Ergebnisse 2. Quartal 2020

23. Juli 2020 - Daimler hat heute die Ergebnisse für das zweite Quartal 2020 veröffentlicht. Die Kennzahlen sind stark von der Corona-Pandemie und dem daraus resultierenden Nachfragerückgang bei Pkw, Transportern, Lkw und Bussen geprägt.

Die wichtigsten Finanzkennzahlen auf einen Blick

541.800 Fzge.

Konzernabsatz

Q2 2019: 821.700

30.184 Mio.

Konzernumsatz

Q2 2019: 42.650 Mio. €

-1.682 Mio.

Konzern-EBIT

Q2 2019: -1.558 Mio. €

-1.906 Mio.

Konzernergebnis

Q2 2019: -1.242 Mio. €

685 Mio.

Free Cash Flow Industriegeschäft

Q2 2019: -1.302 Mio. €

9.481 Mio.

Nettoliquidität Industriegeschäft

Ende Q1 2020: 9.262 Mio. €

Nachdem die Weltwirtschaft mit positiven Vorzeichen in das Jahr gestartet war, brachten die COVID-19-Pandemie und die Gegenmaßnahmen die wirtschaftlichen Aktivitäten weltweit zeitweise zum Erliegen. Mit Produktionsunterbrechungen im März, April und Mai sowie Kurzarbeit begegnete Daimler der niedrigeren Nachfrage. Um die Finanzkraft des Unternehmens zu sichern, wurden die Ausgaben gedrosselt und die Investitionen auf die wichtigsten Zukunftsprojekte fokussiert. Das Working Capital wurde mit Blick auf die Lagerbestände konsequent reduziert.

Diese Maßnahmen waren erfolgreich: Zum Ende des zweiten Quartals lag die Nettoliquidität des Industriegeschäfts bei 9,5 (Ende Q1 2020: 9,3) Mrd. €. Der Free Cash Flow des Industriegeschäfts betrug 685 (Q2 2019: minus 1.302) Mio. €. Der bereinigte Free Cash Flow des Industriegeschäfts lag bei 778 (Q2 2019: minus 1.208) Mio. €. Dieser ist nach wie vor durch hohe Investitionen in künftige Produkte beeinflusst.

Während die weltweiten Auswirkungen der Pandemie zu deutlichen Ergebniseinbußen bei Mercedes-Benz Cars & Vans, Daimler Trucks & Buses und Daimler Mobility führten, wirkten Kostensenkungsmaßnahmen den negativen Effekten entgegen.

Der Absatz des Geschäftsfelds Mercedes-Benz Cars & Vans ging im zweiten Quartal um 30% auf 480.800 (Q2 2019: 686.800) Fahrzeuge zurück. Das um wesentliche Sondersachverhalte bereinigte EBIT betrug minus 284 (Q2 2019: plus 1.148) Mio. €, die bereinigte Umsatzrendite minus 1,5% (Q2 2019: plus 4,5%). Ein günstigerer Modell-Mix, vor allem getrieben durch den Erfolg der neuesten Produkte, trug positiv zum Ergebnis bei. Belastend wirkten sich Restrukturierungsaufwendungen für Kapazitätsanpassungen im globalen Produktionsnetzwerk, z.B. in Hambach, Tuscaloosa und Aguascalientes (687 Mio. €) sowie das eingeleitete Programm zur Reduzierung der Personalkosten (101 Mio. €) aus. Beide Initiativen werden mittel- und langfristig die Fixkosten senken.

Der Absatz des Geschäftsfelds Daimler Trucks & Buses ging im zweiten Quartal um 55% auf 61.000 (Q2 2019: 134.900) Fahrzeuge zurück. Das bereinigte EBIT betrug minus 747 (Q2 2019: plus 834) Mio. €, die bereinigte Umsatzrendite minus 12,0% (Q2 2019: plus 7,2%). Die Ergebnisentwicklung war einerseits stark von Volumenrückgängen geprägt. Andererseits trug eine signifikante Reduzierung der Fixkosten positiv zum Ergebnis bei, die auch die langfristige Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Erfreulicherweise entwickelt sich der Auftragseingang jetzt in fast allen Kernregionen positiv.

Bei Daimler Mobility schwächte sich das Neugeschäft im zweiten Quartal um 24% auf 14,0 (Q2 2019: 18,4) Mrd. € ab. Das bereinigte EBIT betrug 313 (Q2 2019: 483) Mio. €, die bereinigte Eigenkapitalrendite 8,6% (Q2 2019: 14,0%). Aufgrund der volkswirtschaftlichen Abkühlung im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie wirkten sich höhere Kreditrisiko-kosten negativ auf das EBIT aus. Außerdem wurde das EBIT durch Aufwendungen (105 Mio. €) im Zuge der Neuausrichtung der YOUR NOW-Gruppe belastet.

Die Seite Kennzahlen-Konzern zeigt zahlreiche weitere Kennzahlen in Linien-Diagrammen und liefert einen schnellen Überblick über die Entwicklung relevanter Quartalszahlen in einem Zeitraum von drei Jahren (z.B. Investitionen ins Industriegeschäft, Ergebnis je Aktie, Nettoliquidität, Absatz nach Geschäftsfeldern, etc.).

Aufgrund der beispiellosen COVID-19-Pandemie mussten wir ein herausforderndes Quartal durchstehen. Aber unsere Nettoliquidität im Industriegeschäft zeugt von effektiver Kostenkontrolle und effektivem Cash-Management, das wir durchsetzen müssen. Wir sehen jetzt erste Anzeichen einer Absatzerholung - insbesondere bei Mercedes-Benz Pkw, wo wir eine starke Nachfrage nach unseren Spitzenmodellen und unseren elektrifizierten Fahrzeugen verzeichnen. Mit Blick auf die Zukunft sind wir fest entschlossen, die Kostenbasis unseres Unternehmens weiter zu verbessern. Gleichzeitig halten wir an unseren wichtigsten strategischen Zielen fest: Wir wollen bei der Elektrifizierung und Digitalisierung führend sein.

Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und der Mercedes-Benz AG

Konzern-Kennzahlen im Fünf-Jahres-Vergleich

  • Umsatz
  • EBIT
  • Absatz

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