Fragen & Antworten

Dividende und Versteuerung

Die Aktionäre haben auf der Hauptversammlung am 29. März 2017 der Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2016 von 3,25 (i.V. 3,25) € pro Aktie zugestimmt. Dies entspricht einer Ausschüttungssumme von 3,477 (i. V. 3,477) Mrd. € und entspricht rund 41% des auf die Daimler-Aktionäre entfallenden Konzernergebnisses. Wir lassen unsere Aktionäre wie gewohnt am Erfolg des Unternehmens teilhaben und drücken zugleich unsere Zuversicht über den weiteren Geschäftsverlauf aus.

Der Anspruch auf Auszahlung der Dividende (gemäß §58 Abs. 4 Satz 2 AktG in der seit 1. Januar 2017 geltenden Fassung) ist am dritten Bankarbeitstag nach der Hauptversammlung fällig. Mithin erfolgt die Auszahlung am 3. April 2017 an die Depotbanken, die die Verteilung an die Aktionäre sicherstellen.

Der Aktienkurs notiert am ersten Geschäftstag nach der Hauptversammlung ex dividende.

Das Unternehmen strebt an, zukünftig jeweils 40% des auf die Aktionäre der Daimler AG entfallenden Konzernergebnisses auszuschütten.

Eine Übersicht mit Beträgen und Terminen seit 1988 finden Sie hier.

Sie müssen spätestens am Tag der Hauptversammlung die Aktien (ISIN: DE 000 7100000) gekauft haben, um nach der Hauptversammlung die Dividende zu erhalten. Es gibt keine Mindesthaltedauer vor oder nach der Hauptversammlung. Bei einem außerbörslichen Kauf können sich Abweichungen ergeben. Hierüber kann Sie nur der Verkäufer der Aktien informieren.

Die Aktien der Daimler AG werden girosammelverwahrt; bitte wenden Sie sich an Ihre Haus-/Depotbank, bei der das Aktiendepot geführt wird.

Als Eigentümer von DaimlerChrysler Aktienurkunden (effektiven Stücken) wenden Sie sich bitte an die

Link Market Services (Frankfurt) GmbH
Postfach 1207
65742 Eschborn
Deutschland
Telefon: +49 (0) 6196 8870 700
Telefax: +49 (0) 69 2222 34282
E-Mail: daimler.service@linkmarketservices.de

die im Auftrag der Daimler AG die Dividendenzahlungen veranlasst.

Nachfolgend wird zwischen in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtigen Aktionären (Inländer) und ausländischen Aktionären unterschieden.

I. Inländische Aktionäre

(a) Besteuerung von Dividenden

Die Dividende auszahlende Bank nimmt auf die Bruttodividende der Daimler AG einen Kapitalertragsteuerabzug von 26,375% vor (= 25% Kapitalertragsteuer + 5,5% Solidaritätszuschlag auf 25% Kapitalertragsteuer).
Der Kapitalertragsteuerabzug hat grundsätzlich abgeltende Wirkung, d.h. die Dividenden werden nicht mehr in die Einkommensteuerveranlagung der Aktionäre einbezogen.

Beispiel (auf Basis der für die Zahlung in 2017 für 2016 vorgeschlagenen Dividende):

  1 Aktie 1.000 Aktien
Dividende 3,25 Euro 3.250,00 Euro
Abzgl. 25% Kapitalertragsteuer - 0,81 Euro - 812,50 Euro
Abzgl. 5,5% Solidaritätszuschlag auf die Kapitalertragsteuer - 0,04 Euro - 44,69 Euro
Auszahlung 2,40 Euro 2.392,81 Euro

Mit der Kapitalertragsteuer ist ab 1.1.2015 zugleich auch die Kirchensteuer von Kapitalerträgen einzubehalten, wenn der Aktionär einer kirchensteuererhebenden Religionsgemeinschaft angehört.

Liegen eine sog. Nichtveranlagungsbescheinigung oder ein ausreichender Freistellungsauftrag vor, erfolgt die Auszahlung der Dividende ohne Abzug.

Hat der Aktionär seiner Depotbank keinen Freistellungsauftrag für Kapitalerträge erteilt oder keine Nichtveranlagungsbescheinigung vorgelegt und liegen die Voraussetzungen für eine solche Erteilung aber vor, so kann er die durch die Depotbank einbehaltene Kapitalertragsteuer im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung durch das Finanzamt erstattet erhalten.

(b) Besteuerung von Gewinnen aus der Veräußerung von Aktien

Veräußert der Aktionär Daimler-Aktien, die er nach dem 31.12.2008 erworben hat, so unterliegt ein dabei erzielter Gewinn der Kapitalertragsteuer. D.h. die inländische Depotbank nimmt auf den Veräußerungsgewinn einen Kapitalertragsteuerabzug von 26,375% (KESt + Soli) (ggf. zuzüglich Kirchensteuer) vor. Der Kapitalertragsteuerabzug hat abgeltende Wirkung, d.h. die Veräußerungsgewinne werden grundsätzlich nicht mehr in die Einkommensteuerveranlagung des Aktionärs einbezogen.

Die Haltedauer der Aktien spielt – anders als in der Vergangenheit (Spekulationsfrist 1 Jahr) - keine Rolle mehr.

(c) Verluste aus der Veräußerung von Aktien

Verluste aus der Veräußerung von Daimler-Aktien, die der Aktionär nach dem 31.12.2008 erworben hat, können steuerlich nur mit Gewinnen aus der Veräußerung von Aktien, die nach dem 31.12.2008 angeschafft wurden, verrechnet werden. Eine Verlustverrechnung mit anderen Kapitalerträgen wie z.B. Dividenden und Zinsen ist ausgeschlossen. Dies gilt auch für eine Verrechnung mit anderen Einkunftsarten. Wurden die Daimler-Aktien vor dem 01.01.2009 erworben, so können die Verluste steuerlich nicht geltend gemacht werden

II. Ausländische Aktionäre

(a) Dividenden

Wie bei inländischen Aktionären, nimmt die dividendenauszahlende Bank auf die Bruttodividende einen Kapitalertragsteuerabzug von 26,375% (KESt + Soli) vor. Die Dividende ist im Heimatstaat des Aktionärs nach den dort geltenden Regeln zu versteuern. Die in Deutschland gezahlte Kapitalertragsteuer kann ggf. ganz oder teilweise auf die im Ausland festgesetzte Einkommensteuer angerechnet werden.

Dem Aktionär kann in Deutschland ein Anspruch auf teilweise Rückzahlung der Kapitalertragsteuer zustehen, wenn in einem Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung (DBA) zwischen Deutschland und dem Heimatstaat des Aktionärs auf Dividenden ein niedrigerer Steuersatz als 26,375% vereinbart ist.

Weitere Informationen hierzu können über die Internetadresse des Bundeszentralamtes für Steuern (www.bzst.bund.de) heruntergeladen werden.

(b) Veräußerungsgewinne/-verluste

Veräußert der Aktionär Aktien – unabhängig vom Anschaffungsdatum –, so unterliegt ein dabei erzielter Gewinn nicht der Kapitalertragsteuer. D.h. die inländische Depotbank behält auf den Veräußerungsgewinn keine Kapitalertragsteuer ein. Voraussetzung ist, dass der Aktionär von der Depotbank als ausländischer Aktionär erkannt wird, d.h. das seine Kontendaten ihn als ausländischen Aktionär identifizieren.

Veräußerungsgewinne/-verluste sind im Heimatstaat des Aktionärs nach den dort geltenden Regeln zu versteuern.

Hinweis:

Die vorstehenden Ausführungen stellen nur allgemeine Hinweise dar und begründen keine steuerliche Beratung. Die Ausführungen geben unsere Interpretation der relevanten aktuell gültigen steuergesetzlichen Bestimmungen wieder. Für darüber hinausgehende Informationen empfehlen wir im Einzelfall eine steuerliche Beratung einzuholen.

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