Umfangreiches Kindersicherheits-Programm für die neue B-Klasse: Kleine Passagiere, große Sicherheit
Stuttgart
28.03.2012
Stuttgart. Mit der neuen B-Klasse ist ein besonders familienfreundliches Modell von Mercedes-Benz gestartet. Das umfangreiche Kindersitzangebot für jede Alters- bzw. Gewichtsgruppe ist typisch für den Sicherheits-standard bei Mercedes-Benz. Es umfasst serienmäßig ISOFIX-Befestigungen sowie auf Wunsch Fondsitze mit integrierten Kindersitzen (IKS), die automatische Kindersitz-Erkennung (AKSE) im Beifahrersitz und das umfangreiche Zubehör-Sortiment an Mercedes-geprüften Kinderrückhalte-systemen: die Babyschale BABY-SAFE plus, den Sitz DUO plus sowie die Sitzerhöhung KIDFIX mit verstellbarer Rückenlehne.
Das Verletzungsrisiko für nicht gesicherte Kinder bei einem Unfall ist siebenmal höher als bei durch Rückhaltesysteme geschützten Kindern. Daher arbeitet Mercedes-Benz ständig daran, den Schutz von Kindern im Auto weiter zu verbessern. Unfallforschung und Unfallstatistik zeigen, dass Kinder aufgrund ihrer Anatomie spezielle Rückhaltesysteme benötigen. Der übliche Automatik-Sicherheitsgurt ist für die Sicherung von Kindern im Auto nicht das beste Mittel. Je nach Altersgruppe, Größe und Gewicht müssen unterschiedliche Anforderungen erfüllt sein. Deshalb bietet Mercedes-Benz verschiedene Kindersitze an, die für die körperlichen Gegebenheiten in jeder Altersstufe maßgeschneidert sind.
Das Einstiegsmodell ist die Babyschale BABY-SAFE plus mit automatischer Kindersitz-Erkennung AKSE, die für Kinder in der Gewichtsgruppe 0+ (0‑13 kg/0 bis ca. 15 Monate) geeignet ist. Der Verkaufspreis beträgt 285,00 Euro*. Für Kinder der Gewichtsgruppe I (9-18 kg/ca. 8 Monate bis 4 Jahre) gibt es das Modell DUO plus mit einem Verkaufspreis von 377,00 Euro* ohne AKSE und 398,00 Euro* mit AKSE. In der Gewichtsgruppe II und III (15-36 kg/ca. dreieinhalb bis zwölf Jahre) ist der Kindersitz KIDFIX ideal einsetzbar. Der Verkaufspreis beträgt hier 259,00 Euro* ohne AKSE bzw. 275,00 Euro* mit AKSE.
Mercedes-Benz Innovation: Die automatische Kindersitz-Erkennung (AKSE)
Die automatische Kindersitz-Erkennung ist eine sicherheitstechnische Besonderheit von Mercedes-Benz. Sie wurde insbesondere für Babyschalen entwickelt, in denen Babys und Kleinkinder bis zu einem Gewicht von 13 kg (ca. 15 Monate) auf dem Beifahrersitz entgegen der Fahrtrichtung sitzen. Der Vorteil der rückwärtsgerichteten Einbauart: Bei einem Frontalaufprall werden der gesamte Oberkörper und der Kopf des Babys großflächig an der Rückenlehne des Kindersitzes abgestützt; der Kopf bleibt somit im Verhältnis zum Oberkörper in seiner Lage fixiert, wodurch der Hals geringer belastet wird. Da der Beifahrer-Airbag bei Montage einer Babyschale entgegen der Fahrtrichtung deaktiviert werden muss, hat Mercedes-Benz bereits vor mehr als zehn Jahren eine automatische Kindersitz-Erkennung entwickelt. Dabei handelt es sich um ein passives System, das bei Montage eines Kindersitzes auf dem Beifahrersitz diesen erkennt und den Beifahrer-Airbag des Fahrzeugs automatisch deaktiviert. Dies ist insbesondere beim rückwärts gerichteten Einbau einer Babyschale notwendig. Über die Airbag-Deaktivierung informiert eine Kontrollleuchte.
Die integrierten Kindersitze
Eine weitere Entwicklung von Mercedes-Benz sind die integrierten Kindersitze (IKS), ein fest im Fahrzeug installiertes System, das auf Wunsch als Sonderausstattung für viele Baureihen verfügbar ist. Die Kindersitze klappen auf Tastendruck aus der Fondsitzbank heraus und schaffen zwei sichere Mitfahrgelegenheiten für Kinder von 2 Jahren bis 36 Kilogramm. Werden die Kindersitze nicht mehr benötigt, lassen sie sich einfach wieder in die Fondsitzbank zurückklappen.
Fahrgastzelle, Sitze, Airbags und Gurte bilden bei Mercedes-Benz ein perfekt aufeinander abgestimmtes System. Der Kindersitz ergänzt diese Schutzfunktionen und sorgt dafür, dass kleine Mitfahrer beim Unfall ebenso sicher sind wie Erwachsene. Um dies zu gewährleisten, müssen Mercedes-Benz Kindersitze härteste Labor- und Crashtests bestehen. Dazu gehören nicht nur die vorgeschriebenen Prüfungen nach den strengen gesetzlichen Richtlinien, sondern auch firmeneigene Tests wie der Frontalaufprall mit einer Geschwindigkeit von 64 km/h.

Kindersitze von Mercedes-Benz: Für jedes Alter das passende System
Sicherheit durch intelligente Lösungen
Kinder, die nicht richtig gesichert im Auto mitfahren, sind bei einem Unfall extrem gefährdet. Ihr Risiko, schwer verletzt oder getötet zu werden, ist siebenmal höher als bei Kindern, die durch passende Rückhaltesysteme geschützt werden. Im Jahre 2010 wurden in Deutschland bei Unfällen in Personenwagen 49 Kinder unter 15 Jahren getötet und fast 10.000 verletzt, so die Angaben des Statistischen Bundesamts. Bei der Zahl der tödlich verunglückten Kinder bedeutet dies gegenüber dem Beginn des Jahrzehnts einen Rückgang um rund 50 Prozent, während sich die Zahl der in Pkw verletzten Kinder um rund 30 Prozent verminderte.
Rund ein Drittel aller Kinder ist im Auto allerdings nach wie vor nicht richtig gesichert, ergab eine Stichprobe des deutschen Automobilclubs ADAC im Oktober 2011. Fünf Prozent der Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren waren bei dieser Kontrolle gar nicht angegurtet, 20 Prozent saßen nicht in einem altersgemäßen Kindersitz. Bei den Kleinkindern waren 28 Prozent nicht vorschriftsmäßig gesichert, und drei Prozent der Unter-6-Jährigen saßen sogar ohne jede Sicherung im Fahrzeug. Bei dieser Stichprobe hat der ADAC in elf deutschen Bundesländern insgesamt 2.325 Kinder vor Schulen und Kindergärten kontrolliert. Dabei wurden 1.569 Fahrzeuge überprüft.
Bestmöglicher Schutz für kleine Mitfahrer nur in speziellen Sitzen
Der Erwachsenengurt ist für die Sicherung von Kindern nicht das beste Mittel; das beweist ein weiterer Blick auf die Statistik: Liegt bei einem Unfall das Verletzungsrisiko im Kindersitz lediglich bei elf Prozent, so steigt diese Gefahr bei der Sicherung nur mit dem Erwachsenengurt auf immerhin 25 Prozent an.
Das liegt an den Besonderheiten des kindlichen Körperbaus. Erwachsene und Kinder unterscheiden sich nämlich nicht nur in Größe und Gewicht, sondern auch in Körperbau und Körperproportionen. So macht zum Beispiel der Kopf eines Neugeborenen rund ein Viertel seines Körpergewichts aus, während es beim Erwachsenen nur 18 Prozent sind. Auch der Knochenbau verändert sich.
Die logische Konsequenz dieser biologischen Unterschiede: Kinder brauchen Rückhaltesysteme, die exakt auf ihre speziellen Bedürfnisse und auf ihr Alter zugeschnitten sind, wobei auch hier je nach Altersgruppe, Größe und Gewicht unterschiedliche Anforderungen erfüllt sein müssen. Deshalb bietet Mercedes-Benz drei herausnehmbare Kindersitze und ein fest im Fahrzeug installiertes System an, wodurch die Sicherheit der Kinder in allen Altersklassen gewährleistet wird. Alle Rückhaltesysteme erfüllen die hohen Sicherheits-standards von Mercedes-Benz.
BABY-SAFE plus
Für den ganz kleinen Nachwuchs bis zu 13 Kilogramm (ca. 15 Monaten) bietet der BABY-SAFE plus den optimalen Schutz, die ideale Passform und den besten Komfort dank bequemer Polsterung im Stoffdesign „DaimlerSquare“. Montiert wird die Babyschale entgegen der Fahrtrichtung, um die empfindliche Halswirbelsäule des Kleinkinds optimal zu schützen. Im Falle einer Kollision wird das Kind mit dem ganzen Körper an der Sitzschale abgestützt. Die Punktbelastungen werden dadurch deutlich reduziert. Dank hoher Seiten-wangen und einer besonders tief ausgeformten Sitzschale sind die Babys noch besser geschützt. Im Fall eines Seitenaufpralls bedeutet dies ein großes Plus in puncto Sicherheit.
Gesichert wird das Kind in der Babyschale mit einem integrierten 5-Punkt-Gurt. Der BABY-SAFE plus wird mit dem Dreipunkt-Sicherheitsgurt im Fahrzeug befestigt. Die Babyschale BABY-SAFE plus ist serienmäßig mit der automatischen Kindersitz-Erkennung (AKSE) ausgestattet. Wird die Babyschale auf dem Beifahrersitz eines Fahrzeugs fixiert, das ebenfalls mit AKSE ausgestattet ist, erkennt dies die Airbag-Elektronik und deaktiviert den Airbag auf der Beifahrerseite automatisch. Dies ist gerade beim Einbau rückwärtsgerichteter Kindersitze wichtig. Wird der Kindersitz heraus-genommen, ist der Airbag wieder funktionsbereit. Die automatische Kindersitz-Erkennung ist nicht nur komfortabel, sondern auch sicher, denn man muss keine Schalter bedienen, um den Airbag der Beifahrerseite zu deaktivieren. Dadurch kann auch nicht vergessen werden, den Airbag wieder zu aktivieren, wenn der Kindersitz entfernt wird.
Der BABY-SAFE plus ist mit einem serienmäßigen Sonnendach ausgestattet, das die kleinen Passagiere vor intensiver Sonneneinstrahlung schützt.
DUO plus
Für Kleinkinder mit einem Gewicht von neun bis 18 Kilogramm (ca. 8 Monaten bis 4 Jahren) eignet sich der Mercedes-Benz Kindersitz DUO plus. Der DUO plus ist serienmäßig mit ISOFIX und wahlweise mit der automatischen Kindersitz-Erkennung (AKSE) ausgestattet. Er wird in Fahrtrichtung eingebaut und kann entweder mit dem ISOFIX-System oder mit einem Dreipunkt-Sicherheitsgurt befestigt werden. ISOFIX ist eine international genormte Schnittstelle zwischen Fahrzeug und Kindersitz. Der DUO plus besitzt zwei Befestigungshaken, die in zwei Metallösen zwischen Sitzfläche und Lehne des Fahrzeugsitzes eingerastet werden. Zusätzlich wird der DUO plus mittels eines so genannten Top Tethers im oberen Bereich des Kindersitzes mit der Rückenlehne des Fahrzeugsitzes verbunden. Der Kindersitz ist danach fest
mit der Karosserie verbunden. Bei der Befestigung des Sitzes mit ISOFIX und Top Tether wird der Fahrzeug-Sicherheitsgurt nicht mehr benötigt. In Europa und den USA müssen Neufahrzeuge gesetzlich mit ISOFIX- und Top-Tether-Verankerungen ausgerüstet sein. ISOFIX und Top Tether führen zu einer besseren Anbindung des vorwärtsgerichteten Kinderrückhaltesystems an das Fahrzeug als die Gurtbefestigung und bieten daher eine bessere Schutzwirkung.
Das Kind ist durch ein Hosenträger-Gurtsystem (Fünfpunkt-Gurt) im Sitz gesichert. Durch die Gurthöhenverstellung wächst der Sitz quasi mit den Insassen mit. Für die besonders verletzungskritischen Bereiche von Kopf und Hals sind die Polster an den Schultergurten als Kraftbegrenzer ausgelegt. Sie verringern wirksam die Belastungen für Kopf und Hals ab einer bestimmten Unfallschwere. Damit der kleine Passagier nicht nur sicher, sondern auch komfortabel reist, verfügt die Sitzschale des DUO plus über eine Neigungsverstellung, die den Sitz in eine Schlafposition bringt. Den DUO plus gibt es im Stoffdesign „Limited Black“. Der strapazierfähige Bezug ist abnehm- und waschbar.
KIDFIX
Das dritte Modell im Programm der Mercedes-Benz Kindersitze heißt KIDFIX. Dieser Sitz eignet sich besonders für Kinder mit einem Gewicht von 15 bis 36 kg (ca. dreieinhalb bis zwölf Jahren). Kind und Sitz werden mit dem Dreipunkt-Sicherheitsgurt des Fahrzeugs angeschnallt. Durch die erhöhte Sitzposition wird der Verlauf des Becken- und Schultergurtes korrigiert und an die Anatomie des Kindes angepasst. Die seitlichen Gurtführungen sorgen dafür, dass der Beckengurt nicht in den Bauchbereich des Kindes rutscht. Zusätzlich kann der KIDFIX an den ISOFIX-Verankerungen des Fahrzeugs befestigt werden, das Kind wird weiterhin über den Fahrzeugsicherheitsgurt gesichert. Dies hat den Vorteil, dass der Kindersitz korrekt im Fahrzeug positioniert ist und insbesondere im unbesetzten Zustand nicht als frei fliegendes Geschoss im Fahrzeug die Insassen gefährdet.
Der KIDFIX beinhaltet eine höhenverstellbare Rückenlehne. Sie sorgt nicht nur für Komfort, sondern auch dafür, dass der Mercedes-Kindersitz KIDFIX bis zum zwölften Lebensjahr eingesetzt werden kann. Daneben verfügt KIDFIX über eine Sitz- und eine Schlafstellung sowie zusätzlichen Seitenhalt für Kopf und Körper durch die ausgeprägten Seitenwangen und seitlichen Kopfstützen. Dies schützt insbesondere im Seitenaufprall das Kind gegen ein zu starkes seitliches Herauspendeln.
Für die Montage auf dem Beifahrersitz ist im KIDFIX optional die automatische Kindersitz-Erkennung erhältlich. Der Kindersitz kann jedoch auch ohne dieses System verwendet werden, dann ist der Beifahrer-Sitz in seine hinterste Position zu fahren.
KIDFIX gibt es im Stoffdesign „Limited Black“. Der strapazierfähige Bezug ist abnehm- und waschbar.
Für alle Kindersitz-Modelle gibt es Komplettwechselcover im Design DaimlerSquare. Kopf-/Schulterteil-Tauschbezüge für den DUO plus sowie Kopfteil-Tauschbezüge für den KIDFIX sind in Flanellgrau oder in Chilirot zu haben.
Integrierte Kindersitze (IKS)
Die integrierten Kindersitze (IKS) sind ein fest im Fahrzeug installiertes System bestehend aus zwei Kindersitzen, die auf Tastendruck aus der Fondsitzbank herausklappen und zwei sichere Mitfahrgelegenheiten für Kinder von 2 Jahren bis 36 Kilogramm schaffen. Werden die Sitze nicht mehr benötigt, lassen sie sich einfach wegklappen; danach steht die Fondsitzbank wieder für Erwachsene zur Verfügung. Die integrierten Kindersitze sind auf Wunsch als Sonderausstattung für zahlreiche Baureihen verfügbar.
Sinnvolle Ergänzungen aus dem Original-Zubehör von Mercedes-Benz sind zusätzliche Seitenkopfstützen (eine ist bereits serienmäßig beim IKS), die die Sicherheit bei einem Seitenaufprall erhöhen. Und da das Kind seinen Kopf seitlich abstützen kann, dienen sie zugleich dem Komfort. Mit dem separat erhältlichen Fangtisch (98,01 Euro*) lässt sich der IKS in ein sicheres Rückhaltesystem für Kinder im Alter von 2 Jahren bis zu einem Körpergewicht von 18 kg (bis ca. vier Jahre) erweitern. Er wird mit dem Dreipunkt-Gurt des Fahrzeugs befestigt und trägt dazu bei, durch die großflächige Abstützung des Bauchbereichs das kleine Kind anatomiegerecht zu schützen.
Die Mercedes-Benz Kindersitze auf einen Blick:
Modell
Geeignet für Gewichtsgruppe (Altersgruppe)
Serienausstattung
Bestellnummer
Preis in Euro*
BABY-SAFE plus (Original Zubehör)
bis 13 kg
(bis ca. 15 Monate)
5-Punkt Sicherheitsgurt, tiefe, gepolsterte Babyschale, abnehmbares Sonnenverdeck, AKSE
A0009701000
285,00
DUO plus (Original Zubehör)
von
9 bis 18 kg
(ca. 8 Monate bis 4 Jahre)
Kindersitz mit Hosenträger-Gurtsystem mit Kraftbegrenzer, Neigungsverstellung, Befestigung über ISOFIX und Top Tether oder alternativ mit dem Fahrzeugsicherheitsgurt, optional mit AKSE
A00097016009H95 A00097011009H95
377,00 ohne AKSE

398,00 mit AKSE
KIDFIX (Original Zubehör)
von
15 bis 36 kg
(ca. 3 ½ bis 12 Jahre)
Sitzerhöhung mit zusätzlichem Seitenhalt, höhenverstellbare Rückenlehne, Sitz- und Schlafstellung, an ISOFIX-Verankerungen befestigbar, optional mit AKSE
A00097019009H95 A00097018009H95
259,00 ohne AKSE

275,00 mit AKSE
Integrierte Kindersitze (optional)
von
2 Jahren
bis 36 kg **
zwei aus der Fondsitzbank herausklappbare Sitzerhöhungen; von 2 Jahren bis 18 kg mit Fangtisch und Seitenkopfstütze, von 15 kg bis 25 kg mit Seitenkopfstütze, von 22 kg bis 36 kg wahlweise mit Seitenkopfstütze
Code 248
392,70 (B-Klasse)
IKS Fangtisch
von
2 Jahren
bis 18 kg
Fangtisch, der den integrierten Kindersitz in ein sicheres Rückhaltesystem für diese Altersgruppe verwandelt.
A20497001009G43
98,01
* Alle genannten Preise inklusive 19 % Mehrwertsteuer sind unverbindliche Preisempfehlungen und gültig für Deutschland.** gesetzliche Zulassung ab einem Gewicht von 9 kg
Da das Wachstum bei Kindern sehr verschieden verlaufen kann, sind die Altersangaben für die verschiedenen Kindersitzmodelle nur ein grober Anhaltspunkt; es können sich im Einzelfall auch Abweichungen ergeben. Bei der Auswahl eines geeigneten Kindersitzes sollte man sich deshalb stets am Körpergewicht orientieren und den Gewichtsbereich des Kindersitzes nach oben möglichst voll ausnutzen, bevor man auf das nächstgrößere Modell umsteigt. Ganz wichtig: Der Kopf des Kindes darf niemals über die Rückenlehne hinausragen.

Was der Gesetzgeber beim Thema Kindersicherheit vorschreibt
Nationale Vorschriften und ECE-Regeln
Seit dem 1. April 1993 gilt in Deutschland eine generelle Sicherungspflicht
für Kinder in Kraftfahrzeugen. Paragraph 21, Absatz 1a der Straßenverkehrsordnung sagt dazu: „Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr, die kleiner als 150 Zentimeter sind, dürfen in Kraftfahrzeugen auf Sitzen, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben sind, nur mitgenommen werden, wenn Rückhalteeinrichtungen für Kinder benutzt werden, die den in Artikel 2 Abs. 1 Buchstabe c der Richtlinie 91/671/EWG des Rates vom 16. Dezember 1991 über die Gurtanlegepflicht und die Pflicht zur Benutzung von Kinder-rückhalteeinrichtungen in Kraftfahrzeugen (ABl. EG Nr. L 373 S. 26), der durch Artikel 1 Nr. 3 der Richtlinie 2003/20/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 8. April 2003 (ABl. EU Nr. L 115 S. 63) neu gefasst worden ist, genannten Anforderungen genügen und für das Kind geeignet sind.“
Ergänzende Anmerkung: Die Benutzung ist also vorgeschrieben, solange die Kinder kleiner als 150 Zentimeter sind oder bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres. Ein zwölf Jahre altes Kind, das nur 140 Zentimeter groß ist, oder ein zehn Jahre altes Kind mit 155 Zentimetern Körperhöhe muss somit keinen Kindersitz benutzen, da die Erfüllung eines der beiden Kriterien bereits genügt. Mercedes-Benz empfiehlt jedoch den Einsatz von Kindersitzen bis zu einer Körpergröße von 1,50 m, auch wenn das Kind 12 Jahre oder älter ist.
Bei Verstößen gegen die Kindersicherungspflicht hat der deutsche Gesetzgeber Sanktionen verhängt, die von 30 Euro Verwarnungsgeld (Kind nur mit Erwachsenengurt gesichert) bis zu 50 Euro Bußgeld und einem Punkt (mehrere Kinder ungesichert) reichen. Auch Versicherungen behalten sich vor, bei Nicht- oder grober Fehlbenutzung einen Schmerzensgeldanspruch zu verringern.
Amtlich genehmigte Kindersitze erkennt man am orangefarbenen ECE-Zulassungsschild, das am Sitz angebracht sein muss. Bei Sitzen nach dem neuesten Sicherheitsstandard, zu denen alle im Programm von Mercedes-Benz gehören, beginnt die Genehmigungsnummer mit „04“. Auf dem Label ist auch der Gewichtsbereich festgehalten, für die der Kindersitz geeignet ist.
Mit Inkrafttreten der neuen Fassung von § 21 Absatz 1a und 1b StVO am 1. März 2007 gilt die generelle Sicherungspflicht für Kinder auch für die Fahrt auf dem Rücksitz von Taxen. Dies beschränkt sich jedoch darauf, dass Taxifahrer Kindersitze der ECE-Gruppe I (Pflicht) und II/III bereithalten müssen, wobei eine Sicherung von bis zu zwei Kindern möglich sein muss. Babyschalen für die ganz Kleinen müssen die Eltern jedoch selbst mitbringen.
Die in Europa gültigen gesetzlichen Vorschriften für Kindersitze sind in der ECE-Regel Nr. 44 festgeschrieben. Sie teilt den Verwendungsbereich in Gruppen ein (siehe Tabelle). Auch hier gilt, wie erwähnt, dass die Altersgruppen nur ein grober Anhaltspunkt sein können und man sich deshalb stets am Körpergewicht des Kindes orientieren sollte.
ECE-Gruppeneinteilung nach Gewicht und Alter
ECE-Gruppe
Körpergewicht
Alter
Gruppe 0
bis 10 kg
0 bis ca. 15 Monate
Gruppe 0+
bis 13 kg
0 bis ca. 18 Monate
Gruppe I
9 bis 18 kg
ca. 8 Monate bis 4 Jahre
Gruppe II
15 bis 25 kg
ca. 3,5 bis 7 Jahre
Gruppe III
22 bis 36 kg
ca. 6 bis 12 Jahre
In der ECE-Regelung werden die Kindersitze außerdem in Kategorien eingeteilt, die den möglichen Einsatz der Kindersitze in verschiedenen Fahrzeugen regeln:
ECE-Einteilung nach Kategorien und Verwendungszweck
Kategorie
Verwendung
Universal
Verwendung in allen Fahrzeugen auf Vorder- und Rücksitzen, welche laut Bedienungsanleitung zur Verwendung von Universal-Kindersitzen geeignet sind, Befestigung nur mit Sicherheitsgurt oder mit ISOFIX und Top Tether.
Semi-universal
Verwendung nur in bestimmten, speziell zugelassenen Fahrzeugen. Neben ISOFIX zusätzliche Befestigung über Stützfuß oder andere rotationsreduzierende Befestigungselemente.
Fahrzeugspezifisch
Verwendung nur in bestimmten, speziell zugelassenen Fahrzeugen. Befestigung des Sitzes nach Herstellerangaben.
Auf dem orangen ECE-Zulassungsschild, das an jedem Kindersitz angebracht sein muss, sind alle Angaben für eine mögliche Verwendung aufgeführt. Neben Kategorie und Gewichtsklasse gehören dazu noch das Zulassungsland und die Genehmigungsnummer. Der in einem Kreis eingefasste Buchstabe „E“ garantiert die Erfüllung der geltenden gesetzlichen ECE-Regelungen; die Zahl hinter dem „E“ bezeichnet das Land, in dem der Kindersitz zugelassen wurde.
In Deutschland dürfen nur noch ECE 44/04 zugelassene Kinderrückhalte-systeme verkauft werden. Kindersitze mit der Zulassung ECE 44/03 dürfen aber noch benutzt werden.
Auch im Ausland strenge Vorschriften in puncto Kindersicherheit
In den europäischen Nachbarstaaten gelten für die Mitnahme von Kindern ähnliche Vorschriften wie in Deutschland. Seit dem 1. April 2010 ist auch in der Schweiz ein Kindersitz für Kinder unter 12 Jahren und bis zu einer Größe von 150 cm Pflicht. Je nach Gewicht muss das Kind in einer Babyschale, auf einem Kindersitz oder einem speziellen Sitzpolster sitzen. In Österreich müssen alle Kinder, die kleiner als 150 cm und jünger als 14 Jahre sind, mit einem Kinderrückhaltesystem oder einer Kindersitzerhöhung gesichert sein. Kinder, die vor ihrem 14. Geburtstag eine Körpergröße von 150 cm erreichen, müssen nur mit einem entsprechenden Sicherheitsgurt gesichert werden.
Zudem gilt in Österreich seit dem 1. Januar 2001 ein so genanntes Feilbietungsverbot für Autokindersitze, die nicht mindestens die Sicherheitsnorm ECE 44 in der Version 03 (ECE 44/03) erfüllen. (Auch privaten) Verkäufern von Kindersitzen, die nicht den Sicherheitsstandards genügen, droht eine empfindliche Geldstrafe.
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