Thomas Built Buses: Einer der größten Hersteller von Schulbussen in Amerika
Stuttgart
11.07.2007
In Freightliner findet Thomas Built Buses den Wunschpartner
Im Oktober 1998 übernahm Freightliner, selbst seit 1981 Teil des DaimlerChrysler Konzerns, den Schulbushersteller. Zu diesem Zeitpunkt war ein neues Werk in High Point, in dem der aktuelle Minotour hergestellt wird, beinahe fertig gestellt. Als Bestandteil eines weltweit operierenden Konzerns boten sich für Thomas Built Buses neue Perspektiven. Es galt nun allerdings, sich gänzlich auf die Kernkompetenzen des Schulbusherstellers zu konzentrieren. Das Werk im kanadischen Bundesstaat Ontario, wo mit Orion ein weiterer, mittlerweile ebenfalls zu DaimlerChrysler gehöriger Bushersteller arbeitete, schloss Ende 2001 seine Pforten. Stattdessen kündigte Thomas an, in High Point abermals eine neue, hochmoderne Produktionsanlage aufzubauen, in der ausschließlich das neueste Modell Saf-T-Liner C2 gefertigt werden sollte.
Unterdessen gründete sich 1999 ein Joint-Venture-Unternehmen aus Thomas Built Buses und dem britischen, damals zur Mayflower-Gruppe gehörigen Hersteller Dennis mit dem Ziel, einen Niederflur-Linienbus für den amerikanischen Markt zu entwickeln. Das Modell für den ersten Thomas-Niederflurbus SLF bot der Dennis Dart. Später entstanden weitere Varianten, die seit 2003 unter dem Markennamen Orion von DaimlerChrysler Commercial Buses North America (DCCBNA) mit Sitz in Greensboro, North Carolina, vertrieben werden. Damals begann Setra mit der TopClass erneut auf den amerikanischen Markt vorzustoßen. DaimlerChrysler übernahm alle Anteile von Dennis, um unter dem Dach der DCCBNA alle Reise- und Linienbusaktivitäten der Marken Dodge, Orion und Setra zu koordinieren. Linienbusse gehören seitdem nicht mehr zum Metier der Marke Thomas.
Konzentration auf die Kernkompetenz: Schulbusse mit neuester Technik
Heute steht Thomas Built Buses somit wieder ausschließlich für moderne, zuverlässige und sichere Schulbusse aus High Point, North Carolina. Im November 2003 stellt Thomas den neuen Saf-T-Liner C2 vor, der seit August 2004 in dem neuen, ISO 14001-zertifizierten Werk in High Point vom Band läuft. 39,7 Millionen Dollar hat das Unternehmen in die Anlage investiert, die zunächst auf 22 Einheiten pro Tag ausgelegt ist, erweiterbar auf das Doppelte. Eine 1,2 Kilometer lange, automatisierte Förderanlage führt den Bus über 75 Stationen von der Montagelinie über die Roboter-betriebene Lackiererei bis zur abschließenden Finishstraße. Neueste Technologien kommen in der Kombination von Klebe- und selbstbohrenden Nietenverbindungen zum Einsatz.
Schon rein äußerlich unterscheidet sich der Saf-T-Liner C2 von früheren Schulbussen. Eine sehr große, ungeteilte Frontscheibe (viele Lkw in den USA haben heute noch geteilte Scheiben) und eine steil abfallende, stark gerundete Motorhaube sorgen für beste Sichtverhältnisse. Ein Lenkradeinschlag von bis zu 55 Grad und ein moderner, übersichtlicher Fahrerarbeitsplatz mit spiegelfreien Armaturen und reichlich Ablagemöglichkeiten erleichtern die Arbeit des Fahrers. Die kombinierte Niet- und Klebeverbindung hat sich in Tests als doppelt so haltbar erwiesen wie eine reine Nietenverbindung. On-Board-Diagnose hilft bei Wartung und Reparatur.
Niedrige Emissionswerte, die der US-Norm EPA 2004 entsprechen, und ein hohes Drehmoment kennzeichnen den sparsamen MBE 906-Motor von Mercedes-Benz, der bis zu 250 PS leistet. Wahlweise ist der Saf-T-Liner C2 auch mit einer Cummins ISB Maschine lieferbar. Neben dem Saf-T-Liner C2, der auf einem Freightliner-Chassis aufgebaut ist, und dem Minotour bietet Thomas weiterhin einen älteren Hauber auf FS-65-Chassis (für den der letzte Auftrag im Mai 2006 entgegengenommen wurde und dessen Produktion Ende Oktober 2006 eingestellt wurde) und den modernen Frontlenker Saf-T-Liner HDX, der seit 2002 die älteren Modelle Saf-T-Liner ER und HD ersetzt. Er ist ebenfalls mit dem Mercedes-Benz Motor MBE 906 in einer Leistung bis zu 280 PS, einem maximal 300 PS starken Caterpillar-Diesel oder einem Erdgasmotor von John Deere erhältlich.
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