Human Machine Interface Expertin Interview mit Susanne Schild

Welche Aufgaben haben die Kollegen im Bereich Human Machine Interface und was sollte man für eine Mitarbeit in dem Bereich mitbringen? Über diese und weitere Fragen haben wir uns mit Susanne Schild unterhalten, die nach ihrem Psychologiestudium bei Daimler promoviert hat und nun Interaktionskonzepte für kommende Fahrzeuggenerationen entwickelt.

Hallo Frau Schild, stellen Sie sich unseren Leserinnen und Lesern bitte kurz vor.

Mein Name ist Susanne Schild und ich arbeite seit gut fünf Jahren bei Daimler. Davor habe ich in Würzburg Psychologie studiert und mich dabei auf Verkehrspsychologie und insbesondere die Gestaltung der Mensch-Maschine-Schnittstelle im Fahrzeug spezialisiert. Der Bereich wird meist mit „HMI“ abgekürzt, vom Englischen Human Machine Interface. Es geht also darum, wie die Bedienung und Anzeige im Fahrzeug für den Fahrer so gestaltet werden kann, dass er sie möglichst einfach und angenehm bedienen kann. Ich arbeite am Standort Sindelfingen und entwickle Interaktionskonzepte für kommende Fahrzeuggenerationen.

Warum haben Sie sich für Daimler als Arbeitgeber entschieden? Was reizt Sie als Psychologieabsolventin besonders am Arbeiten bei Daimler?

Schon während meines Studiums habe ich mich sehr für HMI-Gestaltung interessiert und nachdem ich sowohl ein Praktikum als auch meine Diplomarbeit im Automobilbereich gemacht habe, war klar, dass ich in diesem Umfeld bleiben möchte. Bei Daimler bot sich mir die Gelegenheit, mich als Doktorandin mit dem spannenden Themenfeld neuartiger Bedienmöglichkeiten im Fahrzeug zu beschäftigen. Das war für mich besonders reizvoll, da ich an einem sehr zukunftsweisenden Thema und an tollen Produkten mitarbeiten konnte.

Wie sieht Ihr bisheriger Weg bei Daimler aus – beginnend beim ersten Tag im Unternehmen bis heute?
Im Oktober 2010 habe ich bei Daimler als Doktorandin im Bereich HMI-Vorentwicklung angefangen. In den knapp drei Jahren meiner Doktorandenzeit war ich zum einen mit meinem Promotionsthema beschäftigt, gleichzeitig habe ich aber auch an Interaktionskonzepten für zukünftige Fahrzeuggenerationen und das Forschungsfahrzeug F125! mitgearbeitet. Nach Abschluss meiner Doktorandenzeit bin ich im August 2013 als feste Mitarbeiterin in der HMI-Vorentwicklung eingestiegen. Seit August 2014 arbeite ich in der HMI-Serienentwicklung, das heißt, ich entwickle Interaktionskonzepte für Fahrzeuge, die in näherer Zukunft auf den Markt kommen werden.

Erzählen Sie uns bitte ein wenig mehr über Ihr Team und Ihre Aufgaben.

Unsere Abteilung ist innerhalb der Mercedes-Benz PKW Entwicklung zuständig für das HMI, d.h. wir gestalten das gesamte Nutzererleben von der Eingabemethode über die Menüstruktur bis hin zur Integration von Funktionen. Dazu ist unser Team sehr interdisziplinär aufgestellt und arbeitet eng mit Kollegen aus dem Grafikdesign und der Software-Entwicklung zusammen. Zudem gehört es zu unseren Aufgaben, uns mit vielen Kollegen aus anderen Bereichen abzustimmen, um sicherzustellen, dass die Ideen technisch umsetzbar sind.

Das Besondere an unserem Job ist, dass der Kunde im Fahrzeug mit dem Ergebnis unserer Arbeit direkt in Kontakt kommt. Unser wichtigstes Ziel ist es daher, das bestmögliche Nutzererleben für ihn zu schaffen. Spannend ist außerdem, dass wir mit den unterschiedlichsten Bereichen bei Daimler zusammenarbeiten und mit vielen Innovationen in Kontakt kommen. Nicht zuletzt ist es sehr schön, die eigene Arbeit dann im fertigen Produkt zu erleben.

Welche Profile suchen Sie verstärkt in Ihrem Team?
Da wir im Team sehr interdisziplinär aufgestellt sind, passen viele fachliche Hintergründe sehr gut, zum Beispiel Medieninformatik, Informationsdesign, User Interface Design etc. Grundsätzlich suchen wir aber Kollegen, die bereits Erfahrung mit der Entwicklung von HMI-Konzepten (idealerweise im Automobilbereich) haben und sich dafür begeistern. Da wir sehr eng mit unterschiedlichsten Bereichen zusammenarbeiten, sollten potentielle Bewerber außerdem offen und kommunikativ sein. Für unsere Aufgaben brauchen wir zudem ein gutes Gespür, wie wir Kollegen die Perspektive des Nutzers erlebbar machen, damit diese immer im Fokus steht.

Welchen Tipp haben Sie für Studierende und Absolventen, die gerne bei Daimler im Bereich HMI einsteigen möchten?

Ich kann empfehlen, sich im eigenen Umfeld immer wieder mit aktuellen HMI-Konzepten und Technologien auseinanderzusetzen und zu beobachten, welche Trends sich in anderen Industrien (z.B. in der Welt der Smartphones) gerade entwickeln. Dadurch bleibt man auf dem Laufenden und entwickelt auch ein besseres Gespür für unterschiedliche HMI-Konzepte.

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