IT zum Anfassen - mit 3D IT-Experte bei Daimler Buses

Tobias Haußmann ist 24 Jahre alt und über ein Duales Studium bei Daimler eingestiegen. Sein aktueller Job: IT-Experte bei Daimler Buses. Hier ist er für die Vertriebskonfiguratoren zuständig und kümmert sich um die Modernisierung und Weiterentwicklung der Konfigurationslösungen zusammen mit externen Software-Herstellern.

Bitte stellen Sie sich kurz vor.

Haußmann:

Ich habe 2012 mein Abitur und danach ein FSJ gemacht. Im Anschluss bin ich als Dualer Student bei Daimler als Wirtschaftsinformatiker eingestiegen. Mich hat hier vor allem der spannende Wechsel zwischen Praxis und Theorie gereizt. Zusätzlich konnte ich auch ein Auslandspraktikum in Toronto machen. Das war eine super spannende Zeit. Alles in allem waren die Themen und Projekte alle sehr interessant, weshalb ich mich nach meinem Studium auch gleich auf eine Stelle im selben Bereich beworben habe.

Warum haben Sie sich für Daimler als Arbeitgeber entschieden?

Ganz ehrlich? Ich habe am Anfang sogar überlegt, ob ich wirklich zu Daimler möchte. Ich dachte irgendwie, dass ich hier nicht reinpasse. Ich wollte lieber in einem kleinen Start-up arbeiten und war damals sehr unsicher, was die Bewerbung anging. Trotzdem habe ich es dann einfach mal versucht - und seitdem keine Minute bereut. Mir wird hier so viel geboten: Es ist international, man kann in verschiedenste Bereiche hereinschnuppern, sich flexibel entwickeln und ich trage die Verantwortung für meine Themen.

Kann man denn bei Daimler wie in einem Start-up arbeiten?

In der IT arbeiten wir viel auf Projektbasis, daher kommt das ganz auf das Thema an. Bei Großprojekten ist die Arbeit eher so wie man sich das bei einem Konzern vorstellt. Was meist sehr zielführend und strukturiert ist. Aber es gibt auch Projekte, bei denen wir innovativ und agil, ähnlich wie in einem Start-up, arbeiten. Dann ist der Unterschied gegenüber einem kleinen Unternehmen gar nicht mehr so groß.

Haben Sie hierfür ein Beispiel?

Wir haben bei einer internen App-Entwicklung ganz agil gearbeitet. Die Idee für die App entstand während eines Abteilungsmeetings. Ein paar Kollegen haben sich dann zusammengefunden und eine Arbeitsgruppe gebildet. Da wir komplett eigeninitiativ daran gearbeitet haben, gab es auch kein vordefiniertes Projektziel. Hierbei konnten wir immer größeres Interesse an unserer Lösung wecken. Mittlerweile sogar bis nach China.

Viele haben Mercedes-Benz Cars im Kopf, wenn man von Daimler spricht. Wird der Bus hier einfach unterschätzt?

Auf jeden Fall! Einen Bus kann man nicht mit einem Pkw vergleichen. Ein Pkw ist zwar das emotionalere Produkt, aber von der Entwicklungs- und Produktionsphase aus gesehen, ist der Bus für mich viel spannender. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Von einem ausgebauten Party-Bus mit Bar bis hin zum „goldenen Lenkrad“. Die Ingenieure müssen bei der Entwicklung viele Einzellösungen berücksichtigen, da jeder Bus anders aufgebaut ist. Auch die Mitarbeiter in der Produktion bringen viel Know-how mit, da sie jeden Bus anders zusammenbauen. Diese Vielfalt macht auch meinen Job in der IT so attraktiv. Wir brauchen viele spezielle Lösungen, da wird es nie langweilig.

Sie sind mit für das Thema „IT Produktdokumentation & Änderungsmanagement“ bei Daimler zuständig. Was machen Sie dort genau?

Wir im Team IT Produktdokumentation & Änderungsmanagement sind zuständig für die Erstellung und Betreuung unserer internen und externen Applikationen. Das Feld Produktdokumentation beginnt bei den Produktentwicklern im CAD über Änderungsmanagement bis hin zur Produktion, inklusive der Vertriebskonfiguratoren, die in meinem Verantwortungsbereich liegen. Also, wenn ein Verkäufer gemeinsam mit einem Kunden einen Bus konfiguriert, dann kommt unser System ins Spiel. Ich arbeite täglich daran, dass die Konfiguratoren stetig weiterentwickelt werden und der Betrieb sichergestellt ist. Momentan dreht sich nun alles um das Thema 3D-Konfiguration. Hier kann sich der Kunde den virtuellen Bus individuell zusammenstellen. Zukünftig mit Sicherheit auch mit VR-Brille.

Erklären Sie Ihren Job bitte an einem einfachen Beispiel.

In unserer täglichen Arbeit gibt es zahlreiche Anforderungen unserer Business Partner, die wir bestmöglich Umsetzen und zwar unter Einhaltung aller Prämissen, wie z.B. Budget, Zeit, aktuelle IT-Standards, IT-Architektur und IT-Security. In meinem aktuellen Projekt beispielsweise bauen wir einen 3D-Konfigurator zum Konfigurieren der Bestuhlung und der Haltestangen. Und nun kam die weitere Anforderung diese 3D-Modelle zur Konfiguration für die Stühle selbst wieder verwenden zu können, um diese mit den passenden Stoffen zu visualisieren. Im Prinzip eine kleine Anforderung, die aber systemtechnisch eine große Herausforderung ist, da mehrere unterschiedliche Anwendungen integriert werden müssen.

In Ihrem Profil steht, dass Sie auch Scrum Master und Speed Coach sind. Was verbirgt sich genau dahinter?

Da die IT heutzutage immer rasanteren Veränderungen unterliegt, muss auch die Projektarbeit im Unternehmen flexibler werden. Daher durfte ich mich zum Scrum Master und Product Owner ausbilden lassen. Das war eine Qualifizierung, um Projekte agiler steuern zu können. Das Seminar dauerte mehrere Tage, inklusive eines Zertifikates nach erfolgreich bestandener Prüfung, die ich dank der Daimler Corporate Academy wahrnehmen durfte. Seitdem bin ich neben meinem regulären Job als Speed Coach aktiv. In dieser Rolle unterstütze ich meine Kolleginnen und Kollegen dabei, die neuen agilen Methoden in der Praxis kennenzulernen und anzuwenden.

Bleibt bei diesem Job denn noch genug Freizeit?

Ja, schon. Ich mache selbst Musik und spiele in zwei Bands. Dort spiele ich Gitarre und singe. Einmal geht es mehr in Richtung Acoustic und einmal mehr in Richtung Post-Rock. Das ist mein Ausgleich, wo ich mich austoben kann. Außerdem bin ich sportlich in der Leichtathletik aktiv.

Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus? Wie setzt sich Ihr Team zusammen?

Wir sind insgesamt sechs Personen in unserem Team, jeder hat im Prinzip sein eigenes Fachgebiet. Trotzdem arbeiten wir alle gemeinsam in einem großen Raum, den wir im Moment ein wenig umgestalten um flexibler zu sein. Mal arbeiten wir dann klassisch im Bürostuhl, mal aber auch in der Kreativecke mit Sofa oder Stehtisch. Weiterhin nutzen wir auch häufig die Möglichkeit mobil zu arbeiten. Außerdem sind wir standortübergreifend im Einsatz und pendeln zwischen den europäischen Werken.

Welche Profile werden verstärkt in Ihrem Bereich gesucht?

Aktuell suchen wir verstärkt Solution Architects, Advanced Analysts und Security Specialists. Darüber hinaus gibt es natürlich auch andere spannende Jobprofile, die wir über unsere Jobsuche ausschreiben. Ein Blick lohnt sich also immer.

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