Portfoliomanagerin Informatik Interview mit Sabine Harder

Sabine Harder ist über einen Quereinstieg in den Informatik-Bereich gekommen. Von den vielfältigen Aufgaben innerhalb des IT-Bereichs und davon, wie sie Familie und Beruf vereinbart, berichtet die zweifache Mutter im Interview.

Hallo Frau Harder, bitte stellen Sie sich unseren Leserinnen und Lesern kurz vor.
Mein Name ist Sabine Harder. Meine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation habe ich in einem 6-Mann-Unternehmen gemacht. Nach zwei kurzen Zwischenstationen bin ich „beim“ Daimler – so sagt man das hier im Schwabenland – am Standort Stuttgart-Vaihingen gelandet und heute in der IT verantwortlich für das Portfoliomanagement der Finance Controlling Projekte.

Warum haben Sie sich für Daimler als Arbeitgeber entschieden?
Ich bezeichne mich immer als Daimler-Kind. Beide Großeltern, Onkel, Tanten und auch der Vater sind bzw. waren bei Daimler und so wurde mir der Stern quasi schon in die Wiege gelegt. Für mich persönlich war es die Entscheidung für einen sicheren Arbeitsplatz und ein Produkt zum Anfassen.

Wie sah Ihr bisheriger Weg bei Daimler aus? – beginnend beim ersten Tag im Unternehmen bis heute.
Am 1.12.2000 startete ich im Werk Mettingen als Sekretärin eines Abteilungsleiters in der IT. Nach Kind Nr. 1 und einem Jahr Pause ergab sich die Gelegenheit, die Aufgabe einer Kollegin zu übernehmen und so machte ich meine ersten Schritte in Richtung Performance Management/ Abteilungscontrolling. Da ich (fast) meine ganze Laufbahn in der IT bzw. mit IT-nahen Aufgaben verbracht habe, folgte nach dem 2. Kind eine knapp 2-jährige Exkursion: Gemeinsam mit einem kleinen Projektteam habe ich ein System zur Unterstützung unseres Abteilungscontrollings implementiert. Im Jahr 2010 wurde unsere Abteilung neu ausgerichtet. Diese Veränderung eröffnete mir die Chance, die neue Abteilung – in Sachen Controlling – zu strukturieren und die gesammelten Erfahrungen einzubringen. Nach 4 Jahren habe ich mich letztes Jahr auf eine neu geschaffene Stelle innerhalb unserer Abteilung beworben und bin seitdem für die Gestaltung von Prozessen, inkl. Systemunterstützung zur Priorisierung der Fachbereichsanforderungen an uns als IT verantwortlich - übergreifend für den gesamten Bereich. Im Dezember hatte ich mein 15-jähriges Jubiläum bei Daimler und ich lerne immer noch jeden Tag etwas dazu.

Wofür ist Ihre Abteilung genau verantwortlich und welche Aufgaben haben Sie dort?

Unsere Abteilung ist als Center of Competence für Business Intelligence und Big Data der Ansprechpartner für Finance & Controlling-Fachbereiche, wenn es um Reporting, Analyse und Planung geht. In der Regel setzen unsere Applikationen auf transaktionalen Systemen auf. Auch wenn ich kein „echter“ IT-ler bin, bin ich in den Jargon und Anforderungen, die in unserem Unternehmen an die IT gestellt werden, hineingewachsen. Meine Aufgabe ist eine klassische Querschnittsfunktion, die in erster Linie Transparenz über die geplanten Projekte in den einzelnen Finance & Controlling-Bereichen schaffen soll und die Grundlagen für die notwendige Priorisierung aufgrund der knappen IT-Kapazitäten liefert. Aktuell soll ein neuer Prozess eingeführt werden, was meine Aufgabe herausfordernd macht. Dabei müssen viele Schnittstellen zu anderen Prozessen und Business Partnern koordiniert werden. Natürlich bringen auch die verschiedenen Fachbereiche und die IT-Experten ihre Sicht ein und müssen alle ins Boot geholt werden. Jeder Tag ist anders. Ich schätze an meiner Aufgabe, dass ich jeden Tag mit vielen Menschen zusammenarbeite, Einblicke in unterschiedliche Projekte erhalte und nebenbei viel über unsere Unternehmensstrukturen lerne.

Wie schaffen Sie es Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen? Wie unterstützt Sie Daimler dabei?
Hin und wieder ein schwieriges Thema und da ich mit zwei Kindern (11 und 8 Jahre) Vollzeit arbeite ist es immer wieder eine Herausforderung allen gerecht zu werden – nicht zuletzt meinen eigenen Vorstellungen. Da ist zum einen der Beruf, der Spaß macht und bei dem ich mein Bestes geben möchte. Aber zugleich möchte ich auch mal am Schulausflug teilnehmen oder freudestrahlende Kinderaugen sehen, wenn Mama doch mal mittags schon zu Hause ist. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich nur sagen, Daimler ist ein Arbeitgeber, der vieles ermöglicht. Einerseits lässt schon die Gleitzeitregelung viel Spielraum und auch meine Vorgesetzten haben immer Verständnis dafür gezeigt, dass ich z. B. freitags nur bis Mittag im Büro bin oder montags später komme. Aber auch Teilzeit und Homeoffice bieten hier viele Möglichkeiten. So konnte ich nach der Geburt meiner zweiten Tochter mit zehn Stunden pro Woche einsteigen, davon noch zwei von zu Hause aus. Über diese Stunden und das reinschnuppern in die Themen nach der Elternzeit wächst die „Lust auf mehr“. Ich hätte mir früher nicht vorstellen können, mit Kindern in Vollzeit zu arbeiten. Natürlich stelle ich in den heißen Phasen meiner Arbeit die Familie auch mal ein Stück zurück, aber ich weiß auch, dass ich es anders herum genauso tun kann. Es ist eben ein Geben und Nehmen.

Verwendung von Cookies

Um die Webseite optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwendet Daimler Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.