Mehr als nur ein neuer Antrieb Unser Kurs bei der E-Mobilität

29.

September

2016

Während der Ausbildung fragt man sich manchmal: „Was davon brauche ich eigentlich später im Job?“ Ich habe Elektrotechnik studiert. Und auch wenn es ein paar Jahrzehnte her ist – jetzt ist das Thema aktueller denn je. Der Grund ist die Elektromobilität.

Aber nicht nur für mich geht es zurück zu den Wurzeln. Anfang des 20. Jahrhunderts standen Elektroautos schon einmal vor dem Durchbruch. In den USA zum Beispiel hatten sie damals einen Marktanteil von fast 40 Prozent. Kurz danach verschwand Elektro in der Nische – und das für die nächsten einhundert Jahre. Reichweite, Infrastruktur, Kosten – bis heute hat das Elektroauto mit denselben Problemen zu kämpfen.

Mit der E-Mobilität ist es also ein bisschen wie mit einer Party: Wer zu früh kommt, steht alleine auf der Tanzfläche. Wer zu spät kommt, hat vielleicht das Beste schon verpasst. Es geht ums richtige Timing. Heute liegt der Marktanteil von Elektroautos in Europa noch unter einem Prozent. Aber es gibt Prognosen, die davon ausgehen, dass in weniger als zehn Jahren jeder zweite Neuwagen einen Elektroantrieb hat. Denn jetzt bewegt sich etwas. Während die Reichweiten stark steigen, könnten die Batteriekosten Mitte des nächsten Jahrzehnts nur noch ein Drittel der Kosten von 2012 betragen. Der gesamte Elektroantriebsstrang wird dann auf dem Kostenniveau eines Verbrenners liegen.

Deshalb sind wir überzeugt: Jetzt ist die Zeit, voll einzusteigen.

Mercedes-Benz Elektroauto "Concept EQ"

In Paris zeigen wir gerade einen Ausblick auf das erste Modell unserer neuen Marke EQ. In drei Jahren fährt dieses Auto auf der Straße – zum Preis eines ordentlich ausgestatteten GLC. Es wird im bestehenden Produktionsnetzwerk gebaut. So erreichen wir schnell hohe Stückzahlen, weltweite Verfügbarkeit und von Beginn an Mercedes-Qualität. Denn wer die E-Mobilität vorantreiben will, muss auch liefern können. 2025 werden wir mehr als zehn vollelektrische Pkw-Modelle auf dem Markt haben.

Darüber hinaus elektrifizieren wir Vans, Trucks und Busse. Bei der IAA in Hannover haben wir das gerade eindrucksvoll gezeigt. Diese Breite des Portfolios und die Synergien im Konzern gibt es nur bei Daimler. Wir stecken eine Milliarde Euro in unsere eigene Batterieproduktion, davon 500 Millionen in eine zweite Batteriefabrik in Deutschland. Wir etablieren außerdem Services vom induktiven Laden über private Energiespeicher bis zur Weiterverwertung der Batterien. Denn unser strategischer Ansatz ist nicht auf den Austausch des Antriebsstrangs beschränkt.

Die Elektrifizierung ist bei weitem nicht die einzige Veränderung in unserer Branche. Hinzu kommen die Vernetzung, das autonome Fahren und die Shared Mobility. Jeder einzelne dieser Punkte hat das Potenzial, unsere Industrie auf den Kopf zu stellen. Die wahre Revolution steckt allerdings in der Verknüpfung all dessen. Und für die Kunden zählt das gesamte Ökosystem. Wir erfinden unsere Produkte neu. Dadurch erfinden wir unser Geschäftsmodell neu. Und während wir das tun, erfinden wir auch Daimler neu.

Dieter Zetsche

Weitere Informationen

Future Mobility

EQ - Electric Intelligence

Studie "Concept EQ"

CASE

Mobility of the Future

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