Entwicklungsingenieurin Interview mit Tina Kirschner

Tina Kirschner arbeitet in der Abteilung Systementwicklung Fahrerassistenz. Im Interview berichtet sie davon, was sie am Autonomen Fahren fasziniert und was man für die Arbeit in ihrem Bereich mitbringen sollte.

Hallo Frau Kirschner, bitte stellen Sie sich unseren Leserinnen und Lesern kurz vor.
Mein Name ist Tina Kirschner, ich habe in Stuttgart „Technische Kybernetik“ studiert und bin seit fünf Jahren als Ingenieurin bei Mercedes-Benz in der Assistenzsystementwicklung tätig. Aktuell arbeite ich an der Systemauslegung des Hochautomatisierten Fahrens in der Abteilung Systementwicklung Fahrerassistenz.

Warum haben Sie sich für Daimler als Arbeitgeber entschieden?
Ich wollte für ein Unternehmen arbeiten, bei dem ich die Zukunft mitgestalten und für dessen Produkte ich mich begeistern kann. Da stand ganz oben auf der Wunschliste nur ein Name - Daimler.

Wie sieht Ihr bisheriger Weg bei Daimler aus – beginnend beim ersten Tag im Unternehmen bis heute?
Eingestiegen bin ich 2011 über die Daimler Women Days. Damals habe ich unter anderem an den Themen Funktionale Sicherheit, Ratings der aktiven Sicherheit und Kommunikation Fahrerassistenzsysteme mitgearbeitet. In dieser Zeit bekam ich auch die Möglichkeit die Assistenzsysteme der neuen S-Klasse auf der Pressefahrvorstellung 2013 in Toronto zu demonstrieren. Das war eines der Highlights meiner ersten beiden Jahre bei Daimler!

Nach zwei Jahren bin ich in die Assistenzsystementwicklung gewechselt. Dort habe ich den Aktiven Bremsassistenten auf querenden Verkehr mitentwickelt, der in der neuen E-Klasse erstmalig in Serie ging. Seit Herbst 2015 arbeite ich nun an der Systementwicklung des Hochautomatisierten Fahrens.

Erzählen Sie uns bitte ein bisschen mehr über Ihr Team und Ihre Aufgaben. Wie sieht Ihr typischer Arbeitsalltag aus?
Es ist unsere Aufgabe die Fahrerassistenzsysteme, die wir dem Kunden anbieten wollen, vollständig zu durchdenken. Wir müssen für jede Fahrsituation genau definieren, wie sich das System verhalten soll und daraus die Spezifikation für die einzelnen Funktionsbausteine ableiten. Diese Spezifikation übergeben wir dann an die Kollegen, die das Ganze in die Software umsetzen.

Jeder aus unserem Team verantwortet einzelne Teile des Gesamtsystems. Dabei müssen alle Teile ineinander greifen. Das heißt, wir müssen uns immer eng miteinander abstimmen.

Was fasziniert Sie am Autonomen Fahren?
Wir haben hier die Chance an etwas völlig Neuem mitzuarbeiten. Das Hochautomatisierte Fahren war vor einigen Jahren noch reine Zukunftsfantasie, heute beschäftigen wir uns mit Fragestellungen, die zuvor noch niemand beantwortet hat. Das ist eine tolle Herausforderung.

Gleichzeitig dürfen wir nie vergessen, wie viel Verantwortung mit dem Automatisierten Fahren einhergeht. Chance und Risiko liegen nah beieinander. Deswegen beschäftigen wir uns nicht nur mit der technischen Umsetzung sondern auch mit den rechtlichen und produkthaftungsseitigen Rahmenbedingungen.

Was sollte man für die Arbeit in Ihrem Bereich mitbringen?
Wer bei uns arbeitet, sollte Spaß daran haben neue Themen zu erschließen und auftretende Hürden systematisch zu lösen. Wir suchen kommunikative Teamplayer, die Verantwortung übernehmen wollen und trotz vieler kleiner Details den Blick für das große Ganze nicht verlieren. Wir brauchen Mitarbeiter, die Spaß an diesen Herausforderungen haben.

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