Pressemappe: Bruno Sacco: Prägend für das Gesicht der Marke
Stuttgart
06.03.2007
Mercedes-Benz Design-Philosophie
Die Geschichte des Automobils ist mehr als 120 Jahre alt. Heute kann der Kunde aus einem äußerst großen und vielfältigen Angebot von Automobilen wählen. Fahrzeuge aller Klassen und Marken sind in nahezu jedem Land verfügbar, die Variantenvielfalt ist für den Einzelnen kaum noch zu überschauen. Viele Publikumsmarken bieten heute eine komplette Produktpalette vom Kleinwagen bis zum Luxusautomobil und darüber hinaus Derivate für diverse Marktnischen. Dem Kunden beim Bewältigen dieser Vielfalt zu helfen – auch dazu dienen Markennamen. Weitgehend ungeachtet ihrer ökonomischen Bindung an ein Unternehmen steht jede Marke für spezielle Werte. Dem Design obliegt es, die technische Kompetenz dahinter darzustellen. Das ist eine Aufgabe, der sich das Mercedes-Benz Design seit der Ära Bruno Sacco in besonderem Maße verpflichtet fühlt.
Auf dem Weg zur Gestaltung eines neuen Automobils reicht es nicht, kreative Lösungen bündelweise aufzutischen, um das Produkt neu aussehen zu lassen. Vielmehr ist strategischer Weitblick gefragt. Die Zeiträume, in denen Designer denken, sind beträchtlich und bergen ein großes Risiko: die Unkalkulierbarkeit gesellschaftlicher, ökonomischer und politischer Veränderungen, in die ein neues Produkt hineinwächst. Welchen Weitblick das Design vor dem Hintergrund solcher Ungewissheiten beweisen müsse, beschreibt Bruno Sacco am Beispiel des Lebenszyklus der Mercedes-Benz Personenwagen. Sacco geht von einer drei- bis fünfjährigen Entwicklungszeit aus, einem durchschnittlichen Produktionszeitraum von acht Jahren und einer Lebensdauer von rund 20 Jahren. Folglich müsse das Design eines Mercedes-Benz nahezu 30 Jahre lang aktuell bleiben, zugleich aber auch zeitlos. Wer berücksichtigt, dass schon im zweiten Jahr dieses Zyklus die Form beschlossen wird, weiß um die Verantwortung des Designs für den Erfolg eines neuen Mercedes-Benz.
Um den Erfolg langfristig zu sichern, entwickelt Bruno Sacco in den 1970er Jahren eine Mercedes-Benz Design-Philosophie. Es soll eine Design-Familie geschaffen werden, der jeder Personenwagen mit dem Stern angehört. Das oberste Gebot lautet: Ein Mercedes-Benz muss von der Öffentlichkeit in allen Kulturkreisen der Welt als Familienmitglied intuitiv erkannt werden. Und wenn ein Mercedes-Benz in der nächsten Modellgeneration weiterentwickelt wird, dann soll die Modellreihen-Identität gewahrt bleiben. Bruno Sacco spricht von einer „vertikalen Affinität“. Sie gilt als zentrales Thema der Mercedes-Benz Design-Philosophie und garantiert, dass der Vorgänger nach der Präsentation der neuen Modellgeneration nicht veraltet wirkt. Es ist das Ziel dieser Strategie, die positive Ausstrahlung eines Mercedes-Benz im Straßenverkehr lange zu wahren.
Als zweite tragende Säule der Mercedes-Benz Design-Philosophie gilt die Markenidentität. Sie verlangt traditionelle Designmerkmale zu pflegen, weiterzuentwickeln und in allen Baureihen nebeneinander darzustellen. In diesem Zusammenhang wird von „horizontaler Homogenität“ gesprochen. Sie findet ihre Ausprägung beispielsweise im Design der Kühlermasken, der Scheinwerfer und Heckleuchten. Obwohl formal nach Limousinen, Coupés und Roadster in Details differenziert wird, erkennt der Betrachter ihre Familienzugehörigkeit auf Anhieb.
Ihr Presse-Kontakt
Birgit
Pillkahn
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