Lieferantenqualitätsingenieur Interview mit Marvin Lauinger

Welche Aufgaben hat ein Qualitätsingenieur im Bereich Procurement & Supplier Quality und was sollte man dafür mitbringen? Über diese und weitere Fragen haben wir uns mit Marvin Lauinger unterhalten.

Bitte stellen Sie sich den Leserinnen und Lesern kurz vor.

Mein Name ist Marvin Lauinger, ich bin 25 Jahre alt und seit 2011 Mitarbeiter bei Daimler. Nach meinem Abitur habe ich ein Duales Studium im Mercedes-Benz Werk Wörth mit der Fachrichtung Maschinenbau, Produktionstechnik absolviert. Derzeit bin ich als Lieferantenqualitätsingenieur im Bereich „Procurement & Supplier Quality" in Böblingen tätig. Mein Schwerpunkt liegt auf Elektrik/Elektronik. Wir betreuen die Fahrassistenzsysteme der Mercedes-Benz Fahrzeuge.

Warum haben Sie sich für Daimler als Arbeitgeber entschieden?

Die Automobilindustrie hat mich schon immer besonders interessiert. Nach mehr als 125 Jahren steht die Branche im Zuge der Digitalisierung nun vor einem signifikanten Wandel, den wir bei Daimler, als Erfinder des Automobils, als große Chance sehen. Es reizt mich sehr, diesen Wandel aktiv mitzugestalten und meine Kenntnisse gewinnbringend einzubringen. Die Digitalisierung hat auch Einfluss auf unsere Unternehmenskultur. Bei Daimler werden die Vorteile eines Großunternehmens mit der Flexibilität von Start-Ups verknüpft, was ich sehr spannend finde. Außerdem spielen für mich als Arbeitnehmer soziale Faktoren und Flexibilität eine wichtige Rolle. Bei Daimler wird viel Wert auf die Life-Balance der Mitarbeiter gelegt und es wird beispielsweise mobiles und flexibles Arbeiten angeboten. Diese Aspekte in Summe machen Daimler für mich zu einem sehr attraktiven Arbeitgeber.

Wie sieht Ihr bisheriger Weg bei Daimler aus – beginnend beim ersten Tag im Unternehmen bis heute?

Unmittelbar nach meinem Abitur habe ich ein duales Maschinenbaustudium im Werk Wörth mit der Fachrichtung Produktionstechnik absolviert. Dabei konnte ich mehrere Stationen im Trucks-Bereich durchlaufen und das an der Hochschule erworbene theoretische Wissen in der Praxis umsetzen. Nach dem Studium habe ich als strategischer Projektkoordinator für Kooperationsprojekte im Bereich „Procurement & Supplier Quality“ für Mercedes-Benz Cars begonnen. Als Projektkoordinator habe ich bei der Projektplanung, -steuerung und -koordination bei Kooperationsprojekten mitgewirkt. Als Schnittstelle zu den Kooperationspartnern der Daimler AG konnte ich viele Eindrücke sammeln und hatte schnell verantwortungsvolle Tätigkeiten, bei denen ich die Interessen des Unternehmens nach Extern vertreten durfte. Nachdem ich mit Kooperationspartnern Erfahrung sammeln konnte, habe ich im nächsten Schritt den Kontakt zu den weltweiten Lieferanten gesucht. Aus diesem Grund bin ich derzeit als Lieferantenqualitätsingenieur für Fahrassistenzsysteme zuständig. Ich betreue unter anderem die Bremsregelsysteme, die für das automatisierte Fahren eine besondere Rolle spielen werden.

Erzählen Sie uns bitte ein wenig mehr über Ihr Team.

Wir sind ein junges und dynamisches Team, Hilfsbereitschaft und Humor werden bei uns groß geschrieben. Erfahrungsaustausch zwischen den einzelnen Teammitgliedern ist ein wichtiger Aspekt unserer täglichen Arbeit. Wir informieren uns gegenseitig über den neuesten Stand und Trends der Assistenzsysteme. Das setzt gegenseitiges Vertrauen und offene Kommunikation voraus.

Wir sind sehr international ausgerichtet und wirken wesentlich bei neuen und zukunftsträchtigen Technologien mit, die in Zusammenarbeit mit Lieferanten entwickelt und eingekauft werden.

Was reizt Sie am Bereich Procurement & Supplier Quality? Was macht den Bereich aus?

In unserem Bereich hat man sehr viel Kontakt sowohl zu internen Bereichen wie Entwicklung und Logistik als auch zu externen Partnern wie zum Beispiel Lieferanten und Kooperationspartnern. Wir sind sehr international ausgerichtet und wirken wesentlich bei neuen und zukunftsträchtigen Technologien mit, die in Zusammenarbeit mit Lieferanten entwickelt und eingekauft werden. Da wir in unserer Tätigkeit die Daimler AG vertreten, haben wir eine hohe Verantwortung im Kontakt mit unseren Partnern, was den besonderen Reiz der Tätigkeit ausmacht. Darüber hinaus werden unsere Kaufteile an das weltweite Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Cars und Vans geliefert, weshalb wir viel Kontakt mit anderen Kulturen haben.

Was sollte man für die Arbeit als Qualitätsingenieur in Ihrem Bereich mitbringen?

Als Qualitätsingenieur sollte man insbesondere Interesse an drei Aspekten haben:
Erstens sollte man technisch affin sein und über technisches Know-how verfügen, da man die qualitative Verantwortung für die jeweiligen Bauteilumfänge trägt. Zweitens ist man als Qualitätsingenieur viel unterwegs für die Audits und das Lieferantenmanagement vor Ort in den Produktionswerken unserer Lieferanten. Man sollte also für Dienstreisen bereit sein und flexibel sein.
Als letzten Punkt würde ich die Koordinations- und Kommunikationsfähigkeit anführen. Auch ein selbstbewusstes Auftreten und gute Englischkenntnisse für den Kontakt mit Lieferanten und Kooperationspartnern gehören aus meiner Sicht dazu.

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