Elektro-Offensive in der Produktion. Deutsche Pkw-Werke sind Kompetenzzentren für E-Fahrzeuge

Mercedes-Benz Cars geht den nächsten Schritt in der Umsetzung seiner Elektro-Offensive: Das Mercedes-Benz Werk Sindelfingen wird Elektrofahrzeuge der Produktmarke EQ produzieren und damit zum Kompetenzzentrum für batterieelektrische Modelle der Ober- und Luxusklasse entwickelt. Künftige EQ-Modelle sollen in die Serienproduktion der bestehenden Mercedes-Benz Werke auf vier Kontinenten integriert werden. Die neuen Elektrofahrzeuge werden auf einer eigens für batterieelektrische Modelle entwickelten Architektur basieren, die in jeder Hinsicht skalierbar und modellübergreifend einsetzbar ist.

Mercedes-Benz Cars setzt seine Offensive für die Produktion von Elektrofahrzeugen innerhalb des weltweiten Produktionsnetzwerks fort. Damit nutzen wir die Chancen der Elektromobilität optimal und begrenzen den Investitionsbedarf deutlich. Wir haben weltweit frühzeitig in die Flexibilität und technische Ausstattung mit zukunftsweisenden Industrie 4.0-Lösungen investiert. Mit Bremen, Rastatt, Sindelfingen und dem smart Standort Hambach verfügen wir nun über vier Kompetenzzentren zur Produktion von Elektro-Fahrzeugen.

Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain Management

Damit haben alle drei deutschen Pkw-Werke eine Schlüsselrolle für die Elektromobilität im globalen Produktionsnetzwerk. Bremen, Rastatt und Sindelfingen stehen damit sowohl was das Produktionsportfolio als auch die Innovationsfähigkeit angeht auf einem wettbewerbsfähigen Fundament und bieten den Beschäftigten gute Perspektiven für die Zukunft.

Qualifizierung in den Kompetenzzentren

Mercedes-Benz Cars mit den Marken Mercedes-Benz und smart verfügt über fundierte Erfahrung in der Integration von Elektrofahrzeugen in die Serienproduktion. So läuft seit April 2014 die B-Klasse Electric Drive im Mercedes-Benz Werk Rastatt auf derselben Linie wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor vom Band. Bereits 2007 hat smart als Pionier der E-Mobilität ein batterieelektrisch betriebenes Fahrzeug auf den Markt gebracht. Noch in diesem Jahr wird die vierte Generation des smart fortwo electric drive als Coupé und Cabrio auf der gleichen Linie mit den konventionellen Antrieben gestartet.

Auch die neuen Elektrofahrzeuge der Produktmarke EQ sollen in den bestehenden Werken als weitere Antriebsvariante in die laufende Serienfertigung integriert werden. Innovative und zukunftsweisende Produktionstechnologien stellen dabei neue Anforderungen an die Mitarbeiter, für die sie intensiv geschult werden. Geplant sind spezielle Qualifizierungsprogramme, etwa im Bereich Hochvolttechnologie unter Produktionsbedingungen. Auch die Nachwuchskräfte werden schon in der Ausbildung auf den Umgang mit Zukunftstechnologien vorbereitet.

Elektro-Offensive von Mercedes-Benz Cars

Alle Aktivitäten rund um die Elektromobilität fasst Mercedes-Benz Cars unter der neuen Produktmarke EQ zusammen und zeigt mit dem Concept EQ einen konkreten Ausblick auf eine völlig neue Fahrzeuggeneration. Bis 2025 will Mercedes-Benz Cars mehr als zehn Elektro-Pkw auf den Markt bringen: in allen Segmenten von smart bis zum großen SUV. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Anteil der Elektromodelle am Gesamtabsatz von Mercedes-Benz zwischen 15 und 25 Prozent liegen wird. Das hängt natürlich auch von der Entwicklung der Infrastruktur und der Kundenpräferenzen ab.

Bis 2022 wird Mercedes-Benz in jeder Baureihe mindestens ein elektrifiziertes Modell anbieten.

TecFabrik und Elektrik/Elektronik Integrationszentrum (EIZ)

Um eine führende Rolle bei künftigen Produkten und Produktionstechnologien einzunehmen, hat Mercedes-Benz die Abteilungen Design, Entwicklung, Vertrieb, Einkauf und Produktion über die TecFabrik in Sindelfingen verzahnt. Die verschiedenen Disziplinen arbeiten schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Produktentwicklung eng zusammen. Dabei spielt die durchgängige Digitalisierung eine wichtige Rolle: Sie schafft die Voraussetzungen für eine hochflexible Produktion und die zunehmende Individualisierung der Fahrzeuge nach Kundenwunsch. Im Kontext von Industrie 4.0 und „smart factory“ sind alle Mercedes-Benz Werke miteinander vernetzt, sodass ein zentraler Zugriff auf Daten und Prozesssteuerung möglich ist.

Eine weitere gemeinsame Initiative von Produktion und Entwicklung ist das neue Elektrik/Elektronik Integrationszentrum (EIZ). Ziel ist es, die Elektrik/Elektronik-Architektur von Mercedes-Benz Fahrzeugen auf künftige Herausforderungen vorzubereiten, die aus elektrischen Antrieben, vernetzten Fahrzeugen, dem autonomen Fahren und flexiblen Nutzungskonzepten entstehen. Dazu ziehen gemischte Teams aus beiden Fachbereichen in das EIZ, das am Standort Sindelfingen entstehen soll.

Kulturwandel in der Produktion

Mit dem digitalen Wandel und der Ausrichtung auf Zukunftstechnologien verändert sich auch die Arbeitskultur in der Produktion. Die Variantenvielfalt durch verschiedene Antriebstechnologien erfordert eine hochflexible Produktion, bei der der Mensch mit seinen haptischen und kognitiven Fähigkeiten im Mittelpunkt steht. Durch ein intelligentes Miteinander von Mensch und Roboter wird der Automatisierungsgrad reduziert, die Arbeitsplätze in der Produktion ergonomisch optimiert und dabei gleichzeitig die Gesunderhaltung der Mitarbeiter gefördert.

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