Pressemappe: Eine Klasse für sich: Die Mercedes-Benz A-Klasse
Stuttgart
28.09.2007
Die A-Klasse und der Antrieb der Zukunft: F-Cell und HyPer
Als Modell F-Cell ist die Mercedes-Benz A-Klasse seit 2002 zur Erforschung des Automobilantriebs der Zukunft im Einsatz. 60 dieser von einer Brennstoffzelle angetriebenen A-Klassen fahren seit Ende 2004 in Deutschland, USA, Japan und Singapur zur Langzeiterprobung unter realistischen Alltagsbedingungen. Bis zum Sommer 2005 legen die Wagen bereits insgesamt 370 000 Kilometer zurück. Rund ein Drittel der Fahrstrecken kommt allein in Singapur zusammen. Hier werden sechs A-Klasse F-Cell von BP, Conrad, Lufthansa, Michelin und der National Environment Agency (NEA) gefahren. Bereits im September 2003 werden mehrere A-Klasse F-Cell als Shuttle-Fahrzeuge für Journalisten auf der IAA in Frankfurt/Main eingesetzt.
Die A-Klasse F-Cell Fahrzeuge werden in einer weltweit ersten Kleinserie als Pkw mit Brennstoffzellenantrieb gebaut und bei Kunden erprobt. Das gesamte Brennstoffzellensystem findet im Sandwichboden der Mercedes-Benz A-Klasse mit langem Radstand (W 168) Platz. Zwei Druckwasserstoff-Tanks (350 bar) sorgen für einen Aktionsradius von 150 Kilometer bei einem Wasserstoff-Verbrauch, der einem Diesel-Äquivalent von 4,2 Liter auf 100 Kilometer entspricht. Der Elektromotor leistet 88 PS (65 kW) und erlaubt eine Beschleunigung von Null auf 100 km/h in 16 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 140 km/h.
Die NECAR-Serie erprobt den Antrieb der Zukunft
Vorläufer der A-Klasse F-Cell waren die Forschungsfahrzeuge NECAR 3 bis NECAR 5. Das Kürzel steht für „New Electric Car“. Am Beispiel von NECAR 3 zeigt DaimlerChrysler 1997, dass sich der Wasserstoff für die Brennstoffzelle auch direkt an Bord des Fahrzeugs aus einem flüssigen Kraftstoff herstellen lässt. Der NECAR 3 tankt Methanol und wird bis zu 120 km/h schnell. Neben dem Brennstoffzellen-System, samt umfangreichem Reformer passen in das Forschungsfahrzeug auf Basis der Mercedes-Benz A-Klasse zwei Fahrgäste. 1999 folgt NECAR 4, bei dem der kompakte Brennstoffzellen-Antrieb mit einer Leistung von 70 Kilowatt komplett im Sandwich-Boden einer A-Klasse untergebracht wird. Dieses Fahrzeug fährt mit flüssigem Wasserstoff, erreicht damit eine Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h und hat eine Reichweite von 450 Kilometer. Für fünf Personen mit Gepäck bietet er ausreichend Platz. NECAR 4a wird für den Einsatz im Flottentest der „California Fuel Cell Partnership“ aufgebaut. Seine weiterentwickelte Antriebstechnik basiert auf dem NECAR 4, nutzt aber Druckwasserstoff und ist wesentlich kompakter.
NECAR 5 aus dem Jahr 2000 ist schließlich ein einsatztaugliches Brennstoffzellen-Auto, das mit dem Wasserstoffträger Methanol als Kraftstoff betrieben wird. Technologisch dem NECAR 3 verpflichtet, erreicht das Forschungsfahrzeug Geschwindigkeiten von mehr als 150 km/h. Das komplette Antriebssystem samt Methanol-Reformer steckt im Unterboden der Mercedes-Benz A-Klasse. Es hat im Vergleich zum NECAR 3 rund 50 Prozent mehr Leistung und ist 300 Kilogramm leichter. NECAR 5 stellt 2002 einen Langstreckenrekord für Brennstoffzellen-Fahrzeuge von 5250 Kilometern auf: Er durchquert Amerika von San Francisco bis Washington und muss dabei nach der Hitze Kaliforniens die Kälte und den Schnee der Sierra Nevada und der Rocky Mountains ertragen. Pässe mit Höhen bis zu 2640 Meter bewältigt der Wagen dabei ebenso wie Stop-and-go-Betrieb in großen Städten.
Die A-Klasse HyPer mit Hybridantrieb
1999 entsteht außerdem die Studie A-Klasse HyPer mit Hybridantrieb. Der 1,7-Liter-CDI-Motor mit einer Leistung von 90 PS (66 kW) treibt die Vorderachse an, während ein Elektromotor mit weiteren 26 kW auf die Hinterachse wirkt. So entsteht ein sportliches Hybridfahrzeug mit Allradoption, das in nur acht Sekunden elektromotorisch unterstützt von 0 auf 100 km/h spurtet, während die Serienversion des A 170 CDI für die gleiche Beschleunigung 13 Sekunden braucht. Die zusätzliche Leistung verdankt der HyPer dem guten Drehmoment des Elektromotors. Ingesamt verbraucht der HyPer trotz flotter Fahrt weniger Diesel als das Serienmodell, es sind 4,9 Liter auf 100 Kilometer.
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