Around the World: Von Down Under nach Untertürkheim

Die Tage am Strand und die Landschaft Westaustraliens gegen die Weinberge Stuttgarts einzutauschen – das Talentprogramm „INspire – The Leaders‘ Lab“ führte Richard Frampton weit in die Ferne. In seinem Interview spricht der 23-jährige Ingenieur über seine Entscheidung, sich bei Daimler zu bewerben, und wie er unsere Arbeitskultur erlebt. Er verrät uns auch sein deutsches Lieblingswort.

Hallo, bitte stellen Sie sich kurz vor.

Mein Name ist Richard Frampton, ich bin 23 Jahre alt und stamme aus Perth in Australien. Ich habe an der University of Western Australia Maschinenbau studiert und kam vor fünf Monaten über das Talentprogramm „INspire – the Leaders’ Lab” zu Daimler. Derzeit arbeite ich in meinem ersten Einsatz in Stuttgart-Untertürkheim für Daimler Trucks Global Powertrain.

Erzählen Sie uns ein wenig mehr über Ihren aktuellen Einsatz!

Ich helfe bei der Entwicklung einer neuen Organisationsstruktur für meine Abteilung hier bei Powertrain mit. Wir wollen die neue Struktur bald in die Praxis umsetzen. Deshalb bin ich auch in der Unterstützung des Änderungsmanagements für diesen Prozess tätig. Das Projekt gibt mir viele Möglichkeiten, mit verschiedenen Mitarbeitern und Teamleitern in der ganzen Abteilung zusammenzuarbeiten, und ich arbeite eng mit den Abteilungs- und Bereichsleitern zusammen. Alle hier sind sehr offen und hilfsbereit, und ich finde, dass ich hier sehr viel lerne.

Wie wurden Sie auf "INspire – the Leaders’ Lab" aufmerksam? Und warum wollten Sie zu Daimler?

Das klingt jetzt recht kitschig: Während eines Auslandssemesters in Norwegen habe ich meine jetzige Freundin kennengelernt. Sie ist aus Deutschland. Deshalb hatte ich mich entschlossen, eine Weile dort zu arbeiten, um sie zu sehen und ihre Familie kennenzulernen. Da habe ich zum ersten Mal von den Talentprogrammen bei Daimler gehört. Nach meiner Rückkehr nach Australien wurde mir klar, dass es sowohl für meine Karriere als auch für die Beziehung mit meiner Freundin gut wäre, in Deutschland zu arbeiten. Deshalb habe ich die Gelegenheit sofort ergriffen, mich für "INspire – the Leaders’ Lab" zu bewerben. Ich war schon immer daran interessiert, in der Automobilindustrie zu arbeiten, besonders in den Bereichen der Elektromobilität und des automatisierten Fahrens.

Wie haben Sie die Bewerbungsphase erlebt?

Das gesamte Verfahren bis hin zum maßgeblichen Recruiting-Event mit der Bezeichnung "Recruitathon" verlief online: Ich habe ein Bewerbungsvideo aufgenommen und an Kognitiv- und Persönlichkeitstests teilgenommen. Das Bewerbungsverfahren war sehr transparent, und ich hatte die ganze Zeit einen Ansprechpartner. Als ich meine Einladung zum Recruitathon in Stuttgart erhalten hatte, nahm ich Kontakt mit dem Recruiting-Team auf um sicher zu sein, dass sie wussten, woher ich komme! Sie kannten meinen Standort sehr wohl – und sie haben mich bei meinen Flugbuchungen unterstützt und auch meine Reisekosten vollständig übernommen. Das dreitägige Recruitathon-Event selbst war eine wirklich beeindruckende Erfahrung. Die Location war fantastisch, und wir hatten viel Zeit, uns in verschiedenen Workshops, Diskussionen und Pitches zu entfalten.

Wie gefällt Ihnen die Arbeit bei Daimler bislang?

Was ich an der Arbeit hier liebe ist das Gefühl eines aufrichtigen Strebens nach einem Wandel der Führungskultur. Bei meiner derzeitigen Aufgabe stehe ich in regelmäßigem Austausch mit Managern, und die Motivation für Veränderung, die ich wahrnehme, ist inspirierend. Mir gefällt auch die Leidenschaft für Technik, die alle meine Kollegen haben. Sie verzetteln sich manchmal in eingehenden Diskussionen über kleinste Teile, was mir zeigt, wie begeistert sie von ihrer Arbeit sind. Ich freue mich sehr auf die nächsten zwei Jahre. Sich an die deutsche Arbeitskultur anzupassen, ist manchmal herausfordernd, wie z. B. die Unterscheidung in "Du" und "Sie", aber an die kulturellen Unterschiede werde ich mich gewöhnen.

Wie gefällt Ihnen Stuttgart bislang?

Als ich zum ersten Mal nach Stuttgart kam, wusste ich nicht, was mich erwartet. Die Stadt scheint bei den Deutschen einen schlechten Ruf zu haben (so hörte ich das zumindest während meines Auslandssemesters in Norwegen), aber mir gefällt es hier wirklich! Stuttgart hat viele schöne Seiten, ganz besonders im Sommer. Man kann mit Freunden einen Ausflug in die Weinberge machen, um dort die wunderschöne Aussicht auf die Stadt zu genießen, in einem der vielen Parks in der Sonne sitzen oder in das bei Tag und Nacht belebte Stadtzentrum gehen. Der Schwarzwald und die Schwäbische Alb sind nicht weit entfernt, und ich liebe diese Landschaften. Das sind schöne Orte, um dem Alltag zu entfliehen. Alles in allem gefällt mir das Leben in Stuttgart wirklich – und das sage ich als Australier, der nahe des Strands gewohnt hat.

Haben Sie schon versucht, Deutsch zu lernen?

Natürlich! Ich nehme schon seit einiger Zeit an Kursen teil. Obwohl ich mit Kollegen und Freunden problemlos in Englisch kommunizieren kann, finde ich es schon wichtig, Deutsch zu lernen. Allerdings ist das nicht ganz so leicht!

Haben Sie ein deutsches Lieblingswort?

“Baumwolle” ist bisher mein Favorit. Mir gefällt es, weil es so wörtlich übersetzt wird – "Cotton" als "Wolle von einem Baum" – das ist klasse! Dieses Wort steht für mich sinnbildlich für die deutsche Sprache.

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