Die Historie der Mercedes-Benz Konzeptfahrzeuge
Stuttgart
22.08.2011
Visionäre Coupé-Variante: Concept Shooting Brake
Fakten
  • Fahrzeug: Concept Shooting Brake
  • Vorstellung: April 2010
  • Ort: Auto China 2010, Peking
  • Zielsetzung: Viertüriges Coupé mit Steilheck
  • Antrieb: V6-Ottomotor mit 60 Grad Zylinderwinkel und 3,5 Liter Hubraum, 225 kW (306 PS), maximales Drehmoment 370 Newtonmeter, Direkteinspritzung mit Steuerung für erweiterten Magerbetrieb
Technische Highlights
  • Voll-LED-Scheinwerfer, die erstmals alle bekannten dynamischenLichtfunktionen in LED-Technik bieten
    Serieneinführung 2010 im CLS der Baureihe C 218
  • V6-Motor als Ausblick auf die kommende V-Motoren-Generation von Mercedes-Benz, der strahlgeführte Direkteinspritzer erlaubt Mehrfacheinspritzungen und erweiterten Magerbetrieb
Breit, flach, mit langer Motorhaube und bis zum Heck durchgezogenem Dach: Das 2010 auf der Auto China in Peking vorgestellte Concept Shooting Brake zeigt überraschende Proportionen, die gleichzeitig deutliche Erinnerungen an die Design-Ikone Mercedes-Benz CLS wecken. Der Name des Konzeptfahrzeugs erinnert an einen britischen Automobiltypus: Shooting Brakes sind exklusive Crossover-Fahrzeuge, die den Luxus und Stil eines Coupés mit dem Gepäckraum eines Kombis verbinden.
Ganz neu ist die Frontgestaltung, die Anklänge an den Supersportwagen SLS AMG zeigt: Die Kühlermaske mit dem großen Stern und der prägnanten, bionischen Lamelle ist nicht in die Motorhaube integriert, sondern separat gestaltet. Flankiert wird der Grill von Voll-LED-Scheinwerfern, die erstmals alle bekannten dynamischen Lichtfunktionen in LED-Technik bieten. Für Dynamik in der Seiten­grafik sorgen die hohe, nach hinten überspannte Bordkante und die Charakterlinie, die bis zur muskulösen Ausprägung der hinteren Radläufe verläuft. Betont wird die coupéhafte Seitenansicht mit einer niedrigen Scheibengrafik, die mit polierten Aluminium-Zierstäben das „Green House“, die gesamten Fensterflächen, betont.
Im Interieur dominieren mit Holz und Leder natürliche Materialien. Prägnant ist die große durchgehende Mittelkonsole. Sie unterstreicht die Viersitzigkeit und den hohen Komfortanspruch des Concept Shooting Brake. Eine edle Interpretation des Laderaums spiegelt sich in dessen Holzboden wider. Die dunkel gebeizte Seideneiche steht dabei in Kontrast zu den eingelegten Ladeschutzleisten aus Aluminium.
Als Antrieb des Concept Shooting Brake dient ein Vorbote der kommenden neuen V-Motoren-Generation von Mercedes-Benz. Der V6-Motor mit einem Zylinderwinkel von 60 Grad und 3,5 Liter Hubraum zeichnet sich durch eine Direkteinspritzung aus, deren Steuerung einen erweiterten Magerbetrieb ermöglicht. Der Sechszylinder leistet 225 kW (306 PS) bei einem maximalen Drehmoment von 370 Newtonmetern und setzt gemäß den BlueEFFICIENCY-Kriterien von Mercedes-Benz auch beim Verbrauch neue Maßstäbe im Wettbewerbsumfeld.
Die Proportionen weisen eindeutig auf den Coupé-Charakter des Fahrzeugs hin: Eine lange Motorhaube, die schmale Fenstergrafik mit rahmenlosen Seitenscheiben und das dynamisch nach hinten geneigte Dach erzeugen eine wie zum Sprung geduckte Grundhaltung. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass das Concept Shooting Brake über vier Türen und ein Kombiheck verfügt. So verrät die Design-Studie ihre philosophische Verwandtschaft zum viertürigen Coupé CLS, das 2004 ein neues Marktsegment begründet hat und 2010 als Design-Ikone längst eine ganz besondere Stellung in der Geschichte des Automobils einnimmt. Eine vergleichbare Rolle könnte einst im Rückblick auch das Concept Shooting Brake einnehmen, das Ideen des 2008 gezeigten Showcars Concept FASCINATION aufnimmt und in die Zukunft projiziert.
„Das Concept Shooting Brake ruht in der großen Tradition stilvoll kultivierter Sportlichkeit, die große Mercedes-Coupés seit jeher auszeichnet, und trägt dieses einmalige Erbe einen faszinierenden Schritt weiter“, sagt Professor Gorden Wagener, Designchef von Mercedes-Benz, zur Vorstellung des Konzeptfahrzeugs im April 2010. „Gleichzeitig setzt es ein Zeichen für die zukünftige Formensprache von Mercedes-Benz.“
Zur Formensprache gehört ein abwechselndes Spiel von Linien und überspannten Flächen, das ein lebendiges Spannungsfeld erzeugt. Sofort springt die expressive Gestaltung der Front ins Auge, die Anklänge an den Supersportwagen SLS AMG zeigt, und deren Kühlermaske erstmals nicht in die Motorhaube integriert ist. Dies ermöglicht besseren Fußgängerschutz und hilft gleichzeitig, die sportlich-lange Motorhaube noch besser in Szene zu setzen. Dominiert wird der Grill vom großen Zentralstern, der die Verwandtschaft zu den anderen Coupés der Marke betont. Er wird getragen von einer bionisch geschwungenen Lamelle. Ihre geschwungene Form findet sich wieder in der expressiven Ausprägung der Frontschürze und der Lufteinlässe.
Ein besonderer Blickfang sind die Voll-LED-Scheinwerfer, die erstmals alle dynamischen Lichtfunktionen in LED-Technik bieten. Ihr Innenleben ist von oben nach unten in drei gepfeilte Ebenen gegliedert: In der obersten Ebene ein LED-Blinker, darunter umfasst ein auffälliges LED-Positionslicht die LED-Abblendlichtfunktion. Das Positionslicht wird auch noch bei eingeschaltetem Abblendlicht formal wahrgenommen und bildet somit ein neuartiges und eigenständiges Nachtdesign und Erkennungsmerkmal. In der untersten Ebene des Scheinwerfers befinden sich die LED-Fernlicht- und Nightview-Funktionen. Insgesamt 71 LED sorgen für ein unver­wechselbares Erscheinungsbild und gegenüber bisherigen Systemen deutlich erlebbare verbesserte Sicht.
Die dynamischen Voll-LED-Scheinwerfer verbinden den faszinierenden, tageslichtähnlichen Farbeindruck der LED-Technologie mit Performance, Funktionalität und Energieeffizienz der Bi-Xenon-Generation. Das neue Lichtsystem bietet das bereits in Mercedes-Modellen mit Bi-Xenon-Scheinwerfern bewährte Intelligent Light System mit den fünf Lichtfunktionen Landstraßenlicht, Autobahn­licht, erweitertes Nebellicht, aktives Kurvenlicht sowie Abbiegelicht. Die Mercedes-Benz Ingenieure haben die LED-Technologie erstmals auch mit dem innovativen Adaptiven Fernlicht-Assistenten verbunden und so ein neues Sicherheitsniveau bei Nacht erreicht.
Die Seitengrafik des Concept Shooting Brake wird dominiert durch die niedrigen, rahmenlosen Seitenscheiben, deren coupéhafte Form durch einen polierten Aluminiumrahmen noch zusätzlich betont wird. Durch bordkantenpositionierte Außenspiegel wird die Seitenlinie markant betont und die Rundumsicht im Bereich der A-Säulen verbessert. Die Seitenscheiben ruhen auf einer hohen Bordkante, die in einer Neuinterpretation der klassischen „Dropping Line“ ikonischer Mercedes-Coupés nach hinten abfällt. Zusätzliche Spannung entsteht durch den Hüftmuskel, auf dem sich die Seitenlinie dynamisch abstützt. Aus diesem Zusammenspiel ergibt sich der Eindruck eines Sprinters, der sich im Startblock für ungestümen Vorwärtsdrang spannt. Das Dach ist bis zum Heck durchgezogen und fällt dabei Coupé-typisch ab. Eine Besonderheit sind die versenkten, filigranen Türgriffe, die bei Berührung sensorgesteuert ausfahren und so den Zugang zum Innenraum freigeben.
Vollendet wird die Seitenansicht von den weit herum gezogenen Heckleuchten in LED-Technik. Sie dienen so als verbindendes Element zum niedrigen, schräg geneigten Vollheck mit oben angeschlagener Rückwandtür. Unterstrichen wird die Form durch die von hinten deutlich wahrnehmbare breite Schulterlinie, auf der sich das optisch zurückgenommene Glashaus abstützt. In den Heckstoßfänger mit dem elegant geschwungenen Flügel ist die zweiflutige Abgasanlage mit zwei polierten Auslassblenden integriert.
Zum besonderen Auftritt des Concept Shooting Brake gehört auch die außergewöhnliche Lackierung: Ein seidenmatter Klarlack lässt die Farbe Allanitgrau magno geheimnisvoll schimmern. So tritt die aufwendige Linienführung des Coupés besonders deutlich hervor.
Komplettiert wird der sportliche Auftritt des Concept Shooting Brake durch große Räder in Sterlingsilber und im Format 20, deren bionisch geformte fünf Speichen besonders filigran gestaltet sind. Sie geben so den Blick auf die großen Bremsscheiben frei. Vorne kommen Reifen im Format 255/30 ZR 20 zum Einsatz, hinten rollt die Studie auf Reifen der Dimension 285/25 ZR 20.
Ein großes Panorama-Glasdach erleichtert beim Concept Shooting Brake den Einblick ins hochwertige und handwerklich perfekt ausgeführte Interieur. Mit Holz und Leder dominieren natürliche Materialien den Innenraum des Konzeptfahrzeugs. Holz findet sich an den Zierstäben und den Zuziehgriffen der Türen, an der Armaturentafel und der Mittelkonsole und vor allem auf dem Ladeboden im Heck. Wegen ihrer ungewöhnlichen linsenförmigen Maserung haben sich die Interieur-Designer für das Holz der Seideneiche entschieden: Der Holzboden im Laderaum mit eingelegten Lade­schutz­leisten aus Aluminium erinnert an exklusiven Yachtbau.
Vier Satteltaschen an den Längsseiten des Laderaums helfen beim Verstauen kleinerer Utensilien. Sie sind mit Leder bezogen, einem Material, das im Concept Shooting Brake großzügig verwendet worden ist: Fast zehn Quadratmeter Leder, also mindestens fünf ganze Häute, sind hier verarbeitet. Helle Partien Nappaleder in der Farbe Porcellaine stehen dabei in reizvollem Kontrast zu Anilinleder im dunklen Braunton Nature und den perforierten, metallic-silbern ausgeführten Sitzflächen und Türmittelfeldern. Zahlreiche Doppelkapp-Ziernähte und die polstertechnisch anspruchsvollen und farblich abgestimmten Sitzpfeifen zeugen ebenso von handwerklicher Perfektion und Liebe zum Detail wie die Ziersaumnähte auf der Instrumententafel, der Türbrüstung und auf den Sitzlehnen, die besonders die Konturen der Bauteile betonen.
Perfektion und Liebe zum Detail prägt auch die Zierelemente. Während sie beim Exterieur auf Hochglanz poliert sind, tragen sie im Innenraum ein mattglänzendes Finish. Insgesamt sieben Arbeitsgänge vom Abschleifen bis zum Polieren sind von Hand nötig, damit sich ein aus dem Vollen gefrästes Aluminium-Bauteil in ein solches Schmuckstück verwandelt. Das matt glänzende Finish der Innenraum-Zierelemente ist gleichzeitig Inspiration für das metallic-silberne Leder auf Sitzen, Türmittelfeldern und auf den Taschen im Laderaum gewesen. Der hochflorige Teppich im Fußraum – Farbton Porcellaine – ist ein kostbares Material aus der Maybach-Manufaktur. Der helle Dachhimmel aus Seidenstoff rundet schließlich den Eindruck wohnlicher Eleganz ab.
Das Concept Shooting Brake ist ein klarer Viersitzer. Die vier identisch geformten Ledersitze erinnern dank ihrer integrierten Kopfstützen an Sportwagen. Durchbrüche im oberen Bereich der Lehnen erleichtern den Durchblick. Eine große durchgehende Holzkonsole auf dem Kardantunnel trennt Fahrer- und Beifahrerseite optisch voneinander und verwöhnt die Insassen zugleich mit zwei großen lederbezogenen Armauflagen. Darüber hinaus beherbergt sie zwei Cup-Holder sowie die Bedieneinheit der Fond-Klimaanlage. Die Mittelkonsole wird hinten von einer Intarsien-Arbeit gekrönt: einem geschwungenen Mercedes-Schriftzug, dessen Ausführung im Stil an die 1920er-Jahre erinnert. Der markante Schreibschrift-Schriftzug findet sich wieder in den Einstiegsleisten der Vordertüren.
Der Zentral-Bildschirm ist in das Instrumententafel-Oberteil integriert worden. Das gesamte Cockpit vermittelt einen „Wrap-around“-Effekt. Den eleganten Schwung und die bionischen Details des Exterieurs greifen unter anderem die im dynamischen Wellen-Design gestalteten Luftdüsen im Armaturenträger auf. In der Mitte thront eine Uhr mit Analoganzeige. Das Kombi-Instrument umfasst drei Tuben für die Rundinstrumente sowie ein Farbdisplay für Serviceanzeigen.
Als Antrieb des Concept Shooting Brake dient im April 2010 ein Vorbote der kommenden V-Motoren-Generation von Mercedes-Benz. Zu den Besonderheiten des strahlgeführten Direkteinspritzers zählen die piezoelektrischen Einspritzventile der neusten Generation, die Mehrfacheinspritzungen erlauben. Ein erweiterter Magerbetrieb wird durch die Lasterfassung aus Druckinformationen ermöglicht. Dazu kommen der besonders effiziente Betrieb der Nebenaggregate und ein Start-Stopp-System. Der V6-Motor mit seinem Zylinderwinkel von 60 Grad und 3,5 Liter Hubraum leistet 225 kW (306 PS) bei einem maximalen Drehmoment von 370 Newtonmetern.
Ihr Presse-Kontakt
Birgit
Pillkahn
Redaktion & Themenmanagement Mercedes-Benz Classic
Tel.: +49 711 17-49049
Fax: +49 711 1790-97310
Download gesamter Text
Aktionen
© 2014 Daimler AG. Alle Rechte vorbehalten. Anbieter | rechtliche Hinweise | CookiesDatenschutz | Nutzungsbedingungen