Mensch und Roboter - ziemlich beste Freunde

In Bremen arbeiten Mensch und Roboter in einem Betriebsversuch ohne Schutzzaun zusammen. Ein Roboter nimmt den Mitarbeitern in der Montage der Mercedes-Benz C-Klasse körperlich belastende Arbeiten ab. Dabei überwacht der Mensch die Bewegungen des Roboters.

Mehr als 110 kg wiegt das Power-Batterie Paket, das mit einer scheinbaren Leichtigkeit mit Hilfe eines Roboters in das geöffnete Heck der C-Klasse verschwindet und dort punktgenau eingelegt wird. Der Roboter folgt dabei auf Knopfdruck und unterstützt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Montage der Hybridbatterie für den C 350 e.

Im Vergleich zum manuellen Prozess sind dadurch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an dieser Montagestation deutlich entlastet: Ohne Roboter müssen sie sonst die Hybridbatterie mit einem speziell konstruierten Handhabungsgerät aus dem Ladungsträger abholen, das ganze Paket selbst beschleunigen und wieder abbremsen, um 90° drehen und dann mit viel Geschick und mit Menschenkraft vorsichtig in das geöffnete Heck einbauen.

Eng geht es dabei zu – links und rechts passt nicht mal eine Daumenbreite dazwischen. Ab und zu muss dann noch die Batterie zurechtgerückt werden, damit sie mit der Karosserie verschraubt werden kann. Mit den derzeitigen Batteriegewichten ist zurzeit noch alles im grünen Bereich - zukünftig werden die Batterien aber schwerer und der Absatz an Hybridfahrzeugen voraussichtlich stark ansteigen. Dadurch steigen auch die Produktionszahlen, die Taktung pro Schicht und Tag nimmt zu – und das ist durch den Menschen dann nicht mehr zu leisten.

Diese Erkenntnis war der Startpunkt für Maik Kube aus der Montageplanung in Bremen: Gemeinsam mit der Verfahrensentwicklung entwickelte und testete er neue Möglichkeiten zum Verbau der Hybridbatterie. Die Mensch-Roboter-Kooperation (MRK) ist jetzt als Betriebsversuch in die laufende Produktion in Bremen integriert – wie das funktioniert, zeigt folgendes Video:

Der Betriebsversuch ist zunächst zeitlich begrenzt – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort verbessern mit ihrem Feedback und ihren Erfahrungen das MRK-System. Parallel laufen sogar schon die ersten Planungen für die Verbauung der nachfolgenden Batterietypen: Die erforderlichen Montagesysteme werden bereits in der Entwicklungsphase der Batterien intensiv untersucht. Das Ziel: „Über alle Batterie- und Fahrzeugvarianten hinweg wollen wir ein einheitliches, skalierbares und voll flexibles Montagesystem entwickeln“, so Peter Graupner, Teamleiter der TecFabrik für Konstruktion & Simulation von Produktionsinnovationen.

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