Wie man nach Top-Talenten sucht Beobachter beim "Recruitathon"

INspire – the Leaders' Lab ist das internationale Talentprogramm bei Daimler für Absolventen und Berufseinsteiger. Das 24-monatige Programm bietet international ausgebildeten und erfahrenen Talenten ein herausforderndes Umfeld zur Vorbereitung auf eine Führungsrolle im Unternehmen. Der so genannte "Recruitathon" ist der letzte Schritt des Auswahlverfahrens. Es ist eine zweieinhalbtägige Recruiting-Veranstaltung mit Gruppen-Challenges, Präsentationen und Diskussionen sowie einem persönlichen Interview. Jeff Allen ist Leiter Operations & Quality Management bei Daimler Trucks North America und nahm am Recruitathon teil, um die nächsten Top-Talente für Daimler zu finden.

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Hallo Jeff, könnten Sie sich bitte kurz vorstellen?

Jeff: Hallo zusammen! Mein Einstieg beim Konzern erfolgte vor 26 Jahren bei der Detroit Diesel Cooperation im Bereich Antriebstrang. Als ich in das Unternehmen eintrat, hatte ich einen Bachelor-Abschluss in Maschinenbau und einen Master in Betriebswirtschaft. Ich begann damals tatsächlich mit einem ähnlichen Trainee-Programm, das zwei Jahre dauerte. Wir hatten Projekteinsätze von drei bis sechs Monaten und haben dabei in verschiedenen Abteilungen gearbeitet. Es war eine spannende Zeit, und sie half mir mich aus der akademischen in der beruflichen Welt zurecht zu finden.

Jeff Allen, Head of Operations & Quality Management at DTNA

Wie sieht Ihre aktuelle Aufgabe aus?

Ich bin für alle Lkw-Aktivitäten bei Daimler Trucks North America verantwortlich. Das ist eine extrem herausfordernde, sehr abwechslungsreiche und spannende Aufgabe. Unsere Produkte und Dienstleistungen für den Lkw-Markt in den USA sind sehr gefragt. Es ist also ein fantastischer Zeitpunkt, um hier zu sein. Die aktuelle Herausforderung besteht darin, dass wir das Unternehmen auf E-Mobilität und autonomes Fahren vorbereiten müssen. Wir machen also unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Produkte fit für die Zukunft. Das ist im Moment wirklich aufregend.

In den USA ist es nicht unbedingt üblich für Daimler zu arbeiten, oder?

Das ist eine sehr gute Frage, und ja, leider ist der Name Daimler auch heute noch nicht sehr bekannt in den USA. Jeder kennt natürlich die Markennamen sehr gut: Mercedes-Benz, Thomas Built Buses, Western Star oder Freightliner. Wenn man das aus Sicht des Recruiting betrachtet, haben wir also noch viel Spielraum, um auf die fantastischen Karrierechancen innerhalb des Unternehmens aufmerksam zu machen.

Was ist Ihrer Meinung nach die größte Herausforderung bei der Rekrutierung von Top-Talenten?

Ich denke, ein Teil der Herausforderung besteht darin, die Attraktivität von Daimler nicht nur als Weltklasse-Hersteller von Pkw, Lkw, Bussen und Transportern, sondern auch als Mobilitätsunternehmen zu vermarkten. Einige der zukünftigen Talente könnten Daimler noch als traditionellen Fahrzeughersteller sehen. Aber in Wirklichkeit gibt es eine Vielzahl von innovativen und hochtechnologischen Produkten und Dienstleistungen, die wir anbieten und an denen wir arbeiten.

Sie haben als Beobachter am Recruitathon teilgenommen. Diese Veranstaltung ist Teil des Auswahlprozesses für das internationale Talentprogramm INspire – the Leaders' Lab. Könnten Sie uns bitte die Veranstaltung beschreiben?

Nun, das Konzept ist sehr spannend. Es fühlte sich eher wie eine internationale Konferenz an, mit dem Ziel, einige der besten Talente auf der ganzen Welt zu finden und zu screenen. Ich persönlich war wirklich "inspiriert", weil ich die Chance hatte, zweieinhalb Tage lang mit talentierten Leuten zusammen zu sein. Was mir wirklich gefallen hat, ist, dass es eine einzigartige, kreative, schnelle und faszinierende Möglichkeit war, Top-Bewerber zu identifizieren. Auch für die Kandidaten war es eine Möglichkeit, ein wenig von der Kultur von Daimler zu sehen, nicht nur was wir sind, sondern was wir werden wollen.

Was genau waren Ihre Aufgaben als "Beobachter"?

Ich war eigentlich sowohl Beobachter als auch Rekrutierer. In einigen Fällen habe ich die Kandidaten in Gruppen- oder Einzelsituationen beobachtet, in anderen Fällen hatte ich eine aktive Rolle bei einem Interview oder einer Präsentation. Am Ende kamen alle Daimler-Mitarbeiter zusammen, um die Teile zusammenzufügen. Das bedeutet, dass wir an Ort und Stelle Vorschläge gemacht haben, wer eine Einladung zum INspire-Programm erhalten soll. Hierbei ging es also viel um „Empowerment“ und agil sein, da wir direkte eine Entscheidung getroffen haben.

Warum haben Sie am Recruitathon teilgenommen? Was haben Sie sich davon erwartet?

Ich war mir nicht ganz sicher, was ich erwarten sollte, aber das war es auch, was mir daran gefiel. Ich wollte verstehen, welche Art von Talent es da draußen gibt und was Berufseinsteiger für ihre Karriere suchen. Dies hilft dem Unternehmen, ein Gefühl für die Erwartungen der nächsten Generation zu bekommen. Es ist ein wichtiger Teil unserer Rolle als Daimler-Führungskräfte, so weit wie möglich involviert zu sein, um sicherzustellen, dass wir die richtigen Top-Talente für die Zukunft auswählen.

Welche Situation hat Sie am meisten beeindruckt? Gab es Überraschungen?

Ich würde nicht sagen, dass ich überrascht war, ich denke, beeindruckt ist ein besseres Wort. Ich war beeindruckt vom Niveau der Kandidaten, denn einige von ihnen hatten bereits fest Jobs, sprachen vier Sprachen oder hatten mehrere Startup-Erfahrungen. Dabei befanden sie sich noch in einem frühen Stadium ihrer Karriere. Ich war auch davon beeindruckt, wie viel Aufmerksamkeit Daimler einem solchen Talentprogramm schenkt und welche Bedeutung es ihm beimisst. Es ist schön zu sehen, dass wir diese Aufgabe sehr ernst nehmen.

Wie haben Sie die perfekten Kandidaten identifiziert?

Alle Kandidaten, mit denen wir gesprochen haben, waren bereits auf einem hohen Niveau. Die Herausforderung beim Recruitathon bestand darin, diejenigen zu finden, die auch die für Daimler richtige Persönlichkeit und kulturelle Einstellung haben. Wir waren auf der Suche nach Bewerbern mit den richtigen sozialen Kompetenzen, die Führungspotenzial mitbringen und in der Lage sind, Menschen zu motivieren. Das ist etwas, was man auf einem Zeugnis, in einem Lebenslauf oder einem Test nicht findet.

Vielen Dank für das Gespräch.

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