Ausblick

Unseren Aktionären, den Analysten und der interessierten Öffentlichkeit möchte Daimler durch aktuelle, faire und transparente Kommunikation die Möglichkeit bieten, sich fundiert über das Unternehmen zu informieren.

Auf der Basis dieser Effekte sowie der erwarteten Marktentwicklung und der aktuellen Einschätzungen der Geschäftsfelder geht Daimler nun davon aus, dass das Konzern-EBIT im Jahr 2018 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen wird.

Stand: 25. Oktober 2018 – Zwischenbericht Q3 2018 und Aktualisierung 6. Dezember 2018

Ausblick Daimler

Auf Basis der insgesamt positiven Absatzentwicklung geht Daimler davon aus, dass der Konzernumsatz im Jahr 2018 leicht zunehmen wird. In den Geschäftsfeldern Daimler Trucks und Daimler Financial Services rechnet das Unternehmen mit einem deutlichen Umsatzanstieg, während bei Mercedes-Benz Vans nun von einer leichten Steigerung ausgegangen wird. Im Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars wirken die erwarteten Wechselkursentwicklungen und Lebenszykluseffekte bei einigen Modellen dämpfend auf die Umsatzentwicklung, weshalb für Mercedes-Benz Cars mit einem Umsatz auf dem hohen Vorjahresniveau gerechnet wird. Auch für das Geschäftsfeld Daimler Buses erwartet das Unternehmen einen Umsatz in der Größenordnung des Vorjahres.

Ende März 2018 haben Daimler und die BMW Group die Absicht bekannt gegeben, vorbehaltlich der Prüfung und Freigabe durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden, ihre bestehenden Angebote für On-Demand-Mobilität in den Bereichen Carsharing, Ride-Hailing, Parking, Charging und Multimodalität zusammenzuführen und künftig strategisch weiter auszubauen. Dazu haben die beiden Unternehmen eine Vereinbarung zur Zusammenlegung ihrer Geschäftseinheiten für Mobilitätsdienste unterzeichnet. Beide Unternehmen sollen jeweils 50% der Anteile an den geplanten Gemeinschaftsunternehmen der Mobilitätsdienste beider Konzerne halten. Nach der Freigabe des Vorhabens durch die EU-Kommission führen die beiden Partner noch Gespräche mit der US-Wettbewerbsbehörde. Der ursprünglich für das Jahr 2018 angestrebte und von beiden Partnern weiterhin verfolgte Abschluss der Transaktion kann in den verbleibenden Wochen nicht mehr realisiert werden.

In diesem Zusammenhang wird der erwartete signifikante positive Bewertungs- und Ergebniseffekt bei Daimler Financial Services im Jahr 2019 realisiert. Entsprechend reduziert sich die Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr im Geschäftsfeld Daimler Financial Services. Das Geschäftsfeld rechnet nun mit einem EBIT deutlich unter Vorjahr. Davon unbeeinflusst und unverändert bleibt die Prognose für das EBIT des Daimler-Konzerns im Geschäftsjahr 2018. Wie bereits angekündigt ist mit der Transaktion kein Cash Flow Effekt im Industriegeschäft verbunden.

Aufgrund mehrerer Faktoren kam es bei Mercedes-Benz Cars im dritten Quartal zu vorübergehenden Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von Fahrzeugen, die sich teilweise auch noch auf das vierte Quartal erstrecken. Zu den Faktoren gehören unter anderem die bekannten Auslieferstopps für einige Diesel-Modelle. Zudem dauert die Zertifizierung von Fahrzeugen in Europa und einigen internationalen Märkten derzeit länger als üblich. Daimler arbeitet seit längerer Zeit mit Hochdruck an Software-Updates, der Umstellung des europäischen Teststandards auf WLTP sowie der Klärung offener technischer und rechtlicher Fragen.

Die Bestände sind temporär angestiegen. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Mercedes-Benz Fahrzeugen rechnet das Unternehmen jedoch weiterhin damit, dass sich die Situation im vierten Quartal wieder normalisieren wird und die Bestände bis zum Jahresende 2018 wieder reduziert werden können.

Die beschriebenen Faktoren gelten sinngemäß ebenfalls für Mercedes-Benz Vans und beeinträchtigen daher auch die Geschäftsentwicklung der Transporter-Sparte.

Wegen aktueller Entwicklungen hat Daimler am 19. Oktober für das Jahr 2018 eine Neueinschätzung der Ergebniserwartungen für die Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars und Daimler Buses sowie für den Daimler-Konzern vorgenommen. Maßgeblich dafür ist ein Anstieg der erwarteten Aufwendungen im Zusammenhang mit den laufenden behördlichen Verfahren und Maßnahmen in verschiedenen Regionen betreffend Mercedes-Benz Dieselfahrzeuge. Zudem sind bei Mercedes-Benz Vans geringere Absätze infolge von Auslieferungsverzögerungen zu verzeichnen. Des Weiteren wurde aus Anlass einer aktuellen Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für eine möglicherweise erforderliche Umrüstung bestimmter Fahrzeuge Risikovorsorge getroffen, die noch mit dem früher verwendeten Kältemittel R134a ausgestattet sind. Darüber hinaus ist im Geschäftsfeld Daimler Buses eine rückläufige Nachfrage in einzelnen Märkten zu verzeichnen.

Auf der Basis dieser Effekte sowie der erwarteten Marktentwicklung und der aktuellen Einschätzungen der Geschäftsfelder geht Daimler nun davon aus, dass das Konzern-EBIT im Jahr 2018 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen wird.

Die einzelnen Geschäftsfelder haben für das Jahr 2018 folgende Erwartungen für das EBIT:

  • Mercedes-Benz Cars: deutlich unter Vorjahresniveau,
  • Daimler Trucks: deutlich über Vorjahresniveau,
  • Mercedes-Benz Vans: deutlich unter Vorjahresniveau,
  • Daimler Buses: deutlich unter Vorjahresniveau und
  • Daimler Financial Services: deutlich unter Vorjahresniveau.

Trotz nochmals höherer Vorleistungen für neue Produkte und Technologien dürfte der Free Cash Flow des Industriegeschäfts deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen und auch die Dividendenausschüttung im Jahr 2018 übertreffen. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass der Free Cash Flow des Industriegeschäfts im Jahr 2017 durch eine außerordentliche Zuführung in Höhe von 3 Mrd. € in das deutsche Pensionsvermögen der Daimler AG geschmälert wurde.

Um die anspruchsvollen Wachstumsziele zu erreichen, werden die bereits sehr hohen Investitionen in Sachanlagen (i. V. 6,7 Mrd. €) im Jahr 2018 leicht erhöht. Sowohl Mercedes-Benz Cars als auch Daimler Trucks werden im Jahr 2018 vor allem in Folgegenerationen für bestehende Produkte, in neue Produkte, in globale Komponentenprojekte, in den Ausbau der Produktionskapazitäten und in die Optimierung des internationalen Produktionsnetzwerks investieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei Mercedes-Benz Cars auf dem Ausbau des weltweiten Produktionsnetzwerks für die Elektromobilität.

Auch bei den Forschungs- und Entwicklungsleistungen erwartet das Unternehmen Umfänge leicht über dem Niveau des Vorjahres von 8,7 Mrd. €. Zu den wesentlichen Einzelprojekten bei Mercedes-Benz Cars gehören die Nachfolgemodelle der aktuellen S-Klasse sowie der C-Klasse. Außerdem wird in neue effizientere Motoren, alternativ angetriebene Fahrzeuge und Antriebssysteme, autonomes Fahren und in Konnektivität investiert. Bei Daimler Trucks liegen die Schwerpunkte auf Aktivitäten in den Bereichen Kraftstoffeffizienz und Emissionsreduzierung sowie bei Aufwendungen für maßgeschneiderte Produkte und Technologien für wichtige Wachstumsmärkte. Außerdem gewinnen die Zukunftstechnologien Elektromobilität, Konnektivität und automatisiertes Fahren weiter an Bedeutung.

Vor dem Hintergrund weiterer Effizienzsteigerungen im Rahmen der mittel- und langfristig ausgerichteten Programme zur strukturellen Verbesserung der Geschäftsprozesse geht Daimler davon aus, dass die Wachstumsziele mit einem nur geringfügig wachsenden Personalbestand erreicht werden können.

Vorausschauende Aussagen:

Dieses Dokument enthält vorausschauende Aussagen zu unserer aktuellen Einschätzung künftiger Vorgänge. Wörter wie »antizipieren«, »annehmen«, »glauben«, »einschätzen«, »erwarten«, »beabsichtigen«, »können/könnten«, »planen«, »projizieren«, »sollten« und ähnliche Begriffe kennzeichnen solche vorausschauenden Aussagen. Diese Aussagen sind einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Einige Beispiele hierfür sind eine ungünstige Entwicklung der weltwirtschaftlichen Situation, insbesondere ein Rückgang der Nachfrage in unseren wichtigsten Absatzmärkten, eine Verschlechterung unserer Refinanzierungsmöglichkeiten an den Kredit- und Finanzmärkten, unabwendbare Ereignisse höherer Gewalt wie beispielsweise Naturkatastrophen, Terrorakte, politische Unruhen, kriegerische Auseinandersetzungen, Industrieunfälle und deren Folgewirkungen auf unsere Verkaufs-, Einkaufs-, Produktions- oder Finanzierungsaktivitäten, Veränderungen der Wechselkurse, eine Veränderung des Konsumverhaltens in Richtung kleinerer und weniger gewinnbringender Fahrzeuge oder ein möglicher Akzeptanzverlust unserer Produkte und Dienstleistungen mit der Folge einer Beeinträchtigung bei der Durchsetzung von Preisen und bei der Auslastung von Produktionskapazitäten, Preiserhöhungen bei Kraftstoffen und Rohstoffen, Unterbrechungen der Produktion aufgrund von Materialengpässen, Belegschaftsstreiks oder Lieferanteninsolvenzen, ein Rückgang der Wiederverkaufspreise von Gebrauchtfahrzeugen, die erfolgreiche Umsetzung von Kostenreduzierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen, die Geschäftsaussichten der Gesellschaften, an denen wir bedeutende Beteiligungen halten, die erfolgreiche Umsetzung strategischer Kooperationen und Joint Ventures, die Änderungen von Gesetzen, Bestimmungen und behördlichen Richtlinien, insbesondere soweit sie Fahrzeugemissionen, Kraftstoffverbrauch und Sicherheit betreffen, sowie der Abschluss laufender behördlicher oder von Behörden veranlasster Untersuchungen und der Ausgang anhängiger oder drohender künftiger rechtlicher Verfahren und weitere Risiken und Unwägbarkeiten, von denen einige im aktuellen Geschäftsbericht unter der Überschrift »Risiko- und Chancenbericht« beschrieben sind. Sollte einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder eine dieser Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die den vorausschauenden Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir haben weder die Absicht noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese ausschließlich auf den Umständen am Tag der Veröffentlichung basieren.

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