Luxus, Effizienz, Perfektion: Die neue Generation CL – neue Motoren in der S-Klasse
Stuttgart
07.09.2010
Aktive Sicherheit: Aufmerksame Assistenten
  • Aktiver Totwinkel-Assistent und Aktiver Spurhalte-Assistent
  • ATTENTION ASSIST: Warnung vor Übermüdung
  • Geschwindigkeitslimit-Assistent: Das zulässiges Tempo im Display
  • Adaptiver Fernlicht-Assistent: Automatisch das optimale Licht
  • DISTRONIC PLUS: Abstand mithilfe von Radar
  • PRE-SAFE® Bremse: „Elektronische Knautschzone“
Neben den bewährten Technologien ABS, ESP® und Bremsassistent tragen in der neuen Generation CL rund ein Dutzend neu- oder weiterentwickelter Fahrer-Assistenzsysteme dazu bei, Verkehrsunfälle zu vermeiden und die Unfall­schwere zu vermindern. Sie machen das Luxus-Coupé zu einem „denkenden“ Partner, der „sehen“, „fühlen“ und autonom „handeln“ kann. Nach diesem Konzept schützt das Mercedes-Benz Modell nicht nur die Insassen, sondern kann auch maßgeb­lich zu einer höheren Sicherheit anderer Verkehrspartner beitragen.
Die wegweisenden und im prestigeträchtigen Segment der Luxus-Coupés einmaligen Fahrer-Assistenzsysteme basieren auf modernster Radar-, Kamera- und Sensortechnik. Sie sind auf häufige Unfallursachen wie Abstand, Übermüdung und Dunkelheit abgestimmt. Als Weltneuheiten kommen zeitgleich mit ihrer Einführung in der S-Klasse der Aktive Totwinkel-Assistent und der Aktive Spurhalte-Assistent zum Einsatz.
Aktiver Totwinkel-Assistent: Kurskorrektur durch Bremseingriff
Ein Beispiel für modernste radarunterstützte Assistenzsysteme ist der Aktive
Totwinkel-Assistent, den Mercedes-Benz für den CL im Rahmen des Fahr­assistenz-Pakets anbietet. Das System warnt den Fahrer, wenn es erkennt, dass bei einem Spurwechsel Kollisionsgefahr droht. Nahbereichs-Radarsensoren, die auf beiden Seiten des hinteren Stoßfängers untergebracht sind, detektieren hierzu den Bereich unmittelbar neben und hinter dem Auto.
Auf diese Weise können sie erkennen, wenn auf der Nachbarspur ein anderes Fahrzeug unterwegs ist, das sich im „toten Winkel“ des Außenspiegels befindet. In solchen Situationen informiert das System den Fahrer durch ein rotes Warnsignal im Glas des Außenspiegels; übersieht der Fahrer diesen Hinweis und betätigt zum Spurwechsel den Blinker, ertönt zusätzlich ein Warnsignal.
Die Neuheit bei der jüngsten Entwicklungsstufe: Ignoriert der Fahrer die Warn­hinweise und kommt dem Fahrzeug auf der Nachbarspur gefährlich nahe, so greift der Aktive Totwinkel-Assistent durch einen kurskorrektiven Bremseingriff an den Rädern der gegenüberliegenden Fahrzeugseite über das Elektronische Stabilitäts-Programm® ein. Folge ist eine Gierbewegung des CL durch die unterschiedliche Verteilung der Bremskräfte, die dem Kollisions­kurs entgegenwirkt. Zeitgleich informiert eine Anzeige im Kombi-Instrument den Autofahrer. Lässt sich ein Unfall trotz Richtungs­korrektur nicht mehr vermeiden, so kann der Aktive Totwinkel-Assistent die Folgen eines Zusammenstoßes durch die Kurskorrektur verringern. Erkennt das System auch auf der gegenüber­liegenden Seite in knappem Abstand Fahrzeuge oder Hindernisse, passt es den Bremseingriff entsprechend an. Hierzu nutzt der Aktive Totwinkel-Assistent auch die Frontsensordaten des Abstandsregel-Tempomaten DISTRONIC PLUS. Beide Systeme sind deshalb im Rahmen des Fahrassistenz-Pakets in Kombination erhältlich.
Der kurskorrektive Bremseingriff erfolgt zwischen 30 und 200 km/h. Die Wirkung ist auf eine Längs- und Querverzögerung von 2 m/s2 beschränkt. Das System wird intuitiv deaktiviert, sobald der Fahrer gegen die Wirkung des Bremseingriffs lenkt oder das Fahrzeug beschleunigt. Im ESP-Off-Modus ist der Aktive Totwinkel-Assistent ebenfalls abgeschaltet. Die optische Warnung im Außenspiegel ist bis zur Geschwindigkeit von 250 km/h aktiv.
Neu: Aktiver Spurhalte-Assistent mit ESP®-Unterstützung
Erstmals mit dem ESP® vernetzt ist in der neuen Generation CL auch der Aktive Spurhalte-Assistent. Das System tritt in Aktion, wenn das Mercedes-Coupé ungewollt eine durchgezogene Linie rechts oder links der Fahrspur überfährt. In
diesem Fall bremst der Aktive Spurhalte-Assistent durch das ESP® die gegenüberliegenden Räder ab, um das Fahrzeug am Überfahren der Linie zu hindern. Zugleich warnt eine Anzeige im Kombi-Instrument den Autofahrer. Beim Überfahren von unterbrochenen Fahrbahnmarkierungen steuert das System einen Elektromotor im Lenkrad an. Dieser sorgt für kurzzeitige Vibrationen – ein dezenter, aber durchaus wirkungsvoller Hinweis, unverzüglich gegenzulenken. Auch vor dem Bremseingriff erfolgt stets die haptische Warnung per Lenkradvibration. Der kurskorrektive Bremseingriff arbeitet zwischen 60 und 200 km/h.
Herzstück des ebenfalls im Rahmen des Fahrassistenz-Pakets angebotenen Aktiven Spurhalte-Assistenten ist eine Kamera an der Innenseite der Frontscheibe. Sie kannFahrbahnmarkierungen erkennen, indem sie Kontrastunterschiede zwischen dem Straßenbelag und den Begrenzungslinien auswertet. Die Bildverarbeitung informiert ein elektronisches Steuergerät, das die Position des Fahrzeugs bestimmt und erkennt, wenn dieses die Fahrspur nach links oder rechts verlässt. Um maximale Zuverlässigkeit zu gewährleisten, wertet der Spurhalte-Assistent der neuen Generation neben den Informationen der Bildverarbeitung auch Radarsignale aus. Nur wenn beide Spuralgorithmen zur gleichen Auswertung kommen, erfolgt der kurskorrektive Bremseingriff.
Anders als herkömmliche Systeme dieser Art wertet der intelligente Mercedes-Assistent zudem auch die Aktivitäten des Fahrers aus und kann auf diese Weise situationsabhängig ermitteln, ob das Fahrzeug absichtlich oder unabsichtlich die erkannte Fahrspur verlässt. So erkennt das System beispielsweise, wenn der Fahrer vor einem Überholvorgang oder beim Auffahren auf die Autobahn beschleunigt, bewusst eine Kurve schneidet, nach einem Überholvorgang wieder auf die ursprüngliche Fahrspur einschert oder aktiv gegenlenkt. In diesem Fall unterbleibt die haptische Warnung per Lenkradvibration.
Außerdem wird der Spurhalte-Assistent sofort deaktiviert, wenn ABS, ESP®, der Bremsassistent oder ein anderes aktives Sicherheitssystem eingreift.
Geschwindigkeitslimit-Assistent: Temposchilder im Kombi-Instrument
Intelligente elektronische Bildverarbeitung bildet auch die Basis für den erstmals im CL eingesetzten Geschwindigkeitslimit-Assistenten, der im Rahmen des Navigations-Pakets lieferbar ist (Serie für CL 600). Das 2009 in der Mercedes-Benz E-Klasse und der S-Klasse Limousine präsentierte Assistenzsystem erinnert den Fahrer an das jeweils gültige Tempolimit. Die erfasste Geschwindigkeits­begrenzung erscheint auf einer Displayanzeige im Kombi-Instrument sowie in der Kartendarstellung des Navigationssystems und bleibt dort so lange präsent, bis wieder freie Fahrt erlaubt ist oder ein anderes Tempolimit registriert wird – ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit, da nicht angepasste Geschwindigkeit weltweit die Ursache der meisten und folgenschwersten Verkehrsunfälle ist.
Eine Frontscheiben-Kamera beobachtet permanent die Umgebung vor dem Coupé. Aus dem Bild der Kamera sucht ein Computer nur runde Flächen aus und markiert sie. Im nächsten Schritt filtert der Algorithmus alle Gegenstände heraus, die zwar rund sind, aber keine Ähnlichkeit mit Verkehrsschildern haben. Der Vergleich mit gespeicherten Mustern führt schließlich dazu, dass nur jene Objekte übrig bleiben, auf die das System programmiert ist: kreisrunde Verkehrszeichen, die Tempolimits anzeigen; ihr Symbol wird in das Kombi-Instrument und in die Kartendarstellung des Navigationssystems übertragen. So hat der Autofahrer vor Augen, in welcher Tempozone er sich gegenwärtig befindet, und kann seine Geschwindigkeit entsprechend anpassen.
Da in Europa auch rechteckige Verkehrszeichen Tempolimits anzeigen – zum Bei­spiel die Tafeln bei Ein- oder Ausfahrt in Ortschaften – greift das Assistenzsystem zusätzlich auf die Daten der digitalen Straßenkarte des Navigationssystems im Bedien- und Anzeigesystem COMAND APS zurück und überprüft auf diese Weise die Plausibilität des Kamerabildes. So wird beispielsweise die zuletzt erkannte Geschwindigkeitsbegrenzung im Kombi-Instrument ausgeblendet, sobald das Auto bebautes Gebiet erreicht. Sind keine Verkehrszeichen mit Tempolimits vorhanden, greift der Geschwindigkeitslimit-Assistent ebenfalls auf die im Navigationssystem hinterlegten Daten zurück.
Der Geschwindigkeitslimit-Assistent erkennt darüber hinaus in seiner jüngsten Entwicklungsstufe wesentliche Zusatzzeichen und -informationen, die ein Tempolimit eingrenzen, so zum Beispiel den Hinweis, dass eine Geschwindigkeits­begrenzung nur für Lastwagen gilt. In diesem Fall erscheint das Verkehrszeichen nicht im Kombi-Instrument. Zudem erkennt das System Aufhebungszeichen für Geschwindigkeitslimits. Wenn – beispielsweise bei einer kleineren Tages-baustelle – nach der vorgeschriebenen Distanz kein Aufhebungszeichen für ein temporäres Tempolimit vorhanden ist, wird automatisch die im Navigationssystem hinterlegte Geschwindigkeitsbegrenzung in das Kombi-Instrument eingeblendet. Diese Vernetzung von Navigationssystem und Geschwindigkeitslimit-Assistent ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber einer Nachrüstlösung.
Den großen Fortschritten auf dem Gebiet der bildverarbeitenden Computer­technik ist es zu verdanken, dass der Geschwindigkeitslimit-Assistent in Echtzeit arbeitet, die Bildanalysen also binnen Sekundenbruchteilen vornimmt und dem Fahrer rasch die notwendige Information anzeigen kann. Dabei macht es keinen Unterschied, ob das Tempolimitschild am Straßenrand steht oder in eine Schilderbrücke oberhalb der Fahrbahn integriert ist.
Adaptiver Fernlicht-Assistent: Immer die optimale Leuchtweite
Als weiteres kamerabasiertes System steigert in der neuen Generation CL der serienmäßige Adaptive Fernlicht-Assistent die aktive Sicherheit. Er erkennt entgegenkommende oder vorausfahrende, beleuchtete Fahrzeuge und blendet die Scheinwerfer ab. Zusätzlich steuert er die Leuchtweite der Scheinwerfer, um dem Fahrer eine bestmögliche Sicht zu bieten – ohne entgegenkommende Verkehrs­teilnehmer zu blenden. Der Fahrer kann daher Straßenverlauf, Fußgänger oder Gefahrenstellen besser erkennen und früher darauf reagieren. Zudem kann er sich besser auf seine Fahraufgabe konzentrieren, da er nicht mehr den Hebel
am Lenkrad betätigen muss.
Registriert das System beleuchtete entgegenkommende oder vorausfahrende Autos, passt es die Leuchtweite kontinuierlich dem Abstand an, sodass der Scheinwerferkegel vor den Fahrzeugen endet. Zusätzlich berücksichtigt der Adaptive Fernlicht-Assistent den Lenkwinkel, um die Scheinwerfer in engen Kurven abzublenden. Bei freier Strecke schaltet das System mit einem weichen Übergang auf Fernlicht um.
Blitzschnell: Datentransfer im 40-Millisekunden-Takt
Der Adaptive Fernlicht-Assistent basiert auf der gleichen Vielzweck-Kamera an der Innenseite der Frontscheibe, die auch der Geschwindigkeitslimit-Assistent und der Spurhalte-Assistent nutzen. Dank eines speziellen Bildverarbeitungs-Algorithmus kann das System andere Fahrzeuge erkennen und deren Entfernung berechnen. Daraufhin wird die Leuchtweite der serienmäßigen, variabel regelbaren Bi-Xenon-Scheinwerfer eingestellt und kontinuierlich je nach Abstand des vorausfahrenden oder entgegenkommenden Fahrzeugs angepasst. Das System arbeitet blitzschnell; es sendet alle 40 Millisekunden neue Daten an die Scheinwerfer, die ihren Lichtkegel so steuern, dass er stets vor anderen Fahrzeugen endet.
Intelligent Light System: In jeder Fahrsituation das richtige Licht
Den Adaptiven Fernlicht-Assistenten kombiniert Mercedes im CL ab Werk mit dem Intelligent Light System. Dieses offeriert fünf verschiedene Bi-Xenon-Licht­funktionen, die auf typische Fahr- oder Wetterbedingungen abgestimmt sind:
  • An die Stelle des Abblendlichts tritt das Landstraßenlicht, das den Straßen­rand auf der Fahrerseite heller und weiträumiger ausleuchtet als bisher. Dadurch kann sich der Autofahrer bei Dunkelheit noch besser orientieren und schneller reagieren, wenn andere Verkehrspartner die Fahrbahn kreuzen.
  • Ab einer Geschwindigkeit von 90 km/h schaltet sich automatisch das Autobahnlicht ein und vergrößert die Sichtweite um bis zu 60 Prozent. Die Aktivierung dieser Lichtfunktion erfolgt in zwei Stufen: Zunächst steigert das Intelligent Light System die Leistung der Bi-Xenon-Lampen von 35 auf 38 Watt und vergrößert dadurch die Intensität des Lichts, was sich vor allem durch eine bessere Ausleuchtung der Fahrbahn und ihrer Seitenränder bemerkbar macht. Ab 110 km/h steht die zweite Stufe zur Verfügung. Dann wird das Bi-Xenon-Modul auf der Fahrerseite leicht angehoben. Die Reichweite des
Autobahnlichts beträgt rund 120 Meter; im Zentrum des Lichtkegels kann der Fahrer rund 50 Meter weiter sehen als mit dem bisherigen Abblendlicht.
  • Durch das erweiterte Nebellicht verbessert Mercedes-Benz die Orientierung bei schlechter Sicht. Die neue Lichtfunktion ist unterhalb von 70 km/h aktiv, sobald die Nebelschlussleuchte eingeschaltet wird. Die variable Scheinwerfer­technik des Intelligent Light Systems ermöglicht es, den Bi-Xenon-Scheinwerfer an der Fahrerseite um 8 Grad nach außen zu schwenken und den Lichtkegel gleichzeitig abzusenken. Dadurch wird die innere Fahrbahnhälfte heller ausge­leuchtet und die Eigenblendung des Fahrers durch das vom Nebel reflektierte Licht vermindert.
  • Je nach Lenkwinkel, Gierrate und Fahrgeschwindigkeit schwenken die Schein­werfer beim aktiven Kurvenlicht sekundenschnell um bis zu 15 Grad zur Seite und verbessern dadurch die Fahrbahnausleuchtung deutlich. In einer lang gezogenen Kurve mit 190 Meter Radius kann der Autofahrer dank aktivem Kurvenlicht 25 Meter weiter sehen als mit dem herkömmlichen Abblendlicht. Diese Lichtfunktion arbeitet sowohl in der Abblendlichtfunktion als auch in der Fernlichtfunktion.
  • Das Abbiegelicht erhöht die Sicherheit an Kreuzungen und Einmündungen oder in engen Kurven. Es schaltet sich automatisch zu, wenn der Autofahrer unterhalb von 40 km/h den Blinker betätigt oder das Lenkrad einschlägt. Die Scheinwerfer leuchten dann den Bereich seitlich vor dem Auto im Winkel von bis zu 65 Grad etwa 30 Meter weit aus.
Zur Serienausstattung gehört ebenfalls der Fahrlicht-Assistent, der die Beleuchtungsanlage automatisch bei Regen, Dämmerung, Dunkelheit oder Einfahrt in einen Tunnel einschaltet.
LED-Technik: Besser gesehen werden
Neben dem Sehen spielt für die Verkehrssicherheit auch das Gesehenwerden eine wichtige Rolle – nicht nur nachts. Deshalb ist der CL serienmäßig mit zwei 7-teiligen LED-Leisten für das Tagfahrlicht rechts und links in der Frontschürze ausgestattet, die sich durch hohe Lichtausbeute bei geringem Energieverbrauch von nur 10 Watt auszeichnen. Sie werden automatisch beim Anlassen des Motors eingeschaltet. Stellt die ECO Start-Stopp-Funktion an einer Ampel das Triebwerk ab, bleibt das Tagfahrlicht aktiviert. Bei eingeschaltetem Abblendlicht werden die LED-Leisten gedimmt. Auch die Blink- und Positionslichter sind in LED-Technik aus-geführt.
LED-Technik setzt Mercedes-Benz serienmäßig auch in den Rückleuchten für Blinker, Schluss-, Brems- und Nebelschlusslicht ein. Einer ihrer Vorteile ist das schnelle Ansprechverhalten, sodass nachfolgende Autofahrer durch das LED-Bremslicht bei Gefahr schneller gewarnt werden können. Wie viele moderne
Mercedes-Personenwagen ist der CL auch mit dem Adaptiven Bremslicht ausgestattet, das bei einer Notbremsung vier Mal so schnell blinkt wie der Warnblinker und nachfolgende Autofahrer damit besonders wirkungsvoll vor einem drohenden Auffahrunfall warnt. LED-Technik kommt auch bei der Kennzeichenbeleuchtung zum Einsatz.
Nachtsicht-Assistent Plus: Fußgänger-Markierung im Display
Der ebenfalls für den CL lieferbare Nachtsicht-Assistent Plus nutzt Infrarottechnik, um die Sichtweite in Situationen, in denen das Fernlicht nicht benutzt werden kann, deutlich zu verbessern: Zwei separate Scheinwerfer beleuchten die Fahrbahn mit unsichtbarem und damit blendfreiem Infrarotlicht. Eine auf dieses Licht spezialisierte separate Kamera an der Frontscheibe nimmt das Geschehen vor dem Auto auf und überträgt das Bild auf ein Display im Kombi-Instrument. Hier erscheint eine angenehme, gestochen scharfe Graustufen-Darstellung der Szene, sodass der Fahrer Fußgänger, Radfahrer oder Hindernisse auf der Fahrbahn frühzeitig erkennen kann.
Die jüngste Entwicklungsstufe des Nachtsicht-Assistenten verfügt über eine spezielle Fußgänger-Detektion: Sobald das System Fußgänger vor dem Auto erkannt hat, werden sie in der Displayanzeige zusätzlich markiert, sodass der Fahrer sie noch besser erkennt.
ATTENTION ASSIST: Warnung vor gefährlichem Sekundenschlaf
Die Mercedes-Erfindung ATTENTION ASSIST gehört zur Serienausstattung der neuen Generation CL. Damit leistet der Stuttgarter Automobilhersteller einen weiteren wichtigen Beitrag zur Fahrsicherheit, denn laut Studien sind rund ein Viertel aller schweren Autobahnunfälle auf übermüdete Autofahrer zurück­zuführen. Die innovative Müdigkeits-Detektion beobachtet permanent das Fahrverhalten und erfasst über 70 Parameter, um die Aufmerksamkeit des Autolenkers festzustellen. Die kontinuierliche Beobachtung ist wichtig, um den gleitenden Übergang vom Wachzustand zur Ermüdung zu erkennen und den Autofahrer frühzeitig warnen zu können.
Anhand der Vielzahl von Daten ermittelt der ATTENTION ASSIST während der ersten Minuten jeder Fahrt ein individuelles Fahrerprofil, das in dem elektronischen Steuergerät des Fahrzeugs mit aktuellen Sensordaten und der jeweiligen Fahrsituation verglichen wird. Neben der Geschwindigkeit, der Längs- und Querbeschleunigung erfasst das Mercedes-System zum Beispiel auch Blinker- und Pedalbetätigungen sowie bestimmte Bedienhandlungen und äußere Einflüsse wie Seitenwind oder Fahrbahn-Unebenheiten.
Müdigkeits-Detektion: Lenkverhalten als wichtigster Indikator
Im Rahmen der vierjährigen Entwicklungs- und Erprobungsarbeit mit dem
ATTENTION ASSIST hat sich das Lenkverhalten als ein besonders aussage­kräftiger Indikator für Übermüdung erwiesen. Bei den Tests mit über 670 Autofahrerinnen und Autofahrern stellten die Mercedes-Wissenschaftler fest, dass ein übermüdeter Autofahrer Mühe hat, die Spur präzise einzuhalten. Er macht kleinere Lenkfehler, die oft schnell und in charakteristischer Weise korrigiert werden. Dieser Effekt tritt bereits in einer frühen Phase der beginnen­den Müdigkeit auf – in der Regel vor dem gefährlichen Sekundenschlaf. Der ATTENTION ASSIST ist zwischen 80 und 180 km/h aktiv.
Hat das System Übermüdung erkannt, ertönt ein akustisches Warnsignal und eine Displayanzeige im Kombi-Instrument gibt dem Fahrer einen unmissver­ständli­chen Rat: „ATTENTION ASSIST. Pause!“
DISTRONIC PLUS: Abstand halten mithilfe von Radar
Mit dem Abstandsregel-Tempomaten DISTRONIC PLUS bietet Mercedes-Benz ein weiteres radarbasiertes Assistenzsystem für den CL an. DISTRONIC PLUS arbeitet zwischen null und 200 km/h: Der Abstandsregel-Tempomat hält das Auto im gewählten Abstand zum Vordermann und kann es je nach Verkehrssituation bis zum Stillstand abbremsen. Erkennt das System, dass sich der Abstand zu schnell verringert, warnt es den Autofahrer akustisch und ermittelt bereits beim ersten Warnton automatisch den Bremsdruck, der in dieser Fahrsituation notwendig ist, um die Kollision zu verhindern.
So unterstützt die Technologie den Autofahrer bei der Einschätzung der Gefahrensituation und stellt mithilfe des Bremsassistenten Plus (BAS PLUS) die berechnete Bremskraftunterstützung auch dann sofort zur Verfügung, wenn der Autofahrer nicht kräftig genug auf das Bremspedal tritt. Je nach Tempo und Abstand ermöglicht der Bremsassistent Plus eine geregelte Zielbremsung und erhöht die Bremskraft bis zur Vollbremsung, falls erforderlich.
Beim Erkennen einer unfallträchtigen Situation helfen zwei Nahbereichs-Radarsensoren hinter dem Frontstoßfänger (80 Grad Öffnungswinkel), die rund 30 Meter weit reichen, und ein Fernradar in der Kühlermaske, dessen Reich­weite 200 statt bisher 150 Meter beträgt. Zudem ermöglicht der Sensor eine neue Mittelbereichserfassung, die bei 60 Grad Öffnungswinkel den Bereich bis rund 60 Meter vor dem Auto überwacht. Mit dieser neuen Technologie lässt sich das Verkehrsgeschehen vor dem Auto noch präziser beobachten und dynamische Vorgänge, wie das plötzliche Ausscheren eines vorausfahrenden Autos, noch besser detektieren.
PRE-SAFE® Bremse: Autonome Bremsung als „elektronische Knautschzone“
Ist der Fahrer abgelenkt und registriert deshalb nicht die unmittelbare Gefahr eines Auffahrunfalls, oder beachtet er die optischen sowie akustischen Warnsignale eines Assistenzsystems nicht, so kann die PRE-SAFE® Bremse in Aktion treten und den CL autonom abbremsen.
Dieser Vorgang erfolgt in zwei Stufen:
  • Etwa 1,6 Sekunden vor dem berechneten Unfall – nach dreimaliger akustischer Warnung – nimmt das System eine autonome Teilbremsung vor, verzögert das Auto mit rund 40 Prozent (ca. 4 m/s²) der maximalen Brems­leistung und aktiviert vorsorglich die reversiblen PRE-SAFE® Insassen­schutzsysteme. Durch die autonome Teilbremsung erhält der Fahrer neben dem optischen und akustischen Warnhinweis ein weiteres spürbares Signal zu handeln. Betätigt er dann sofort die Bremse, steht durch den BAS PLUS die maximale Bremskraft zur Verfügung. Weicht er aus, kann der Unfall – je nach Fahrsituation – im letzten Moment verhindert werden.
  • Handelt der Fahrer auch nach der autonomen Teilbremsung nicht, aktiviert diese in der zweiten Stufe rund 0,6 Sekunden vor dem nunmehr als unvermeidbar erkannten Aufprall die maximale Bremsleistung und kann durch diese Vollbremsung die Aufprallschwere deutlich vermindern. Praxistests der
    Mercedes-Benz Ingenieure ergaben, dass sich die Aufprall­geschwindigkeit durch die autonome PRE-SAFE® Bremsung im Durchschnitt um 16 km/h verringert. So wirkt die PRE-SAFE® Bremse wie eine „elektronische Knautschzone“, die den Auto-Insassen noch mehr Schutz bietet.
Die PRE-SAFE® Bremse, deren erste Generation 2006 im CL ihre Weltpremiere feierte, ist im Geschwindigkeitsbereich von 30 bis 200 km/h aktiv, wenn vorausfahrende Autos erfasst werden. Das System reagiert auch bei Annäherung an eine stehende Fahrzeugkolonne, wenn das Auto nicht schneller als 70 km/h fährt. Die PRE-SAFE® Bremse nutzt dieselben Nahbereichs-Radarsensoren und dasselbe Fernradar wie DISTRONIC PLUS und BAS PLUS. Mercedes-Benz bietet alle drei Systeme im Rahmen des Fahrassistenz-Pakets Plus in Kombination an.
PARKTRONIC mit Parkführung: Leichter Rangieren mit Ultraschall
Auf Basis der Informationen von insgesamt 10 Ultraschallsensoren arbeitet die weiterentwickelte PARKTRONIC mit Parkführung, die den CL-Fahrer beim sicheren Einparken unterstützt: Zur Seite gerichtete Sensoren am vorderen Stoßfänger
erfassen beim Vorbeifahren (bis maximal 36 km/h) die Länge einer Parklücke und zeigen im Cockpit-Display an, ob der Platz zum Einparken ausreicht. Hierzu muss die Lücke mindestens 1,3 Meter länger sein als das Coupé. Nachdem der Rückwärtsgang eingelegt ist, erscheinen auf dem Display im Kombi-Instrument Hinweise für das komfortable Einparken.
Das serienmäßige System ersetzt die bisherige Parkführung mit 8 Radar­sensoren. Hat es eine geeignete Parklücke auf der Beifahrerseite gefunden, erscheint im Kombi-Instrument ein blaues „P“-Symbol. Parkplätze auf der Fahrerseite werden nach Betätigen des linken Blinkers angezeigt. Stoppt der Autofahrer das Coupé an der auf dem Display angezeigten Position und legt den Rückwärtsgang ein, erscheint im Display des Kombi-Instruments eine symbolische Darstellung der Parksituation aus der Vogelperspektive. Farbige Linien informieren ihn, wie er am besten einparkt: Eine rote Fahrspur zeigt den aktuellen Lenkeinschlag des Wagens an, eine gelbe Fahrspur empfiehlt den fürs Einparken erforderlichen Lenkwinkel. Der Autofahrer dreht jetzt so lange das Lenkrad, bis sich die beiden farbigen Fahrspuren decken, und kann anschließend langsam zurücksetzen. Sobald Soll- und Ist-Lenkwinkel übereinstimmen, wechseln die Hilfslinien in der Displayanzeige in die Farbe Grün. Beim Rückwärtsfahren informiert ein akustisches Signal, wenn die Position zum Gegenlenken erreicht ist.
Blick zurück: Kamera im Kofferraumdeckel
Das bewährte Mercedes-System PARKTRONIC, das beim Einparken den Abstand zwischen dem CL und einem Hindernis oder einem anderen Fahrzeug durch optische und akustische Signale anzeigt, ist bei dieser Parkführung ebenfalls in Aktion und unterstützt den Autofahrer. Als weitere Einpark- oder Rangierhilfe bietet Mercedes-Benz eine Rückfahrkamera an (Serie für CL 600), die den Bereich hinter dem Coupé erfasst. Sie ist im Kofferraumdeckel, oberhalb des Kennzeichens, eingebaut und schaltet sich automatisch ein, sobald der Autofahrer in die Fahr­stufe „R“ wechselt. Das Bild der Kamera erscheint auf dem COMAND-Display; ein elektronisches Steuergerät berechnet auf Basis der Fahrzeugabmessungen, der Fahrgeschwindigkeit und des Lenkwinkels den optimalen Weg in die Parklücke und blendet in das Kamerabild farbige Hilfslinien ein, die dem Autofahrer den Weg weisen.
Die Fahrer-Assistenzsysteme des Mercedes-Benz CL auf einen Blick
Active Body Control ABC
Serienmäßig*: Sorgt dafür, dass die Federung binnen Sekundenbruchteilen an die jeweilige Fahrsituation angepass­t wird und Seitenwind ausgleicht.
ABS
Serienmäßig: Sorgt dafür, dass der CL auch beim Bremsen lenkbar bleibt.
ESP®
Serienmäßig: Verringert das Schleuderrisiko und stabilisiert das Auto.
Bremsassistent BAS
Serienmäßig: Baut bei einer Notbremsung blitzschnell die maximale Bremskraftverstärkung auf.
Bremsassistent BAS PLUS (in Verbindung mit den Nahbereichssensoren von DISTRONIC PLUS)
Auf Wunsch: Kann mittels Radar einen drohenden Auffahrunfall erkennen und berechnet die notwendige Bremsunterstützung.
ATTENTION ASSIST
Serienmäßig: Kann Anzeichen von Müdigkeit durch Analyse des Fahrerverhaltens erkennen und den Fahrer warnen.
Intelligent Light System ILS
Serienmäßig: Beinhaltet fünf auf typische Fahr- und Wettersituationen abgestimmte Lichtfunktionen.
Adaptiver Fernlicht-Assistent
Serienmäßig: Erkennt vorausfahrende oder entgegenkommende beleuchtete Autos und bietet die jeweils bestmögliche Leuchtweite.
Aktiver Spurhalte-Assistent
Auf Wunsch: Detektiert Fahrbahnmarkierun­gen, warnt vor unbeabsichtigtem Verlassen der erkannten Fahrspur und wirkt gegebenenfalls per gezieltem Bremseingriff entgegen.
Aktiver Totwinkel-Assistent
Auf Wunsch: Überwacht mittels Radar den Bereich seitlich neben und hinter dem Coupé, warnt, wenn er ein Fahrzeug im toten Winkel des Außenspiegels Erkennt, und korrigiert gegebenenfalls per gezieltem Bremseingriff.
Geschwindigkeitslimit-Assistent
Auf Wunsch: Erkennt mittels Kamera ausgeschilderte Tempolimits und zeigt das jeweils erkannte km/h-Limit im Display und in der Navi-Kartendarstellung an.
DISTRONIC PLUS
Auf Wunsch: Unterstützt den Fahrer mittels Radar, um den Abstand zum Vordermann zu halten, und warnt, wenn sich der erfasste Abstand sehr schnell verringert.
PRE-SAFE® Bremse (in Verbindung mit den Nahbereichssensoren von DISTRONIC PLUS)
Auf Wunsch: Aktiviert bei erkannter akuter Gefahr eine automatische Teil- und Vollbremsung, wenn der Autofahrer nicht selbst reagiert.
PARKTRONIC mit Einparkführung und Rückfahrkamera
Serienmäßig: Ultraschallsensoren vermessen die Länge von Parklücken beim Vorbeifahren; im Display erscheinen Hinweise für das komfortable Einparken.
 
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Michael
Allner
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