Daimler zweifach mit dem internationalen ÖkoGlobe ausgezeichnet
Stuttgart
10.09.2009
  • Umweltpreis für Kooperation mit Evonik zur Forschung,
    Entwicklung und Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien in Deutschland
  • Neues Mobilitätskonzept car2go prämiert
Wie bereits im Vorjahr ging der international begehrte Umweltpreis ÖkoGlobe in doppelter Ausführung auch in 2009 an die Daimler AG. Damit zeichnete die Jury den ältesten Automobilhersteller der Welt erneut für seine wegweisenden, innovativen und umweltfreundlichen Konzepte und Entwicklungen auf dem Sektor der Mobilität aus. Die Preisträger wurden mit einer von Aktionskünstler HA Schult initiierten Auszeichnung geehrt. Die Daimler AG erhielt den Umweltpreis zusammen mit Evonik Industries AG für die Kooperation zur Forschung, Entwicklung und Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien in Deutschland. Außerdem wurde das Projekt car2go, von Daimler bereits in Ulm erfolgreich in die Praxis umgesetzt, mit dem ÖkoGlobe prämiert. Dieses völlig neue Mobilitätskonzept stellt derzeit im Stadtgebiet von Ulm smart fortwo-Fahrzeuge bereit, die rund um die Uhr spontan von jeder Person gegen geringe Kosten gemietet werden können. Die beiden ÖkoGlobes 2009 würdigen den Einsatz von Daimler für zukunftsweisende nachhaltige Mobilität. Die Preise nahm in Köln gestern Prof. Herbert Kohler entgegen, Leiter der Konzernforschung und Vorentwicklung für e-drive & Future Mobility sowie Umweltbevollmächtigter der Daimler AG.
Der ÖkoGlobe ist der erste Preis für die Automobil- und Mobilitätsbranche, in dem ausschließlich ökologische Kriterien eine Rolle spielen. Begründet wurde der ÖkoGlobe in 2007 als Gemeinschafts-Initiative des Aktionskünstlers HA Schult, des CAR-Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen, der DEVK-Versicherung Köln und des Automobil-Clubs ACV. Schirmherr ist Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.
2009 haben sich an der Ausschreibung zum ÖkoGlobe über 20 Unternehmen mit ihren Projekten beteiligt, die ausgehend von konventionellen Fahrzeugen und Infrastrukturen hin zu innovativen und umweltfreundlichen Konzepten führen. Unter den Teilnehmern befanden sich alle namhaften deutschen Automobil-Hersteller und Zulieferer, aber auch viele kleinere Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Insgesamt 67 Innovationen und Projekte in zehn Kategorien wurden eingereicht und von der hochkarätig besetzten Fachjury beurteilt.
Grundstein für die Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien
Den ÖkoGlobe für innovative Energieträger verlieh das Gremium der Daimler AG und ihrem Kooperationspartner Evonik Industries AG für die gemeinsame Arbeit an der Lithium-Ionen-Technologie. Mit der Standortentscheidung für die Produktionsstätte von Lithium-Ionen-Batteriesystemen haben Daimler und Evonik bereits die nächste Stufe ihrer strategischen Partnerschaft zur Elektrifizierung des Autos gestartet: Die Deutsche Accumotive, das Joint-Venture beider Partner, wird in Kamenz, Sachsen, Batteriesysteme auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie produzieren. Der Baubeginn für die neue Produktions-stätte ist für Herbst 2009 geplant. Die Produktion soll Anfang 2011 beginnen, ab 2012 werden dann die ersten Lithium-Ionen Batteriesysteme in Fahrzeugen von Mercedes-Benz Cars eingesetzt.
Die serienfähige High-Tech-Batterie, die anderen Produkten in wesentlichen Punkten überlegen ist, wird kurzfristig in Elektrofahrzeugen von Mercedes-Benz Cars eingesetzt. Damit setzen beide Partner einen wichtigen Meilenstein für die Serienfertigung von Elektrofahrzeugen.
car2go - ein neues Mobilitätskonzept für die Zukunft
Als innovatives und erfolgreiches Produkt wurde in der Kategorie „Mobilitäts-Visionen“ das Konzept car2go ausgezeichnet, das Daimler Ende März 2009 in Ulm gestartet hat. Dort stehen seither 200 smart fortwo cdi jedermann und jederzeit zur Verfügung. Nach einmaliger Registrierung können die Kunden spontan oder mit Vorbuchung auf die Fahrzeuge zugreifen und sie beliebig lange nutzen. Der Kunde steigt ein, kann sofort losfahren und stellt den Miet-smart nach Fahrtende einfach auf einen Stellplatz innerhalb des Stadtgebiets in Ulm ab. Die umweltfreundlichen Stadtautomobile werden flächendeckend im Stadtgebiet bereitgestellt. Abgerechnet wird elektronisch und minutengenau für nur 19 Cent pro Minute.
Ein Vierteljahr nach Beginn der öffentlichen Pilotphase hatten sich schon über 12.000 car2go Kunden im Ulmer car2go Shop registrieren lassen - rund zehn Prozent der gesamten Ulmer Bevölkerung. Der positive Trend der Registrierungen hält an, zumal seit dem 1. September auch die bayerische Nachbarstadt Neu-Ulm zum car2go Geschäftsgebiet gehört. Damit hat Daimler ein völlig neues Mobilitätskonzept realisiert, das eine zukunftsweisende Antwort auf das steigende Verkehrsaufkommen in Ballungsgebieten gibt.
Bei dem deutschen Pilotprojekt in Ulm/Neu Ulm wird es nicht bleiben, das Konzept war von Beginn an auch für den internationalen Einsatz ausgelegt. Inzwischen liegen zahlreiche Anfragen von Städten aus aller Welt vor, die ihren Bürgern ebenfalls car2go anbieten möchten. Bereits Ende des Jahres wird Daimler mit car2go internationales Parkett betreten und auch in Austin, Texas, starten, zunächst ebenfalls mit 200 Fahrzeugen.
Daimler gehörte auch 2008 zu den Preisträgern des ÖkoGlobe
Der ÖkoGlobe wurde diese Jahr zum dritten Mal verliehen. Auch unter den Preisträgern 2008 war Daimler bereits zweifach vertreten. Eine Auszeichnung erhielt der Stuttgarter Premium-Automobilhersteller für den smart fortwo electric drive. Der zweite ÖkoGlobe ging an Daimler für vorbildliche Konzepte zur Entsorgung, dazu rechnete die Jury
Leistungen wie Umweltzertifikat, Recycling-Managementsystem, das Mercedes-Benz Gebrauchtteile Center und innovative Konzepte zur Abfallvermeidung und zum Recycling.
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