Pressemappe: Mercedes-Benz-Omnibusse auf der FIAA 2006 in Madrid
Stuttgart/Madrid
14.11.2006
Mercedes-Benz Citaro: neue Generation, neuer Kompakt-Niederflurbus Citaro K
  • Citaro K ist die neue Kompakt-Variante der Citaro-Familie
  • Zweite Generation des Citaro mit neuer Optik außen und innen
  • Einzelrad-Aufhängung vorn verbessert Komfort und Fahrverhalten
  • Sparsame und saubere Motoren entsprechen den EU-Abgasrichtlinien Euro 4, Euro 5 und EEV
  • Citaro LE: Low Entry, die Alternative für den Stadt- und Überlandverkehr
Der Mercedes-Benz Citaro gehört heute schon zu den großen Bestsellern in der Geschichte der Linienbusse. Mehr als 15 000 Exemplare seit Beginn der Serien-Fertigung im Jahr 1998 und Einsätze in fast allen Metropolen Europas haben ihm zu internationaler Bekanntheit verholfen. Erstmals vorgestellt auf dem UITP-Kongress in Stuttgart 1997, fuhr der Citaro seitdem als Stadt- und Überland-Linienbus von Erfolg zu Erfolg. Jetzt folgt die zweite Generation: Der Citaro ist optisch und technisch in vielen Punkten erneuert worden. Parallel dazu ergänzen drei Low Entry-Varianten und der neue Mercedes-Benz Citaro K das Citaro-Stadt- und Überland-Linienbus-Programm. Der „verkürzte“ Stadtlinienbus Citaro K hat auf der IAA-Nutzfahrzeuge 2006 seinen ersten öffentlichen Auftrittgefeiert und ist in Spanien erstmals auf der FIAA 2006 zu sehen.
Mercedes-Benz Citaro: einzigartiges Programm von Niederflur-Linienbussen
Der neue Citaro K erweitert jetzt die bisher bereits breit gefächerte Palette des Linienbus-Bestsellers Citaro um eine kompakte Variante mit 10,5 m Länge. Damit besteht das Programm des Niederflur-Linienbusses Citaro aus nunmehr 11 Varianten, die den kompletten Beförderungs-Bedarf des ÖPNV-Busunternehmers im Stadt- und Überland-Linienverkehr lückenlos mit einer Vielzahl von Längen-Varianten abdecken. Neben dem brandneuen Mercedes-Benz Citaro K zählen zu den Stadt-Linienbussen der 12 m lange Citaro, der 15 m lange Citaro L und der Gelenkbus Citaro G mit 18 m Länge. Für den Überlandverkehr kommen die Varianten Citaro Ü (12 m), Citaro MÜ (13 m) und Citaro LÜ (15 m) sowie der Schubgelenkbus Citaro GÜ (18 m) hinzu. Ebenfalls neu sind die im Herbst 2005 erstmals vorgestellten Low Entry-Linienbus-Varianten aus der Citaro-Familie. Sie stehen als Stadt-Linienbus (Citaro LE) mit 12 m Länge sowie in zwei Überland-Varianten (Citaro LE Ü bzw. Citaro LE MÜ) mit 12 m und 13 m Länge zur Verfügung. Alles zusammen ergibt ein einzigartig breit aufgefächertes und lückenloses Programm von Niederflur-Linienbussen für den Stadt- und Überlandverkehr.
Abgeleitet aus dem Citaro-Programm ist außerdem der 19,54 m lange Großraum-Gelenkbus Capa-City. Neben Fahrzeugen mit Dieselantrieb gehören außerdem Linienbusse mit Erdgasantrieb zum Programm. Ebenso ist die bekannte Kleinserie von Bussen mit Brennstoffzellenantrieb aus dem Citaro-Modellprogramm entwickelt worden.
Mercedes-Benz Citaro K: kompakt und ungewöhnlich wendig
Die neue Kompakt-Variante des Citaro ist nach bewährter Art aus dem vielfältigen Baukasten des Citaro-Programms entstanden: Er basiert auf dem Citaro mit 12 m Länge, dessen Radstand um exakt 1 447 mm von 5 845 mm auf 4 398 mm verkürzt wurde. Vorderer und hinterer Überhang sind identisch mit dem Ausgangsmodell. Ergebnis ist mit 10,5 m Länge ein kompakter zweiachsiger Stadtlinien-Niederflurbus mit zwei Einstiegstüren, der bestens für Einsätze auf Stadtstrecken mit geringerem Fahrgastaufkommen geeignet ist. Aufgrund des um rund 900 kg geringeren Leergewichts im Vergleich zum 12 m-Citaro, dabei jedoch einem unveränderten zulässigen Gesamtgewicht von 18 t, bietet der Citaro K je nach Bestuhlung im Maximum eine Fahrgast-Beförderungs-Kapazität zwischen 85 und 91 Passagieren (beim 12 m-Citaro sind es 106 Fahrgäste).
Der verringerte Radstand hat außerdem eine ungewöhnliche Wendigkeit zur Folge. Der Wendekreis misst nur 17,2 m und unterbietet den bereits handlichen Citaro-Stadtbus mit 12 m Länge um knapp vier Meter. Hervorzuheben ist auch die geringe bestrichene Ringfläche von nur 4,6 m bei tangentialer Einfahrt in den 25 m-Kreis (Citaro 12 m: 5,7 m). Damit eignet sich der Mercedes-Benz Citaro K vorzüglich für Linien in besonders engen und verwinkelten Innenstadt-Bezirken. Dank seiner vergleichsweise hohen Fahrgast-Kapazität ist er gleichzeitig flexibel genug, um ohne Einschränkungen auf allen anderen Fahrgastlinien verkehren zu können.
Angetrieben wird der neue Citaro K vom bewährten Euro 4-Turbodiesel-Reihenmotor Mercedes-Benz OM 906 hLA mit sechs Zylindern in liegender Bauweise. Die Leistung des kompakten Euro 4-Aggregats, das auf der Blue-Tec-Dieseltechnologie von DaimlerChrysler basiert, beläuft sich auf 210 kW (286 PS). Bereits jetzt wird dieser Motor, der auch in vielen anderen Citaro-Typen zur Verfügung steht, auch nach den nochmals schärferen EU-Emissionsrichtlinien Euro 5 und EEV (Enhanced Environmentally-friendly Vehicle) lieferbar sein. Die Kraftübertragung übernehmen Wandler-Automatik-Getriebe mit vier bis sechs Gängen, die wahlweise von ZF oder Voith stammen. Wie der Antrieb, so stammt auch das Fahrwerk des Citaro K einschließlich der Reifen im Format 275/70 R 22,5 unmittelbar von seinen großen „Stadtbus-Brüdern“ – ein wesentlicher Vorteil für Wartung, Service und Ersatzteilhaltung in Fuhrpark und Werkstatt.
Der Citaro K profitiert von den vorbildlichen Eigenschaften des Citaro: Er ist von vorn bis vor die Hinterachse konsequent niederflurig ausgelegt. Ob Türen, Fahrtzielanzeigen, Cockpit oder die Einrichtung des Fahrgastraums mit Sitzen und Haltestangen: Alle diese bewährten Komponenten kommen unmittelbar vom Citaro. Dies gilt auch für die zahlreichen Änderungen, mit denen jetzt die zweite Generation des Citaro startet.
Ein Linienbus mit „Gesicht“
Augenfällig ist bereits das „Gesicht“ des Citaro der zweiten Generation, das der Fachwelt erstmals zusammen mit der Premiere der neuen Low Entry-Varianten Citaro LE (Stadt), Citaro LE Ü und Citaro LE MÜ (Überland) im Oktober 2005 gezeigt worden ist. Neu ist eine bogenförmige Einpressung mit der Andeutung einer Kühlermaske zwischen den Scheinwerfern, optisch verwandt mit den neuen Reise- und Überlandbussen von Mercedes-Benz. Innerhalb dieses Felds ist der Mercedes-Stern jetzt erhaben auf einem Sockel angeordnet.
Die nunmehr gedrehten Blinkergehäuse tragen zu einem freundlichen Erscheinungsbild des Citaro bei. Analog zu den Hauptscheinwerfern haben sie eine Klarglas-Abdeckung erhalten. Eine durchgehende schwarze Blende als Verlängerung der Frontscheibe nach unten lässt die Anlenkung der Scheibenwischer-Arme optisch zurücktreten. Die Vorbauklappe ist bündig eingelassen, der Stoßfänger besitzt eine weicher gestaltete Form.
An der Frontpartie sind bei den neuen Citaro-Linienbussen keinerlei Verschraubungspunkte mehr sichtbar. Außer der Vorbauklappe lassen sich auch die Ecken einschließlich der Scheinwerfer-Gehäuse vorklappen – damit ist der gesamte Vor-bau ideal zugänglich für Wartungsarbeiten. Unverändert geblieben sind die unterschiedlichen Frontscheiben für die Stadt- und Überlandbusse sowie die Fahrtziel-Anzeigen.
Heck kraftvoll und dreidimensional geformt
Das Heck des Citaro ist nun stärker dreidimensional geformt und hat elegante Radien erhalten. Die kraftvoll V-förmig gestalte Heckscheibe ist weit nach oben gezogen und ragt bis ins Dach hinein. Die Motorklappe endet oben in einer Entlüftungsöffnung, verschlossen durch ein schwarzes Gitterblech. Die gesamte Formensprache des Citaro erinnert an die neue Generation der Reise- und Überlandbusse von Mercedes-Benz. Dies signalisieren beispielsweise auch die dreidimensional ausgearbeiteten Rückleuchten mit einer gemeinsamen Glasabdeckung. Sie greifen seitlich weit herum, sind abgeschrägt und stammen aus dem identischen Baukasten wie beim neuen Travego. Neu gestaltet ist ebenfalls der Stoßfänger.
Alle Maßnahmen zusammen nehmen dem Linienbus die bisher übliche strenge und kantige Form, sie lassen ihn weicher und harmonischer auftreten. Genaue Beobachter registrieren die neuen rahmenlosen Klappfenster und die – bis auf die Windschutzscheibe, das Fahrerfenster und die vordere Einstiegstür – durchgehend grau statt bisher grün getönte Verglasung.
Innenraum und Fahrerplatz verfeinert
Auch der Innenraum ist in seiner Formensprache verfeinert worden. So gehen die schrägen seitlichen Deckenverkleidungen nahezu stufenlos in die Innendecke über, die reinigungsfreundlich glatt und harmonisch gestaltet und von einem Aluminium-Profil eingefasst ist. Die Lichtbänder sind optisch an die Form der neuen Decke angepasst worden. Im Fahrgastraum kommt eine neue Stadtbus-Bestuhlung zum Einsatz. Der neue Fahrgastsitz „City-Star Eco“ ist in mehreren Ausführungen lieferbar. Im Vergleich zum Vorgänger zeichnet er sich durch ein vergrößertes Komfortmaß (+ 24 mm) bei gleichem Sitzteiler aus. Zudem wiegt jeder Sitz 0,7 kg weniger. Je nach Bestuhlungs-Variante bedeutet dies eine Gewichtseinsparung von rund 25 kg bis 30 kg pro Bus.
Neu ist im Citaro ebenfalls die Opticool-Windschutzscheibe. Bereits in den Mercedes-Benz-Reisebussen Travego bewährt, wirkt sie stark wärmedämmend, absorbiert Infrarot-Strahlen und lässt jeweils rund 10 % weniger Wärme und Energie hindurch. Das senkt die Temperatur im Innenraum maßgeblich und vergrößert damit das Wohlbefinden des Fahrers. Auch optisch hat die Innengestaltung des Vorderwagens gewonnen. So empfängt den Fahrgast bereits im Einstieg der Marken-Schriftzug Mercedes-Benz; eine geschlossene Abdeckung im Halbrund der Instrumententafel-Verkleidung verdeckt den bisher offen angebrachten Feuerlöscher.
Der Fahrerplatz verfügt unverändert über das bewährte VDV-Armaturenbrett. In Fahrtrichtung links stehen neue großzügige Ablagen zur Verfügung, die auf Wunsch durch ein elektrisch gekühltes Flaschenfach ergänzt werden. Ebenfalls auf der linken Seite sind auf einer Konsole griffgünstig Schalter für Zusatzfunktionen und das Ventil der Feststellbremse montiert.
Sparsame und saubere Euro 4- und Euro 5-Motoren, zertifizierbar nach EEV
Bei den Motoren des Mercedes-Benz Citaro der zweiten Generation handelt es sich serienmäßig um Euro 4-Triebwerke, die auf der Blue-Tec-Dieseltechnologie basieren. Das breit angelegte Motorenprogramm des Citaro deckt sämtliche Leistungswünsche ab. Besonders kompakt und leicht ist der Reihen-Sechszylinder-Motor OM 906 hLA mit 6,4 l Hubraum, einer Leistung von 210 kW (286 PS) und einem maximalen Drehmoment von 1 120 Nm bei 1 200 – 1 600/min. Auch der Reihen-Sechszylinder-Turbodiesel OM 457 hLA mit 12 l Hubraum in den beiden Leistungsstufen 220 kW (299 PS) und 260 kW (354 PS) und einem maximalen Drehmoment von 1 250 Nm bei 1 100/min bzw. 1 600 Nm bei ebenfalls 1 100/min steht in Euro 4-Ausführung mit Blue-Tec-Dieseltechnologie im Mercedes-Benz Citaro der zweiten Generation zur Verfügung. Alle Motoren überzeugen durch ihre hohe Durchzugskraft bereits bei niedrigen Drehzahlen. Das ist speziell im Stadtverkehr für ein dynamisches Anfahrverhalten auch bei voller Auslastung besonders wichtig.
Alternativ ist der Citaro auf Wunsch mit Dieselmotoren lieferbar, die bereits heute der ab 2008/2009 geltenden EU-Abgasrichtlinie Euro 5 entsprechen. Zunächst kommt der OM 906 hLA mit unveränderten Leistungs- und Drehmomentdaten zum Einsatz, ab Frühjahr 2007 gefolgt vom OM 457 hLA. Parallel dazu wird es diese beiden Motoren in der liegend eingebauten Ausführung sogar nach den noch weiter verschärften Abgasbestimmungen EEV (Enhanced Environmentally-friendly Vehicle) geben – ein weiterer Beleg für das große Potenzial und die Zukunftsfähigkeit der Blue-Tec-Dieseltechnologie. Bei diesem Triebwerk findet zusätzlich ein Sintermetall-Partikelfilter Verwendung.
Einzelrad-Aufhängung vorn verbessert Komfort und Fahrverhalten
Nicht nur die sichtbaren, auch die unsichtbaren Werte des Citaro sind erheblich weiterentwickelt worden. Neu im Citaro ist zum Beispiel eine Vorderachse mit Einzelrad-Aufhängung. Die Konstruktion basiert auf unteren Dreiecks-Querlenkern und verfügt serienmäßig über einen Stabilisator. Vorteil der Einzelrad-Aufhängung sind ein besonders stabiler Geradeauslauf, verringerte Fahrbahn-Einflüsse in der Lenkung, eine merkliche Gewichtsersparnis, geringere ungefederte Massen sowie generell ein verbessertes Fahr- und Komfortverhalten, da sich die Räder bei unterschiedlicher Fahrbahn-Beschaffenheit links und rechts nicht gegenseitig beeinflussen.
Bei identischer Einstiegshöhe steigt die Bodenfreiheit des Citaro unter der Vorderachse auf 165 mm, das verringert die Gefahr des Aufsetzens. Das Lenkgetriebe ist nach hinten versetzt und liegt damit außerhalb des unfallgefährdeten Bereichs. Die Vorderachse verfügt ohne jede Einschränkung der Durchgangsbreite von 910 mm zwischen den Radkästen über einen sehr großen Radeinschlag (innen 53 Grad, au-ßen 46 Grad). Daher verringert sich der Wendekreis des Citaro in der Variante mit 12 m Länge um einen halben Meter von bisher 21,5 m auf nunmehr nur noch 21 m. Auch die größeren Varianten liegen mit 23,7 m (Citaro MÜ), 24,3 m (Citaro L/LÜ) und 22,9 m (Citaro G/GÜ) noch günstiger als bisher.
Fahrer und Fahrgäste profitieren außerdem von einem erhöhten Fahrkomfort: Der maximale Einfederweg ist um mehr als ein Drittel von bisher 70 mm auf 94 mm erhöht worden, das Luftfedervolumen stieg pro Balg um über 10 % auf 10,5 dm³, und die Eigenfrequenz konnte deutlich gesenkt werden. Ergebnis ist ein für einen Niederflurbus ungewohnt sicheres, ruhiges und komfortables Fahrverhalten.
Mercedes-Benz Citaro G und GÜ optional mit Wank-/Nickregelung
Bei den Gelenkbus-Varianten des Citaro lassen sich Fahrverhalten und Fahrkomfort neuerdings noch weiter durch eine optional lieferbare Wank-/Nickregelung steigern. Bei diesem System werden die Kennlinien der Dämpfer an Vorder- und Mittelachse in Abhängigkeit von Fahrsituation und Beladung elektronisch geregelt. Dies bedeutet beim Bremsen oder bei dynamischer Kurvenfahrt eine erhöhte Sicherheit dank straffer Dämpfung. In anderen Fahrsituationen führt die weichere Dämpfung zu einem höheren Komfort. Überdies werden Wank- und Nickbewegungen sowie Hubbewegungen des Aufbaus reduziert und schneller abgebaut, spürbar gerade bei einem Gelenkbus. Reduzierte Schwankungen der Radlast schonen zudem die Straßen. Zusammen mit der Einzelrad-Aufhängung an der Vorderachse führt dies zu einem Fahrkomfort, der im Gelenkbus neue Maßstäbe setzt.
Mercedes-Benz Citaro LE, „Low Entry“ mit Niederflur-Bauweise bis zur Hinterachse
Die optischen und technischen Änderungen am Citaro vorweggenommen hatte die ergänzende neue Modellreihe Citaro LE (Low Entry), die im Herbst 2005 erstmals vorgestellt wurde. Der Begriff „Low Entry“ deutet es an: Vom Vorderwagen bis einschließlich des Mitteleinstiegs sind Omnibusse dieser Kategorie vollwertige Niederflurbusse, die nach der zweiten Einstiegstür als Hochboden-Fahrzeuge auftreten. Dieses Mischprinzip führt einerseits zu hohem Einstiegs- und Fahrkomfort selbst für in ihrer Mobilität eingeschränkte Passagiere. Andererseits erlaubt es einen unkomplizierten, wirtschaftlichen und damit ebenso kostengünstigen wie wartungsfreundlichen Einbau der Aggregate.
Der neue Citaro LE kombiniert deshalb die Vorteile von Niederflur- und Hochbodenbus. Beide Linienbusse, Citaro LE und Citaro, sind bis in den Bereich der mittleren Tür nahezu identisch. Beim Antriebsstrang im Heck des Citaro LE handelt es sich ebenfalls um ein bewährtes und wirtschaftliches Serienprodukt: Motor, Getriebe und Antriebsachse stammen einschließlich des Unterbau-Gerippes aus dem Überlandbus Integro.
Dank seines ab der Wagenmitte angehobenen Dachs verfügt der Citaro LE auch im hinteren Bereich über Stehplätze. Er ist aber nur dort erhöht, wo es nötig und sinnvoll ist: Aufgrund der Übernahme des serienmäßigen Citaro-Wagenkörpers im vorderen Bereich entsteht in den neuen Low Entry-Varianten sowohl vorne als auch hinten ein angenehmes und harmonisches Raumgefühl.
Neu gestaltete, elegante Außenoptik für den Mercedes-Benz Citaro LE
Typisch für den Citaro LE ist die schlanke Außenoptik, hervorgerufen durch eine Dacherhöhung um 310 mm ab der Wagenmitte. Seitliche Ausläufer schaffen einen harmonischen Übergang vom Vorder- zum Hinterwagen. Der erhöhte Dachaufbau ist mit GfK verkleidet und zur Seite hin sanft gestuft, was dem Omnibus optisch ebenfalls die Höhe nimmt. Hinten mündet die Dacherhöhung mit einem eleganten Schwung in die neu gestaltete Rückwand. Die Formensprache des Hecks entspricht weitgehend der neuen zweiten Generation des Citaro, die Frontpartie der Busse ist identisch.
Liegt der Einstieg des Citaro LE nur 320 mm (vorn) bzw. 340 mm (Mitte) über der Fahrbahn, so folgen bei der optional lieferbaren dritten Tür hinter der Hinterachse auf den ebenfalls nur 340 mm hohen Antritt drei flache Stufen von jeweils 200 mm Höhe bis zum Mittelgang.
Sanfter Übergang vom Vorder- zum Hinterwagen im Citaro LE
Auch im Fahrgastraum zeigt der Citaro LE in Bestuhlung und Gestaltung seine enge Verwandtschaft zum Citaro. Die Überland-Variante des Citaro LE verfügt jedoch über eine neu konzipierte Bestuhlung speziell für diesen Einsatz. Typisch für den Citaro LE ist der sanfte, bogenförmige Übergang vom Niederflur-Vorderwagen zum erhöhten Hinterwagen. Im Querkanal dieser formal gelungenen Überleitung steht selbstbewusst der Markenschriftzug.
Vor der Hinterachse führen zwei flache Stufen von nur 200 mm in den Hochboden-Bereich des Hecks. Der Fußboden steigt hier um maximal sieben Grad an, die Stehhöhe beträgt dank des erhöhten Dachs mindestens 1,90 m. Der höhere Fußboden und die maximal 200 mm hohen Podeste führen im hinteren Wagenteil zu einer sehr homogenen Anordnung der Sitze: Alle Fahrgäste nehmen dort in Fahrtrichtung Platz, die Sitze steigen gleichmäßig im Stil einer Theaterbestuhlung an.
Komfortable und wirtschaftliche Hinterachse aus dem Reisebus im Citaro LE
Der im Detail überarbeitete Fahrerplatz sowie die neue, komfortable und fahrsichere Vorderachse mit Einzelrad-Aufhängung des Citaro LE entsprechen dem Citaro. Als Hinterachse findet jedoch aufgrund des Hochboden-Konzepts die Hypoidachse HO6 Verwendung, die sich unter anderem bereits seit Jahren in den Mercedes-Benz-Omnibussen Integro, Tourismo und Travego bewährt hat.
Das große Plus der Hypoidachse gegenüber der Portalachse bei Omnibussen mit durchgängigem Niederflurboden ist die einstufige Übersetzung im mittig angeordneten Differenzial mit entsprechend geringen inneren Reibungswiderständen und daraus resultierenden günstigen Verbrauchswerten. Gleichzeitig sinkt das Geräuschniveau. Die großzügigen Bauraum-Verhältnisse an der Hinterachse des Citaro LE lassen außerdem eine ausgesprochen komfortable Federung auf dem Niveau eines Reisebusses zu.
Wartungsfreundliche, sparsame Euro 4-Motoren mit Blue-Tec-Dieseltechnologie auch im Mercedes-Benz Citaro LE
Der Antriebsstrang des Citaro LE verwendet Serien-Komponenten aus dem Niederflur-Citaro sowie aus dem Überlandbus Integro. Im Unterschied zum Citaro werden die Motoren im Citaro LE grundsätzlich besonders wartungsfreundlich mittig im Heck eingebaut. Als Basis-Motorisierung ist der Reihen-Sechszylinder OM 457 hLA mit 12 l Hubraum in Euro 4-Ausführung vorgesehen. Das liegend eingebaute Aggregat steht in den Leistungsstufen 220 kW (299 PS) und 260 kW (354 PS) zur Verfügung.
Die Automatik-Getriebe des Mercedes-Benz Citaro LE stammen analog zum Citaro ganz nach Kundenwunsch wahlweise von ZF und Voith. Für die Überland-Varianten kommt ab Anfang 2007 zusätzlich das Sechsgang-Schaltgetriebe Mercedes-Benz GO 190 in Verbindung mit der neuen automatisierten Schaltung EPS 3 zum Einsatz.
Drei Citaro LE-Varianten für den Stadt- und Überland-Verkehr
Das Programm des Citaro LE setzt sich aus zweiachsigen Stadt- und Überland-Linienbussen zusammen. Der Stadtbus Citaro LE steht mit 12 m Länge und zwei oder drei Türen zur Wahl. Die beiden Überlandbus-Varianten Citaro LE Ü (12 m Län-ge) und Citaro LE MÜ (13,1 m Länge) verfügen über zwei Einstiegstüren. Der Stadt-bus Mercedes-Benz Citaro LE kann maximal 101 Fahrgäste befördern, im Citaro LE Ü sind es 83 Personen.
Die Linienbusse Mercedes-Benz Citaro auf der FIAA 2006 in Madrid
Das breit angelegte Modellprogramm des Mercedes-Benz Citaro repräsentiert auf der FIAA 2006 zunächst der neue Citaro K mit dem neuen Euro 5-Turbodiesel OM 906 hLA. Zu seiner Ausstattung zählen unter anderem eine Infotainment-Anlage mit zwei 19 Zoll-Flachbild-Monitoren, eine mechanische Klapprampe an der mittleren Einstiegstür, die Bestuhlung „City-Star Eco“, eine leistungsstarke Klimaanlage mit einer Leistung von 32 kW, eine separat regelbare Fahrerplatz-Klimaanlage sowie ein Voith-Automatik-Getriebe. Ein Low Entry-Überlandbus Mercedes-Benz Citaro LE Ü zeigt die Vorzüge der Low Entry-Konzeption. Der Antriebsstrang setzt sich aus dem Reihen-Sechszylinder OM 457 hLA mit 220 kW (299 PS) und ZF-Automatik-Getriebe zusammen. Der Fahrgastraum ist mit den neuen Überland-Sitzen „Inter-Star Eco“ bestuhlt.
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