Verbrennungsmotoren.

In Zukunft fahren wir elektrisch - keine Frage. Aber bis dahin werden sparsame, saubere und effiziente Verbrennungsmotoren das Rückgrat der Mobilität bleiben. Erfahren Sie hier, wo wir in Sachen Antriebstechnologien stehen, und welche Innovationen zukünftig auf den Markt kommen.

Wo wir stehen

Gesenkt: Verbrauch & Emissionen

  • Auf die Hälfte gesenkt: Mercedes-Benz hat seine Verbrennungsmotoren laufend verbessert - weniger Verbrauch, weniger Emissionen und in Summe mehr Leistung - das war der Spagat, den wir als Unternehmen gemeistert haben. In zwei Jahrzehnten sank der Durchschnittsverbrauch unserer Pkw-Flotte in Europa um fast die Hälfte: von 9,2 l/100 km (230 g CO2/km) im Jahr 1995 auf 5,0 l (123 g CO2/km) in 2015. Schon heute emittieren 62 Modelle von Mercedes-Benz Cars unter 120 g CO2/km. Und 104 Modelle tragen das Effizienzlabel A+ oder A. Dabei sind die Dieselfahrzeuge mit 88 Modellen überproportional unter diesen Effizienz-Champions vertreten.

Gesteigert: Noch mehr Effizienz bei modernen Dieselmotoren

  • 13 Prozent weniger Verbrauch und Emissionen: Unser neuer Pkw-Vierzylinder-Dieselmotor OM 654 ist sparsamer und stärker, leichter und kompakter als sein Vorgänger OM 651: Durch die motornahe Anordnung der Abgasnachbehandlung, die Vollaluminium-Bauweise und das neue Stufenmulden-Brennverfahren punktet er mit 13 Prozent weniger Verbrauch und CO2-Ausstoß als sein Vorgänger.

  • Bis zu 15 Prozent weniger Kraftstoff seit 2011 bei unserem Mercedes-Benz Actros: Bis zu 15 Prozent weniger Kraftstoff seit 2011 bei unserem Mercedes-Benz Actros: Auch unsere Nutzfahrzeuge fahren mit modernsten Dieselmotoren. Ein Beispiel: der Schwer-Lkw-Reihensechszylindermotor OM 471. Bei der neuesten Generation des Lkw-Dieselmotors sinkt beim Verbau im Actros durch weitere Verbesserungen am Motor, am Antriebsstrang und an der Aerodynamik des Fahrzeugs der Kraftstoffverbrauch um bis zu 6 Prozent gegenüber seinem Vorgänger. Der kleine Bruder zieht nach und so profitiert auch die neueste Generation des OM 470 von den innermotorischen Neuerungen des OM 471: Durch den asymmetrischen Turbolader, die weiterentwickelte Abgasrückführung und die asymmetrische Einspritzung werden Emissionen verringert und die Abgasqualität verbessert.

2. Was noch kommt …

Neue Ottomotorenfamilie:

  • Wir machen neu - allerdings nicht nur beim Diesel. „Auch der Ottomotor hat in den letzten zehn Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung hinter sich: Ich nenne hier nur innere Reibung, variable Steuerzeiten, Direkteinspritzung und Turboaufladung. Und er wird weitere Schritte machen“, so Entwicklungschef Thomas Weber. 2017 folgt eine komplett neue Ottomotorenfamilie. Die Ziele sind dabei dieselben wie bei unseren Dieselmotoren: modularer Aufbau, weniger Varianten und einheitliche Schnittstellen zwischen Antriebseinheit und Fahrzeug. Der erste Vertreter ist ein Reihensechszylinder (M256) mit integriertem Starter-Generator (ISG). Auch ein Vierzylindermotor (M264) mit riemengetriebenem Starter-Generator (RSG) ist ab 2017 vorgesehen.

Partikelfilter für Ottomotoren:

  • Den Partikelfilter wird es bald nicht nur für Dieselfahrzeuge geben: Als erster Hersteller planen wir seinen großflächigen Einsatz auch für Benziner. Nach über zwei Jahren positiver Felderfahrung im S 500 (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 8,9-8,2 l/100km, CO2-Emissionen kombiniert: 206-192 g/km) werden im Zuge der Modellpflege schon im kommenden Jahr weitere Varianten der S-Klasse mit Ottomotor mit dieser neuen Technologie ausgerüstet werden. Danach folgt die Umsetzung in weiteren neuen Fahrzeugmodellen, Modellpflegen und neuen Motorgenerationen. Im Anschluss daran ist der Einsatz des Partikelfilters auch bei den aktuellen Baureihen geplant.

Mehr Strom für weniger Verbrauch: Das neue 48-Volt-Bordnetz

Der Schlüssel zur Mobilität der Zukunft liegt in der Elektrifizierung des Automobils. Und die beginnt nicht erst beim Antrieb selbst, sondern bereits bei den Nebenaggregaten des Motors. Perspektivisch wird jeder Mercedes-Benz Pkw elektrifiziert - mit dem neuen 48-Volt-Bordnetz.

Das 48-Volt-Bordnetz bietet viele Vorteile: Neben Einsparungen von Kraftstoff und Emissionen sorgt das neue Niedrigvolt-Netz für besseren Fahrkomfort.

Die wichtigsten Merkmale des neuen 48-Volt-Bordnetzes:

  • Kompatibel: Bestehende Systeme erhalten, Leistung erweitern. Das neue Bordnetz ist mit zwei Spannungslagen kompatibel: Kleinere Verbraucher werden über einen Gleichspannungs-Wandler mit 12 Volt versorgt. Verbraucher mit hohem Leistungsbedarf werden direkt für den Einsatz mit 48 Volt ausgelegt, wodurch speziell bei Elektromotoren ein signifikant höherer Wirkungsgrad erreicht werden kann.
  • 4X stärker: Bei gleicher Stromstärke bietet das neue 48-Volt Niedrigvolt-Bordnetz die vierfache Leistung seines 12-Volt-Vorgängers - ohne die zusätzliche Sicherheitsarchitektur eines Hochvolt-Netzes. Mit dem neuen System sind Verbrauchseinsparungen möglich, die wir bisher nur durch den Einsatz von Hochvolt-Bordnetzen in unseren Hybridfahrzeugen erreichen konnten.
  • Dünner & leichter: Durch die Integration eines 48-Volt-Bordnetzes ergeben sich auch für Nebenverbraucher im Fahrzeug wie Klimaanlage, elektrische Heizelemente oder Sauglüfter Vorteile. Denn es treten bei gleicher Leistung nur noch ein Viertel so große Ströme auf. Leitungen können dadurch dünner und somit leichter ausgelegt werden; und jedes Gramm weniger Gewicht bedeutet auch weniger Kraftstoffverbrauch.
  • Ruhiger & leiser: Neben Verbrauchs- und CO2-Einsparungen bringt das 48-Volt-Bordnetz mehr Komfort. Denn das System kann einen Verbrennungsmotor sehr schnell und gleichmäßig auf Leerlaufdrehzahl andrehen. Das NVH (Noise, Vibration, Harshness)-Verhalten, also die als Geräusch hörbaren oder als Vibrationen spürbaren Schwingungen in Kraftfahrzeugen, profitiert davon: Der Motor läuft so unmerklich wieder an, als ob er gar nicht aus gewesen wäre.

48 -Volt - nur in Kombination mit Startergeneratoren

Die wichtigsten Hybridfunktionen, die in Zukunft perspektivisch jeder Pkw durch das 48-Volt-Bordnetz haben wird, sind: Rekuperieren und Boosten. Das volle Potenzial von 48-Volt-Startsystemen kann nur ausgeschöpft werden, wenn Starter und Generator in eine Einheit integriert werden. Dadurch ist es mithilfe erweiterter Funktionalität möglich, den Kraftstoffverbrauch zu senken und den Startkomfort zu verbessern. Grundsätzlich kommen in Verbindung mit einem 48-Volt-Bordnetz zwei Lösungsvarianten infrage: der riemengetriebene Startergenerator (RSG) und der integrierte Startergenerator (ISG).

  • RSG: Der riemengetriebene Startergenerator mit einer Leistung von circa 10 kW wird anstelle des bisherigen Generators integriert. Er ist mit dem Verbrennungsmotor gekoppelt, so wie heute der Generator. Die Kombination aus Starter und Generator unterstützt den Verbrennungsmotor bei Start, Beschleunigung und Rekuperation.
  • ISG: Der integrierte Starter-Generator (ISG) vereint Starter und Generator in einem leistungsfähigen Elektromotor zwischen Motor und Getriebe und kommt auch beim Kaltstart zum Einsatz. Er ersetzt sowohl die bisherige Lichtmaschine als auch den Anlasser. Die kompaktere Bauweise erlaubt im Vergleich zum RSG eine höhere Leistungsdichte. Der integrierte Elektromotor unterstützt den Verbrennungsmotor, etwa beim Beschleunigen, und speist mittels hocheffizienter Rekuperation die Batterie mit Energie.

Mit einem RSG oder ISG kann der Motor nicht erst im Stillstand, sondern bereits beim Ausrollen abgeschaltet werden. Das Fazit: 48-Volt-Systeme ermöglichen einen Teil der Funktionalitäten eines Vollhybrid-Systems, jedoch zu reduzierten Kosten.

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