Navigation und Sprachbedienung: Die Stimmen der S-Klasse
Stuttgart
26.08.2009
Die Stimmen der S-Klasse: Damen-Team und ein männliches Solo
  • Jede Sprache hat ihre eigene Stimme
  • Professionelle Sprecher als Dialogpartner und Wegweiser
  • Die Mercedes-Stimmen sind auch in Fernsehen und Radio zu hören
Rund ein Dutzend Sprecherinnen – und ein Sprecher – weisen Mercedes-Fahrern den Weg. Ihre Stimmen erklingen beim Dialog mit der Sprachbedienung und bei den Routenhinweisen des Navigationssystems aus den Lautsprechern. Jede wichtige Sprache hat bei Mercedes-Benz eine eigene Stimme - Englisch sogar zwei, weil man zwischen britischer und amerikanischer Aussprache unterscheidet.
Eine Ausnahme macht auch die Türkei. Denn während sich Mercedes-Kunden in fast allen Teilen der Erde von weiblichen Stimmen den Weg weisen lassen, hört man in der Türkei lieber auf einen Mann. Selçuk Birdal hat neben der Sprecherausbildung ein Schauspielstudium absolviert und wird deshalb in seiner Heimat nicht nur als Radiomoderator, sondern auch als Synchronsprecher für Kinofilme und TV-Serien engagiert. Dass er im Team der Mercedes-Stimmen ein männliches Solo spielt, hat ihn anfangs etwas gewundert, doch unangenehm ist ihm das keineswegs. Im Gegenteil: „So viele nette Kolleginnen, das macht sehr viel Spaß.“
Cristina Mambretti ist eine junge Italienerin mit wirklich großer Stimme. Sie
hat Gesang studiert und macht sich derzeit in ihrer Heimat als Sängerin für klassische Musik und für Jazz einen Namen. Mit Eric van Aro, dem Sohn von Caterina Valente, singt sie auf dem neuen Album „Desert Motel“, mit dem Schweizer Marco Cortesi trat sie beim Jazz-Festival in Montreux auf und im norditalienischen Regionalfernsehen bewies Cristina Mambretti kürzlich, dass sie nicht nur Stimme, sondern auch schauspielerisches Talent besitzt. Vor rund vier Jahren wurde sie als Sprecherin für das Mercedes-Navigationssystem und der Sprachbedienung der S-Klasse ausgewählt. „Ich habe bei einem Casting mitgemacht und wurde aus einer ganzen Reihe von Bewerberinnen ausgewählt – nach dem Motto: ‚Italien sucht die Mercedes-Stimme’“, erzählt die Italienerin.
Spanisch: Zoraya López spricht zwei Sprachen und tanzt orientalisch
Zoraya López hat neben ihrem Beruf als Sprecherin zwei große Leidenschaften: Schauspiel und Tanz. Wenn sie nicht vor dem Mikrofon eines Tonstudios sitzt und Filme vertont oder Sicherheitsansagen für Fluggesellschaften aufnimmt, arbeitet die gebürtige Spanierin als Tanzpädagogin. Kürzlich hat sie sogar eine Spezialausbildung als Lehrerin für orientalische Tänze absolviert und beherrscht somit den Bauchtanz perfekt.
Vor 30 Jahren kam Zoraya López nach Deutschland und lebt heute in Berlin. Deshalb hat sie ein besonderes sprachliches Talent: Neben Hochdeutsch spricht sie auch Deutsch mit spanischem Akzent oder Spanisch mit deutschem Akzent. Diese Vielseitigkeit konnte sie auch bereits im Fernsehen beweisen, wo sie eine Rolle in der Dauerserie „Lindenstraße“ spielte. Außerdem ist sie eine der Synchronsprecherinnen der amerikanischen Serienstars von „Navy CIS“.
Deutsch: Gabriele Libbach ist Detektivin bei „CSI New York“
Ornella Muti und Lara Croft -- das sind zwei berühmte Namen in der Biografie von Gabriele Libbach. Beiden Filmheldinnen gab die Hamburgerin in den vergangenen Jahren mehrmals ihre deutsche Stimme. Heute hört man Gabriele Libbach vor allem in der TV-Serie „CSINew York“, wo sie die deutschen Texte der Detektivin Stella Bonasera spricht.
Seit der Marktpremiere der C-Klasse im Jahre 2007 ist die sympathisch-freundliche Stimme von Gabriele Libbach an Bord aller neuen Mercedes-Personenwagen mit Navigationssystem gespeichert. Das bedeutet: Tagtäglich vertrauen ihr mehrere hunderttausend Autofahrer, wenn es darum geht, den richtigen Weg zum Ziel zu finden. Auch bei der Sprachbedienung, die Mercedes-Benz bei den modernen Systemen Audio 50 APS und COMAND APS serienmäßig liefert, plaudern deutschsprachige Autofahrerinnen und Autofahrer mit Gabriele Libbach.
Ihre ersten Sprecherhonorare verdiente sich die gebürtige Hannoveranerin bereits als Teenager. „Damals war ich zwölf und habe vor allem Jungenstimmen synchronisiert – das passte irgendwie für mich.“ Später wurde sie für Hörspielklassiker wie „Hanni und Nanni“ oder „Commander Perkins“ engagiert und synchronisierte auch in der TV-Kultserie „Raumschiff Enterprise“ eine Nebenrolle.
Gegenüber solchen Rollen sind Navi-Texte wie „Demnächst links abbiegen“ oder „Bitte in die mittlere Spur einordnen“ das sprachliche Kontrastprogramm der ausgebildeten Lehrerin. „Aber das ist ja das Schöne an diesem Beruf – es gibt immer wieder neue, interessante Aufgaben“, sagt sie.
Dänisch: Jette Sieversten steht auf den Brettern, die die Welt bedeuten
Jette Sophie Sievertsen aus Kopenhagen hat ein Stimmen-Casting mit über 20 Kandidaten gewonnen und wurde als dänische Mercedes-Sprecherin ausgewählt. Bis Mitte der 1980er-Jahre trat sie als Theaterschauspielerin in Stücken von Shakespeare und Molière auf, drehte dann verschiedene Spielfilme und TV-Serien und ist heute Hauptdarstellerin in einer Kabarett-Inszenierung mit humorvollen-kritischen Texten des Autors Poul Henningsen.
Ihre schauspielerische und stimmliche Vielseitigkeit beweist die Dänin auch
im Synchronstudio, wo sie Figuren bekannter Zeichentrickfilme wie „König der Löwen“ oder „Chicken Run – Hennen rennen“ ihre Stimme gab. Von ebenso erlebnisreicher Art war kürzlich ihr Job für den Werbefilm einer bekannten Haarpflegemarke: „Da durfte ich Penelope Cruz synchronisieren.“
Niederländisch: Constanze Kamps führt durch Museen und Ausstellungen
„Zegt de plaats en de straat.“ Wer diese Bitte aus den Lautsprechern der S-Klasse hört und anschließend das gewünschte Fahrtziel eingibt, spricht mit Constanze Kamps. Sie stammt aus den Niederlanden, arbeitete aber viele Jahre in Köln in den Redaktionen von Deutschlandfunk und Deutscher Welle, die bis Ende der 1990er-Jahre Programme in niederländischer Sprache ausstrahlten. Heute ist Constanze Kamps eine gefragte Sprecherin für Werbe- und Industriefilme bekannter Unternehmen und bespricht zum Beispiel auch so genannte Audio-Guides, die Besucher durch Museen und Ausstellungen führen. „Ein interessanter Job“, sagt sie. „Dabei kann man noch sehr viel lernen.“
Portugiesisch: Fátima de Oliveira Baptista präsentierte TV-Shows
Das Radio war auch die berufliche Heimat von Maria de Fátima de Oliveira Baptista. Rund 17 Jahre lang moderierte sie im portugiesischen Rundfunk eigene Sendungen und stand auch bei Fernsehshows als Präsentatorin vor den Kameras. Heute ist sie selbstständig, lebt abwechselnd in Lissabon und Washington und organisiert im Auftrag ihrer Kunden PR-Events und Shows. Übers Internet wurde sie als Mercedes-Stimme entdeckt: Auf ihrer Website konnte man einige Hörproben anklicken, die den Entwicklern des Navigationssystems besonders gut gefielen. So wurde sie nach Stuttgart eingeladen, um die portugiesischen Texte für das COMAND-System zu sprechen.
Russisch: Margarita Kalz sendet auf Kurzwelle
Wer Margarita Kalz hören möchte, muss auf Kurzwelle umschalten und das russische Programm der Deutschen Welle einstellen. Hier moderiert sie Nachrichtensendungen, Musik- und Lifestyle-Magazine, die in Russland, Weißrussland, der Ukraine und im Kaukasus gehört werden. „Wir informieren über Deutschland“, erklärt die gebürtige Moskauerin. „Wir bringen News und Hintergrundberichte in russischer Sprache, berichten aus der deutschen Show- und Promiszene und spielen die Musik, die hierzulande aktuell ist. Das sind jeden Tag 14 Stunden Programm.“
Auch vor ihrem Umzug nach Köln war Margarita Kalz regelmäßig auf Sendung, denn sie arbeitete als Nachrichtensprecherin bei einem russischen Fernsehsender und war fast täglich auf dem Bildschirm zu sehen. Deshalb hat sie für den Erfolg von Mercedes-Benz in ihrer Heimat eine einfache Erklärung, die sie mit typisch russischem Humor vorträgt: „Das sind alles meine Fans und Freunde. Die kaufen die Autos, weil sie meine Stimme noch mal hören wollen.“
Chinesisch: Zhang Danhong arbeitet beim Rundfunk
Bei der Deutschen Welle arbeitet Margarita Kalz quasi Tür an Tür mit Zhang Danhong, die dort ebenfalls als Redakteurin arbeitet. Zhang Danhong hat in Peking Germanistik studiert und kam vor 20 Jahren nach Deutschland, um ihr Studium an der Uni Köln fortzusetzen. Dann suchte die Deutsche Welle China-Experten und so begann ihre Karriere als Rundfunkjournalistin.
Heute ist die 43-Jährige die Mercedes-Stimme, die Fahrer der S-Klasse im Reich der Mitte ans Ziel führt. „Die ersten Aufnahmen für das Navigationssystem haben wir vor gut drei Jahren gemacht“, erzählt Zhang Danhong, die diese Aufgabe gerne übernahm. „Früher gab es nur englische Ansagen in den Navigationssystemen. Dass Mercedes eine eigene Version für China entwickelt hat, zeigt,
wie wichtig dieser Markt geworden ist.“
Französisch: Christine Ott tanzte im Pariser „Lido“
Wenn Christine Ott über ihr Leben und ihren Beruf plaudert, hat sie viel zu erzählen. Ihre Karriere begann 1977 in den weltberühmten Pariser Varietés „Lido“ und „Moulin Rouge“, wo sie fünf Jahre lang zwei Mal täglich auf der Bühne stand. „Als Gogo-Girl mit Federboa, Strass und Pailletten“, erzählt die Französin. „Eine harte Schule und ein gutes Training.“ Das half ihr, um 1982 ein Engagement beim renommierten Tanztheater von Reinhild Hoffmann zu bekommen, das zuerst in Bremen und bis 1995 im Schauspielhaus Bochum auftrat. Dort entdeckte man auch ihre Stimme und Christine Ott begann eine zweite Karriere als Sprecherin, die sie schließlich 1999 zu Mercedes-Benz führte.
„Die Arbeit im Tonstudio macht mir sehr viel Spaß, obwohl es oft schwieriger ist als man denkt, weil man die Texte ja stets mit gleicher Betonung sprechen und repetieren muss. Das erfordert sehr viel Disziplin – dabei kommt mir die Tanz- und Schauspielausbildung sehr zugute“, sagt die gebürtige Pariserin mit Wohnsitz im Ruhrgebiet, wo sie heute auch als Ergotherapeutin arbeitet. Letztes Jahr zeigte sie in dem von Claudia Lichtblau inszenierten Stück „nacht.poème“ nochmals ihr schauspielerisches Talent. Es wurde in der
Essener Kokerei Zollverein aufgeführt.
Englisch: Claire Ashworth arbeitet für eine Bank in der Londoner City
Claire Ashworth ist das „Naturtalent“ unter den Stimmen der S-Klasse. Sie hat weder eine Ausbildung als Sprecherin, noch trat sie bisher als Schauspielerin oder Radiomoderatorin auf. Die Engländerin kommt aus einer ganz anderen Branche: Sie ist Teamleiterin einer Großbank in der Londoner City. Eine Bankerin mit schöner Stimme? „Ja, so wird es sein“, meint sie. „Jedenfalls hat man mich aus einer ganzen Reihe anderer Bewerberinnen ausgewählt und mir diesen interessanten Neben-Job angeboten.“
Zwei bis drei Mal pro Jahr verlässt Claire Ashworth für ein paar Tage ihren Arbeitsplatz an der Themse und fliegt nach Stuttgart, um neue Takes für das Navigations- und Sprachbediensystem aufzunehmen. „Meine Eltern haben immer gepredigt, ich soll deutlich und akzentfrei sprechen. Das macht sich jetzt offenbar bezahlt“, sagt Claire Ashworth, muss allerdings zugeben, dass die Aufnahmen manchmal ganz schön anstrengend sind. „Da muss man stets absolut neutral sprechen und darf alles nur sehr zurückhaltend betonen – völlig ‚undressed’.“
Tontechnik: Schöne Stimmen begleiten die Autofahrer
Auf solche und viele andere Feinheiten bei den Aufnahmen für LINGUATRONIC und Navigationssystem achtet Toningenieur Peter Hardt von der Jankowski Soundfabrik in Esslingen. Er macht diesen Job schon seit vielen Jahren für Mercedes-Benz, weiß genau, worauf es ankommt. „Das Wichtigste ist, stets mit der gleichen Intonation zu sprechen, denn im Auto fügt das System blitzschnell aus einzelnen Wörtern, Satzfragmenten, Buchstaben oder Zahlen die Hinweise und Informationen für die Zielführung zusammen“, erklärt Peter Hardt.
In Summe kommen auf diese Weise bei den Sprachaufnahmen tausende „Takes“ zusammen, die jeweils einzeln gespeichert und so codiert werden, dass der Computer des COMAND-Systems situationsgerecht und sekundenschnell auf
das jeweils notwendige Kommando zugreifen und es bei Bedarf mit anderen Informationen komplettieren kann. Peter Hardt: „Das Ganze soll spontan und natürlich klingen – so, als säße die Sprecherin neben dem Fahrer im Auto.“
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