Elektrotechnikingenieur Interview mit Robert Holfelder

Robert Holfelder ist zunächst über eine Ausbildung zum Mechatroniker bei Daimler eingestiegen. Nach seiner erfolgreich absolvierten Ausbildung ließ er sich für eine Weiterbildung freistellen und studierte Mechatronik / Elektrotechnik. Nun ist er als Entwicklungsingenieur für Bus- und Kommunikationssysteme zurück im Unternehmen. Warum er sich für Daimler entschieden hat und wie das Unternehmen ihn beim Wiedereintritt unterstützt hat, berichtet er im Interview.

Hallo Herr Holfelder, bitte stellen Sie sich unseren Leserinnen und Lesern kurz vor.

Mein Name ist Robert Holfelder. Ich habe Mechatronik/Elektrotechnik mit KFZ-Elektronik als weitere Vertiefungsrichtung an der Hochschule Esslingen studiert.
Seit April 2015 bin ich als Entwicklungsingenieur für Bus- und Kommunikationssysteme im Bereich Vernetzung am Standort Sindelfingen tätig.

Warum haben Sie sich für Daimler als Arbeitgeber entschieden?

Ich habe mich für Daimler als Arbeitgeber entschieden, da ich schon immer in einem großen, global agierenden Unternehmen arbeiten wollte und ich bereits meine Ausbildung bei Daimler absolviert habe. Die unterschiedlichen Bereiche des Unternehmens bieten dem einzelnen Mitarbeiter individuelle Entwicklungsmöglichkeiten an.
Was mich fasziniert, ist die Vielzahl der parallel laufenden Entwicklungsprojekte, an denen ich als Ingenieur beteiligt bin. Spannend finde ich auch, dass sich unsere Entwicklungen später in unseren Baureihen wiederfinden.
Was mich bereits in der Ausbildung begeistert hat und auch heute noch fasziniert, ist die standort- und länderübergreifende Zusammenarbeit.
Ebenfalls toll finde ich das eigenverantwortliche Arbeiten und das kollegiale Arbeitsklima. Hier wird jeder Mitarbeiter individuell gefördert und gefordert.

Wie sieht Ihr bisheriger Weg bei Daimler aus – beginnend beim ersten Tag im Unternehmen bis heute?

Aus großem Interesse, sowohl an der Mechanik als auch an der Elektrotechnik, entschied ich mich nach meinem Realschulabschluss im Jahre 2007 für eine Ausbildung zum Mechatroniker bei der Daimler AG im Werk Sindelfingen. Während der Ausbildung nahm ich an verschiedenen mechanischen und elektrischen Lehrgängen teil, sammelte erste Programmiererfahrungen und erwarb den internationalen Schweißerschein. Meine ersten Auslandserfahrungen durfte ich bereits während meiner Ausbildung im Werk Kecskemét in Ungarn sammeln.
Gemeinsam mit einem Azubikollegen habe ich den dortigen Einstellprozess mit mehreren Kurzeinsätzen technisch unterstützt. Bis heute bin ich fasziniert von der Mechatronik. Die Kombination von Elektrotechnik, Mechanik und Informatik vermittelt ein breit gefächertes, technisch fundiertes Wissen.
Nach der erfolgreich absolvierten Ausbildung ließ ich mich zur Weiterbildung freistellen, um das bereits erlernte mit einem Studium zu vertiefen. Ich habe das einjährige Berufskolleg in Vollzeit absolviert und schloss dieses mit der Fachhochschulreife ab.
Im Anschluss daran studierte ich Mechatronik/Elektrotechnik an der Hochschule Esslingen, am Standort Göppingen. Als weitere Vertiefungsrichtung wählte ich KFZ-Elektronik. Meine Bachelorthesis schrieb ich im Bereich Bordnetze am Standort Sindelfingen.
Nach meinem Abschluss bin ich seit April 2015 im Bereich Vernetzung als Entwicklungsingenieur für Bus- und Kommunikationssysteme am Standort Sindelfingen tätig.

Wofür ist Ihre Abteilung genau verantwortlich und welche Aufgaben haben Sie dort?

Das Team, in welchem ich seit April 2015 arbeite, ist für die Busphysik baureihenübergreifend verantwortlich. Wir betreuen unter anderem den LIN-, CAN-Bus, Flex Ray und Ethernet. Ebenfalls wirken wir bei den zukünftigen Vernetzungsarchitekturen mit, führen Simulationen durch und bewerten diese. Ein weiterer Teil unserer Arbeit besteht darin, Messungen direkt an den Fahrzeugen durchzuführen, die ebenfalls von uns ausgewertet werden.
Mein Arbeitsgebiet ist der CAN physical layer. Der physical layer beschreibt die Bitübertragungsschicht eines Bussystems, in welcher unter anderem die mechanischen, elektrischen und funktionalen Eigenschaften eines Bussystems definiert werden. Ich betreue aktuell fünf Baureihen und ein Vernetzungsprojekt.
Das Interessante an dieser Tätigkeit ist, dass kein Arbeitstag dem anderen gleicht. Da es sich bei der Vernetzung um ein Querschnittsthema handelt, bin ich in viele verschiedene Tätigkeiten involviert. Es kann beispielsweise sein, dass ich an einem Arbeitstag überwiegend an Besprechungen zu verschiedenen Themen teilnehme, am Folgetag mit Messungen direkt am Fahrzeug beschäftigt bin und am dritten Tag diverse Simulationen durchführe und diese im Anschluss daran bewerte. Somit ist es stets eine abwechslungsreiche Arbeit.

Sie haben sich nach Ihrer Ausbildung für ein Vollzeitstudium entschieden. Ab wann stand fest, dass Sie danach wieder bei Daimler arbeiten möchten? Wie hat Sie Daimler dabei unterstützt, Ihren Wiedereintritt zu planen?

Während meiner Ausbildung lernte ich Daimler als global agierendes Unternehmen mit vielen verschiedenen interessanten Tätigkeitsbereichen kennen.
Da bereits vor Ausbildungsende für mich feststand, dass ich nach dem Studium wieder für die Daimler AG arbeiten will, ließ ich mich zur Qualifikation freistellen. Ich bekam eine Wiedereinstellungszusage für meinen „Zielbahnhof“, also den Arbeitsplatz nach meiner Ausbildung.
Daimler gab mir außerdem die Möglichkeit, während des Studiums intensiven Kontakt zum Unternehmen zu halten: Ich habe an verschiedenen Trainings teilgenommen, die mich sehr gut auf den Wiedereintritt in das Unternehmen vorbereitet haben. Zudem lernte ich bei den Trainings andere Studenten kennen und konnte mich mit ihnen austauschen. Des Weiteren wurde mir ein persönlicher HR-Betreuer zugeteilt, der mich während meines Studiums, bei der Suche nach einer geeigneten Abschlussarbeit und auch im Anschluss beim Wiedereinstieg tatkräftig unterstützte.

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