Ausblick auf die Geschäftsenwicklung

11. Februar 2020 - Das Konzern-EBIT wird im Geschäftsjahr 2020 deutlich über dem von zahlreichen Einzelsachverhalten belasteten Niveau des Jahres 2019 liegen.

In den kommenden Jahren steht die deutliche Verbesserung unserer Renditen sowie des Cash Flow im Fokus. Unser Ziel ist, eine solide Netto-Liquidität, um die notwendigen Investitionen abzusichern und gleichzeitig attraktive Dividenden ausschütten zu können. Dazu werden wir in allen Bereichen eine disziplinierte Kapitalallokation sicherstellen.

Harald Wilhelm im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Finanzen & Controlling und Daimler Mobility

Konzern-Absatz leicht unter dem Vorjahresniveau

Für das Jahr 2020 rechnet Daimler mit einem Konzern-Absatz leicht unter dem Vorjahresniveau. Mercedes-Benz Cars, Mercedes-Benz Vans und Daimler Trucks erwarten einen leichten Absatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Daimler Buses erwartet hingegen einen leicht steigenden Absatz. Bei Daimler Mobility dürfte das Neugeschäft leicht zurückgehen und das Vertragsvolumen auf Vorjahresniveau bleiben.

Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres, EBIT deutlich höher

Der Umsatz des Daimler-Konzerns wird sich im laufenden Geschäftsjahr auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Bei Mercedes-Benz Cars & Vans dürfte der Umsatz auf Vorjahresniveau liegen. Daimler Trucks & Buses rechnet mit einem deutlichen Umsatzrückgang. Das Geschäftsfeld Daimler Mobility erwartet einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Das KonzernEBIT wird im Geschäftsjahr 2020 deutlich über dem von zahlreichen Einzelsachverhalten belasteten Niveau des Jahres 2019 liegen.

Rendite-Erwartungen der Geschäftsfelder

  • Mercedes-Benz Cars & Vans: bereinigte Umsatzrendite von 4-5%
  • Daimler Trucks & Buses: bereinigte Umsatzrendite von 5%
  • Daimler Mobility: bereinigte Eigenkapitalrendite von 12%

Bereits eingeleitete signifikante Effizienzmaßnahmen in allen Geschäftsfeldern wie beispielsweise Personal- und Materialkosteneinsparungen, Portfolio- und Modellanpassungen und die weitere Umsetzung von Plattformstrategien sowie eine stringentere Kapitalallokation sollten bereits im Geschäftsjahr 2020 erste positive Ergebniseffekte haben. Ihre volle Wirkung werden diese Maßnahmen in den Folgejahren entfalten. Restrukturierungs-Maßnahmen sowie der damit verbundene und eingeleitete Beschäftigungsabbau werden das Ergebnis des Jahres 2020 hingegen belasten. Daimler wird weiterhin alle NichtKernaktivitäten überprüfen, um die finanziellen Ressourcen auf die Geschäfte mit den höchsten wirtschaftlichen Potenzialen zu konzentrieren.

Free Cash Flow des Industriegeschäfts deutlich über dem Vorjahreswert

Im Free Cash Flow des Industriegeschäfts werden sich weiterhin hohe Vorleistungen für neue Produkte und Technologien belastend auswirken, auch wenn diese im Jahr 2019 ihr höchstes Niveau erreicht haben sollten. Trotzdem geht Daimler davon aus, dass der Free Cash Flow des Industriegeschäfts deutlich über dem Vorjahreswert liegen dürfte. Darin nicht berücksichtigt sind mögliche Belastungen im Zusammenhang mit rechtlichen und behördlichen Verfahren. Vor dem Hintergrund einer noch gezielteren Kapitalallokation und Priorisierung von Projekten sind Investitionen in Sachanlagen sowie für Forschung- und Entwicklung im Jahr 2020 in der Größenordnung des Jahres 2019 geplant.

Den ausführlichen Prognosebericht finden Sie in unserem Online-Geschäftsbericht 2019.

Hinweise

Daimler ist mit der Guidance für das Geschäftsjahr 2019 dazu übergegangen, für die Prognose der Profitabilität der Geschäftsfelder anstelle des EBIT für die automobilen Geschäftsfelder die Umsatzrendite und für Daimler Mobility die Eigenkapitalrendite heranzuziehen. Damit stellen wir eine Verbindung zwischen den Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr und den strategischen Zielrenditen her.

Die divisionalen Umsatz- bzw. Eigenkapitalrenditen werden anhand von Bandbreiten prognostiziert.

Für das EBIT des Daimler-Konzerns behalten wir die bisherige Methodik einer komparativen Prognose bei; eine Anpassung haben wir jedoch bei den Prognose-Sensitivitäten vorgenommen:

  • Die Prognose „auf dem Niveau des Vorjahres“ entspricht einer Veränderung gegenüber dem Vorjahreswert von -5% bis +5%.
  • Die Prognose „leicht über/unter Vorjahr“ entspricht einer Veränderung gegenüber dem Vorjahreswert von > +/-5%.
  • Die Prognose „deutlich über/unter Vorjahr“ entspricht einer Veränderung gegenüber dem Vorjahreswert von > +/-15%.

Sowohl für den Konzern als auch für die Geschäftsfelder wurden darüber hinaus die Prognose-Sensitivitäten für die weniger volatilen Berichtsgrößen Absatz und Umsatz wie folgt angepasst:

  • Die Prognose „auf dem Niveau des Vorjahres“ entspricht einer Veränderung gegenüber dem Vorjahreswert von -2% bis +2%.
  • Die Prognose „leicht über/unter Vorjahr“ entspricht einer Veränderung gegenüber dem Vorjahreswert von > +/-2%.
  • Die Prognose „deutlich über/unter Vorjahr“ entspricht einer Veränderung gegenüber dem Vorjahreswert von > +/-7,5%.

Wir verwenden Cookies

Damit wollen wir unsere Webseiten nutzerfreundlicher gestalten und fortlaufend verbessern. Wenn Sie die Webseiten weiter nutzen, stimmen Sie dadurch der Verwendung von Cookies zu.