Die Forschungsfahrzeuge von Mercedes-Benz
Stuttgart
17.10.2011
Kraftvoll, komfortabel, emissionsfrei – Mercedes-Benz F 600 HYGENIUS
Fakten
  • Fahrzeug: Mercedes-Benz F 600 HYGENIUS
  • Vorstellung: Oktober 2005
  • Ort: Tokyo Motor Show
  • Zielsetzung: Erprobung des weiterentwickelten Brennstoffzellenantriebs, familiengerechter Innenraum, innovatives Bedienkonzept, erweitertes PRE-SAFE®-System
  • Antrieb: Brennstoffzelle mit Elektromotor, Spitzenleistung 85 kW (116 PS), Dauerleistung 60 kW (82 PS)
Technische Highlights
  • Weiterentwickelter Brennstoffzellen-Hybridantrieb
  • Familiengerechte Innenausstattung und Sitze
  • Fahrersitz mit automatischer Anpassung an die Körperkontur und aufwendiger Entlastung der Bandscheiben
  • Zweiteilige Heckklappe für höchste Variabilität
  • Raumsparende Vordertüren, die schräg nach oben schwenken
  • Hochleistungs-Leuchtdioden für alle Lichtfunktionen
  • Blinkende Bremsleuchten in Notbremssituationen,
    Serieneinführung in der Mercedes-Benz S-Klasse (2005, Baureihe W 221)
  • Erweiterter PRE-SAFE®-Schutz mit aktivem Knieschutz und Kopfstützen mit automatisch ausfahrenden Seitenwangen zur Kopffixierung
  • Videokameras für gefahrloses Aussteigen und sicheren Spurwechsel
  • Innovatives Bedienkonzept mit virtuellem Display
  • Überarbeitetes COMAND-Systems für eine noch einfachere Bedienung
Der Mercedes-Benz F 600 HYGENIUS setzt die Reihe der faszinierenden und zukunftweisenden Forschungsfahrzeuge fort. Ausgestattet mit einem 85 kW (116 PS) starken, emissionsfreien Brennstoffzellen-Antrieb verbraucht der familiengerecht konzipierte Kompaktwagen umgerechnet nur 2,9 Liter je 100 Kilometer (81 mpg) und fährt mit einer Tankfüllung Wasserstoff mehr als 400 Kilometer weit. Auch die Leistungscharakteristik und das Kaltstartverhalten des zukunftweisenden Antriebs hat Mercedes-Benz entscheidend verbessert. Die Brennstoffzelle des F 600 HYGENIUS ist deutlich weiterentwickelt: Sie ist rund 40 Prozent kleiner als bisher, arbeitet noch effizienter und zeichnet sich durch eine gute Kaltstartfähigkeit aus. Die Dauerleistung des Brennstoffzellen-Antriebs beträgt 60 kW (82 PS). Da nicht benötigte Energie in einer leistungsstarken Lithium-Ionen-Batterie gespeichert wird, arbeitet das System ähnlich wie ein Hybridantrieb und nutzt in jeder Fahrsituation die jeweils beste Energiequelle. Das üppige Energieangebot der Brennstoffzelle wird auch zum Wohl der Passagiere des F 600 HYGENIUS genutzt. Beispielsweise kühlen oder wärmen die Cupholder die Getränke mit dem Strom aus dem umweltfreundlichen Aggregat. Über eine normale Steckdose lassen sich Elektrogeräte auf normalem Spannungsniveau betreiben. Bei Bedarf dient die Brennstoffzelle auch als mobiles Kraftwerk: Ihre elektrische Leistung von 66 kW (90 PS) reicht aus, um mehrere Einfamilienhäuser mit Strom zu versorgen.
Kompaktwagen mit dem Raumkomfort der Luxus-Klasse
Trotz der kompakten, 4,35 Meter langen Karosserie übertrifft das Platzangebot im Innenraum des viertürigen F 600 HYGENIUS die Dimensionen der Oberklasse. Der Abstand zwischen den Vorder- und Fondsitzen beträgt großzügige 95 Zentimeter und lässt sich dank verschiebbarer Fondeinzelsitze nochmals um bis zu 40 Zentimeter vergrößern.
Mit vielen durchdachten Detaillösungen ist der F 600 HYGENIUS ein perfektes Familienauto. Zum Beispiel sind die Sitze kind- und familiengerecht konstruiert: Dank einer neuen Technik sind die Rückenlehnen des Beifahrersitzes und der Einzelsitze im Fond beidseitig nutzbar; sie lassen sich so nach vorne schwenken, dass auf den Sitzpolstern ISOFIX-Kindersitze entgegen der Fahrtrichtung eingeklinkt werden können. Diese Vis-à-vis-Sitzanordnung ist für die Sicherheit und die Betreuung von Kindern vorteilhaft.
Der Fahrersitz hat ein zweiteiliges Rückenpolster, das sich mithilfe von Elektromotoren in Höhe, Breite und Neigung exakt der Form der Körperkontur anpassen lässt und vor allem im Bereich der Taille sehr guten Halt bietet. Die Lehne ist so gelagert, dass sie den Bewegungen des Oberkörpers folgt und die Bandscheiben in jeder Sitzposition optimal entlastet.
Zweiteilige Heckklappe und Picknick-Sitzplatz im Kofferraum
Die zweiteilige Heckklappe des F 600 HYGENIUS bietet ein Maximum an Funktionalität. Sie öffnet sich auf Knopfdruck automatisch und klappt bei beengten Platzverhältnissen das untere Element nach innen, sodass sich der Schwenkbereich deutlich verkleinert. Gleichzeitig bewegt sich der Heckstoßfänger nach unten und zieht die Bodenplatte des Kofferraums hervor, die dadurch leichter zu beladen ist und sich auch als Picknick-Sitzplatz nutzen lässt. Die vorderen Türen des F 600 HYGENIUS schwenken schräg nach oben und nehmen dabei weniger seitlichen Raum in Anspruch als normale Autotüren – ein Vorteil in engen Parklücken.
Videokameras für gefahrloses Aussteigen und sicheren Spurwechsel
Kameras in den Gehäusen der Außenspiegel beobachten das Verkehrsgeschehen neben und hinter dem F 600 HYGENIUS auch, wenn das Forschungsfahrzeug parkt. Nähert sich ein anderes Auto oder ein Zweiradfahrer von hinten, blockiert das System automatisch für kurze Zeit die Türen, um beim Öffnen eine Kollision zu verhindern. Gleichzeitig ertönt im Innenraum ein Warnsignal und im Spiegelglas erscheint ein rotes Gefahrensymbol. Während der Fahrt überwachen die Kameras den „toten Winkel“ der beiden Außenspiegel und warnen den Fahrer beim Spurwechsel, wenn sich von hinten ein Fahrzeug nähert.
Die Darstellungen auf den beiden hochauflösenden Farb-Displays in der Instrumententafel werden über zwei Spiegel umgelenkt und so projiziert, dass sie optisch in einer Entfernung von 1,40 Metern vor dem Fahrer erscheinen. Mit dieser neuartigen virtuellen Anzeigetechnik leistet Mercedes-Benz einen wichtigen Beitrag zur Konditionssicherheit, denn sie verkürzt die Zeit des Blickwechsels vom ferneren Verkehrsgeschehen vor dem Auto auf das nahe Display im Cockpit. Wissenschaftliche Studien bestätigen es: Die Augen des Fahrers müssen bei dieser Technik nicht zwischen Nahsicht und Fernsicht adaptieren und ermüden weniger schnell.
Hochleistungs-Leuchtdioden für alle Lichtfunktionen
Große Aufmerksamkeit haben die Ingenieure auch der Lichttechnik gewidmet. Scheinwerfer mit Hochleistungs-Leuchtdioden (LED) verbessern die Sicht des Fahrers bei Dunkelheit und helfen Unfälle zu vermeiden. Die LEDs sind auf drei Projektionsmodule verteilt, die für eine breite und gleichmäßige Verteilung des Fahrlichts sorgen. Das mittlere Lichtmodul wird je nach Fahrsituation geschaltet und übernimmt zusätzliche Aufgaben wie Fern-, Kurven- oder Abbiegelicht. Für die verschiedenen Lichtfunktionen werden einzelne Leuchtdioden direkt angesteuert – bewegliche Bauteile, wie sie gegenwärtig für das aktive Kurvenlicht benötigt werden, sind nicht mehr erforderlich. Auch für das Rück- und Bremslicht setzt Mercedes-Benz Leuchtdioden ein. In Notbremssituation warnen blinkende Bremsleuchten nachfolgende Autofahrer und verringern das Risiko von Auffahrunfällen.
Präventiver PRE-SAFE®-Schutz mit Kniepolster und neuen Kopfstützen
Das präventive Insassenschutzsystem PRE-SAFE®, das 2002 in der Mercedes-Benz S-Klasse Weltpremiere gefeiert hat, werden die Ingenieure in Zukunft kontinuierlich erweitern. An Bord des F 600 HYGENIUS zeigen sie zwei weitere vorsorgliche Schutzfunktionen: einen aktiven Knieschutz, der den Beifahrer abstützt, und Kopfstützen mit automatisch ausfahrbaren Seitenwangen, die den Kopf fixieren. Diese und andere PRE-SAFE®-Maßnahmen werden vor einem drohenden Unfall aktiviert, um Insassen und Fahrzeug auf die Kollision vorzubereiten. Kommt es zum Crash, können Gurte und Airbags ihre Schutzwirkung bestmöglich entfalten; wird der Unfall im letzten Moment verhindert, lassen sich die reversiblen PRE-SAFE®-Systeme wieder zurückstellen.
Der F 600 HYGENIUS lebt die mehr als 120 Jahre währende Tradition des ältesten Automobilherstellers der Welt und er trägt sie weit in die Zukunft hinein.
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René
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