Die Historie der Mercedes-Benz Konzeptfahrzeuge
Stuttgart
22.08.2011
Ein Auto für viele: FCC (Family Car China)
Fakten
  • Fahrzeug: FCC (Family Car China)
  • Vorstellung: 1994
  • Ort: Ausstellung „Family Car“, Peking
  • Zielsetzung: Familienauto für den chinesischen Markt mit ableitbaren Varianten wie Großraumlimousine, Pickup und Kastenwagen
  • Antrieb: Viertakt-Ottomotor mit 3 Zylindern, 1,3 Liter Hubraum, 40 kW (55 PS), Frontantrieb, Schaltgetriebe
Technische Highlights
  • Sandwich-Boden
    Serieneinführung 1998 in der A-Klasse (W 168)
Auf der „Family Car“-Ausstellung in Peking präsentiert Mercedes-Benz 1994 eine speziell für den zukünftigen chinesischen Markt entwickelte Studie eines Kompaktwagens, das „Family Car China“ (FCC), von dem auch Varianten abgeleitet werden können. Es ist Teil einer ganzheitlichen Strategie für die weitere Motorisierung Chinas, die das Mercedes-Benz der chinesischen Regierung vorlegt.
Die wichtigsten Merkmale des FCC-Konzepts lauten: Kleine Außenmaße bei gleichzeitig großem Innenraum sowie höchste Standards bei Komfort, Qualität und Umweltverträglichkeit. „Das FCC zeichnet sich insbesondere durch seine überlegene Sicherheit, Zuverlässigkeit und Variabilität aus“, sagt Jürgen Hubbert, das für den Geschäftsbereich Pkw zuständige Vorstandsmitglied der damaligen Mercedes-Benz AG.
Das Family Car China unterscheidet sich grundlegend von bekannten Personenwagen-Konstruktionen in dieser Klasse. Die Karosserie im richtungsweisenden One-Box-Design besteht optisch aus einem Stück und ähnelt der Form moderner Großraumlimousinen. Das hat praktische Folgen: Im Innenraum herrschen die Platzverhält­nisse einer Limousine der gehobenen Mittelklasse. Fahrer, Beifahrer und die möglichen drei Fondpassagiere haben wesentlich mehr Platz als bisher in kompakten Autos üblich. Trotzdem ist der FCC mit einer Gesamtlänge von 3,56 Metern kürzer als übliche Kompaktwagen seiner Klasse und nimmt daher eine geringere Verkehrsfläche in Anspruch.
Auch in puncto Sicherheit erfüllt das FCC die von Mercedes-Benz gestellten hohen Anforderungen. Dies wird vor allem durch die Unterflur-Anordnung der Aggregate erreicht, bei der eine kompakte Motor-Getriebe-Einheit unterhalb der Fahrgastzelle untergebracht wird und bei einer Kollision unter den Fahrzeugboden gleitet. Zusätzlichen Insassenschutz bieten Airbag, Gurtstraffer an den Vordersitzen sowie Gurte und Kopfstützen an allen Plätzen. Auch bei einer seitlichen Kollision sind die Insassen aufgrund ihrer erhöhten Sitzposition gut geschützt.
Für das FCC sieht die Mercedes-Benz Studie einen modernen und sparsamen 1,3-Liter-Benzinmotor mit einer Leistung von 40 kW (55 PS) vor, der mit einem Dreiwege-Katalysator ausgerüstet ist. Damit könnte das Fahrzeug in weniger als 6 Sekunden von null auf 50 km/h beschleunigen und somit gute Fahrleistungen besonders für den Stadtverkehr bieten. Die Höchstgeschwindigkeit liegt rein rechnerisch bei knapp 150 km/h. Der Verbrauch dürfte bei rund 4 Litern auf 100 Kilometer liegen.
Das Konzept des FCC ist variabel. Aus der fünftürigen Grundversion mit fünf Sitzplätzen lassen sich beispielsweise eine Großraumlimousine mit drei Sitzreihen für sieben Passagiere, ein Pick-up mit fünf Sitzen und kleiner Ladefläche für sperrige Güter oder ein Kasten­wagen mit zwei Sitzplätzen und geräumigem Transportraum ableiten.
Ein Auto als Teil eines umfassenden Mobilitätskonzepts – das ist die Stärke von Mercedes-Benz, die das Unternehmen mehrfach bewiesen hat. Auch das Family Car China steht dafür und zeigt zudem, dass kleine Außenmaße kein Widerspruch sind zu einem großem Innenraum sowie höchsten Standards bei Komfort, Qualität und Umweltverträglichkeit.
Ihr Presse-Kontakt
Birgit
Pillkahn
Redaktion & Themenmanagement Mercedes-Benz Classic
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