Ausblick. Aktualisierter Auszug aus dem aktuellen Prognosebericht

Auf der Basis der erwarteten Marktentwicklung und der aktuellen Einschätzungen der Geschäftsfelder geht Daimler davon aus, dass das Konzern-EBIT im Jahr 2019 in der Größenordnung des Vorjahres liegen wird.

Konzern

Auf Basis der Annahmen für die Entwicklung der für Daimler wichtigen Märkte und der aktuellen Einschätzungen der Geschäftsfelder erwartet das Unternehmen für das Jahr 2019 einen leichten Anstieg des Konzernabsatzes.

Der Umsatz von Daimler dürfte im Jahr 2019 auf der Grundlage des erwarteten Absatzanstiegs leicht zulegen. Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks und Daimler Financial Services rechnen mit einem leicht steigenden Umsatz, während die Geschäftsfelder Mercedes-Benz Vans und Daimler Buses jeweils ein deutliches Umsatzplus erwarten.

Die eher verhaltene Ergebnisentwicklung im Automobilgeschäft wird sich im Jahr 2019 auch im Free Cash Flow des Industriegeschäfts niederschlagen. Belastend werden sich die weiterhin hohen Vorleistungen für neue Produkte und Technologien auswirken. Hinzu kommen die Kosten für das »Projekt Zukunft« zur Umsetzung der neuen Konzernstruktur. Unter diesen Voraussetzungen geht Daimler dennoch davon aus, dass der Free Cash Flow des Industriegeschäfts leicht über dem Vorjahreswert liegen dürfte.

Geschäftsfelder

Die einzelnen Geschäftsfelder haben für das Jahr 2019 die folgenden Renditeerwartungen:

  • Mercedes-Benz Cars: Umsatzrendite 6% bis 8%
  • Daimler Trucks: Umsatzrendite 7% bis 9%
  • Mercedes-Benz Vans: Umsatzrendite minus 2% bis minus 4%
  • Daimler Buses: Umsatzrendite 5% bis 7%
  • Daimler Financial Services: Eigenkapitalrendite 17% bis 19%

Vor dem Hintergrund von Aufwendungen aus der Anpassung von Produktionskapazitäten in Argentinien und Russland, im Zusammenhang mit dem Produktionsanlauf des Sprinter in Charleston, USA, sowie für laufende behördliche Verfahren und Maßnahmen für Dieselfahrzeuge, hat das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Vans seine Renditeerwartung für das laufende Geschäftsjahr angepasst.

Die Absatzentwicklung wird maßgeblich von Lebenszykluseffekten bestimmter Baureihen beeinflusst. Insgesamt beabsichtigt Mercedes-Benz, im Jahr 2019 über ein Dutzend neue und überarbeitete Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Vor allem die neuen Kompaktwagen, unter anderem die neue B-Klasse, die A-Klasse Limousine sowie der neue GLB, das achte Modell im Kompaktwagensegment, dürften sich positiv im Absatz niederschlagen. Absatzimpulse sind vor allem in der zweiten Jahreshälfte auch im wachstumsstarken Segment der SUVs zu erwarten.

Sowohl in der NAFTA-Region als auch in der Region EU30 erwartet das Geschäftsfeld im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Verkaufsplus. In Japan dürften die Verkäufe in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen. In Brasilien wird mit einem Absatz gerechnet, der das niedrige Niveau des Vorjahres deutlich übertrifft. In Indien sollten die Verkäufe den Vorjahresabsatz übersteigen. Angesichts der weiterhin bestehenden erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten geht Daimler Trucks in der Türkei von deutlich rückläufigen Verkäufen aus. Auch in Indonesien wird mit einem Absatzminus gerechnet.

Neben den USA erwartet das Geschäftsfeld Wachstum insbesondere auch in der Region EU30. Zum Absatzwachstum im Jahr 2019 soll insbesondere der neue Sprinter beitragen, der Mitte 2018 eingeführt wurde.

Daimler Buses will die Marktführerschaft in seinen wichtigsten klassischen Kernmärkten bei den Bussen über 8t behaupten. Für das Jahr 2019 rechnet das Geschäftsfeld insgesamt mit einer deutlichen Absatzsteigerung. Die Grundlage dafür bildet ein leichtes Absatzwachstum in der Region EU30 und eine deutlich positive Entwicklung der Verkäufe in Indien. Für Lateinamerika (ohne Mexiko) wird von einem Absatz auf Vorjahresniveau ausgegangen.

Ausschlaggebend hierfür sind die Absatzentwicklungen der automobilen Geschäftsfelder. Dazu sollen nicht zuletzt der Ausbau neuer digitaler Möglichkeiten des Kundenkontakts sowie die Erschließung weiterer Marktpotenziale im Flottenmanagement beitragen.

Diese Seite fasst die wichtigsten Themen aus dem ausführlichen Prognosebericht zusammen. Sie wurde zuletzt am 24. Juni 2019 nach der Neueinschätzung der Ergebniserwartrung vom 23. Juni 2019 überarbeitet.

Wichtige Hinweise

Diese Seite enthält vorausschauende Aussagen zu unserer aktuellen Einschätzung künftiger Vorgänge. Wörter wie »antizipieren«, »annehmen«, »glauben«, »einschätzen«, »erwarten«, »beabsichtigen«, »können/könnten«, »planen«, »projizieren«, »sollten« und ähnliche Begriffe kennzeichnen solche vorausschauenden Aussagen.

Diese Aussagen sind einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Einige Beispiele hierfür sind

  • eine ungünstige Entwicklung der weltwirtschaftlichen Situation, insbesondere ein Rückgang der Nachfrage in unseren wichtigsten Absatzmärkten,
  • eine Verschlechterung unserer Refinanzierungsmöglichkeiten an den Kredit- und Finanzmärkten,
  • unabwendbare Ereignisse höherer Gewalt wie beispielsweise Naturkatastrophen, Terrorakte, politische Unruhen, kriegerische Auseinandersetzungen, Industrieunfälle und deren Folgewirkungen auf unsere Verkaufs-, Einkaufs-, Produktions- oder Finanzierungsaktivitäten,
  • Veränderungen der Wechselkurse,
  • eine Veränderung des Konsumverhaltens in Richtung kleinerer und weniger gewinnbringender Fahrzeuge
  • oder ein möglicher Akzeptanzverlust unserer Produkte und Dienstleistungen mit der Folge einer Beeinträchtigung bei der Durchsetzung von Preisen und bei der Auslastung von Produktionskapazitäten,
  • Preiserhöhungen bei Kraftstoffen und Rohstoffen,
  • Unterbrechungen der Produktion aufgrund von Materialengpässen, Belegschaftsstreiks oder Lieferanteninsolvenzen,
  • ein Rückgang der Wiederverkaufspreise von Gebrauchtfahrzeugen,
  • die erfolgreiche Umsetzung von Kostenreduzierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen,
  • die Geschäftsaussichten der Gesellschaften, an denen wir bedeutende Beteiligungen halten,
  • die erfolgreiche Umsetzung strategischer Kooperationen und Joint Ventures,
  • die Änderungen von Gesetzen, Bestimmungen und behördlichen Richtlinien, insbesondere soweit sie Fahrzeugemissionen, Kraftstoffverbrauch und Sicherheit betreffen,
  • sowie der Abschluss laufender behördlicher oder von Behörden veranlasster Untersuchungen und der Ausgang anhängiger oder drohender künftiger rechtlicher Verfahren
  • und weitere Risiken und Unwägbarkeiten, von denen einige im aktuellen Geschäftsbericht unter der Überschrift »Risiko- und Chancenbericht« beschrieben sind.

Sollte einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder eine dieser Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die den vorausschauenden Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen.

Wir haben weder die Absicht noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese ausschließlich auf den Umständen am Tag der Veröffentlichung basieren.

Daimler ist mit der Guidance für das Geschäftsjahr 2019 dazu übergegangen, für die Prognose der Profitabilität der Geschäftsfelder anstelle des EBIT für die automobilen Geschäftsfelder die Umsatzrendite und für Daimler Financial Services die Eigenkapitalrendite heranzuziehen. Damit stellen wir eine Verbindung zwischen den Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr und den strategischen Zielrenditen her.

Die divisionalen Umsatz- bzw. Eigenkapitalrenditen werden anhand von Bandbreiten prognostiziert.

Für das EBIT des Daimler-Konzerns behalten wir die bisherige Methodik einer komparativen Prognose bei; eine Anpassung haben wir jedoch bei den Prognose-Sensitivitäten vorgenommen:

  • Die Prognose „auf dem Niveau des Vorjahres“ entspricht einer Veränderung gegenüber dem Vorjahreswert von -5% bis +5%.
  • Die Prognose „leicht über/unter Vorjahr“ entspricht einer Veränderung gegenüber dem Vorjahreswert von > +/-5%.
  • Die Prognose „deutlich über/unter Vorjahr“ entspricht einer Veränderung gegenüber dem Vorjahreswert von > +/-15%.

Sowohl für den Konzern als auch für die Geschäftsfelder wurden darüber hinaus die Prognose-Sensitivitäten für die weniger volatilen Berichtsgrößen Absatz und Umsatz wie folgt angepasst:

  • Die Prognose „auf dem Niveau des Vorjahres“ entspricht einer Veränderung gegenüber dem Vorjahreswert von -2% bis +2%.
  • Die Prognose „leicht über/unter Vorjahr“ entspricht einer Veränderung gegenüber dem Vorjahreswert von > +/-2%.
  • Die Prognose „deutlich über/unter Vorjahr“ entspricht einer Veränderung gegenüber dem Vorjahreswert von > +/-7,5%.

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