Pressemappe: Bruno Sacco: Prägend für das Gesicht der Marke
Stuttgart
06.03.2007
Blick zurück: Aus Ingenieurswissen wird Design
Die Erfindung von Luftreifen, leicht verformbaren Blech, komplexen Radaufhängungen und größeren Motoren initiiert zu Beginn des 20. Jahrhunderts völlig neue automobile Formen. Der später gern benutzte Slogan „Form follows function“ beschreibt diese Einflussnahme der Technik aufs Design in den Kindertagen des Automobils besonders treffend. Schon damals ist Mercedes Trendsetter. Bruno Sacco sieht den Grundstein der Mercedes-Benz Designgeschichte mit dem Mercedes 35 PS gelegt, dem ersten Automobil, das den Namen Mercedes trägt, einem Meisterstück technischer Schönheit. „Das Konzept war nicht nur technisch konsequent durchdacht und stilistisch einzigartig“, erläutert Bruno Sacco, „es erwies sich auch als äußerst erfolgreich. Es legte den Grundstein für eine neue Ära des Automobilbaus.“ Das von Wilhelm Maybach als Renn- und Sportwagen konzipierte Fahrzeug, das zugleich als das erste moderne Automobil gilt, erzeugt Faszination durch Innovation. Die richtungweisende Konstruktion des ersten Mercedes umfasst einen leichten, leistungsstarken und vorne liegenden Motor, einen Pressstahlrahmen, einen niedrigen Schwerpunkt, eine breite Spur und langen Radstand, einen schräg stehende Lenksäule, sowie den leistungsfähigen und in seinem Design charakteristischen Bienenwabenkühler aus. Dieses innovative Konzept dient zahlreichen anderen Herstellern als Grundlage für eigene Neukonstruktionen.
Technische Innovationen und ästhetische Vorgaben in Einklang zu bringen, das gilt den Entwicklungsingenieuren des ältesten Automobilherstellers der Welt in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg als größte Herausforderung. Ein erstes Beispiel ihrer Kreativität liefert der „Blitzen-Benz“ von 1909. Sein Design folgt aerodynamischen Erkenntnissen und ästhetischem Kalkül. Die Dominanz der Mercedes-Benz Modelle S, SS und SSK auf internationalen Rennstrecken in den Jahren 1927 bis 1932 trägt die Mercedes-Benz Produkt- und Markenwerte in alle Welt. Indem die siegreichen Boliden mit ihrem faszinierenden Design an die erfolgreichen Mercedes Grand-Prix-Rennwagen von 1914 erinnern, werden sie zu ersten Botschaftern einer kontinuierlichen Markenentwicklung des Hauses. Die Mercedes-Benz Typen 500 K und 540 K aus den Jahren 1935 und 1936 tragen diese Botschaft schließlich weiter. Charakterstark, mit üppigen Formen und fließenden Linien gelten sie noch heute als Objekte vollkommener Schönheit.
Nach dem Zweiten Weltkrieg hält der Mercedes-Benz 300 SL die Automobilwelt in Atem. Der vom genialen Renningenieur Rudolf Uhlenhaut als Wettbewerbsfahrzeug konzipierte Zweisitzer wird vom Karosseriebauer Friedrich Geiger in ein automobiles Kunstwerk verwandelt. Der Mercedes-Benz 300 SL hat einen Gitterrohrrahmen, der aus konstruktiven Gründen an den Seiten verhältnismäßig hoch baut. Zwangsläufig müssen die Türscharniere nach oben wandern, und die Flügeltüren sind geboren. Erstmals trägt ein Mercedes-Benz Straßenfahrzeug keinen senkrecht stehenden Kühlergrill, sondern eine animalisch anmutende Luftöffnung mit dem Stern in der Mitte. Die neue Front wird formgebend für alle kommenden SL-Sportwagen. Zwischen 1954 und 1957 werden nur 1 400 Coupés des Typs 300 SL gefertigt. Unmittelbar darauf beginnt die Produktion des Mercedes-Benz 300 SL Roadster. Bruno Sacco erlebt sie hautnah mit. Der junge Designer beginnt 1958 bei Mercedes-Benz in Untertürkheim und schildert später seinen ersten Eindruck: „Wie sorgfältig und kunstvoll seine Karosserie zusammengefügt wurde, das hat mich nachhaltig fasziniert!“
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