Setra Specials
Stuttgart
,
20.05.2009
Die neue Setra TopClass 400: Reisen par excellence
  • Reisebusse noch ausgereifter und attraktiver
  • Aktive und passive Sicherheit auf höchstem Niveau
  • Motoren mit erhöhter Leistung und gesteigertem Drehmoment
Seit Beginn des Jahres 2008 läuft die Serienproduktion der neuen Setra TopClass 400. Mit ihr setzt die Ulmer Marke weiterhin auf Qualität, innovative Technik, Komfort und Sicherheit, um auch zukünftig hohe Verkaufszahlen zu erreichen, positive Kundenresonanzen sowie zahlreiche internationale Auszeichnungen zu erhalten. Und so haben die Entwicklungsingenieure und Designer in enger Zusammenarbeit mit Produktion und Vertrieb eine Vielzahl technischer Lösungen und Weiterentwicklungen in alle Typen der Reisebusgeneration TopClass 400 einfließen lassen, die sich nun noch ausgereifter und attraktiver präsentiert. Werner Staib, Geschäftsführer Setra Omnibusse: „Ziel der Modellpflege war es, eine maximale Anzahl an technischen Verbesserungen zu erzielen und dies bei minimalen optischen Veränderungen.“
Aktive und passive Sicherheit auf höchstem Niveau
An erster Stelle der vielseitigen Modellpflege stand das Thema Sicherheit. Hier spielt Setra erneut eine Vorreiterrolle und bietet die Baureihe TopClass 400 serienmäßig mit einem Modul, das im Crashfall den Fahrerarbeitsplatz nach hinten aus der Gefahrenzone verschiebt, sowie mit integrierter Absorberstruktur an. Das Zusammenspiel dieser beiden Systeme wurde in zahllosen Crashsimulationen optimiert. Ergebnis ist eine deutliche Steigerung der passiven Sicherheit für Fahrer und Reisebegleiter. Die Wirksamkeit des Sicherheitssystems wurde auch in mehreren Crashversuchen unter Beweis gestellt. Sowohl das Crashmodul mit verschiebbarem Fahrerarbeitsplatz als auch die Absorberstruktur sind Elemente des neuen Front Collision Guard (FCG), der zudem zum Schutz etwaiger Unfallgegner einen Unterfahrschutz nach ECE-R 93 bietet. Und so stehen die drei Buchstaben FCG zukünftig für ein Höchstmaß an Schutz für Fahrer und Fahrgäste von Setra Reisebussen.
Während der FCG die passive Sicherheit deutlich erhöht, gibt es auch Neuerungen auf dem Gebiet der aktiven Sicherheit. So leuchtet beispielsweise der Nebelscheinwerfer als Kurvenlicht beim Abbiegen des Fahrzeuges den vorausliegenden Kreuzungsbereich aus. Diese Funktion wird bei einer Geschwindigkeit von unter 40 km/h automatisch durch den Fahrtrichtungsanzeiger aktiviert.
Die beiden vorderen Umrissleuchten an den oberen Frontpartie-Ecken sind nun in LED-Technik ausgeführt und besitzen so eine deutlich längere Lebensdauer. Eine neue Wischersteuerung sorgt dafür, dass in der schnellsten Stufe durch eine Verlangsamung der Wischgeschwindigkeit vor dem Umkehrpunkt ein Abheben der Wischerblätter von der Frontscheibe verhindert wird und damit das Geräusch deutlich reduziert wird.
Noch leistungsfähigere Motoren
Eine weitere Qualitätssteigerung ist zwar nicht auf Anhieb sichtbar, dafür beim Tritt aufs Gaspedal umso deutlicher spürbar. Denn ab sofort können die Busunternehmer sich auf noch mehr Kraft verlassen. Damit bezwingt der Setra auch die steilsten Berge noch bequemer. Unter der neu gestalteten Motorhaube, die nun nicht mehr als Hubklappe, sondern Regenwasser abweisend als Schwenkklappe im Heck integriert ist, haben nun deutlich leistungsfähigere Motoren Platz gefunden. So bietet Setra den S 415 HD, den S 415 HDH, S 416 HDH und den S 417 HDH mit dem Reihen-Sechs-Zylinder OM 457 LA mit 315 kW/2100Nm oder 335 kW/2 200 Nm an. Auf Wunsch ist in den Dreiachsern der V8-Zylinder OM 502 LA mit 370 kW/2 300 Nm erhältlich, der serienmäßig im Doppelstockbus S 431 DT eingebaut ist. Der kompakte Reisebus S 411 HD ist mit dem V6-Zylinder OM 501 LA mit 300kW/1 900 Nm ausgerüstet. Neu ist auch das automatisierte 8-Gang-Schaltgetriebe GO 240-8 PowerShift, das zusätzlich zur ZF-AS Tronic zur Verfügung steht. Alle Motoren erfüllen auf Wunsch auch die Euro 5-Norm.
Mehr Platz durch Vorbauverlängerung
Die neue TopClass 400 fährt nicht nur mit mehr Leistung vor. Sie sammelt auch durch eine Vorbauverlängerung um 200 mm deutliche Komfortpunkte bei Reisegast und Fahrer. 14 Zentimeter im Rohbau bieten dem Bus-Chauffeur noch mehr Verstellmöglichkeiten. Sieben Zentimeter sind es für den Reisebegleiter, der nun eine Beinfreiheit auf dem Niveau einer 4-Sterne-Bestuhlung hat. Der S 411 HD kommt mit einer geringeren Vorbauverlängerung aus. Der Setra „Clubbus“ bleibt durch seine kompakten 10,16 Meter Länge auch weiterhin der „Wendigste“ der Ulmer Reisebus-Familie.
Der Radstand des S 415 HDH wurde um 100 mm verlängert, so dass die Fahrzeug-länge des Dreiachsers nun 12,30 Meter beträgt. Und: Durch die Verlagerung des Fahrerruheraums hinter den hinteren Einstieg bieten die Superhochdecker S 415 HDH, S 416 HDH und S 417 HDH zusätzlich Platz für einen zweiten Begleitersitz. Und im hinteren Türbereich ist das Aus- und Einsteigen bei diesen Omnibus-Typen nun noch bequemer möglich. Denn Setra hat die Superhochdecker der neuen TopClass 400 mit zusätzlichen Ausstiegshilfen versehen.
Wank-Nick-Regelung und Nachlaufachse mit Einzelradaufhängung
Stichwort Fahrgefühl. Auch hier werden die Fahrgäste von Setra wie auf Händen getragen. Die als Sonderausführung erhältliche Wank-Nick-Regelung sorgt durch eine kontrollierte Gegensteuerung dafür, dass das Fahrzeug nicht „aufschaukelt“ und sowohl in Kurven als auch auf unebenen Straßen so sanft wie möglich dahingleitet. Das ist auch ein Verdienst der erstmals in der europäischen TopClass 400 integrierten Nachlaufachse mit Einzelradaufhängung und elektronischer Regelung. Der Wegfall der hydraulischen Koppelung garantiert eine hohe Laufruhe und reduziert das Leergewicht des Omnibusses um 160 Kilogramm.
Weitere Gewichtsreduzierung erreicht
Und auch in diesem Punkt bieten die überarbeiteten Reisebusse allen Grund zur Freude. Denn trotz einiger gewichtserhöhender Maßnahmen konnte das Leergewicht der Fahrzeuge sogar um ein Prozent reduziert werden. Dazu trägt unter anderem der Wegfall einer Kofferraumklappe auf der linken Seite bei, eine Neuerung, die zudem den Zugang zum Kofferraum deutlich erleichtert und bequemer macht. Doch nicht nur diese Maßnahme verändert das Erscheinungsbild der Fahrzeuge. So gehört auch die Gummileiste um die Windschutzscheibe nunmehr der Vergangenheit an. Eine Veränderung, die zudem den Kraftstoffverbrauch reduziert. Das neu integrierte Abbiegelicht, die Anhebung des Böschungswinkels und die neu gestaltete Fahrzeugfront tragen dazu bei, dass das Setra Gesicht in Zukunft noch freundlicher „lächelt“. Große Nutznießer der Modellpflege sind natürlich auch die Fahrer, die sich durch einige exklusive Neuheiten an ihrem Arbeitsplatz, der immer mehr dem eines Pkw ähnelt, noch wohler fühlen. Dazu gehören ein neu gestalteter Joystick, ein lederbezogenes Multifunktionslenkrad mit einer Vielzahl an integrierten Tastenfunktionen sowie das neue Kombiinstrument in übersichtlicher 3D-Optik.
Neue Dimension im Reisebusbau eingeläutet
Mit der Präsentation der TopClass 400 hat Setra 2001 eine neue Dimension im Reisebusbau eingeläutet, die Reisen auf höchstem Niveau für Fahrgäste und Fahrer garantiert. Dafür stehen innovative Komforteinrichtungen mit rückenschonenden Sitzen, Multimedia-Anlagen, vielseitige Kücheneinbauten und das einzigartige Glasdach über dem Mittelgang. Das ergonomisch gestaltete Cockpit verbindet elegant Funktionalität mit Ästhetik. Nicht umsonst ist die TopClass 400 bereits acht Monate nach ihrem ersten Auftritt von europäischen Fachjournalisten zum „Coach of the Year 2002“ gewählt worden. Die Jury begründete ihre Wahl unter anderem mit der überzeugenden Technik und dem auffallenden Design als Symbiose von Form und Funktion. Seit dieser Zeit folgten weitere zahlreiche internationale Auszeichnungen und Preise. Unter anderem kürten die insgesamt 8 500 Teilnehmer der Leserwahl „Die besten Nutzfahrzeuge des Jahres 2007“ bereits zum dritten Mal die Setra TopClass 400 zum Sieger in der Kategorie „Reisehochdecker.“
Zahlreiche Sicherheitssysteme
Auch in puncto Sicherheit ist die TopClass 400 „state-of-the-art“, sprich: auf dem neuesten Stand der Technik. Alle Fahrzeuge sind mit Scheibenbremsen, elektronischem Bremssystem (EBS), Antiblockiersystem (ABS), Antriebs-Schlupf-Regelung (ASR), Bremsassistent (BA) und Elektronischem Stabilitätsprogramm (ESP) ausgerüstet, einem aktiven System zur Steigerung von Fahrsicherheit und Fahrstabilität. Die Reisebusse der Marke Setra werden auf Kundenwunsch seit 2005 mit dem Abstandsregel-Tempomat (ART) ausgestattet. Das System entlastet den Fahrer auf Autobahnen und Fernstraßen. Erkennt der ART ein langsameres vorausfahrendes Fahrzeug, bremst er den Omnibus automatisch ab, bis ein vom Fahrer vorgewählter Abstand erreicht ist, den der ART dann konstant einhält. Ebenfalls seit dem Jahr 2005 bietet Setra das System des Dauerbremslimiters (DBL) in Serie an. Er bremst den Reisebus automatisch ab, wenn dieser zum Beispiel infolge einer schwerkraftbedingten Beschleunigung beim Bergabfahren die gesetzlich vorgegebene Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h überschreitet. Auf Wunsch bietet Setra außerdem den Spurassistenten (SPA) an. Der SPA erkennt mit Hilfe einer Videokamera, wenn das Fahrzeug von der Spur abzukommen droht, indem er permanent den seitlichen Abstand des Omnibusses zu den Fahrbahnmarkierungen kontrolliert. Droht das Fahrzeug diese Linie zu überfahren, wird der Fahrer in Sekundenschnelle durch ein Pulsieren im Sitz gewarnt – unbemerkt von den Fahrgästen. Die Warnung erfolgt auf der Außenkante der Fahrbahnmarkierungen, so dass dem Fahrer der größtmögliche Spielraum für ein Korrekturmanöver zur Verfügung steht. Der Spurassistent aktiviert sich automatisch ab einer Geschwindigkeit von 70 km/h.
Ende letzten Jahres lieferte Setra den ersten S 416 HDH mit Active Brake Assist (ABA) aus. Der ABA wird in der Fachwelt auch als Notbrems-Assistent bezeichnet. Er reagiert auf langsamer vorausfahrende Fahrzeuge, indem er bei der möglichen Gefahr eines Aufpralls nach gestuften Warnhinweisen eine Vollbremsung einleitet. Das System ist mit dem Abstandsregel-Tempomat (ART) gekoppelt, dessen Sensoren zur Erkennung von vorausfahrenden „Hindernissen“ genutzt werden. Damit hilft das System aktiv Auffahrunfälle zu vermeiden und kann so Leben retten.
Sechs Modelle in Europa
Die TopClass 400 Generation umfasst den 10,16 Meter langen Clubbus S 411 HD, den 12,2 Meter langen S 415 HD, den Superhochdecker S 415 HDH mit drei Achsen und einer Länge von 12,3 Metern, den ebenfalls dreiachsigen und 13,19 Meter langen S 416 HDH sowie den 14,05 Meter langen Superhochdecker S 417 HDH. Flaggschiff dieses Setra Premiumprogramms ist der 13,89 Meter lange Doppelstockbus S 431 DT. Speziell für den nordamerikanischen Markt hat Setra den S 417 konzipiert, der den dortigen Bestimmungen angepasst ist und im Frühjahr 2003 erstmals in den USA präsentiert wurde.
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