Ausblick

Unseren Aktionären, den Analysten und der interessierten Öffentlichkeit möchte Daimler durch aktuelle, faire und transparente Kommunikation die Möglichkeit bieten, sich fundiert über das Unternehmen zu informieren.

Stand: 1. Februar 2018 – Jahrespressekonferenz 2018

Auf der Basis der erwarteten Parameter geht Daimler davon aus, dass das Konzern-EBIT im Jahr 2018 in der Größenordnung des Vorjahres liegen wird.

Leichte Steigerung von Absatz und Umsatz erwartet. Konzern-EBIT in der Größenordnung des Vorjahres

Auf Basis der Annahmen zur Entwicklung wichtiger Absatzmärkte und der Planungen der Geschäftsfelder geht der Daimler-Konzern davon aus, dass der Absatz im Jahr 2018 insgesamt leicht gesteigert werden kann. Der Konzern erwartet weiter, dass auch der Umsatz im Jahr 2018 leicht zunehmen wird. Darin spiegelt sich die insgesamt positive Absatzentwicklung in den automobilen Geschäftsfeldern wider. Wechselkurseffekte werden die Umsatzentwicklung im Jahr 2018 voraussichtlich eher negativ beeinflussen. Dies gilt vor allem für die Geschäfte im NAFTA-Raum.

Die Geschäftsfelder verfügen über ein sehr attraktives Produktangebot, das in den zurückliegenden Jahren erweitert und konsequent erneuert wurde. Der Konzern nimmt daher an, vom leichten Wachstum der globalen Automobilnachfrage, das auch für das Jahr 2018 erwartet wird, zu profitieren und seine Position in wichtigen Märkten ausbauen oder behaupten zu können.

Bei Mercedes-Benz Cars werden im Jahr 2018 vor allem die E-Klasse Modelle, der Geländewagen GLC, die neuen Cabrios und die neue A-Klasse für weiteres Wachstum sorgen. Dämpfend auf die Umsatzentwicklung wirken hingegen die erwartete Wechselkurs-entwicklung und Lebenszykluseffekte bei einigen Pkw-Modellen sowie auch eine veränderte Absatzstruktur. Insgesamt erwartet Mercedes-Benz Cars im Jahr 2018 deshalb trotz eines leicht steigenden Absatzes nur einen Umsatz auf dem hohen Vorjahresniveau. Aufgrund der insgesamt positiven Markt- und Absatzerwartungen planen Daimler Trucks einen leichten und Mercedes-Benz Vans, Daimler Buses und Daimler Financial Services einen deutlichen Umsatzanstieg.

In regionaler Hinsicht erwartet Daimler für Asien und Europa nochmals leichte Zuwächse. In China wurden durch neue Vertriebsstandorte, zusätzliche Produktionskapazitäten und ein breiteres Angebot die Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen. Das Absatz-wachstum in China schlägt sich jedoch nur unterproportional im Umsatz nieder, da der Anteil der lokalen Produktion nochmals zunehmen wird. Die chinesische Beteiligungsgesellschaft Beijing Benz Automotive China (BBAC) wird at-equity in den Konzernabschluss einbezogen.

Das erwartete Absatz- und Umsatzwachstum wird sich im Jahr 2018 insgesamt positiv auf das Ergebnis auswirken. Der Grundstein für ein dauerhaft hohes Ergebnisniveau wurde mit verschiedenen Programmen zur Ergebnisverbesserung gelegt, die bereits in den Jahren 2013 bis 2015 umgesetzt wurden. Seither werden in allen Geschäftsfeldern kontinuierlich weitere Maßnahmen zur langfristigen und strukturellen Optimierung des Geschäftssystems durchgeführt. So sollen bei Mercedes-Benz Cars im Rahmen des Programms F4L (Fit for Leadership) weitere Effizienzverbesserungen realisiert werden. Auch Daimler Trucks arbeitet mit seinem Optimierungsprogramm kontinuierlich an Effizienzverbesserungen. Zusammen mit den bislang geplanten und teilweise bereits realisierten Kostenoptimierungen will Daimler Trucks bis Ende 2018 ergebniswirksame Verbesserungen in Höhe von 1,4 Mrd. € erreichen. Es wird angestrebt, dass diese Maßnahmen im Jahr 2019 ihre volle Wirksamkeit erreichen.

Konzernübergreifend standardisiert und modularisiert Daimler die Produktionsprozesse. Dabei werden auf intelligente Art und Weise Fahrzeugplattformen genutzt und dadurch weitere Kostenvorteile erzielt. Parallel dazu treibt das Unternehmen die digitale Vernetzung mit Nachdruck voran: in allen Geschäftsfeldern und auf allen Stufen der Wertschöpfungskette – von der Entwicklung über die Produktion bis hin zu Vertrieb und Service. Dadurch eröffnen sich zusätzliche Spielräume, um zum Vorteil für die Kunden noch schneller, flexibler und effizienter zu werden. Ergebnisdämpfend wirken hingegen die weiterhin sehr hohen Vorleistungen: für die Modelloffensive, für innovative Technologien, insbesondere zur Senkung von Verbrauchswerten und zur Elektrifizierung, für die Digitalisierung der Produkte und Prozesse sowie für den Ausbau und die Modernisierung der weltweiten Produktions-kapazitäten. So werden die Vorleistungen für eine erfolgreiche Zukunft im Jahr 2018 nochmals erheblich höher sein als im Jahr zuvor.

Auf der Basis der erwarteten Marktentwicklung, der oben genannten Faktoren sowie der Planungen der Geschäftsfelder geht Daimler davon aus, dass das Konzern-EBIT im Jahr 2018 in der Größenordnung des Vorjahres liegen wird.

Die einzelnen Geschäftsfelder haben beim EBIT für das Jahr 2018 die folgenden Erwartungen:

  • Mercedes-Benz Cars: auf Vorjahresniveau,
  • Daimler Trucks: deutlich über Vorjahresniveau,
  • Mercedes-Benz Vans: leicht unter Vorjahresniveau,
  • Daimler Buses: deutlich über Vorjahresniveau und
  • Daimler Financial Services: auf Vorjahresniveau.

Bei Mercedes-Benz Cars resultieren positive Effekte aus dem erwarteten Absatzanstieg. Dem stehen insbesondere deutlich höhere Vorleistungen für neue Produkte und Technologien, eine weniger günstige Absatzstruktur sowie negative Wechselkurseffekte gegenüber. Sowohl Daimler Trucks als auch Daimler Buses sollten vom steigenden Absatz und den Maßnahmen zur Effizienzverbesserung profitieren. Daimler Financial Services geht davon aus, dass sich das Ergebnis aufgrund des weiter steigenden Vertragsvolumens und der Optimierung der Geschäftsprozesse positiv entwickelt. Höhere Investitionen in neue Geschäfte und der Ausbau der Digitalisierung sowie das gestiegene Zinsniveau und Wechselkurseffekte werden sich voraussichtlich dämpfend auf das Ergebnis auswirken. Mercedes-Benz Vans erwartet vor dem Hintergrund hoher Vorleistungen für den Modellwechsel beim Sprinter und höherer Kosten durch den Produktionshochlauf der neuen Modelle sowie negativer Wechselkurseffekte einen leichten Ergbnisrückgang. Auch die erwartete Absatzsteigerung dürfte diese Belastungen nicht vollständig ausgleichen.

Ausblick: Free Cash Flow des Industriegeschäfts deutlich über Vorjahreswert erwartet

Die erwartete Ergebnisentwicklung in den Automobilgeschäftsfeldern wird sich auch im Jahr 2018 positiv im Free Cash Flow des Industriegeschäfts niederschlagen. Belastend werden sich aber die nochmals höheren Vorleistungen für neue Produkte und Technologien auswirken. Unter diesen Voraussetzungen geht Daimler davon aus, dass der Free Cash Flow des Industriegeschäfts deutlich über dem Vorjahreswert liegen dürfte. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass der Free Cash Flow des Industriegeschäfts im Jahr 2017 durch eine außerordentliche Zuführung in Höhe von 3 Mrd. € in das deutsche Pensionsvermögen der Daimler AG geschmälert wurde.

„Auch im laufenden Jahr werden wir von der finanziellen Stärke des Konzerns profitieren. Wir erwarten einen Free Cash Flow des Industriegeschäfts, der sowohl den Vorjahreswert deutlich und auch die Dividendenausschüttung im Jahr 2018 übertreffen sollte“, sagte Uebber. „Und das, obwohl wir noch mehr in neue Produkte und Technologien investieren werden.“

Ausblick: Investitionen

Mit den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verfolgt Daimler das Ziel, die Wettbewerbsposition vor dem Hintergrund der anstehenden technologischen Herausforderungen zu stärken. Insbesondere durch innovative Lösungen für eine emissionsarme und sichere Mobilität will sich das Unternehmen Vorteile im Wettbewerb verschaffen. Darüber hinaus sollen mit neuen und attraktiven Produkten die Wachstumschancen der weltweiten Automobilmärkte ausgeschöpft werden. Dabei setzt Daimler die Schwerpunkte zunehmend auf die strategischen Zukunftsfelder Vernetzung, autonomes Fahren, flexible Nutzung und Services sowie elektrische Antriebe. In diesen Feldern – jeweils einzeln sowie bei der intelligenten Verknüpfung – will Daimler eine Vorreiterposition einnehmen. Um die Ziele zu erreichen, werden die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Jahr 2018 insgesamt nochmals leicht erhöht. Außerdem wird das Produktangebot in den kommenden Jahren gezielt erweitert. Gleichzeitig will das Unternehmen den tiefgreifenden technologischen Wandel in der Automobilbranche federführend mitgestalten können. Dies gilt insbesondere für die zunehmende Elektrifizierung des Produktportfolios und für die digitale Vernetzung der Produkte und Prozesse auf allen Stufen der Wertschöpfungskette. Indem die ständig wachsenden Datenmengen intelligent vernetzt werden, verschafft sich das Unternehmen Effizienzvorteile, erhöht die Qualität und ermöglicht eine weitere Flexibilisierung des Produktionsprozesses. Vor diesem Hintergrund werden die Investitionen in Sachanlagen im Jahr 2018 nochmals deutlich steigen.

Ausblick: Beschäftigtenzahl sollte geringfügig wachsen

Aufgrund des erwarteten Wachstums bei Absatz und Umsatz werden im Jahr 2018 auch die Produktionsumfänge weiter ansteigen. Gleichzeitig greifen die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, die in den zurückliegenden Jahren in allen Geschäftsfeldern durchgeführt wurden. Die mittel- und langfristig ausgerichteten Maßnahmen zur strukturellen Verbesserung der Geschäftsprozesse dürften zusätzliche Effizienzgewinne ermöglichen. Vor diesem Hintergrund geht das Unternehmen davon aus, dass die Wachstumsziele mit einem nur geringfügig wachsenden Personalbestand erreicht werden können. Zusätzliche Arbeitsplätze werden insbesondere durch den Ausbau des internationalen Produktionsnetzwerks sowie im Bereich Forschung und Entwicklung für Projekte in den Zukunftsfeldern Elektromobilität und Digitalisierung entstehen. Unternehmen, die Daimler gemeinsam mit chinesischen Partnern betreibt und die in der Mitarbeiterzahl des Konzerns nicht berücksichtigt sind, werden voraussichtlich ebenfalls zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen.

„Wir haben in den vergangenen Jahren das erfüllt, was wir versprochen hatten. Wir haben geliefert. Dabei kann man drei Phasen in der Entwicklung unseres Unternehmens ausmachen: Die erste Phase war die der Restrukturierung. Wir haben uns fokussiert auf unsere Kernkompetenz, den Automobilbau. In der zweiten Phase wollten wir die Nummer eins werden. Dieses Ziel haben wir vor der Zeit erreicht“, resümierte Zetsche. „Jetzt sind wir in der Gestaltungsphase für die Zukunft. Und wir agieren aus einer Position der Stärke. Der Anspruch bleibt: Daimler gehört an die Spitze.“

Weiterführende Informationen finden Sie in den ausführlichen Geschäfts- und Zwischenberichten sowie den ergänzenden Dateien und Berichtsformaten.

Vorausschauende Aussagen:

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