Vans & Drones Hilfe kommt von oben

Daimler verlässt die übliche Route – den Asphalt – und entdeckt den Luftweg für sich: Mercedes-Benz Vans beteiligt sich mit dem Projekt „Vans & Drones“ an der Entwicklung der Drohne als Transporthilfe.

Der Van als mobiler Briefkasten

Die Drohne als Hilfsmittel kann in verschiedensten Situationen zum Einsatz kommen. Ist beispielsweise auf einer Baustelle ein spezielles Werkzeugteil defekt, müsste der Bauarbeiter für Ersatz nicht mehr selbst ins Auto steigen: Er bestellt per App das fehlende Werkzeugteil, die Zustellung erfolgt in kürzester Zeit aus der Luft. Eine Drohne fliegt mitsamt der Bestellung zum integrierten Landeplatz auf dem Dach des Vans, liefert die Ware ab und die Arbeit auf der Baustelle kann schnell wieder aufgenommen werden. Der Van wird damit zum mobilen Briefkasten. Ein weiteres Beispiel: Nach einem Unfall auf der Autobahn hat sich ein Stau gebildet. Der Notarzt vor Ort braucht für einen Verletzten aber die Konserve einer bestimmten Blutgruppe. Während die Straßen blockiert sind, kann die Blutkonserve über den Luftweg gebracht werden.

Seit dem Frühsommer 2015 arbeitet die Unternehmenseinheit Future Transportation zusammen mit Matternet, einem Transport-Drohnen Startup aus dem Silicon Valley, an der tatsächlichen Umsetzung der Idee „Vans & Drones“. Mit dem Vito ist erstmals ein Serienfahrzeug ortsunabhängige Empfangsstation und Landeplatz für Drohnen.

Per App wird das sichere, autonome Landen der Drohne bestätigt.

Dabei wird ein eigenständiges System – die Drohne als Transportmittel – mit dem Van durch eine Applikation vernetzt. Über GPS findet die Drohne den Van. Dieser scannt den Luftraum und sendet ein Lichtsignal aus, um eine sichere Ablieferung zu gewährleisten. Erst dann landet die Drohne voll autonom über einen Infrarot-Landeleitstrahl auf dem Dach. Die Idee des Vans als Landeplatz ist ungewöhnlich, hat aber ebenso entscheidende Vorteile. Denn die Drohne hält kein Stau oder Stadtverkehr auf. Sie ist schnell, effizient und verursacht keine Abgase. Der direkte Luftweg ist meist kürzer als die Straßenführung – besonders wenn es schnell gehen muss ein unschlagbarer Bonus.

Connectivity ist das Stichwort

Sicherheit, Qualität und wirtschaftliche Nachhaltigkeit sind Eckpfeiler, die den Entwicklungsfortschritt von „Vans & Drones“ beeinflussen. Zum jetzigen Zeitpunkt sammelt das Projektteam wichtige Erfahrungen für die Zukunft:

Andreas Raptopoulos (links), Gründungsmitglied und CEO von Matternet, und Thomas Wurdig von Mercedes-Benz Vans arbeiten zusammen am Projekt „Vans & Drones“.

„Wir sind mit unserer Idee der Zeit voraus“, so Thomas Wurdig aus dem Team Future Transportation. „Unsere Aufgabe ist es, mit wirtschaftlichen und gewinnbringenden Lösungen zu zeigen, welche Chancen wir und unsere Kunden durch die Verbindung der Technologien miteinander haben. So können wir auch die politischen und regulatorischen Prozesse unterstützen und dazu beitragen, Rahmenbedingungen zu erschaffen, die Drohnenlieferungen in Zukunft sicher möglich machen.“

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