus Wiedemann von der SSB: „Die AdBlue-Versorgung war kein Problem. Den Aufbau einer eigenen Betriebstankstelle kann man innerhalb von 48 Stunden erledigen. Es ist viel einfacher, als ich es mir vorgestellt hatte.“ Und Karl-Heinz Rothgaenger (HHA) ergänzt: „Man kann Diesel und AdBlue gleichzeitig tanken, ohne dabei Zeit zu verlieren. Die Tankanordnung ist optimal.“ Nicht zuletzt möchte ich an dieser Stelle auch Dr. Dieter Zetsche auf der Pressekonferenz in Detroit im Januar dieses Jahres zitieren: „BlueTec ist der neue Weg zum saubersten Diesel der Welt.“
BlueTec ist die Zukunft des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs. Mit dieser neuen Diesel-Technologie wollen wir die Erreichung der sich ständig weiter verschärfenden Abgas-Grenzwerte nicht nur bezüglich der Emissions-, sondern auch der nicht minder wichtigen und zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit geratenden Immissionswerte sicherstellen. Damit werden wir unseren Beitrag für die Umwelt und letztendlich für eine erhöhte Lebensqualität leisten, ohne dabei die wirtschaftlichen Vorteile des Omnibusses aus den Augen zu verlieren.
Mit der Einführung von BlueTec beginnt gleichzeitig eine neue Ära, die alle unsere Kräfte beansprucht und weit über die Omnibus-Welt hinausgeht. Dafür ist es notwendig, nicht nur umweltfreundliche und wirtschaftliche Fahrzeuge zu bauen, sondern auch der Gesellschaft ihren Nutzen aufzuzeigen. Omnibusse spielen dabei eine wichtige Rolle insbesondere im ÖPNV und werden weiterhin Vorreiter in Sachen Umwelt-Verträglichkeit bleiben. Denn die Fuhrpark-Erneuerung bei den Verkehrsbetrieben mit Omnibussen auf Basis zukunftsfähiger Technologien sowie auch eine gezielte Förderungspolitik sind entscheidende Hebelwirkungen für eine Umweltschonung in unseren Städten und Regionen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
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