UITP-Kongress
Stuttgart/Wien
07.06.2009
Bus Rapid Transit Solution: Lösungen für den Stadtverkehr von heute und morgen
  • BRT: Schnelle und reibungslose Beförderung
  • Großes Plus: Kostengünstig, schnell und flexibel umgesetzt
  • BRT-Expertenteam von Daimler Buses weltweit im Einsatz
  • BRT-spezifischer Aftersales von Daimler Buses
  • BRT-Beispiel BusWay in Nantes/Frankreich
  • BRT-Beispiel Metrobüs in Istanbul/Türkei
Die Herausforderungen ähneln sich in vielen Städten auf der Welt: Ein wachsender Mobilitätsbedarf führt zu Verkehrskollaps und erhöhter Umweltbelastung. Die Antwort heißt Bus Rapid Transit (BRT): flexible Omnibus-Verkehrssysteme. Ob Nantes/Frankreich, Istanbul/Türkei, Bogota/Kolumbien oder Mexiko Stadt/Mexiko, die Städte haben eines gemeinsam: Hier operieren BRT-Systeme bereits erfolgreich mit Omnibussen von Mercedes-Benz. In Brasilia/Brasilien, Cancun/Mexiko und den künftigen Städten der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika (u. a. Johannes­burg, Kapstadt und Pretoria) ist Daimler Buses projektbegleitend in die Umsetzung solcher Systeme eingebunden.
BRT: Schnelle und reibungslose Beförderung
BRT-Systeme bestehen aus einer oder mehreren Hauptachsen, auf der Großraum-Omnibusse in hoher Taktfrequenz verkehren und die durch mehrere Zubringer­linien gespeist werden. Vom Individualverkehr abgetrennte Omnibus-Fahrspuren sowie bequemes und sicheres Einsteigen an Plattform-Haltestellen gewährleisten eine schnelle und reibungslose Beförderung. Je nach Bedarf können Omnibusse unterschiedlicher Kapazität in der notwendigen Taktfrequenz eingesetzt werden. Fahrkartenverkauf und Zugangskontrolle außerhalb des Fahrzeugs minimieren die Abfertigungszeiten. Ein intelligentes rechnergesteuertes Verkehrsmanagement, zum Beispiel durch Vorrangschaltung an Ampeln, macht eine Verkehrssteuerung in Echtzeit sowie eine hohe Beförderungsgeschwindigkeit möglich.
Bus Rapid Transit hat seine Wurzeln in Lateinamerika und findet heute weltweit Anerkennung. Bedeutete BRT in Lateinamerika zunächst eine Chance, dass intelligente Verkehrssysteme mit dem rapiden Wachstum der Bevölkerung mit­halten, so steht in den Industrienationen der Beitrag zum Umweltschutz durch Reduzierung des Individualverkehrs im Vordergrund.
Großes Plus: Kostengünstig, schnell und flexibel umgesetzt
Wie bei Schienensystemen können mit BRT mehr Menschen schnell und bequem innerstädtische Strecken zurücklegen. Dabei sind BRT-Systeme schneller und kostengünstiger als Bahnsysteme umzusetzen und flexibler in ihrer Weiterent­wicklung. Eine weitere Stärke von BRT ist die individuelle Anwendbarkeit auf jede Stadt sowie die leichte Anpassungsfähigkeit an örtliche Gegebenheiten, da vorhan­de­ne Transportmittel in neue BRT-Systeme integriert werden.
BRT-Expertenteam von Daimler Buses weltweit im Einsatz
Daimler Buses bietet mit seinem BRT-Expertenteam Unterstützung bei Planung, Einführung oder Weiterentwicklung maßgeschneiderter Konzepte für lokale BRT-Systeme. Die Gruppe setzt sich aus Spezialisten der Verkehrs­-, Stadt- und Regionalplanung zusammen. Sie sind weltweit im Einsatz.
Die BRT-Spezialisten stehen örtlichen und regionalen Verkehrsplanern mit ihrem Wissen zur Verfügung. Sie haben dabei nicht nur den Omnibus im Blick: Bestehen­de und neue Verkehrsträger müssen sich vor Ort zu einem funktionierenden ver­netzten Verkehrssystem ergänzen. Die Planer mit Stern blicken auf große Erfahrung zurück: Mercedes-Benz beteiligte sich bereits vor rund 25 Jahren an der Konzeption und Umsetzung eines BRT-Systems in Adelaide/Australien. Seitdem unterstützen die Experten weltweit unterschiedlichste Verkehrssysteme. Städte und Verkehrsbetriebe profitieren deshalb bei der Planung individueller Systeme von den Erfahrungen bereits bestehender Anlagen.
Umfassende Analyse und Planung
Möchte eine Stadt ein BRT-System realisieren, sind eine detaillierte Analyse und ein umfassender Planungsprozess notwendig. Berücksichtigt werden dabei recht­liche Vorgaben, Stadtplanung, demografische Strukturen und die Ansprüche von Passagieren, Städten und Betreibern. Zudem ist ein politischer Entscheidungs­träger notwendig, damit das Projekt umgesetzt werden kann. Die Experten von Daimler Buses beraten und begleiten den Kunden bei Entscheidungsfindung und Planung als neutrale Instanz. Die Detailanalyse, Verkehrs- und Netzplanung übernehmen externe Verkehrsplanungsgesellschaften.
Bei der Implementierung helfen die Experten der Stadt bei der Wahl und Beschaffung der am besten geeigneten Fahrzeuge, die das Rückgrat des BRT-Systems bilden. Mercedes-Benz bietet mit seinem Produktangebot als Weltmarkt­führer das breiteste Programm hinsichtlich Kapazität, Einstieghöhen und Antrieb der Busse und somit das passende Fahrzeugkonzept sowohl für die Hauptstrecken als auch die Zubringerrouten. Das Leistungsspektrum umfasst ebenfalls Finan­zierungs­modelle für die Fahrzeuge sowie Lösungen für Service und After-Sales.
BRT-spezifischer Aftersales von Daimler Buses
BRT zeichnen sich durch ihre hohe Transportkapazität und den wirtschaftlichen Einsatz der Fahrzeuge aus. Eine enge Taktung der Fahrten, ausgeprägte Lauf­leistungen sowie hohe Passagierzahlen belasten die Fahrzeuge stark. Durch den BRT-spezifischen Aftersales-Support wie er von Omniplus - der Servicemarke von Daimler Buses - angeboten wird, wird die Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge sichergestellt. Die Experten sind mit den speziellen Anforderungen und Abläufen bestens vertraut und stellen ihr Wissen den Betreibern bei Themen wie Werkstattplanung, Prozessoptimierung sowie dem Training zur Verfügung. Dabei wird besonders auf eine zuverlässige Ersatzteilversorgung, individuelle Planungssicherheit und Wirtschaftlichkeit geachtet.
BRT-Beispiel BusWay in Nantes/Frankreich
Beispiel für ein sehr erfolgreiches BRT-System ist die französische Stadt Nantes. Ein unattraktives ÖPNV-Angebot führte zu regelmäßigen Staus der Einfallstraßen ins Stadtzentrum der 600 000-Einwohner-Metropole. Das Ergebnis heißt seit Herbst 2006 BusWay: Eine zunächst geplante Straßenbahn­lösung wäre über Jahre unren­tabel gewesen, deshalb entschied man sich für BRT. Die auf einer eigens geschaffe­nen Trasse operierenden Omnibusse erreichen in Stoßzeiten um 50 % kürzere Fahrt­zeiten gegenüber dem Pkw.
Die Folge ist eine signifikante Erhöhung des Fahrgastaufkommens, parallel dazu eine Reduzierung des Pkw-Verkehrs und eine geringere Umweltbelastung. Heute nutzen täglich etwa 26 500 Fahrgäste die Linie 4 mit 20 BusWay-Linienbussen auf der Basis des Mercedes-Benz Citaro G mit Erdgasantrieb. Die Busse verbinden die 15 Stationen der sieben Kilometer langen Linie in weniger als 20 Minuten mit­einander. In Spitzenzeiten fahren sie in einem Drei-Minuten-Takt.
Die Busse verfügen über ein individuelles, besonders attraktives Design mit einer Verkleidung über den Dachrand hinaus, doppelt verglasten Seitenscheiben und verkleideten Radläufen an den beiden hinteren Achsen. Spots auf Diodenbasis trennen den Fahrgastraum farblich in zwei Bereiche. Deckenfluter an Fenster­säulen, Haltestangen aus geschliffenem Edelstahl, dunkelblaue Sitze und ein Überwachungssystem mit Kameras prägen den Fahrgastraum. Der Fahrer ist in seiner abgeschlossenen Loge von den Passagieren separiert.
BRT-Beispiel Metrobüs in Istanbul/Türkei
Nicht weniger anspruchsvoll war die Umsetzung eines BRT-Systems in Istanbul/
Türkei, realisiert in nur zwei Jahren. Der „Metrobüs“ befährt eine 40,6 Kilometer lange Linie auf einer eigenen Trasse. In Spitzenzeiten verkehren die Busse hier in einem engen Abstand von weniger als einer halben Minute. Dies führt zu Fahrgast­zahlen von etwa 750 000 Passagieren am Tag, Ziel ist eine Beförderungskapazität von 1 Million Fahrgästen pro Tag. Basis für dieses BRT-System ist der Großraum­bus Mercedes-Benz CapaCity. Er ermöglicht nicht nur eine hohe Beförderungs­kapazität, sondern erreicht auch eine außerordentlich hohe Durchschnitts­geschwindigkeit von 40 km/h.
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