Navigation und Sprachbedienung: Die Stimmen der S-Klasse
Stuttgart
26.08.2009
Die Technik der Sprachbedienung: Vom Buchstabieren zur Direkteingabe
  • Neueste Generation der LINGUATRONIC in der S-Klasse
  • Ganzworteingabe bei der Zieleingabe noch weiter verbessert
  • Spracherkennung durch millisekundenschnelle Analyse
Damit die Sprachbedienung LIGUATRONIC den Autofahrern aufs Wort gehorcht, hat sie im Rahmen ihrer Entwicklung einen aufwändigen Lernprozess absolviert. Sie wurde in allen Sprachen geprüft und von Mercedes-Kunden in allen Sprachregionen getestet.
Entscheidend ist jedoch, dass die LINGUATRONIC nicht nur jedes Wort, sondern auch jeden Fahrer oder jede Fahrerin versteht. Denn jeder Mensch hat seine eigene Aussprache, seine eigene Stimmlage, sein persönliches Sprechtempo. Um den Dialog zu perfektionieren, bietet das Mercedes-System die Funktion „Nachtraining“: Ein ganz persönliches „Gespräch“ mit Frau Libbach oder einer ihrer Kolleginnen, bei dem der Autofahrer die Spracherkennung individuell auf den Klang seiner Stimme und die Sprechweise einstellen kann.
Vor rund zehn Jahren konnte der Autofahrer per Sprachbefehl nur das Autotelefon bedienen. Seit dem Jahr 2000 kann die LINGUATRONIC noch mehr und steuert zusätzlich auch Autoradio und CD-Wechsler. Und seit 2002 steht bei Mercedes-Benz auf Wunsch auch das Navigationssystem unter der Regie der Spracherkennung. Die erste Generation des Systems benötigte nur einen Rechner mit 512 Kilobyte Speicherkapazität, heute sind über zehn Megabyte erforderlich.
Lange Zeit musste der Autofahrer seine Wünsche durch buchstabieren des Zielorts und der Straße eingeben. Das änderte sich erstmals 2002 in der damaligen E- und S-Klasse. Hier war die Eingabe von rund 650 deutschen Ortsnamen erstmals per Ganzworteingabe möglich. Inzwischen versteht die LINGUATRONIC nicht nur bei der Zieleingabe aller Orte und Straßen, sondern auch bei der Senderwahl und bei der Auswahl der Namen aus dem persönlichen Telefonbuch ganze Wörter. Man sagt ganz einfach, wo man hinfahren möchte, und die Technik sucht in ihrem elektronischen Speicher nach dem jeweiligen Ort oder der jeweiligen Straße. Gibt es mehrere gleichklingende Namen, wird auf dem Display eine Auswahl angezeigt.
Zieleingabe: Der Autofahrer nennt Ort und Straße direkt hintereinander
In der aktuellen S-Klasse, die seit Sommer 2009 auf dem Markt ist, haben die Mercedes-Ingenieure die Ganzworteingabe noch weiter verbessert. Die Neuentwicklung nennen sie „One Shot“-Funktion; sie macht die Sprachbedienung noch einfacher und noch schneller. Nach dem Kommando „Ziel eingeben“ sagt der Autofahrer den gewünschten Stadt- und Straßennamen direkt hintereinander. Also zum Beispiel: „Stuttgart, Epplestraße“. Das System beginnt danach sofort mit der Routenberechnung und fragt lediglich nochmals nach, ob auch eine Hausnummer programmiert werden soll. Anschließend folgt die akustische Bestätigung: „Stuttgart, Epplestraße übernommen. Die Zielführung wird gestartet.“
Das größte aktive Vokabular findet man bei der LINGUATRONIC der Mercedes-Modelle im US-Bundesstaat Kalifornien: Hier ist die Ganzworteingabe von rund 220 000 Straßennamen möglich. In Deutschland lassen sich per Sprachbefehl rund 80 000 Städte und über 470 000 Straßennamen eingeben.
Mit der LINGUATRONIC leistet Mercedes-Benz einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit, denn der Autofahrer muss die Hände nicht mehr vom Lenkrad nehmen, um Autotelefon oder Audiogeräte zu bedienen. So wird er entlastet und kann sich besser auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren.
Die Technik der Sprachsynthese nutzt Mercedes-Benz auch, um dem Autofahrer wichtige Verkehrsinformationen, die seine Route betreffen, oder SMS-Kurznachrichten vorzulesen.
Spracherkennung: Die LINGUATRONIC „hört“ auf die Phoneme
Während des kurzen Dialogs zwischen Autofahrer und LINGUATRONIC wird das Schallsignal digitalisiert, in ein Frequenzspektrum umgewandelt und schließlich analysiert. Dabei extrahiert der Computer in Millisekunden verschiedene Merkmale aus dem Sprachsignal und erkennt auf diese Weise die so genannten Phoneme. Darunter verstehen Sprachwissenschaftler die kleinsten laut-malerischen Bestandteile der Sprache, die für die Deutung der Worte entscheidend sind. Durch Kombination der Phoneme und Vergleich mit den Inhalten eines gespeicherten phonemischen Wörterbuchs kann die Sprachbedienung Worte erkennen. Jede Sprache hat ihre eigenen typischen Phoneme; für die deutsche Sprache verwendet die LINGUATRONIC etwa 40.
Die LINGUATRONIC verarbeitet die Phoneme als digitale Codes. Blitzschnell prüft die Elektronik jeden Laut, fügt die verschiedenen Phoneme zusammen und überprüft schließlich auch die akustische Wahrscheinlichkeit des Wortes.
Um auch feine Nuancen in der Aussprache zuverlässig erkennen zu können, haben die Mercedes-Ingenieure eine spezielle Störgeräusch-Unterdrückung zwischengeschaltet, die selbst bei höheren Geschwindigkeiten eine gute Erkennung der Sprachbefehle ermöglicht. So funktioniert die LINGUATRONIC bis zu einer gewissen Geschwindigkeit auch bei geöffnetem Dach eines Cabrios oder Roadsters.
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