Pressemappe: Die neue Mercedes-Benz CL-Klasse
Stuttgart
11.09.2006
Sicherheit: Neue Sternstunde
  • PRE-SAFE®: Automatische Teilbremsung bei Gefahr eines Auffahrunfalls
  • Nachtsicht-Assistent: Mit Infrarotlicht besser und weiter sehen
  • Intelligent Light System: Adaptive Scheinwerfer serienmäßig
  • Karosseriestruktur: Rundum-Insassensicherheit auf höchstem Niveau
  • Rückhaltesysteme: Crash-Sensorik für situationsgerechten Schutz
Automobilsicherheit ist für Mercedes-Benz nicht nur eine Frage von Crashtests, bei denen unter Laborbedingungen ganz bestimmte Aufprallarten simuliert werden. Die Fachleute in Sindelfingen orientieren sich vor allem an der Realität: Am tatsächlichen Verkehrs- und Unfallgeschehen, das vielerlei Gefahrensituationen birgt, in denen sich Automobile bewähren müssen. Mit einem umfassenden Konzept berücksichtigt Mercedes-Benz alle Aspekte sicheren Autofahrens - von der Unfallvermeidung über den Insassenschutz bis zur schnellstmöglichen Rettung verunglückter Insassen.
Ein Kernstück dieser Philosophie ist das präventive Schutzsystem PRE-SAFE®, das zur serienmäßigen Ausstattung der neuen CL-Klasse gehört. Damit verfügt das Mercedes-Coupé über eine Sicherheitstechnologie, die in dieser Fahrzeugklasse weltweit kein anderes Automobil bietet. Erstmals kann mithilfe dieses Systems eine Synergie zwischen Aktiver und Passiver Sicherheit hergestellt werden: Auf Basis von Sensor-Informationen aktiver Fahrsicherheitssysteme, die unter anderem Schleudergefahr oder sehr starkes Bremsen millisekundenschnell erfassen, nutzt PRE-SAFE® die Zeit zwischen dem Erkennen einer potenziellen Unfallgefahr und dem Aktivieren der Schutzsysteme im Innenraum. In dieser Zeit bereitet PRE-SAFE® die Auto-Passagiere vorsorglich auf einen drohenden Unfall vor.
Mit anderen Worten: Durch PRE-SAFE® bekommt das Auto Reflexe. Bei erkannter Gefahr reagiert die neue CL-Klasse ebenso reflexartig wie ein Lebewesen und kann je nach Fahrsituation Schutzmaßnahmen aktivieren, um das Risiko einer Verletzung abzuwehren oder die Schwere einer Verletzung zu vermindern. Damit folgt diese Mercedes-Erfindung den Erkenntnissen der Unfallforschung, wonach bei mehr als zwei Drittel aller schweren Unfälle kritische Fahrmanöver vorausgehen, die bereits Rückschlüsse auf eine drohende Kollision erlauben. Diese Phase der Unfall-Früherkennung, die in manchen Fällen mehrere Sekunden dauern kann, nutzt PRE-SAFE® in der neuen CL-Klasse, um ...
  • bei einer Notbremsung den Beifahrersitz hinsichtlich Höhen- und Längseinstellung sowie Kissen- und Lehnenneigung in eine günstige Position zu bringen, damit Gurt und Airbag beim Aufprall bestmöglich arbeiten können, und Luftpolster in den fahrdynamischen Multikontursitzen (Wunschausstattung) aufzupumpen, die Fahrer und Beifahrer abstützen und besser in den Sitzen fixieren.
  • bei Schleudergefahr zusätzlich die vorderen Seitenscheiben und das Schiebedach zu schließen, damit die Insassen nicht nach außen geschleudert werden und sich beim Seitenaufprall oder beim Überschlag die Windowbags besser abstützen können.
  • Automatische Teilbremsung bei akuter Unfallgefahr
    Die neu entwickelte PRE-SAFE®-Bremse verbessert diesen vorsorglichen Insassenschutz nochmals. Das in diesem Umfang weltweit einzigartige System bremst die CL-Klasse vor einem drohenden Auffahrunfall automatisch ab und ergänzt damit den im vergangenen Jahr vorgestellten Bremsassistenten PLUS (BAS PLUS), der den Autofahrer vor einem drohenden Auffahrunfall optisch und akustisch warnt und automatisch den notwendigen Bremsdruck berechnet, um den Crash zu vermeiden. Diese Bremskraftunterstützung steht sofort zur Verfügung, wenn der Autofahrer auf das Bremspedal tritt.
    Die PRE-SAFE®-Bremse geht noch einen Schritt weiter: Reagiert der Autofahrer nicht auf die Warnhinweise aus dem Cockpit, nimmt das System bei akuter Unfallgefahr eine automatische Teilbremsung vor und verzögert die CL-Klasse mit bis zu 0,4 g (ca. vier m/s²). Das entspricht rund 40 Prozent der maximalen Bremsleistung. Durch die autonome Teilbremsung erhält der Fahrer neben dem optischen und akustischen Warnhinweis ein weiteres spürbares Signal zu handeln. Betätigt er dann sofort die Bremse, steht die maximale Bremskraft zur Verfügung und der Unfall kann - je nach Fahrsituation - im letzten Moment verhindert werden. Ist das nicht möglich, verringert sich durch die PRE-SAFE®-Bremse die Aufprallschwere - und damit das Verletzungsrisiko der Auto-Insassen.
    Die PRE-SAFE®-Präventivmaßnahmen im Innenraum des neuen Mercedes-Coupés werden beim Einsatz der PRE-SAFE®-Bremse ebenfalls automatisch aktiviert: Sobald das System mit der autonomen Teilbremsung beginnt, pumpen sich die Stützpolster in den fahrdynamischen Multikontursitzen auf, Kissen- und Lehnenneigung werden angepasst und der Beifahrersitz fährt in eine günstigere Position.
    Zwei Radarsysteme in Kombination
    Der vorausschauende Bremsassistent PLUS und die neue PRE-SAFE®-Bremse gehören zum Ausstattungspaket DISTRONIC PLUS. Diese Systeme nutzen neben dem 77-Gigahertz-Fernradar des Abstandsregel-Tempomaten ein neu entwickeltes Nahbereichsradar auf Basis der 24-Gigahertz-Technik. Während das DISTRONIC-Radar so ausgerichtet ist, dass es mit einem Öffnungswinkel von neun Grad drei Fahrspuren einer Autobahn bis auf eine Entfernung von 150 Meter abtastet, erfasst das neue 24-Gigahertz-Radar im Winkel von 80 Grad und mit 30 Metern Reichweite das unmittelbare Umfeld vor dem Fahrzeug.
    Unfallschwere um 40 Prozent vermindert
    Mercedes-Benz hat Funktion und Wirksamkeit der neuen PRE-SAFE®-Bremse ausgiebig getestet. Im Berliner Fahrsimulator der DaimlerChrysler-Forschung führten Mercedes-Ingenieure Testreihen mit 70 Autofahrern durch, die bei ihrer Fahrt durch einen Unfall auf der Gegenfahrbahn gezielt abgelenkt wurden, während im gleichen Augenblick die vorausfahrende Autokolonne plötzlich bremste.
    Die Ergebnisse der Tests dokumentieren den Sicherheitsgewinn durch die modernen Assistenzsysteme der CL-Klasse: Insgesamt 70 Prozent der Fahrten blieben dank schneller Reaktion der Autofahrer und durch Unterstützung von BAS PLUS und PRE-SAFE®-Bremse unfallfrei. Bei einem Drittel der Simulatortests konnten die Versuchsteilnehmer den Aufprall nicht verhindern. Hier sorgte die automatische Teilbremsung für eine rund 40-prozentige Verminderung der Unfallschwere.
    Blinkende Bremslichter: Wirksame Warnung bei Gefahr
    Als einen weiteren Beitrag zur Vermeidung von Auffahrunfällen hat Mercedes-Benz blinkende Bremsleuchten entwickelt. Sie gehören zur Serienausstattung der neuen CL-Klasse. Muss der Autofahrer bei einer Geschwindigkeit von mehr als 50 km/h stark abbremsen oder wird er bei einer Notsituation durch den Bremsassistenten unterstützt, blinken die Bremsleuchten und warnen nachfolgende Autofahrer. Kommt die CL-Klasse nach einer solchen Notbremsung zum Stehen, leuchten die Bremslichter wieder dauerhaft und gleichzeitig schaltet sich die Warnblinkanlage ein.
    Die Wirksamkeit dieses Blinklichts haben Mercedes-Ingenieure in der Praxis getestet. Die Untersuchungen zeigen, dass sich die Bremsreaktionen der Autofahrer im Durchschnitt um bis zu 0,2 Sekunden verkürzen, wenn in Notbremssituationen statt des herkömmlichen Bremslichts ein rot blinkendes Warnsignal erfolgt. Der Anhaltweg verkürzt sich dadurch bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h um rund 4,40 Meter, bei 100 km/h sogar um rund 5,50 Meter.
    ABS, ASR, ESP®, Bremsassistent - sind weitere Fahrsicherheitssysteme an Bord der neuen CL-Klasse, die wirksam dazu beitragen können, Unfälle zu vermeiden.
    Nachtsicht-Assistent: Noch mehr Weitblick bei Nacht
    Um insbesondere die Fahrsicherheit bei Dunkelheit noch weiter zu verbessern, hat Mercedes-Benz einen Nachtsicht-Assistenten entwickelt, der die Sichtweite des Autofahrers bei Dunkelheit auf bis zu 200 Meter vergrößert und ihn bei Nachtfahrten entlasten kann. Damit bietet das System etwa die Sichtweite des Fernlichts - aber ohne den Gegenverkehr zu blenden.
    Zum Nachtsicht-Assistenten, der im Herbst 2005 in der S-Klasse Weltpremiere feierte und auch für das CL-Coupé lieferbar ist, gehören zwei zusätzliche Infrarotscheinwerfer. Ihr Licht ist für das menschliche Auge nicht sichtbar und blendet deshalb auch nicht. Eine Kamera an der Innenseite der Frontscheibe sieht das Infrarotlicht; ihr Bild erscheint auf einem Display im Kombi-Instrument des Luxus-Coupés und zeigt, wohin die Speziallampen leuchten. So können Verkehrszeichen, Fußgänger, Radfahrer, verlorene Ladung oder andere Gefahrenstellen auf der Straße dank des Nachtsicht-Assistenten früher sichtbar werden.
    Die Infrarotscheinwerfer schalten sich bei aktiviertem Nachtsicht-Assistenten ab einer Geschwindigkeit von 15 km/h automatisch zu und bleiben beim Abbremsen bis etwa 10 km/h in Betrieb.
    Sobald der Autofahrer das System mittels eines Schalters an der Instrumententafel eingeschaltet hat, wechselt die Displayanzeige in der Mitte des Kombi-Instruments und macht das Bild der infrarotempfindlichen Kamera sichtbar. Das Acht-Zoll-Display liegt im primären Sichtfeld des Autofahrers und bietet ein gestochen scharfes, angenehmes Graustufenbild der Szene vor dem Auto. Durch einen kurzen, regelmäßigen Blick auf das Infrarot-Videobild kann sich der Autofahrer über die Situation vor der CL-Klasse informieren und seine Fahrweise anpassen.
    Sicherheits-Plus von bis zu 125 Prozent
    Was diese Technik leistet, haben Mercedes-Ingenieure in der Praxis untersucht. Bei Vergleichsfahrten mit Bi-Xenon-Abblendlicht und dem Nachtsicht-Assistenten erkannten Autofahrerinnen und Autofahrer Hindernisse auf der Fahrbahn weitaus früher, wenn sie von dem Infrarotlicht-System unterstützt wurden. Sie sahen hell gekleidete Testpuppen im Durchschnitt bereits aus einer Entfernung von rund 210 Metern und damit etwa 41 Meter früher als mit dem normalen Licht der Bi-Xenon-Scheinwerfer.
    Noch größere Wirkung zeigt das System, wenn dunkel gekleidete Fußgänger auf der Fahrbahn unterwegs sind. In solchen Situationen sahen die Autofahrer die Testpuppen mithilfe des Nachtsicht-Assistenten schon aus einer Entfernung von rund 164 Metern, während die Puppen bei Fahrten mit Bi-Xenon-Licht erst aus cirka 72 Metern Entfernung erkannt wurden. Das bedeutet ein Sicherheits-Plus von 125 Prozent.
    Auch wenn die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge blenden und die Sicht stark beeinträchtigen, sehen Autofahrer mit dem Assistenzsystem deutlich besser: Eine hell gekleidete Versuchspuppe, die in 50 Meter Entfernung hinter einem entgegenkommenden Fahrzeug am Straßenrand stand, wurde mithilfe des Nachtsicht-Assistenten aus einer durchschnittlichen Entfernung von 140 Metern erkannt - und damit rund 53 Meter früher als mit den Bi-Xenon-Scheinwerfern.
    Der moderne CMOS-Sensor (Complementary Metal Oxide Semiconductor) und die speziell für Mercedes-Benz entwickelte Infrarot-Kamera sind in der Lage, störende Blendlichter elektronisch abzuschwächen und gleichzeitig andere Bildinhalte so aufzuhellen, dass selbst Details sehr gut zu erkennen sind.
    Wichtiger Beitrag für sicheres Fahren in der Dunkelheit
    Der Nachtsicht-Assistent kann einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. Das bestätigen die Unfallanalysen von Mercedes-Benz: Auf Basis der Daten eines gemeinsamen Unfallforschungsprojekts, an dem sich deutsche Automobilhersteller und die Bundesanstalt für Straßenwesen beteiligen, haben Fachleute der Stuttgarter Automobilmarke das Unfallgeschehen bei Dunkelheit analysiert und erkennen ein hohes Sicherheitspotenzial des Nachtsicht-Systems.
    Das Risiko, im Straßenverkehr schwer zu verunglücken, ist in der Dämmerung und bei Dunkelheit weitaus größer als tagsüber. Bei den Kollisionen in der Dunkelheit überwiegen die sogenannten Fahrunfälle, bei denen Autofahrer die Kontrolle über ihren Wagen verlieren - häufig, weil sie den Streckenverlauf in der Nacht nicht rechtzeitig erkannt und ihre Geschwindigkeit nicht angepasst hatten. In der Folge kommen rund die Hälfte aller Fahrzeuge von der Straße ab, mehr als ein Viertel kollidiert mit dem Gegenverkehr. Ebenso kann der neue Nachtsicht-Assistent einen Beitrag leisten, um die Sicherheit von Fußgängern zu verbessern. Mehr als 55 Prozent der tödlichen Fußgängerunfälle ereignen sich laut deutscher Unfallstatistik in der Dämmerung oder nachts.
    Intelligent Light System: Beste Lichttechnik serienmäßig
    Zur Fahrsicherheit bei Dunkelheit trägt auch das von Mercedes-Benz entwickelte Intelligent Light System bei. Es bietet die derzeit leistungsfähigste Scheinwerfertechnik und gehört zur Serienausstattung der neuen CL-Klasse. Lichtstarke Bi-Xenon-Scheinwerfer bilden die Basis des intelligenten Lichtsystems. Sie sind variabel steuerbar und mit anderen elektronischen Steuergeräten an Bord des neuen Luxus-Coupés gekoppelt. Von dort erhalten die Scheinwerfer Daten über die jeweilige Fahrsituation und passen die Lichtverteilung dementsprechend an.
    An die Stelle des Abblendlichts mit seiner bewährten asymmetrischen Lichtverteilung tritt das neue Landstraßenlicht, das den Straßenrand auf der Fahrerseite heller und weiträumiger ausleuchtet als bisher. Dadurch kann sich der Autolenker bei Dunkelheit noch besser orientieren und schneller reagieren, wenn andere Verkehrspartner die Fahrbahn kreuzen.
    Ab einer Geschwindigkeit von 90 km/h schaltet sich automatisch das neue Autobahnlicht ein und vergrößert die Sichtweite des Autofahrers um bis zu 60 Prozent. Die Aktivierung dieser Lichtfunktion erfolgt in zwei Stufen: Zunächst steigert das Intelligent Light System die Leistung der Bi-Xenon-Lampen von 35 auf 38 Watt und vergrößert dadurch die Intensität des Lichts, was sich vor allem durch eine bessere Ausleuchtung der Fahrbahn und ihrer Seitenränder bemerkbar macht. Ab 110 km/h steht die zweite Stufe des Autobahnlichts zur Verfügung. Dann wird das Bi-Xenon-Modul auf der Fahrerseite leicht angehoben, während sich zusätzlich die Fernlicht-Spotscheinwerfer der CL-Klasse einschalten. Mittels einer Blende vor diesen Scheinwerfern wird eine Hell-Dunkel-Grenze auf die Fahrbahn projiziert, die verhindert, dass der Gegenverkehr geblendet wird.
    Die Reichweite dieses neuen Autobahnlichts beträgt rund 120 Meter; im Zentrum des Lichtkegels kann der Autofahrer rund 50 Meter weiter sehen als mit dem bisherigen Abblendlicht.
    Scheinwerfer schwenkt automatisch nach außen
    Durch das ebenfalls erweiterte Nebellicht verbessert Mercedes-Benz die Orientierung des Autofahrers bei schlechter Sicht. Die neue Lichtfunktion ist unterhalb von 70 km/h aktiv, sobald die Nebelschlussleuchte eingeschaltet wird. Die variable Scheinwerfertechnik des Intelligent Light Systems ermöglicht es, den Bi-Xenon-Scheinwerfer an der Fahrerseite um acht Grad nach außen zu schwenken und den Lichtkegel gleichzeitig abzusenken. Dadurch wird die innere Fahrbahnhälfte heller ausgeleuchtet und die Eigenblendung des Fahrers durch das vom Nebel reflektierte Licht vermindert. Das erweiterte Nebellicht bleibt bis zu einer Geschwindigkeit von 100 km/h eingeschaltet.
    Kurven- und Abbiegelicht sind weitere Funktionen des Intelligent Light Systems; sie schalten sich automatisch ein: Je nach Lenkwinkel, Gierrate und Fahrgeschwindigkeit schwenken die Scheinwerfer beim aktiven Kurvenlicht sekundenschnell um bis zu 15 Grad zur Seite und verbessern dadurch die Fahrbahnausleuchtung deutlich. In einer lang gezogenen Kurve mit 190 Metern Radius kann der Autofahrer dank aktivem Kurvenlicht 25 Meter weiter sehen als mit dem herkömmlichen Abblendlicht. Diese Lichtfunktion arbeitet sowohl in der Abblendlicht- als auch in der Fernlichtfunktion.
    Das Abbiegelicht, das in die Hauptscheinwerfer integriert ist, erhöht die Sicherheit an Kreuzungen und Einmündungen oder in engen Kurven. Es schaltet sich automatisch zu, wenn der Autofahrer unterhalb von 40 km/h den Blinker betätigt oder wenn er unterhalb von 70 km/h das Lenkrad einschlägt. Die Scheinwerfer leuchten dann den Bereich seitlich vor dem Coupé im Winkel von bis zu 65 Grad etwa 30 Meter weit aus.
    Die neue adaptive Scheinwerfertechnik wird durch eine Regelung der UN-Wirtschaftskommission für Europa (ECE) möglich, die auch in der Europäischen Union gilt. Mercedes-Benz ist weltweit die erste Automobilmarke, die intelligente Autoscheinwerfer anbietet.
    Passive Sicherheit: Auf höchstem Mercedes-Niveau
    Ebenso richtungsweisend ist die neue CL-Klasse auf dem Gebiet der Passiven Sicherheit. Dazu tragen im Wesentlichen die aufwendig konstruierte Rohbaukarosserie und die leistungsfähigen Rückhaltesysteme bei.
    Beim Frontalaufprall werden die Kräfte auf mehreren Ebenen so verzweigt, dass die Fahrgastzelle weitgehend unbeschädigt bleibt. Das Frontmodul und der sogenannte Integralträger, an dem Motor, Vorderachse und Lenkung befestigt sind, verbinden die vorderen Längsträger und die zweite Längsträgerebene miteinander. So entstehen beim Frontal-Crash zwei wichtige Kraftlastpfade, die maßgeblich zum Insassenschutz der CL-Klasse beitragen. Ebenso können die massiven, mehr-schaligen Seitenschweller hohe Kräfte aufnehmen und die Aufprallenergie an der Fahrgastzelle vorbeiführen. Bei schweren Offset-Kollisionen stützt sich das Vorderrad an einem eigens konstruierten Radprallelement ab, das den Seiten-schweller nach vorne verlängert.
    Ebenfalls neu in der CL-Klasse ist das Konzept des durchgehenden Stirnwandquerträgers. Er verteilt die Aufprallkräfte beim einseitigen Frontal-Crash großflächig in den Mitteltunnel und die seitlichen Längsträger. Ein zusätzlicher Hochträger erhöht die Steifigkeit der Stirnwand und reduziert beim Frontalaufprall die Verschiebung der Pedalerie in Richtung Innenraum.
    Die V-Motoren der CL-Klasse leisten einen weiteren wichtigen Beitrag zum Insassenschutz. Dank ihrer kompakten Bauweise ermöglichen sie eine höhere Deformation in der Vorbaustruktur, sodass sich die Belastungen der Passagiere verringern. Auch die Kardanwelle ist mit speziellen Deformationselementen ausgestattet.
    Die Verteilung der Aufprallkräfte auf mehreren vertikalen und horizontalen Ebenen mit gezielt abgestimmten Kraftniveaus kommt nicht nur dem Insassenschutz zugute, sondern dient bei Kollisionen mit kleineren Unfallgegnern auch der Kompatibilität. Die Vorbaustruktur der neuen CL-Klasse ist so konstruiert, dass sie gezielt auch für das andere Fahrzeug Crash-Energie abbaut.
    Bodenanlage mit acht Längsträgerprofilen
    Die Fahrgastzelle erweist sich sowohl beim Front- oder Heckaufprall als auch beim Seiten-Crash oder beim Überschlag als eine sehr stabile Struktur, die den Passagieren selbst bei hohen Aufprallgeschwindigkeiten einen intakten Insassenraum bieten kann. Hochfeste Stahlsorten und Bleche mit größerer Materialstärke spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle wie der Einbau zusätzlicher Träger.
    Eine intelligent konstruierte Bodenanlage bildet die stabile Grundlage des Insassenschutzes: Acht Längsträgerprofile, vier Querträger und eine dreiteilige Tunnelverstärkung stabilisieren die Fahrgastzelle beim Crash und sorgen für eine großflächige Verzweigung der Aufprallkräfte.
    Seitenstruktur aus höherfestem Stahl
    Beim Seiten-Crash treten vor allem die stabilen Seitenschweller, die B-Säulen, die vier Querträger im Bodenbereich sowie ein massives Stahlprofil unter der Instrumententafel in Aktion, um die Fahrgastzelle zu stabilisieren. Erstmals verwendet Mercedes-Benz zur Herstellung der Schweller und B-Säulen höherfeste Stahllegierungen, die in puncto Zugfestigkeit allen anderen Werkstoffen weit überlegen sind. Dem Seitenaufprallschutz dienen auch in die Türen integrierte Verstärkungsprofile aus Aluminium mit hoher Zugfestigkeit. Auch den Türscharnieren widmeten die Mercedes-Ingenieure besondere Aufmerksamkeit und entwickelten spezielle, hoch belastbare Befestigungsflächen. Dadurch entsteht im Bereich der Seitenstruktur ein stabiler Zugverband, der die Insassen bei einer seitlichen Kollision wirksam schützen kann.
    Heckstruktur für extreme Aufprallbelastungen
    Ebenso wie beim Frontal- und Seitenaufprall erfüllt die neue CL-Klasse auch beim Heck-Crash strengste Sicherheitsanforderungen wie zum Beispiel die neuen US-Gesetze, die einen Offset-Crash (70 Prozent Überdeckung) mit 80 km/h Aufprallgeschwindigkeit vorschreiben.
    Dass die Fahrgastzelle bei dieser extrem hohen Belastung weitgehend unbeschädigt bleibt, ist der aufwendig konstruierten Deformationszone im Heck zu verdanken. Sie besteht neben dem Aluminium-Querprofil und den stählernen Crash-Boxen des verschraubten Heckmoduls aus zwei stabilen Längsträgern und einem Querträger im Bereich des Kofferraumbodens. Auch der Fahrschemel der Hinterachse bildet beim Aufprall eine ernergieabsorbierende Ebene. Der Kraftstoffbehälter ist im geschützten Bereich vor der Hinterachse untergebracht.
    Rückhaltesysteme: Bedarfsgerechte Aktivierung je nach Unfallschwere
    Beim Crash kann ein leistungsfähiges Rückhaltesystem in Aktion treten, das die Insassen bedarfs- und situationsgerecht schützt. Dafür wertet ein Computer mittels verschiedener Sensoren nicht nur die jeweilige Unfallschwere, sondern auch individuelle Daten des Beifahrers aus. Hat die Sensorik im Sitzpolster einen kleinen Beifahrer erkannt, zündet sie - je nach Unfalltyp - zunächst nur die erste Airbagstufe, damit sich das Luftpolster geringer füllt. Wird hingegen ein größerer Mitfahrer sensiert, zünden beide Airbagstufen. Darüber hinaus ist die bewährte automatische Kindersitz-Erkennung an Bord, die den Beifahrer-Airbag deaktiviert, sobald ein mit Transponder ausgestatteter Reboard-Kindersitz erkannt worden ist. Wenn der Beifahrersitz unbesetzt bleibt, werden Airbag, Sidebag und Gurtstraffer auf der Beifahrerseite deaktiviert.
    Auch die Crash-Sensorik haben die Sindelfinger Ingenieure nochmals verbessert. In der neuen CL-Klasse sind insgesamt elf Sensoren installiert, die frühzeitig Daten über Art und Schwere eines Aufpralls liefern:
    • Frontalaufprall: Neben dem zentralen Sensor im Airbag-Steuergerät ist die CL-Klasse mit sogenannten Up-Front-Sensoren ausgestattet. Durch ihre exponierte Lage am Frontmodul erkennen sie die Schwere eines Aufpralls noch früher und präziser, sodass sich die Zeit zwischen dem Crash und der Aktivierung von Airbags und Gurtstraffern weiter verkürzen lässt. So können die Gurte sehr frühzeitig gestrafft werden, damit die Insassen beim Aufprall mit der Fahrgastzelle verbunden sind und an den Verzögerungen der Karosseriestruktur teilnehmen.
  • Seitenaufprall: Neuartige Druck-Sensoren informieren das Steuergerät schnell und präzise über eine Seitenkollision im Bereich der Türen. Die Messfühler reagieren, wenn bei einem Aufprall die Luft zwischen Außenhaut und Innenverkleidung der Türen komprimiert wird. Zusätzliche Seiten-Sensoren sind in den B-Säulen der neuen CL-Klasse installiert.
  • Heckaufprall: Der zentrale Crash-Sensor im Innenraum der neuen CL-Klasse erkennt eine Heck-Kollision. Bei höherer Unfallschwere werden die Gurtschlossstraffer vorn und hinten ausgelöst, um die Insassen in den Sitzen zu fixieren.
  • Überschlag: Bei seitlichen Überschlägen kann ein im Airbag-Steuergerät integrierter Überschlagsensor Gurtstraffer und bei Bedarf die Windowbags aktivieren.
  • Gurtstraffer und -kraftbegrenzer an allen Sitzplätzen
    Zum serienmäßigen Insassenschutzsystem der neuen CL-Klasse gehören neben den zweistufigen Frontal-Airbags für Fahrer und Beifahrer auch insgesamt sechs seitliche Luftpolster: zwei Sidebags in den vorderen Sitzlehnen, zwei Sidebags in den Fondseitenverkleidungen sowie zwei großflächige Windowbags.
    Allen Insassen stehen Dreipunkt-Automatikgurte mit Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern zur Verfügung. Zur Verringerung der Insassenbelastung trägt auch die neu entwickelte Lenksäule bei, die sich beim Frontalaufprall teleskopartig um bis zu 80 Millimeter zusammenschiebt.
    Mercedes-Sicherheit auch nach dem Unfall
    Das ganzheitliche Mercedes-Sicherheitskonzept PRO-SAFE berücksichtigt auch die Phase nach einem Verkehrsunfall. Um Folgeschäden zu verhindern, wird in der neuen CL-Klasse ab einer bestimmten Unfallschwere automatisch die Kraftstoffzufuhr des Motors unterbrochen. Zusätzlich schaltet sich die Warnblinkanlage ein, um nachfolgende Autofahrer zu warnen und Folgeunfälle zu vermeiden.
    Nach einem Unfall mit Airbag-Auslösung öffnen sich alle Seitenscheiben um einen schmalen Spalt, sodass der Innenraum entlüftet wird. Zusätzlich werden die Türschlösser automatisch entriegelt, damit Unfallhelfer verletzte Passagiere schneller retten können. Eigens konstruierte Crash-Fugen verhindern, dass die Türen vom Kotflügel blockiert werden. Auch die Insassen können die Türen nach einem Unfall öffnen, denn für die Innenbetätigung der Türschlösser verwendet Mercedes-Benz Bowdenzüge, die nach Deformationen intakt bleiben. Ebenso wie die S-Klasse verfügt auch die neue CL-Klasse über Markierungen an der Heckscheibe, die den Rettungsdiensten die Stellen anzeigen, wo sie nach einem schweren Unfall die C-Säulen durchtrennen können, um verletzte Insassen schnell zu erreichen und medizinisch zu versorgen.
    Ihr Presse-Kontakt
    Michael
    Allner
    Baureihen S-, CL-, SL-, SLK-Klasse, Maybach, MB Guard
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    Leiter Baureihen Mercedes-Benz Cars, Testwagenmanagement, Sportkommunikation
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