Mercedes-Benz bezieht erstmals Batteriezellen aus CO₂-neutraler Produktion

10. September 2019 - Mercedes-Benz geht den nächsten Schritt zur klimaneutralen Mobilität „Ambition 2039“ und treibt die Umsetzung des Ziels konsequent mit seinen Lieferanten und Partnern voran. Dafür hat Mercedes-Benz im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine Nachhaltigkeitspartnerschaft mit Farasis Energy (Ganzhou) Co., Ltd. vereinbart. Das Lieferantennetzwerk leistet einen beachtlichen Teil der Wertschöpfung und ist somit von entscheidender Bedeutung für die Dekarbonisierungsziele.

Mit der Ambition 2039 haben wir die Weichen für nachhaltige Mobilität gestellt. Bei der Umsetzung unseres langfristigen Ziels der Klimaneutralität setzen wir neben der konsequenten Elektrifizierung unserer Produktpalette auch in der Lieferkette an: Bereits für die nächste Fahrzeuggeneration unserer Produkt- und Technologiemarke EQ soll ein Teil der Batteriezellen zu 100 % mit Strom aus erneuerbaren Energien produziert werden.

Mit dem Bezug von CO₂-neutral produzierten Batteriezellen leistet Mercedes-Benz einen weiteren wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einer CO₂-neutralen Neuwagen-Flotte in zwanzig Jahren.

„Das Ziel der Klimaneutralität treibt Mercedes-Benz in engem Schulterschluss mit seinen Partnern aktiv voran. Als erstes Ergebnis der Nachhaltigkeitspartnerschaft mit einem wichtigen Lieferanten von Lithium-Ionen-Batterien werden wir durch den Bezug CO₂-neutral produzierter Batteriezellen deutlich über 30 % am CO₂-Fußabdruck der Gesamtbatterie künftiger Fahrzeugmodelle einsparen“, so Schäfer. Die Partnerschaft mit Farasis Energy (Ganzhou) Co., Ltd. umfasst die Produktion von Batteriezellen mit Strom aus erneuerbaren Energien ebenso wie das Thema Recycling und die Einhaltung von Menschenrechten in der Lieferkette. Dabei setzt Farasis bei der Produktion der Batteriezellen auf Strom aus regenerativen Energiequellen wie Wasserkraft, Wind- und Solarenergie.

Ein Standort in Deutschland befindet sich derzeit in Planung und wird von Beginn an CO₂-neutral ausgerichtet. Anschließend sollen die Standorte USA und China folgen. Mit DEKRA wurde eine Experten- und Prüforganisation beauftragt, die die Einhaltung der Maßnahmen zu den Umweltstandards zusätzlich überprüft. Im nächsten Schritt soll die Materialvorkette bis zur Rohstoffgewinnung betrachtet werden. Die Umsetzung des Ziels der Klimaneutralität wird auf weitere Lieferanten ausgeweitet und als festes Kriterium in bestehende Partnerschaften integriert. Derzeit befindet sich Mercedes-Benz dazu im Dialog mit weiteren strategischen Partnern. Zudem führt Mercedes-Benz Workshops mit weiteren Material- und Bauteillieferanten durch, um effektive CO₂-Reduktionsmaßnahmen zu identifizieren. Darüber hinaus sollen CO₂-Ziele zu einem wichtigen Kriterium für Lieferantenentscheidungen und -verträge gemacht werden.

Recycling

Zur Umsetzung der Recycling-Prozesskette und Sicherung des zukünftigen Rohstoffbedarfes für die Elektromobilität beteiligt sich die Daimler AG aktiv an der Forschung und Entwicklung von neuen Recyclingtechnologien. Erkenntnisse zum Recyceln von Lithium-Ionen-Batterien konnten bereits vielfach in verschiedenen Forschungsprojekten und in Zusammenarbeit mit Lieferanten und Entsorgungspartnern gesammelt werden. Die gewonnenen Erkenntnisse teilt Daimler mit seinen Lieferanten. Darauf basierend sollen im Rahmen der Nachhaltigkeitspartnerschaft mit Farasis Energy (Ganzhou) Co., Ltd. die Recycling-Quoten kontinuierlich erhöht werden. Dabei wurden innovative Recyclingkonzepte entwickelt, die eine hochwertige Wiedergewinnung der wertvollen Bauteile bzw. Inhaltsstoffe ermöglichen. Für den Recyclingprozess hat die Daimler AG vier Stufen definiert und entsprechende Prozesse entwickelt: Reuse, Repair, Remanufacturing, ReMat. Ein Beispiel dafür ist das Produktrecycling von Hochvoltbatterien in einem zentralen Aufarbeitungszentrum am Standort Mannheim.

Markus Schäfer, Mitglied des Vorstandes der Daimler AG verantwortlich für Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung und Dr. Yu Wang, Gründer und CEO, Farasis Energy (Ganzhou) Co., Ltd.

Menschenrechte

Nachhaltigkeit ist eines der Grundprinzipien in der Unternehmensstrategie der Daimler AG und zugleich Maßstab für unternehmerischen Erfolg. Dazu gehört auch die Achtung und Wahrung der Menschenrechte entlang der Lieferkette bis zur Mine. Die Zustimmung zur Offenlegung der Lieferkette ist Voraussetzung für einen Liefervertrag von Batteriezellen bei Mercedes-Benz Cars. Gemeinsam mit seinen Lieferanten arbeitet Daimler intensiv daran, Transparenz über die gesamte Lieferkette herzustellen. Um einen verantwortungsvollen Kobaltbezug sicherzustellen, wurde im Rahmen der genannten Nachhaltigkeitspartnerschaft das Third Party Audit-Unternehmen RCS Global beauftragt, die gesamte Kobaltlieferkette und insbesondere die Schmelzen nach OECD-Standards zu kontrollieren.

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