Pressemappe: Die Geschichte der Brennstoffzellen-Entwicklung bei Mercedes-Benz
Stuttgart
25.06.2007
Der Weg führt weiter in Richtung Zukunft
Die Tokyo Motor Show im Oktober 2005 ist Schauplatz einer Technologie-Premiere: Mercedes-Benz präsentiert das Forschungsfahrzeug F 600 HYGENIUS. Diesmal ist das Unternehmen einen wichtigen Schritt voran gegangen: Nicht nur wurde der Brennstoffzellenantrieb weiter entwickelt – er steckt in einem eigens konzipierten Fahrzeug, also nicht mehr in einer Karosserie aus der Großserie. „Damit machen wir einen großen Schritt auf dem Weg zur Marktreife des Brennstoffzellen-Antriebs, die wir zwischen 2012 und 2015 erreichen wollen“, sagt Dr. Thomas Weber. Der F 600 HYGENIUS ist Signal.
Die Ingenieure haben die Brennstoffzelle um rund 40 Prozent verkleinert, sie arbeitet aber dennoch effizienter als bisher und zeichnet sich durch ein gutes Kaltstartverhalten aus. Erreicht wird dies mit neu konzipierten Brennstoffzellen-Stacks, einem elektrischen Turbolader und einem neuen Be- und Entfeuchtungssystem. Bei einer Spitzenleistung von 86 kW erreicht der F 600 HYGENIUS ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmeter. Die Dauerleistung des Brennstoffzellenantriebs beträgt 60 kW bei einem Drehmoment von 250 Newtonmeter. Die nicht benötigte Energie wird in einer Lithium-Ionen-Batterie gespeichert. Der Verbrauch entspricht einem Energie-Äquivalent von 2,9 Liter Dieselkraftstoff pro 100 Kilometer. Der F 600 HYGENIUS dient bei Bedarf auch als mobiles Kraftwerk: Die elektrische Leistung von 66 kW reicht aus, um mehrere Einfamilienhäuser mit Strom zu versorgen.
Wichtige Erfahrungen auf dem Weg zur Serienreife
Im Mai 2006 durchbricht die Erprobungsflotte der mehr als 100 Brennstoffzellen-Fahrzeuge die Marke von zwei Millionen gefahrenen Kilometern. Dabei hat sich die Laufleistung der 60 A-Klassen F-Cell unter verschiedensten Einsatzbedingungen auf mehr als 705 000 Kilometer in 21 600 Betriebsstunden summiert. Die Busflotte mit 36 Fahrzeugen kommt auf 1,25 Millionen Kilometer und knapp 86 000 Betriebsstunden, und die Brennstoffzellen-Sprinter liegen bei 58 000 gefahrenen Kilometern mit fast 2 200 Betriebstunden. „Die weltweite Flottenerprobung läuft auf vollen Touren und liefert mit zwei Millionen gefahrene Kilometer wertvolle Ergebnisse und Erkenntnisse für die weitere Entwicklung des emissionsfreien Brennstoffzellenantriebs“, kommentiert Prof. Dr. Herbert Kohler, Leiter Konzernforschung und Vorentwicklung Fahrzeugaufbau und Antrieb und Umweltbevollmächtigter des Konzerns.
Rettungsfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb
Das erste Feuerwehrauto mit Brennstoffzellenantrieb geht im Januar 2007 in den täglichen Betrieb: DaimlerChrysler übergibt eine Mercedes-Benz A-Klasse F-Cell an die Feuerwehr von Sacramento/Kalifornien, wo sie als Kontrollfahrzeug eingesetzt wird. Kurz zuvor hatte DaimlerChrysler bereits der Polizei der Wayne State University in Michigan ein brennstoffzellenbetriebenes Dienstfahrzeug zur Verfügung gestellt. Diese beiden Autos sind damit die ersten Rettungsfahrzeuge der Welt, die mit der zukunftsweisenden Brennstoffzellentechnologie betrieben werden.
Automotive Fuel Cell Cooperation
Im November 2007 überführt Ballard Power Systems seine Automobilsparte in die neugegründete Gesellschaft „Automotive Fuel Cell Cooperation“, deren Mehrheitseigner die Daimler AG ist, sie hält 50,1 Prozent. Ford hält weitere 30 Prozent, Ballard als Finanzinvestor die übrigen 19,9 Prozent. Im Gegenzug gibt Daimler den Gesamtanteil an Ballard zurück. Alle drei Unternehmen möchten in der Automotive Fuel Cell Cooperation die führende Rolle auf dem Gebiet des Fahrzeug-Brennstoffzellenantriebs ausbauen und die Serienfertigung des Brennstoffzellenautos vorbereiten. Ballard Power Systems konzentriert sich künftig auf die Vermarktung stationärer Brennstoffzellen-Anwendungen.
Seit den ersten Anfängen hat die Daimler AG fast eine Milliarde Euro in die Forschung und Entwicklung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen investiert. Kein anderer Hersteller kann aus inzwischen rund drei Millionen emissionsfrei zurückgelegten Kilometern mehr Daten und Erfahrungen sammeln. Damit kommt das Unternehmen dem Ziel einer möglichen Serienproduktion von Fahrzeugen mit Brennstoffzellen-Antrieb immer näher. Wann die Brennstoffzelle in die Serienfertigung gelangen wird? Das steht noch nicht fest, aber jedes Forschungsfahrzeug der Daimler AG Entwicklung auf diesem Gebiet ist ein Schritt in diese Richtung.
Ihr Presse-Kontakt
N.
N.
Redaktion & Themenmanagement Mercedes-Benz Classic
Tel.: +49 711 17-49049
Fax: +49 711 1790-97310
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