Die Historie der Mercedes-Benz Konzeptfahrzeuge
Stuttgart
22.08.2011
Klein ist nicht winzig: MCC (Micro Compact Car)
Fakten
  • Fahrzeug: MCC (Micro Compact Car)
  • Vorstellung: März 1994
  • Ort: Stuttgart
  • Zielsetzung: ultrakompaktes Stadtfahrzeug
  • Antrieb:
    1) Eco-Sprinter: Elektromotor mit 40 kW, Heckantrieb 2) Eco-Speedster: Ottomotor mit 3 Zylindern, Heckantrieb
Technische Highlights
  • Neuartiges Raumkonzept bei einem Fahrzeug
    von nur 2,50 Meter Außenlänge
  • Motor- und Getriebeeinheit in Unterflur-Konstruktion, Serieneinführung 1998 im smart City Coupé (späterer Name: smart fortwo)
Persönliche Mobilität steht bei Mercedes-Benz im Mittelpunkt. Schon Gottlieb Daimler hatte das erklärte Ziel, mit seinen Fahrzeugen genau dafür zu sorgen. Schaut man sich den heutigen Straßenverkehr an, dann hat sich seine Vision gut verwirklicht. Doch der Blick offenbart auch Innenstädte mit sehr vielen Autos. Um den vorhandenen Platz besser zu nutzen, konzipiert Mercedes-Benz zu Beginn der 1980er-Jahre das Nahverkehrs-Fahrzeug NAFA. Mit einer Länge von 2,50 Metern und einer Höhe und Breite von jeweils 1,50 Metern widerspricht der Zweisitzer allem, was man bisher aus dem Unternehmen kennt. Doch Dank Vierradlenkung lässt er sich auch vorwärts in enge Lücken einparken. Zwei Schiebetüren ermöglichen bequemes Ein- und Aussteigen selbst bei geringem Seitenabstand. Das Auto hat Vorderradantrieb und ein Automatikgetriebe; Klimaanlage, Servolenkung und Gurtstraffer gehören gleichfalls zur Ausstattung.
Die Öffentlichkeit vergisst das NAFA. Doch nicht Mercedes-Benz: Nach wie vor fasziniert die Idee eines kompakten Stadtautos. 1994 ist es so weit, der Zweisitzer MCC (Micro Compact Car) wird präsentiert. „Wir wollen in unserem Fahrzeugprojekt Ökologie, Emotion und Intellekt zusammenführen“ – mit diesen Worten beschreibt Helmut Werner, damaliger Vorstandsvorsitzender der Mercedes-Benz AG, das MCC.
Wurzeln finden sich im NAFA – die Maße sind nahezu identisch. Und doch geht der MCC eigene Wege. Verbrauchsgünstige Motoren treiben über ein Automatikgetriebe die Hinterräder an, und Klimaanlage, Servolenkung und Gurtstraffer sind selbstverständlich. Allerdings sind Lenkung und Türen herkömmlich; die Lösungen des NAFA wären zwar optimal, doch in der Serienproduktion zu aufwendig und teuer für ein Fahrzeug dieser Größe.
Ein Zweisitzer ist perfekt geeignet für den reinen Stadtverkehr; Statistiken weisen aus, dass Autos in der Stadt im Durchschnitt nur mit 1,2 Personen besetzt sind. 2,50 Meter Fahrzeuglänge – das klingt nach einem kleinen Auto, doch zwei Personen haben im MCC das Raumgefühl eines deutlich größeren Wagens, und sie können auch noch Gepäck und weitere Utensilien transportieren. Eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum NAFA erfuhr das Sicherheitsniveau. Es ist bei dieser Fahrzeuggröße bisher unerreicht, und Mercedes-Benz widerlegt damit das Vorurteil, dass kleine Fahrzeuge nicht sicher seien. Möglich macht es die Unterflur-Konstruktion: Die kompakte Einheit aus Motor und Getriebe ist unterhalb der Fahrgastzelle untergebracht; das gleiche Konzept wird in der A-Klasse von Mercedes-Benz genutzt.
Das MCC ist höchst agil und lässt Fahrspaß aufkommen. Dazu passt eine gehörige Portion Individualität. Mercedes-Benz geht hier neue Wege beim Design von Exterieur und Interieur, es ist innovativ und sympathisch, dynamisch und manchmal auch provokant.
Das Unternehmen zeigt in Stuttgart zwei fahrbereite Varianten des Micro Compact Car: den „Eco-Sprinter“ und den „Eco-Speedster“:
Dem „Eco-Sprinter“ wird eine besonders umweltorientierte Ausstattung mit auf den Weg gegeben. Angetrieben wird er von einem Elektromotor mit 40 kW (54 PS) Leistung. Mercedes-Benz setzt außerdem hochwertige Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen und Rezyklaten ein, das Dach enthält Solarzellen, die elektrischen Strom für das Lüftungsgebläse auch im Stand liefern.
Beim „Eco-Speedster“ ist das Dach herausnehmbar, sodass er sich mit wenigen Handgriffen zum Cabriolet verwandeln lässt. Für Sicherheit bei diesem luftigen Gefährt sorgen ein verstärkter Windschutzscheibenrahmen und ein integrierter Überrollbügel. Für den Antrieb sorgt ein 3-Zylinder-Ottomotor.
Das MCC ist die Vision von Mercedes-Benz für ein stadtgerechtes Auto. Doch längst ist es keine Vision mehr. Als smart City Coupé rollt das Konzept von 1998 in der Großserie an, ab dem Jahr 2003 heißt der Zweisitzer smart fortwo. Seitdem sind fast 600.000 Exemplare produziert worden. Roadster und Coupé sowie der Viersitzer forfour haben sich hinzugesellt und aus smart eine reife Marke gemacht.
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