Pressemappe: Eine Klasse für sich: Die Mercedes-Benz A-Klasse
Stuttgart
28.09.2007
Die erste Generation der A-Klasse (Baureihe 168)
  • Mehr als 1,1 Millionen Fahrzeuge von 1997 bis 2004
  • Der kleine Mercedes-Benz etabliert sich fest im Markt
  • Langer und kurzer Radstand sowie zahlreiche Motorvarianten
Die beiden Modelle A 140 und A 160 mit Ottomotor sind im Oktober 1997 die ersten Varianten der A-Klasse, die in den Markt eingeführt werden. Der A 140 hat einen Motor mit 1397 Kubikzentimeter Hubraum, aus denen er 82 PS (60 kW) schöpft, der A 160 leistet aus 1598 Kubikzentimeter Hubraum 102 PS (75 kW). Die Spitzengeschwindigkeit beträgt 170 km/h und 182 km/h.
In der Modellreihe sind mehr als 20 technische Innovationen verwirklicht, die es in dieser Fahrzeugkategorie bislang nicht gab. Das einzigartige Sandwich-Konzept für die Karosserie ist voll umgesetzt worden: Motor, Getriebe und Achsen sind vor und unter der Fahrgastzelle untergebracht. Das hat viele Vorteile. Bei einem Frontalcrash taucht die Antriebseinheit unter den Passagierraum der A-Klasse. Das Modell erreicht das Sicherheitsniveau größerer Mercedes-Benz Limousinen auf einer Fahrzeuglänge von nur 3,57 Meter (50 Zentimeter kürzer als vergleichbare Mitbewerber) und bei einem Gewicht von nur 1000 Kilogramm.
Dank des Sandwich-Prinzips erreicht die A-Klasse auch im Raumkomfort das Niveau einer Mittelklasse-Limousine. Die innovative Fondsitzanlage und der auf Wunsch demontierbare Beifahrersitz bieten die Variabilität eines Mini-Vans. Insgesamt sind 72 verschiedene Sitz-Variationen realisierbar, und die A-Klasse erreicht hinsichtlich des Ladevolumens den Wert großer Kombimodelle: Je nach Position der Fondsitze 390 bis 1340 Liter, bei ausgebautem Beifahrersitz sogar 1740 Liter. Der ebene Boden, die große Heckklappe und die niedrige Ladekante erleichtern das Beladen des Kofferraums.
Die stabile Bodenanlage aus einem Verbund geradliniger Längs- und Querträger ist ein integraler Bestandteil des innovativen Sicherheits-Konzepts. Am vorderen Ende der Längsträger befindet sich ein neuartiges Frontmodul aus Aluminium mit zwei seitlichen Crashboxen. Diese sind durch Schrauben mit den Längsträgern verbunden und lassen sich nach einem Unfall schnell und relativ preisgünstig austauschen. Für die vorderen Kotflügel wird, erstmals in der Großserie bei Mercedes-Benz, Kunststoff verwendet, der nach einer leichten Kollision wieder seine ursprüngliche Form annimmt, ohne dass Reparatur- oder Lackierungsarbeiten erforderlich werden. Die Heckklappe besteht zur Gewichtseinsparung ebenfalls aus Kunststoff. Die reparaturfreundliche Konstruktion der A-Klasse reduziert nicht nur die Instandsetzungskosten nach einem Unfall, sondern hat außerdem eine niedrige Einstufung in der Kaskoversicherung zur Folge.
Hinsichtlich der passiven Sicherheit erreicht die Modellreihe praktisch das Niveau der vorbildlichen Mercedes-Benz E-Klasse. Dazu tragen neben dem Sandwich-Prinzip auch die serienmäßig eingebauten Rückhaltesysteme bei, die speziell an das Konzept der A-Klasse mit ihren kurzen Deformationswegen angepasst sind. Sie umfassen Fullsize-Airbags für Fahrer und Beifahrer, Automatikgurte, die an den Vordersitzen und äußeren Fondsitzplätzen mit Gurtstraffern versehen sind, sowie Gurtkraftbegrenzer an den Vordersitzen.
Intelligente Lösungen für die A-Klasse
Bei der Entwicklung der Antriebseinheit haben die Mercedes-Benz Ingenieure neue Wege gefunden. Denn Motor und Getriebe der A-Klasse stellen wie bei keinem anderen Automobil elementare Bestandteile des Raum- und Sicherheitskonzepts dar. Nicht nur die angestrebte Hubraumklasse, sondern auch die Abmessungen und die Einbaulage der Motoren haben den traditionellen Griff in den Baukasten unmöglich gemacht und Neukonstruktionen erfordert. Das Ergebnis ist eine vollkommen neue Generation von Vierzylindertriebwerken mit Leichtmetall-Block: zwei Benziner, die der Baureihe M 166 angehören, und zwei Turbodiesel der Baureihe OM 668. Alle vier Aggregate sind durch konsequente Gewichtseinsparung mehr als 25 Prozent leichter ausgefallen als andere Vierzylinder ihrer Hubraumklasse. Im Fahrzeug ist die Antriebseinheit unmittelbar unter dem Pedalboden in Schräglage quer eingebaut. Die dem Fahrgastraumboden zugewandte Oberseite des Antriebsblocks ist als Gleitfläche ausgebildet, sodass die Motor-Getriebe-Kombination bei einem Frontalaufprall am Pedalboden entlang nach unten weggleiten kann.
Das neuartige Aktive Service System ASSYST, das die Ölqualität im Motor kontinuierlich analysiert, ermöglicht bei allen A-Klasse Motoren bedarfsgerechte Wartungsintervalle, die den tatsächlichen Einsatzbedingungen entsprechen und sich dadurch auf bis zu 40 000 Kilometer verlängern. Die Produktion der innovativen Vierzylinder-Aggregate erfolgt im Werk Untertürkheim, wo bereits seit 1904 Pkw-Motoren gefertigt werden.
Auch das Fahrwerk der A-Klasse ist eine völlige Neuentwicklung: Bestehende Konstruktionen können von den Konstrukteuren nicht übernommen werden, da sie sich mit dem innovativen Raumkonzept nicht vereinbaren lassen. Vorn wird daher nun ein modifiziertes McPherson-System mit Schraubenfedern, Zweirohr-Gasdruckstoßdämpfern und Drehstab-Stabilisator verwendet. Die Achskomponenten sind zusammen mit dem Zahnstangen-Lenkgetriebe und der Motor-Getriebe-Einheit auf einem Integralträger montiert, der an acht Punkten mit der Karosserie verschraubt ist. Hinten kommt eine Längslenker-Achse mit Schraubenfedern, Einrohr-Gasdruckstoßdämpfern und Drehstab-Stabilisator zum Einsatz. Diese Achskonstruktion lässt sich unterhalb des Ladebodens anordnen, ohne dass das Platzangebot im Innenraum beeinträchtigt wird. Stoßdämpfer und Federn liegen in einem sonst nicht nutzbaren Raum schräg vor der Radmitte.
Drei Ausstattungslines
Die Ausstattung der A-Klasse folgt dem bewährten Konzept verschiedener Design- und Ausstattungslines. Zur Auswahl stehen 1997 die drei Varianten „Classic“, „Elegance“ und „Avantgarde“. Präsentiert werden die drei Design- und Ausstattungslines auf der 57. Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt/Main wenige Wochen vor der Markteinführung.
Allen Lines gemeinsam ist eine reichhaltige Serienausstattung. Gegenüber der Basisversion „Classic“ bietet „Elegance“ eine Reihe von Zusatzausstattungen, die gleichermaßen Interieur wie Exterieur betreffen: Leichtmetallräder, in Wagenfarbe lackierte Kühlermaske und Außenspiegelgehäuse, Chromeinlagen in den Türgriffen sowie zweifarbige Rückleuchtengläser. „Avantgarde“ tritt als technisch-progressive Modellvariante an. Sie zeichnet sich durch Leichtmetallräder mit Breitreifen, eine silbern lackierte Kühlermaske, in Wagenfarbe gehaltene Außenspiegelgehäuse sowie einfarbige Heckleuchtengläser aus.
Die Baureihe wird sehr gut angenommen. Der öffentlichen Wahrnehmung entspricht die Auszeichnung durch Fachleute, 1997 erhält die A-Klasse zwei begehrte Preise: Am 10. November nimmt Vorstandsmitglied Jürgen Hubbert aus den Händen des österreichischen Bundeskanzlers Viktor Klima den „Großen Österreichischen Automobilpreis 1997“ entgegen. Zwei Tage später wird die A-Klasse in Berlin mit dem „Goldenen Lenkrad“ geehrt. Diesen Preis verleiht die Zeitung „Bild am Sonntag“.
Im Produktionsverbund hergestellt
1997 beginnt in Rastatt die Hauptserienproduktion der Benziner-Typen A 140 und A 160. Das dritte Pkw-Montagewerk von Daimler-Benz fertigt die A-Klasse im Produktionsverbund mit sechs weiteren Inlandswerken: Aus Sindelfingen werden Blechteile bezogen, aus Untertürkheim Motoren, Getriebe, Vorderachsen und Antriebswellen, aus Berlin Öl- und Wasserpumpen, Kurbel- und Nockenwellen, aus Kassel Differentiale, aus Düsseldorf Lenkungen und schließlich aus Hamburg Hinterachsen, Mantelrohre, Auspuffkrümmer und Hebelhandbremsen.
Im Karosserierohbau entsteht aus 290 einzelnen Blechteilen mit 3700 Schweißpunkten eine fertige A-Klasse Karosserie, die anschließend nach einem weltweit einzigartigen Verfahren, das sich durch hohe Umweltverträglichkeit, Effizienz und Qualität auszeichnet, lackiert wird. Kernstücke dieses vollautomatischen Prozesses, der gemeinsam mit den Partnern BASF und Dürr Systems entwickelt wurde, sind das integrierte Lackierkonzept, das den Wegfall der Füllerschicht ermöglicht, das Pulver-Slurry-Verfahren für den lösemittelfreien Klarlack sowie ein neuartiges Korrosionsschutzkonzept, das ohne Hohlraumkonservierung auskommt.
1998 - ESP® und BAS als Serienausstattung
Von Februar 1998 an gehören das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP® und der Automatische Brems-Assistent BAS zur Serienausstattung der A-Klasse. Damit positioniert Mercedes-Benz das Modell an der Spitze seines Marktsegments: Mit ESP®, BAS, Sidebags in den vorderen Türen, Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern ist die A-Klasse serienmäßig so gut ausgestattet wie sonst kein anderes Fahrzeug seiner Kategorie. Insgesamt haben die Stuttgarter Ingenieure 25 technische Neuentwicklungen in der A-Klasse untergebracht, die es in dieser Wagenklasse bisher nicht gab.
Die Aufwertung der A-Klasse ist auch eine Reaktion auf einen Fahrversuch in Schweden, bei dem im Oktober 1997 ein W 168 umgekippt ist. Der sogenannte „Elchtest“ besteht aus zwei aufeinander folgenden Spurwechseln und ist nicht standardisiert. Später wird er vom VDA-Spurwechseltest nach internationaler Norm abgelöst. Bei weiteren Tests durch TÜV und ADAC zeigt sich die A-Klasse zwar spurstabil. Aber Mercedes-Benz entscheidet Ende Oktober, alle Fahrzeuge der Baureihe künftig serienmäßig mit dem Elektronischen Stabilitäts-Programm ESP® auszurüsten. Das ESP® steuert in kritischen Fahrsituationen die Bremsen der einzelnen Räder individuell an, um das Fahrzeug zu stabilisieren. Während eines zwölfwöchigen Auslieferungsstopps der A-Klasse wird die Modifikation in der Serie umgesetzt. Außerdem erhält das Modell neue Stabilisatoren und eine modifizierte Feder- und Dämpferabstimmung an den Achsen. Die Tieferlegung der Karosserie und der Einsatz breiterer Reifen runden die Veränderungen ab. Auch die 18 000 bereits ausgelieferten Fahrzeuge rüstet Mercedes-Benz um.
Die Stuttgarter Marke hat mit der Integration von ESP® in die Serienausstattung der A-Klasse einen neuen Standard in dieser Fahrzeugklasse gesetzt. Anfang 1998 zeigen repräsentative Umfragen, dass die Sympathie der Marke durch die schnelle Reaktion auf den „Elchtest“ deutlich gewachsen ist. Das Sicherheitsimage ist nur kurzfristig in geringem Maße beeinträchtigt gewesen. Und auch der Markterfolg zeigt, dass das Vertrauen in die Marke und den kleinen Mercedes-Benz nicht gestört ist.
CDI in der A-Klasse
1998 erweitern zwei Dieselmodelle die Auswahl an Antrieben für die A-Klasse. A 160 CDI und A 170 CDI zählen mit einem Kraftstoffverbrauch von 4,5 beziehungsweise 4,9 Liter auf 100 Kilometer (NEFZ-Gesamtverbrauch) zu den weltweit umweltverträglichsten Automobilen. Wie die Benziner sind sie serienmäßig mit ESP® ausgerüstet. Die Selbstzünder der A-Klasse punkten mit der neuen Common-Rail-Direkteinspritzung (CDI), die gegenüber älteren Dieselmotoren einen deutlich geringeren Verbrauch bei dynamischen Fahreigenschaften und hoher Laufkultur des Motors möglich macht. Vom Institut „Öko-Trend“ aus Wuppertal wird der A 160 CDI dafür mit dem Titel „Umweltverträglichstes Auto Deutschlands“ ausgezeichnet.
Die A-Klasse Dieselmotoren mit 90 PS (66 kW) und 60 PS (44 kW) zeichnen sich durch Vierventiltechnik, Turboaufladung und elektronisch gesteuerte Kraftstoff-Direkteinspritzung nach dem Common-Rail-Prinzip aus. Beide Varianten haben einen Hubraum von 1,7 Liter. Bei der leistungsreduzierten und verbrauchsoptimierten Ausführung wird die Menge des einzuspritzenden Kraftstoffs begrenzt, der Turbolader ist an die veränderten Bedingungen angepasst und der Ladeluftkühler entfällt. Zur Unterscheidung der hubraumgleichen Modelle wird die leistungsreduzierte Variante als A 160 CDI angeboten.
Die beiden Dieselmodelle werden bei ihrem ersten Publikumsauftritt 1997 in Genf noch mit den Typenbezeichnungen A 160 Turbodiesel und A 170 Turbodiesel präsentiert. In ihnen feiert die von Mercedes-Benz gemeinsam mit Bosch entwickelte Common-Rail-Technik ihre öffentliche Weltpremiere. Während herkömmliche Systeme den Druck für jeden Einspritzvorgang neu erzeugen, arbeiten CDI-Motoren mit einer gemeinsamen Leitung (Common Rail), in welcher der Druck gespeichert und über Magnetventile an die Einspritzdüsen verteilt wird.
Der hohe Einspritzdruck von bis zu 1350 bar, der bereits bei niedrigen Drehzahlen zur Verfügung steht, sowie die variable Steuerung des Einspritzvorgangs bewirken eine deutlich verbesserte Gemischaufbereitung. Das sorgt für ein hohes Drehmoment, einen niedrigen Kraftstoffverbrauch und geringe Abgas-Emissionen. Bei der Serienfertigung der CDI-Motoren kommt der A-Klasse jedoch im Dezember 1997 die C-Klasse zuvor: Der Mercedes-Benz C 220 CDI ist das erste Serienfahrzeug, das die hochmoderne Dieseltechnologie bietet.
Formel-1-Look für die A-Klasse
Mercedes-Benz feiert 1998 den Sieg der der Formel-1-Weltmeisterschaft, und die A-Klasse feiert mit. Zur Essen Motor Show International 1998 stellen die Stuttgarter im November eine besondere A-Klasse in zwei Varianten vor: die Edition Häkkinen und die Edition Coulthard. Zu Ehren der Formel-1-Piloten Mika Häkkinen und David Coulthard wird diese Sonderausführung in jeweils 125 Exemplaren gebaut. Zu erkennen sind sie an der Formel-1-Startnummer: Die A-Klasse Edition Häkkinen trägt eine rot-orange 8, die Edition Coulthard geht mit der Nummer 7 ins Rennen.
In handwerklicher Technik erhalten die Wagen eine aufwändige Lackierung mit Airbrush-Technik. So entstehen faszinierende Farbverläufe von der Hauptfarbe Brillantsilber hin zu schwarzen Nuancen und Akzenten in Rot-orange. Mit dem Sondermodell unterstreicht Mercedes-Benz die Dynamik und Innovationsfreudigkeit der A-Klasse. Die Edition Häkkinen und die Edition Coulthard werden in vierzehn europäischen Ländern vorgestellt.
Passend zum Thema Motorsport wird die A-Klasse in Essen erstmals mit einem AMG-Styling-Paket gezeigt: Dazu gehören spezielle Leichtmetallräder, Seitenschweller, besondere Heck- und Frontschürzen und ein Doppelrohr-Auspuff.
A-Klasse mit doppeltem Herzen
Ebenfalls im November 1998 stellen die Stuttgarter die 250 PS (184 kW) starke Studie A 190 Twin mit zwei 1,9-Liter-Motoren vor. Das Aufsehen erregende Fahrzeug wird bei der Motorsport-Saisonabschlussparty im Mercedes-Benz Museum präsentiert. So schnell war noch keine A-Klasse: Den Sprint von 0 auf 100 km/h bewältigt der A 190 Twin in 5,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit der Studie liegt bei 230 km/h.
Die vorwiegend aus Serienkomponenten gefertigte Sonderentwicklung unterstreicht einmal mehr die Variabilität des A-Klasse-Konzepts. Während einer der beiden Motoren an der gewohnten Stelle unter der Fronthaube montiert ist, befindet sich das zweite Aggregat unter dem Kofferraumboden und treibt die Hinterachse an. Den Antrieb über zwei Motoren macht erst die automatische Kupplung, die bei den käuflichen A-Klasse-Modellen als Sonderausstattung lieferbar ist, möglich. Sie sorgt über ihre elektronische Steuerung dafür, dass beide Aggregate synchron betrieben und gekuppelt werden. Der hintere Motor lässt sich auf Knopfdruck einfach ausschalten, und im „Mono-Modus“ wird dann nur die Vorderachse angetrieben.
Der überlegenen Kraft der A-Klasse mit doppeltem Herzen tragen das leistungsfähige Fahrwerk und die modifizierte Bremsanlage Rechnung. Der A 190 Twin rollt auf fünfspeichigen 18-Zoll-Rädern mit Reifen der Dimension 225/35 R 18. An der Vorderachse sind die verzögerungsstarken Bremsen des Mercedes-Benz E 55 AMG montiert, und auch an der Hinterachse hat die sportliche A-Klasse Scheibenbremsen. Die brillantsilbern lackierte Karosserie betont den dynamischen Charakter des Fahrzeugs. Ein tief heruntergezogener Frontspoiler mit großer Kühlluftöffnung schafft Platz für den Kühler des Heckmotors und sorgt für Abtrieb auf der Vorderachse. Die Kotflügel vorn und hinten sind dezent um zehn Millimeter ausgestellt, um den 18-Zoll-Breitreifen genügend Raum zu geben. Die etwas herausgezogenen Seitenschweller und die breitere und tiefer heruntergezogene Heckschürze runden das sportliche Erscheinungsbild ab.
1999 - Der A 190 debütiert
Von Juni 1999 an ist dann auch für den Normalbürger ein leistungsstärkeres A-Klasse-Modell lieferbar. Der A 190 verfügt über den gleichen Motor wie der „Twin“, allerdings nur ein Exemplar der 125 PS (82 kW) starken Maschine. Der neu entwickelte Vierzylindermotor beschleunigt den Wagen in 8,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Der A 190 steht für Fahrspaß, sein 1,9-Liter-Aggregat ist für eine Spitzengeschwindigkeit von 198 km/h gut. Das Topmodell der Baureihe wird serienmäßig mit einem Fünfgang-Sportschaltgetriebe geliefert, zum agileren Fahrverhalten trägt auch die geänderte Vorderachsübersetzung bei.
Den gesteigerten Fahrleistungen entspricht die Bremsanlage: Der A 190 ist mit größer dimensionierten Bremsen an der Vorderachse sowie Scheibenbremsen auch an der Hinterachse ausgerüstet. Aufgrund der größeren Bremsanlage ist der Felgendurchmesser von 15 auf 16 Zoll gewachsen, und der A 190 rollt auf Reifen der Dimension 195/50 R 16. Die leistungsstärkste A-Klasse wird nur in den Design- und Ausstattungslines „Elegance“ und „Avantgarde“ angeboten.
Im Rahmen der Markteinführung des Topmodells erfahren beide Ausstattungsvarianten eine Aufwertung des Innenraums durch mit Leder bezogene Cockpitblenden, die von Juni 1999 an bei der gesamten Baureihe eingesetzt werden. Im Herbst 1999 können außerdem das Fünfgang-Sportgetriebe für A 140 und A 160, der variable Geschwindigkeitsbegrenzer SPEEDTRONIC sowie Einzelsitze mit integrierten Armlehnen für den Fond bestellt werden.
2000 - Die Vision SLA, ein puristischer Roadster
So sähe ein von der A-Klasse abgeleiteter, rassiger Sportwagen aus: Auf der Auto-Show in Detroit zeigt Mercedes-Benz im Oktober 2000 die Vision SLA, einen 3,77 Meter langen, puristischer Roadster auf Basis der A-Klasse. Anleihen im Design nimmt die Studie bei den legendären Silberpfeilen, aber auch vom SLR gehen formale Akzente in die Studie des Sportwagens ein.
Professor Jürgen Hubbert, damals Vorstandsmitglied der DaimlerChrysler AG und zuständig für das Pkw-Geschäft der Marke Mercedes-Benz, beschreibt die faszinierende Brücke, die der SLA zwischen dem kommenden Supersportler und dem kleinen Mercedes schlägt: „Zum einen verrät die Buchstabenkombination die enge Verwandtschaft zum Super-Sportwagen SLR, der in einigen Jahren in Serie gehen wird, und zum anderen weist der Name SLA unmissverständlich auf die technische Basis dieser Roadster-Studie hin: die Mercedes-Benz A-Klasse.“
2000 - Designo für A-Klasse
Im Dezember 2000 bietet Mercedes-Benz erstmals Designo für die A-Klasse an. Diese Möglichkeit zur individuellen Gestaltung des Fahrzeugs setzt auf eine Auswahl edler Werkstoffe für Interieur und Exterieur. Holz, Leder, Carbon und andere Materialien werden an erster Stelle für diese exklusive Ausstattung eingesetzt. Noch aufwendigere Veredlungen der Serienmodelle übernimmt die Mercedes-AMG GmbH.
2001 - A-Klasse mit langem Radstand
Auf dem Genfer Automobilsalon 2001 stellt Mercedes-Benz die A-Klasse mit einem um 170 Millimeter verlängertem Radstand vor: Das Platzangebot wächst, die Modellvariante punktet nun mit dem Raumkomfort einer Oberklasse-Limousine. Das Raumvolumen steigt im Vergleich zur Normalversion um elf Prozent auf bis zu 1930 Liter. Und weil die Langversion wie ihre kürzere Schwestervariante von der innovativen Sandwich-Konstruktion profitiert, steht den Passagieren 53 Prozent des Raums in der 3,78 Meter langen Limousine zur Verfügung - das ist ein Spitzenwert im Vergleich zu anderen Fahrzeugen dieser Größenklasse. Insbesondere die erweiterte Beinfreiheit für die hinteren Passagiere erreicht Werte, die sonst Oberklasse-Modellen vorbehalten sind. Die Fondsitzanlage lässt sich außerdem um 111 Millimeter in Längsrichtung verschieben. Ein Teil des gewonnenen Raums kann also auch für den Kofferraum verwandt werden.
Joachim Schmidt, Mitglied des Geschäftsfeldvorstands Mercedes-Benz Pkw und smart der DaimlerChrysler AG, Leiter Vertrieb und Marketing, sagt 2001 über die A-Klasse mit langem Radstand: „Mit diesem überzeugenden Angebot können wir jetzt endlich auch jene Interessenten zufrieden stellen, die vom Design und Konzept der A-Klasse bereits überzeugt waren, aber sich für ihre Bedürfnisse mehr Raum wünschten.“
Hallo, Taxi!
Die Langversion der A-Klasse ist ein echtes Raumwunder, das auch bei Taxifahrern großes Interesse findet. Platzangebot einer Oberklasse-Limousine, vorbildliche Variabilität und neue Spitzenwerte beim Ladevolumen machen das Modell zur idealen Droschke. Entsprechend bietet Mercedes-Benz die Langversion der A-Klasse mit einem speziellen Taxi-Paket an.
Das integrierte Taxi-Paket beinhaltet die speziell für den Taxibetrieb in der A-Klasse entwickelte Sonderausstattung: In der Mittelkonsole ist Platz für den Einbau eines modernen Funkgeräts, das Gehäuse für den Taxameter ist übersichtlich und gut erreichbar über dem Rückspiegel angebracht. Am linken Dachholm ist die Vorrüstung für die Befestigung eines einarmigen Taxi-Dachzeichens auf Wunsch kostenlos erhältlich.
Die Grundausstattung der Taxi-Version basiert auf der Line „Classic“ und beinhaltet auf Wunsch unter anderem zwei integrierte Kindersitze für den sicheren Transport der kleinen Fahrgäste, eine Ablagebox unter dem Fahrersitz und eine Antenne für Funk, Telefon und GPS sowie eine Freisprechanlage für das Funkgerät.
Dank der variablen Fondsitzanlage können Taxifahrer entscheiden, ob sie das größere Platzangebot im Fond oder im Kofferraum nutzen wollen. So bietet die A-Klasse mit langem Radstand selbst in vorderster Position der Fondsitzanlage einen um 60 Millimeter größeren Beinraum als die Normalversion. Gleichzeitig vergrößert sich das Kofferraumvolumen in dieser Fondsitzstellung um 80 auf 470 Liter, so dass jetzt zum Beispiel drei große Reisekoffer mit einem Gesamtvolumen von 219 Liter (Normalversion: 158 Liter) im Gepäckraum Platz finden.
Gleichzeitig bietet die Mercedes-Benz A-Klasse herausragende Sparsamkeit - dies trifft besonders auf den für den Taxi-Betrieb angebotenen Dieselmotor mit moderner CDI-Technik zu. Im europäischen Fahrzyklus begnügt sich der 95 PS (70 kW) starke A 170 CDI in Langversion mit nur fünf Liter Kraftstoff je 100 Kilometer (NEFZ-Gesamtverbrauch). Mit einer Tankfüllung von 54 Liter kann das A-Klasse Taxi damit mehr als 1000 Kilometer weit fahren.
2001 - Umfangreiche Modellpflege
Das Jahr 2001 ist nicht nur von der Einführung der Langversion, sondern auch von der Modellpflege der A-Klasse geprägt. Aufgewertet wird mit dieser Maßnahme ein echter Bestseller: 550 000 Fahrzeuge der Baureihe hat Mercedes-Benz seit dem Produktionsstart 1997 bereits verkauft, damit gehört die A-Klasse in Deutschland und in anderen europäischen Ländern zu den meistverkauften Fahrzeugen ihrer Klasse.
Ab Frühjahr 2001 steht sie nun mit neuen Karosseriedetails, neuen Materialien im Innenraum, stärkeren CDI-Motoren und ESP® mit hydraulischem Brems-Assistenten bei den Händlern. Außen macht sich die Modellpflege vor allem bei den veränderten Front- und Heckpartien bemerkbar. Die frischeren Züge der A-Klasse heben besonders die Dynamik des Modells hervor. Zum neuen Design gehören unter anderem veränderte Stoßfänger an Front und Heck und eine Kühlermaske mit vier statt bisher drei Lamellen. Die Modifikationen lassen die Karosserie breiter und athletischer auftreten, außerdem erhält die A-Klasse Scheinwerfer in Klarglas-Optik.
Im Inneren ist das gesamte Cockpit überarbeitet und teils mit neuen Materialien ausgestattet, die unter anderem aus der Mercedes-Benz S-Klasse stammen. Insgesamt haben die Ingenieure und Designer rund 980 Bauteile des innovativen Fahrzeugs modifiziert oder neu entwickelt. Das ESP® der vierten Generation arbeitet erstmals mit einem noch leistungsfähigeren, hydraulischen Brems-Assistenten zusammen. Damit bietet die A-Klasse serienmäßig das neueste und zu dieser Zeit leistungsfähigste Fahrsicherheitssystem. Auf Wunsch gibt es auch großflächige Windowbags für noch wirksameren Insassenschutz bei einem Seitenaufprall.
Die Leistung des CDI-Motors im A 160 CDI steigt durch den Einsatz eines serienmäßigen Ladeluftkühlers auf 75 PS (55 kW), und die Kraft des A 170 CDI wächst auf 95 PS (70 kW). Auf Wunsch erhält die A-Klasse auch eine überarbeitete Klimaanlage, die von einem Taupunktsensor gesteuert wird. Diese Hightech-Ausrüstung für gutes Klima an Bord ist einmalig im Marktsegment der A-Klasse.
2002 - Das Spitzenmodell A 210 EVOLUTION
Ein neues Spitzenmodell der A-Klasse tritt im März 2002 auf: Der A 210 EVOLUTION markiert seine Leistungsfähigkeit schon äußerlich mit dem Styling von AMG und 17-zölligen Leichtmetallrädern, innen erwartet den Fahrer edles Alcantara-Leder. Passend zum Auftritt fallen die Fahrleistungen aus: Aus 2,1 Liter Hubraum schöpft der Vierzylindermotor 140 PS (103 kW) Leistung bei 5500/min mit einem maximalen Drehmoment von 205 Newtonmeter bei 4000/min. Das reicht für Spitzentempo 203 km/h und einen Sprint aus dem Stand auf 100 km/h in 8,2 Sekunden. Dennoch liegt der Verbrauch nur bei 7,9 Liter Kraftstoff nach NEFZ-Berechnung. Ein Sport-Fahrwerk mit eigens abgestimmten Feder-Dämpfer-Elementen und ein spezieller Hinterachs-Stabilsator sorgen für agiles Fahrverhalten.
2003 - 1 Million A-Klasse
Bis Februar 2002 sind in Rastatt bereits 750 000 A-Klassen vom Band gelaufen. Und der Erfolg des Modells geht weiter: 2003 entsteht bei Mercedes-Benz bereits die millionste A-Klasse. Dazu sagt Professor Jürgen Hubbert, im Vorstand der DaimlerChrysler AG verantwortlich für die Mercedes Car Group: „Eine Million Fahrzeuge, das ist ein großer Erfolg für die A-Klasse sowie ein Meilenstein für den Standort Rastatt und die Mercedes Car Group. Längst ist die A-Klasse eine feste Größe im Programm der Marke Mercedes-Benz und im Marktsegment der Kompaktfahrzeuge. Sie steht für das Potenzial und Durchsetzungsvermögen eines innovativen Fahrzeugkonzeptes und wird bereits im ersten Produktzyklus die Millionengrenze beim Absatz deutlich überschreiten.“
Die A-Klasse ist Vorbild einer jungen Automobilgeneration geworden, die Innovation und Emotion, Intelligenz und Charme zu ihren Werten zählt. Allein 2003 verkauft Mercedes-Benz über 150 000 Fahrzeuge der Baureihe. Wichtigster Absatzmarkt ist Deutschland, dann folgen Italien, Großbritannien und Frankreich. Mehr als 40 Prozent der A-Klasse werden von Frauen erworben, für die 2001 eingeführte Langversion entschieden sich mehr als 40 Prozent der Kunden, die beliebteste Motorvariante ist der A 170 CDI. Besonders wichtig für die Zukunft der Marke: Mehr als 80 Prozent der Käufer sind neue Kunden bei Mercedes-Benz.
Während die Million gefeiert wird, bereitet Mercedes-Benz das Werk Rastatt bereits auf die Produktion der zweiten Generation der A-Klasse vor. Hubbert gibt ihr 2003 einen hohen Stellenwert: „Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, mit der Nachfolge der A-Klasse die Strategie der Modellfamilie umzusetzen und die Erfolgsstory der Baureihe fortzuschreiben.“ In Rastatt arbeiten 2003 rund 4700 Mitarbeiter.
Die Baureihe 168 in der Presse
Ein leuchtendes Beispiel.“ (auto motor und sport, Ausgabe vom 13. Dezember 1996)
Die A-Klasse bietet den Nutzraum und die Sicherheit viel größerer Fahrzeuge.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Ausgabe vom 9. Dezember 1996)
Das Fahrzeug ist ein Auto auf Mercedes-Niveau, das nicht protzt, aber innere Größe zeigt, gepaart mit ausgezeichnetem Crashverhalten und hervorragender Sitzposition.“ (Auto-Zeitung, Ausgabe 15/1996)
Ein Mercedes in seiner jugendlichsten Form.“ (Auto Bild, Ausgabe vom 9. Dezember 1996)
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Birgit
Pillkahn
Redaktion & Themenmanagement Mercedes-Benz Classic
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