Car-to-X-Kommunikation reif für Alltagstest im weltweit größten Feldversuch
Stuttgart
11.10.2011
Autofahrer frühzeitig vor einem Stauende hinter einer Kuppe zu warnen oder sie über Glatteis auf Brücken zu informieren, lange bevor sie die Gefahrenstelle erreichen – das soll schon in naher Zukunft mit Car-to-X-Kommunikation möglich sein. Ein wichtiger Schritt bei dem drahtlosen Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen sowie zwischen Fahrzeugen und der Verkehrsinfrastruktur ist jetzt einem Forschungskonsortium unter der Leitung der Daimler AG gelungen.
Nach dreijähriger intensiver Forschungsarbeit präsentiert Daimler zusammen mit den beteiligten Projektpartnern heute in Friedberg/Hessen den aktuellen Status im Projekt simTD und gibt den Startschuss für den weltweit größten Feldversuch zur Car-to-X-Kommunikation: Ab Frühjahr 2012 werden rund 120 Fahrzeuge im Rhein-Main-Gebiet die neue Technologie im realen Straßenverkehr testen. „Wir sind davon überzeugt, dass die Car-to-X-Kommunikation einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zum unfallfreien Fahren darstellt“, so simTD-Gesamtprojektkoordinator Dr. Christian Weiß, der bei der Daimler AG in Forschung und Vorentwicklung das Team Kooperierende Systeme leitet.
Durch den Einsatz von Car-to-X-Systemen wird der Sichtbereich des Fahrzeugs, der „Telematische Horizont“, deutlich erweitert. Neben sicherheitsrelevanten Anwendungen lassen sich auch Komfortfunktionen wie etwa Routenvorschläge zum nächsten freien Parkplatz realisieren. Durch bedarfsgerechte Steuerung von Lichtsignalanlagen kann Car-to-X-Kommunikation außerdem dabei helfen, Verkehrsflüsse zu optimieren, und leistet damit einen Beitrag zu effizienter und damit nachhaltiger Mobilität.
In Deutschland untersucht das Forschungsprojekt simTD (Sichere Intelligente Mobilität – Testfeld Deutschland) unter der Leitung der Daimler AG die Alltagstauglichkeit der Car-to-X-Kommunikation.
Als Pionier im Bereich der Fahrzeug- und Verkehrssicherheit spielen Car-to-X-Kommunikation und die daraus resultierenden Assistenzsysteme für Daimler eine wesentliche Rolle. So steuert der Konzern im Forschungsprojekt simTD den größten finanziellen Einzelanteil der beteiligten Industriepartner bei und stellte bei den bisherigen Testfahrten die meisten Fahrzeuge zur Verfügung. Welche Relevanz Car-to-X-Kommunikation für Daimler hat, zeigt sich auch an der langjährigen Beteiligung an anderen Projekten zu diesem Thema. So ist das Unternehmen beispielsweise Gründungsmitglied des CAR 2 CAR Communication Consortium und treibt die Standardisierung der Technik im European Telecommunications Standards Institute (ETSI) aktiv voran.
Das Projekt simTD ist ein Gemeinschaftsprojekt deutscher Automobilhersteller, Automobilzulieferer, Kommunikations-unternehmen, Forschungsinstitute und der öffentlichen Hand. simTD wird gefördert und unterstützt durch die Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Bildung und Forschung (BMBF), Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) sowie das Land Hessen.
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