Pressemappe: Mercedes-Benz - Innovation als Tradition
Stuttgart
20.11.2007
Ganzheitliche Unfallforschung (seit 1969)
Unfallforschung gilt im Deutschland der sechziger Jahre zunehmend als Aufgabe von nationaler Bedeutung. Zwischen 1960 und 1969 sterben auf Westdeutschlands Straßen mehr als 157 000 Menschen. Ein Jahr später verzeichnet die Unfallbilanz den traurigen Rekord von 19 193 Toten und 531 795 Verletzten.
Die Erforschung der Realität im Unfallgeschehen ist daher unverzichtbares Mittel der Mercedes-Benz Sicherheitsentwicklung. Erstmals im Mai 1969 untersuchen und dokumentieren Ingenieure offiziell und mit Unterstützung der Polizei und des Landes Baden-Württemberg schwere Verkehrsunfälle mit Mercedes-Benz Pkw an Ort und Stelle, systematisch und in ihrer objektiven Wirkung auf die Insassen.
Mit systematischen Unfallanalysen leistet Daimler-Benz schon zu Beginn der 1070er Jahre Pionierarbeit auf dem Gebiet der Unfallforschung. Es werden nicht nur Informationen über Art und Ablauf von Unfällen, das Verformungsverhalten der Karosserien und Verletzungsursachen gesammelt; diese Erkenntnisse fließen in die Entwicklung neuer Modelle ein. Der Rekonstruktion dienen computergestützte Simulationsprogramme mit dreidimensionaler Darstellung des Unfallablaufs. Neben Fahrzeug/Fahrzeug-Kollisionen werden seit 1979 auch Unfälle mit Fußgängern und Zweiradfahrern untersucht.
Die Erkenntnisse der Mercedes-Benz Unfallforscher dienen laufend als Basis zur Entwicklung praxisgerechter Prüfverfahren und Normen. Dazu zählt beispielsweise der erstmals 1973 durchgeführte Offset-Crashtest. Er beruht auf der Erkenntnis, dass bei rund dreiviertel aller Frontalkollisionen die Fahrzeuge nur mit einseitiger Überdeckung zusammenprallen. Der 55-km/h-Frontal-Crashtest mit 40-prozentiger Überdeckung gegen die starre Barriere gehört lange Zeit zu den härtesten Prüfbedingungen für die Karosseriestruktur nicht nur eines Mercedes-Benz Pkw. Heute sind die Bedingungen ungleich härter: Die Insassen dürfen auch bei einem 64-km/h-Frontal-Crashtest mit 40-prozentiger Überdeckung gegen die deformierbare Barriere keine nennenswerten Blessuren davontragen.
Ihr Presse-Kontakt
Birgit
Pillkahn
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