Power for the future Einblicke in die Anlauffabrik

Die Anlauffabrik ist die Brücke zwischen Entwicklung und Serienproduktion. Hier wird alles auf Herz und Nieren getestet, denn ab Serienstart darf nichts mehr schief gehen. Klaus Rudelt, Martin Keuerleber, Sebastian Seitz und Andreas Erhart sind für verschiedene Themen in der Anlauffabrik zuständig und geben einen Einblick in ihren Arbeitsalltag.

Hallo, bitte stellen Sie sich kurz vor.

Rudelt: Ich bin 54 Jahre alt und gelernter Diplom-Ingenieur in Maschinenbau. Seit 2015 bin ich Teamleiter der Anlauffabrik Achsen mit jetzt 25 Mitarbeitern. Eingestiegen bei Daimler bin ich bereits 1989 als Betriebsingenieur in der Motorenproduktion. Seitdem war ich in verschiedenen Führungspositionen tätig, zum Beispiel im Werkzeugbau, der Produktion von Keramikbremsen oder im Anlaufmanagement.

Keuerleber: Ich habe nach meinem Maschinenbaustudium zunächst am Institut für Kunststoffprüfung an der Uni Stuttgart promoviert. Bei Daimler bin ich dann 2004 in der Prozess- und Werkstofftechnik eingestiegen, bevor ich 2008 das Thema Brennstoffzelle für mich entdeckt habe. Von 2014 bis 2017 war ich mit meiner Familie für drei Jahre in Vancouver und war dort als Produktionsmanager für Brennstoffzellen tätig. Seit Oktober baue ich die Anlauffabrik Batterie mit auf.

Seitz: Nachdem ich Projektleiter für die Produktion der C-Klasse war, bin ich 2015 in die Anlauffabrik gewechselt und kümmere mich hier um das Thema Motoren. Vor meinem Einstieg bei Daimler habe ich Technologiemanagement an der Uni Stuttgart studiert.

Erhart: Bei Daimler bin ich ganz klassisch über eine Ausbildung als Industriemechaniker eingestiegen. Danach habe ich in der Fertigung als Maschinenführer gearbeitet und parallel berufsbegleitend meinen Meister gemacht. 2005 habe ich dann auch als Meister in der Qualitätssicherung angefangen. Nachdem ich fünf Jahre als Qualitätsingenieur für die Anlauffabrik tätig war, bin ich 2015 als Arbeitspaketleiter direkt ins Team der Anlauffabrik gewechselt. Ich bin 45 Jahre alt.

Warum haben Sie sich für Daimler als Arbeitgeber entschieden?

Rudelt: Ich habe nach meiner Schulzeit eine Ausbildung bei Daimler absolviert und wusste dadurch, dass das Unternehmen viel zu bieten hat. Für mich ist Daimler ein super spannender Arbeitgeber mit unendlich vielen Möglichkeiten und tollen Produkten.

Keuerleber: Bei mir war es etwas anders. Ich hatte Daimler am Anfang gar nicht als Arbeitgeber auf dem Schirm. Als ich dann gehört habe, dass jemand für Prozess- und Werkstofftechnik gesucht wird, habe ich es einfach mal mit einer Bewerbung versucht. Ich hätte nie gedacht, dass das klappt. Seit meinem Einstieg bin ich einfach nur begeistert. Der Konzern bietet gigantische Möglichkeiten und man spürt ein enormes Zusammengehörigkeitsgefühl.

Erzählen Sie uns bitte etwas über die Anlauffabrik. Was wird hier genau gemacht? Wofür steht die Anlauffabrik? Was ist das besondere?

Keuerleber: Wir geben den Entwicklern Impulse, die zukünftigen Produkte produktionsgerecht zu optimieren. Konkret heißt das, dass wir uns in den Entwickler und den Werker hineinversetzen, um Verbesserungspotenziale in der Montage beziehungsweise in der Produktion aufzudecken. Am Ende muss schließlich das eine Bauteil mehrere hundert Mal in einer Schicht zusammengesetzt werden. Da ist es wichtig, dass alles reibungslos funktioniert. Der Seriengedanke spielt daher bei uns eine große Rolle.

Rudelt: Lassen Sie mich dazu ein Bild malen, dessen Ursprung auf meine ehemalige Chefin zurückgeht. Die Anlauffabrik bildet eine Brücke zwischen den beiden Pfeilern Entwicklung einerseits und Serienproduktion andererseits. Sie steht für Produktbeeinflussung in der frühen Entwicklungsphase, um für eine produktionsgerechte Produktgestaltung zu sorgen. So ganz nebenbei bauen wir ab der Entwicklungsfahrzeugphase sämtliche Aggregate unter seriennahen Bedingungen bis zum Serienstart auf.

Erzählen Sie uns bitte ein bisschen mehr über Ihre Teams und Ihre Aufgaben. Was ist das Spannende an Ihren Jobs?

Erhart: Wir sind immer an den neuesten Technologien dran. Zum Beispiel arbeiten wir gerade viel mit Virtual Reality. Das heißt, wir erzeugen digitale 1:1-Modelle unserer Bauteile, um weitere Verbesserungspotenziale zu entdecken.

Rudelt: Wir arbeiten in einem Bereich mit einem extrem hohen Freiheitsgrad. Die Mitarbeiter arbeiten äußerst selbstständig, haben eine hohe fachliche Kompetenz, aber auch hohe Befugnisse, die Themen selbst zu entscheiden. Es fallen die vielfältigsten Aufgaben an: Wir sichten erste digitale Datensätze, machen einen Erstaufbau mit Teilen aus dem Drucker, bauen dann das erste Aggregat auf und vieles mehr. Kurzum: Wir erleben, wie ein neues Produkt in einen serienfertigen Status geht.

Seitz: Jeder von uns ist am Wandel der Elektromobilität beteiligt. Sei es bei Klaus durch die Anlauftests der E-Achse oder bei Martin durch die Batterie. Was mich vor allem reizt, ist die Internationalisierung. Ich hatte vorletztes Jahr die Chance, nach China zu reisen. Letztes Jahr dann nach Indien, Indonesien und Thailand. Es macht sehr viel Spaß direkt vor Ort mit den Kollegen am Produkt zu arbeiten.

Herr Erhart, Sie werden intern auch der „Digital-Papst“ genannt. Wieso?

Erhart: Seit circa einem Jahr bin ich aus dem Prozess rausgelöst worden und kümmere mich projektübergreifend um alles, was mit der Digitalisierung der Anlauffabrik Achsen zu tun hat. Über die Administrierung unserer Softwareapplikationen, der Dokumentationsmethodik unserer Aggregate, die Aufbereitung und Durchführung von Digitalen Workshops bis hin zur Einführung neuer Digitaler Absicherungsmethoden wie Augmented und Virtual Reality. Das läuft alles in dieser Funktion zusammen.

Ihre Jobs in einem Satz?

Seitz: Wir gestalten Zukunft mit Leidenschaft und Sinn. Das ist der Purpose unserer Abteilung.

Erhart: Eintauchen in die digitale Welt.

Keuerleber: In Bezug auf die Batterie: Power for the future.

Rudelt: Führung einer hochmotivierten Mannschaft mit der Arbeit an den Produkten von morgen mit den neuesten digitalen Tools

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