Pressemappe: Brooklands – eine ruhmreiche Rennstrecke
Stuttgart
08.10.2009
Brooklands – eine ruhmreiche Rennstrecke
  • Rennveranstaltungen von 1907 bis 1939
  • Erstes professionelles Motodrom der Welt
  • Zugleich Wiege der britischen Luftfahrt und Luftfahrtindustrie
Selten kommt soviel Sport- und Technikhistorie an einem Ort zusammen: Brooklands – das ist die Mutter aller Rennstrecken für Autos und Motorräder, ein berühmtes Weltrekordareal, die Wiege der britischen Luftfahrt und der zugehörigen Industrie. Viel davon ist heute Geschichte. Doch Brooklands in der Nähe der Stadt Weybridge, gut
30 Kilometer südwestlich von London/Großbritannien, lebt bis zum heutigen Tag. Denn ein Ort mit einem derart reichen Erbe verschwindet nicht so leicht aus dem Bewusstsein. Dafür sorgen die Überbleibsel der imposanten Rennstrecke, die teilweise sogar in das heutige Stadtbild einbezogen sind. Dafür sorgt das rege Brooklands Museum, das in originalen Gebäuden seine zahlreichen Exponate zeigt. Und dafür sorgt auch die Daimler AG.
Inmitten des Rennovals existiert seit 2005 auf historischem Grund das Mercedes-Benz Brand Center – mit einem einzigartigen Konzept. Das Brand Center will den Kauf eines Mercedes-Benz zu einem außergewöhnlichen Erlebnis werden lassen. Denn direkt vor den großzügigen Fensterfronten der Neuwagen-Showrooms breiten sich weitläufige Strecken aus, um auf fein säuberlich angelegten Kurven die Fahrdynamik eines Mercedes-Benz am Objekt zu erfahren. Allradfahrzeuge dürfen sich in ein anspruchsvolles Gelände wagen. Damit wird die erste Fahrt in einem Mercedes-Benz sicherlich nicht nur anregend, sondern auch lehrreich.
Dem Brückenschlag zur ruhmreichen Vergangenheit verschließt die Daimler AG sich nicht, und zwar im Wortsinn: Nur wenige Schritte vom Mercedes-Benz Brand Center entfernt befindet sich auf der anderen Seite des River Wey das Brooklands Museum. Die Marke Mercedes-Benz arbeitet eng mit ihm zusammen, entsendet Exponate und Ausstellungen.
Zeitleiste: Die Geschichte von Brooklands
  • 1906: Hugh Fortescue Locke-King beschließt, eine Auto- und Motorradrennstrecke zu bauen. Sie erhält den Namen Brooklands, nach dem Stammsitz der Familie.
  • 1906, Oktober: Baubeginn. Unter gewaltigem Aufwand entsteht der Rundkurs.
  • 1907, 17. Juni: Eröffnung. Die Gesamtlänge der Rennstrecke beträgt 5,2 Kilometer (3,25 Meilen), sie enthält zwei Steilkurven, jeweils verbunden von Geraden. Es gibt 5000 Sitz- und 250 000 Stehplätze.
  • 1907, 28. Juni: Erste Rekordfahrt. Selwyn Edge legt innerhalb von 24 Stunden bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 107,87 km/h (67,03 Meilen pro Stunde) rund 2531 Kilometer zurück (1581 Meilen und 1340 Yard).
  • Während der ersten Saison wird die offizielle Zeitnahme eingeführt. Spezielle Geräte werden entwickelt und immer weiter verbessert.
  • 1909: Der Test Hill entsteht, damit Fahrzeughersteller die Steigfähigkeit und die Bremsen ihrer Produkte erproben können.
  • 1909, 8. November: Victor Hémery durchbricht auf einem Blitzen-Benz erstmals die magische Marke von 200 km/h (125 Meilen pro Stunde), er erreicht über eine halbe Meile mit fliegendem Start eine Durchschnittsgeschwindigkeit von
    205,666 km/h.
  • Mit Rennen und Rekordfahrten verankert sich Brooklands als eine sehr wichtige Rennstrecke in Europa.
  • 1914 bis 1918: Erster Weltkrieg. Der Autorennsport kommt zum Erliegen. Das Gelände wird für die Flugzeugherstellung und -erprobung genutzt.
  • 1922: „Chitty Chitty Bang Bang“, ein Rekordfahrzeug mit einem Maybach-Flugzeugmotor, fährt 182,58 km/h (113,45 Meilen pro Stunde).
  • 1924: Der „Brooklands Silencer“, ein spezieller Schalldämpfer, ist die Antwort auf Lärmproteste von Anwohnern der Rennstrecke.
  • 1934: John Cobb erreicht auf einem Napier-Railton zunächst 216,79 km/h
    (134,71 Meilen pro Stunde), schließlich 230,84 km/h (143,44 Meilen pro Stunde). Diese Rekordmarke wird in Brooklands nicht mehr überboten. Das Fahrzeug befindet sich heute im Brooklands Museum.
  • 1937: Der Campbell Circuit entsteht, ein kurvenreicher Kurs im Innern des Ovals, um Rennveranstaltungen zu neuer Attraktivität zu verhelfen.
  • 1938: Letzte volle Rennsaison in Brooklands.
  • 1939, 7. August: Letztes Rennen in Brooklands.
  • 1939 bis 1945: Zweiter Weltkrieg. Die Flugzeugproduktion in Brooklands wird deutlich erhöht. Dazu entstehen Gebäude, begleitet von weiteren Baumaßnahmen, die tief in die Rennstrecke eingreifen.
  • 1946, Januar: Es fällt der Entschluss, das Gelände an den Flugzeughersteller Vickers-Armstrong zu verkaufen.
  • Brooklands wird ein Zentrum der britischen Luftfahrtindustrie. Die Fertigung dort endet 1987.
  • 1987: Das Brooklands Museum entsteht. Es ist dem Gesamterbe verpflichtet und zeigt die Auto- und Motorradgeschichte, aber auch die Luftfahrthistorie.
  • 2005: DaimlerChrysler eröffnet in Brooklands ein Brand Center für die Marken Mercedes-Benz, Maybach und smart. Der Brückenschlag zur Historie der Rennstrecke findet über eine Kooperation mit dem Brooklands Museum statt.
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