„e-mobility Baden-Württemberg“ startet: Daimler und EnBW Vorreiter für emissionsfreie Mobilität
Stuttgart/Karlsruhe
18.06.2010
  • Baden-Württemberg als Geburtsland des Automobils treibt Elektromobilität voran
  • Daimler AG und EnBW Energie Baden-Württemberg AG initiieren ein
    Geschäftsmodell für den Einsatz von voll alltagstauglichen Elektrofahrzeugen in Verbindung mit einem ganzheitlichen Energieversorgungskonzept
  • Integrierter deutsch-französischer Flottenversuch für grenzüberschreitenden Betrieb von Elektrofahrzeugen
Stuttgart/Karlsruhe, 18.06.2010 – Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG und die Daimler AG starten heute die gemeinsame Initiative „e-mobility Baden-Württemberg“. Ziel ist es, das Geburtsland des Automobils innerhalb der nächsten zwei Jahre zur
Vorbildregion für lokal emissionsfreie Elektromobilität zu machen. Damit bekennen sich Daimler und EnBW klar zu ihrem Heimatstandort: „e-mobility Baden-Württemberg“ wird dazu beitragen, die Region und deren Erfolg nachhaltig zu stärken. Startpunkt der Initiative ist die Landeshauptstadt Stuttgart, ein weiterer regionaler Schwerpunkt wird Karlsruhe sein.
Mit ihrer strategischen Partnerschaft setzen Daimler und EnBW neue Maßstäbe. Die EnBW bringt als Kompetenzträger tiefgreifendes Know-how der Energielogistik für die Entwicklung intelligenter und kundenfreundlicher Batterielademodelle sowie in der Netzführung und -steuerung ein und sorgt für entsprechend vielseitige Energieträger – geplant ist eine intelligente Stromlade- und Wasserstoffinfrastruktur. In Ergänzung zu bereits laufenden „e-mobility Projekten“ ist die neue Initiative bewusst auf Vielfalt
ausgerichtet. Rund 200 Fahrzeuge der Marken smart und Mercedes-Benz, die je nach Modell mit einem batterieelektrischem Antrieb oder einem Brennstoffzellenantrieb ausgerüstet sind, wird Daimler im Rahmen von „e-mobility Baden-Württemberg“
einsetzen. Mittelfristig plant Daimler sein gesamtes Produktportfolio an emissionsfreien Elektrofahrzeugen in die strategische Partnerschaft einzubringen: vom smart fortwo electric drive über die B-Klasse F-CELL bis hin zur A-Klasse E-CELL.
Mit dem ersten Serien-Elektro-Lieferwagen, dem Vito E-CELL und dem Citaro
FuelCELL-Hybrid Bus liefert der Erfinder des Automobils den Beleg dafür, dass Elektromobilität in allen wesentlichen Mobilitätsbereichen darstellbar ist – im
Individualverkehr genauso wie im Liefer- und öffentlichen Nahverkehr. Die EnBW sieht vor, bis Ende 2011 in Baden-Württemberg über 700 Ladepunkte und zwei bis drei Wasserstoff-Tankstellen aufzubauen. Ihre öffentlichen Ladestationen versorgt die EnBW mit Strom aus 100 Prozent Wasserkraft.
Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars: „Alle eingesetzten Elektro-Autos haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind voll alltagstauglich und fahren mit null Emissionen. Das zeigt: Technologisch gesehen ist elektrisches Fahren schon heute machbar. Jetzt müssen wir das Elektro-Auto für den Kunden bezahlbar machen und den Aufbau der Infrastruktur anpacken – und das geht nur im Schulterschluss von Politik und Unternehmen. Das Gesamtpaket muss stimmen – nur dann hat die Elektro-Mobilität eine Chance.“
Hans-Peter Villis, Vorstandsvorsitzender der EnBW Energie Baden-Württemberg AG: „Brennstoffzellen und batterieelektrische Fahrzeuge markieren bereits heute den
Übergang von fossil geprägten Kraftstoffen hin zu Antrieben aus Erneuerbaren Energien. Die Elektromobilität verbindet somit Klimaschutz und Mobilität sinnvoll
miteinander. Der Sprung von der technologischen Umsetzbarkeit zur Marktakzeptanz wird jedoch nur gelingen, wenn das Angebot an Elektrofahrzeugen Hand in Hand geht mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur. Im Zusammenspiel mit einer solchen intelligent vernetzten Ladeinfrastruktur kann sich das Elektromobil auch über seine Rolle als
Mobilitätsträger hinaus zum flexibel einsetzbaren mobilen Elektrospeicher entwickeln.“
Elektromobilität als Chance für Baden-Württemberg
Individuelle Mobilität ist die Grundlage für Wachstum und Wohlstand. Entsprechend wird sich Elektromobilität künftig auch auf die wirtschaftliche Entwicklung eines Standorts auswirken.„Um den Automobilstandort Baden-Württemberg langfristig zu stärken, gilt es jetzt, die bisherigen Aktivitäten bei Entwicklung und Anwendung neuer Antriebe noch stärker zu bündeln und intensiv voranzutreiben. Nur so können die Wertschöpfung und die Arbeitsplätze im Land nachhaltig gesichert werden“, unterstrich Ministerpräsident Stefan Mappus.
Er begrüße die gemeinsame Initiative „e-mobility Baden-Württemberg“ von Daimler und EnBW ausdrücklich als klares Bekenntnis der Wirtschaft zur Elektromobilität und hervorragende Ergänzung der Ende 2009 gestarteten Landesinitiative Elektromobilität. „Die Landesregierung will die Entwicklung alternativer Antriebskonzepte vorantreiben und wird deshalb in den Jahren 2010 bis 2014 insgesamt 28,5 Millionen Euro gezielt in entsprechende Struktur- und Projektmaßnahmen investieren. Mit der gemeinsamen Initiative von Daimler und EnBW erhöhen wir unsere Chancen, erneut Maßstäbe im weltweiten Wettbewerb zu setzen.“
Zwei Pioniere treiben Elektromobilität voran
Voraussetzung für eine breite Kundenakzeptanz und eine zügige Verbreitung der Elektromobilität mit Batterie oder Brennstoffzelle, ist neben uneingeschränkter Alltagstauglichkeit der Produkte insbesondere auch eine leistungsfähige, möglichst flächendeckende Infrastruktur aus Stromladestationen und Wasserstofftankstellen. Daimler und EnBW engagieren sich bereits seit vielen Jahren, zum Teil seit längerem auch gemeinsam, in unterschiedlichsten Projekten zur Förderung von Elektromobilität. Aufgrund der umfassenden Erfahrung in ihren jeweiligen Bereichen ergänzen sich die
beiden Unternehmen ideal. Die gesammelten Erfahrungen und Kompetenzen werden jetzt in der gemeinsamen Initiative „e-mobility Baden-Württemberg“ gebündelt, um das Land zum Vorreiter für Elektromobilität mit Brennstoffzelle und Batterie zu machen.
“e-mobility Baden-Württemberg“ – Initiative für eine emissionsfreie Zukunft
Die zahlreichen Aktivitäten im Rahmen der strategischen Partnerschaft spiegeln sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette wider. Um wirtschaftlich tragfähige und standardisierte Lösungen zu entwickeln, müssen alle relevanten Parteien eingebunden werden: Automobil- und Zulieferindustrie, Energieversorger, Wissenschaft sowie Forschung und Politik.
Im Rahmen von „e-mobility Baden-Württemberg“ werden Daimler und EnBW
gemeinsam an weiteren innovativen Lösungen für Energielogistik und Lademanagement batteriebetriebener Elektroautos arbeiten. Im Mittelpunkt steht dabei ein neuartiges bidirektionales Ladesystem: Es ermöglicht nicht nur das Laden des
batterieelektrischen Fahrzeugs an der Ladestation, sondern auch eine Rückspeisung der elektrischen Energie vom Fahrzeug in das Stromnetz. Durch ein flexibles Management von Nachfrage und Angebot kann eine optimierte Auslastung des Stromnetzes ermöglicht werden - bei geringst möglichen CO2-Emissionen. Es ist angedacht, in einem gemeinsamen Pilotprojekt Anfang 2011 erste Geschäftsmodelle hierfür zu entwickeln und zu testen.
Daimler und EnBW treiben Elektromobilität auch über Landesgrenzen hinweg voran
Um Elektromobilität auch auf grenzüberschreitender Ebene voranzutreiben, planen Daimler und EnBW gemeinsam mit anderen Industriepartnern den ersten deutsch-französischen Flottenversuch für Elektromobilität.
Hier wird Daimler 25 smart fortwo electric drive zum Einsatz bringen. Die EnBW wird dort für eine entsprechende Infrastruktur sorgen. Einen wichtigen Meilenstein auf diesem Weg zu grenzüberschreitender Elektromobilität hat der gemeinsam von
deutschen Automobilherstellern, Zulieferern und Energieversorgern entwickelte Ladestecker markiert, der europaweit als Standard etabliert werden soll. Jetzt arbeiten die Partner gemeinsam an der Standardisierung der Kommunikationsschnittstelle
zwischen Fahrzeug und Ladeinfrastruktur. Dazu wird das bereits vorhandene Kommunikationsprotokoll gemeinsam weiterentwickelt und auch Dritten – im Sinne des Open Source Gedankens – zum Design eigener Produkte kostenfrei im Internet zur Verfügung gestellt. Eine grenzüberschreitende Standardisierung ist eine entscheidende Voraussetzung für die Errichtung einer reibungslos funktionierenden, kostengünstigen und kundenfreundlichen Elektromobilität und damit letztlich auch für eine breite Kundenakzeptanz.
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