Was wäre, wenn der Wagen von alleine parkt?

Sobald wir alle in autonomen Fahrzeugen unterwegs sind, gibt es keinen Ärger mehr mit dem Parken. Wir sparen viel Zeit, Geld und Energie.

Wenn wir alle in autonomen Fahrzeugen unterwegs sind, entfällt dann der Ärger bei der Parkplatzsuche?

Stellen Sie sich einmal einen Tag in nicht allzu ferner Zukunft vor und wählen Sie zwischen diesen beiden Szenarien:

  • Ihr Robo-Carsharing-Taxi fährt am Zielort vor. Sie steigen aus und der Wagen entschwindet, ohne dass Sie auch nur einen Gedanken an die Parkplatzsuche verschwenden müssen.
  • Sie fahren mit dem eigenen Wagen bei einem Restaurant vor. Dort zücken Sie das Smartphone und „wischen“ den Wagen mit einem Fingerzeig buchstäblich weg.

Das Auto parkt sich selbstständig irgendwo in der Nähe, schon während der Fahrt hat es von anderen Fahrzeugen in der Gegend ein Update über frei verfügbare Parkplätze erhalten. Sobald Sie den entsprechenden Befehl auf Ihrem Smartphone eingeben, fährt dieses oder ein anderes verfügbares Fahrzeug wieder bei Ihnen vor.

Park-Stress ist höchst unnötig und ungesund

Egal welches Szenario Sie bevorzugen, soviel steht fest: Sobald wir mit autonomen Fahrzeugen unterwegs sind, können wir ganz entspannt bleiben, wenn es ums Parken geht. Denn Stress beim Thema Parken ist zwar weit verbreitet, aber höchst unnötig und ungesund.

US-Bürger verbringen im Schnitt 17 Stunden im Jahr mit der Parkplatzsuche, haben Verkehrsanalytiker von INRIX ermittelt. Das kostet pro Fahrer rund 345 Dollar an unnötiger Zeit, Benzin und Emissionen. Schlimmer noch, Fahrer bezahlen pro Nase 97 Dollar im Jahr zu viel an Parkgebühren, nur weil sie Angst vor einem Strafzettel haben.

Im dichter besiedelten Deutschland geht sogar noch mehr Zeit für die Parkplatzsuche drauf — sage und schreibe 41 Stunden pro Kopf und Jahr.

US-Bürger verbringen im Schnitt 17 Stunden im Jahr auf Parkplatzsuche

Dabei gibt es keinen Grund für diese Verschwendung. Denn rein statistisch herrscht kein Mangel an Parkplätzen. In den USA sind rund 300 Millionen Fahrzeuge unterwegs, auf die mindestens eine Milliarde Parkplätze kommen (je nach Erhebung sind es möglicherweise sogar noch mehr). Kurzum: Parkplätze sind ausreichend vorhanden. Nur sind sie nicht gleichmäßig verteilt, wie der berühmte Science-Fiction-Autor William Gibson einmal über die Zukunft gescherzt hat.

Das zeitliche und räumliche Ungleichgewicht zwischen Stellplätzen und Fahrzeugen bringt Menschen in Rage. Wir werden wütend, schreien andere Verkehrsteilnehmer an und verpassen aus Park-Stress manchmal sogar wichtige Arzttermine.

Und wir lassen Dampf ab. Einer von fünf Männern und eine von sieben Frauen haben in Umfragen zugegeben, dass sie schon einmal mit Mitmenschen wütende Worte um einen Parkplatz gewechselt haben, eindeutige, nicht gerade freundliche Handzeichen eingeschlossen. Acht Prozent aller männlichen und zwei Prozent aller weiblichen Fahrer haben sich wegen einem Parkplatz sogar schon auf Handgreiflichkeiten eingelassen.

Wir schreien andere Verkehrsteilnehmer an

Dabei ginge es auch anders. Wie wäre es, wenn wir bald schon nur die Park-App anraunzen, die nicht sofort lädt, oder dem autonomen Fahrzeug einen Vogel zeigen, wenn es mit einer Minute Verspätung um die Ecke biegt?

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