100 Jahre Ausbildung

Neue Techniken, Herausforderungen und Möglichkeiten - die Begeisterung besteht über Generationen

Seit mittlerweile 100 Jahren bildet Daimler junge Menschen aus. Ein Jubiläum, das Geschichten erzählt: wie z.B. die von Waldemar Harr, 82. Jedes Jahr seit Beginn seines Ruhestands vor 18 Jahren trifft er sich mit Kollegen, die wie er 1953 ihre Ausbildung beim Daimler begonnen haben. Viel erzählt wird dabei über die früheren Zeiten. Geblieben ist – die Begeisterung für Daimler und die Automobile.

Waldemar Harr mit ehemaligen Kollegen

Waldemar Harr dazu:

„Vor 63 Jahren haben wir gemeinsam die Ausbildung bei Mercedes begonnen. Bis heute treffen wir uns einmal im Jahr. Das Interesse am Unternehmen ist bei uns allen nach wie vor sehr groß“, so Waldemar Harr. Jeder hat seine eigene Geschichte beim Daimler geschrieben. Waldemar Harr: „Ich bin sehr stolz auf das Unternehmen und war immer dankbar für die Entwicklungsmöglichkeiten. Nach meiner Ausbildung zum Kfz- Schlosser hatte ich die tolle Möglichkeit, die interne Organisation als auch die Koordination des Nutzfahrzeugverkaufes im Inland zu verantworten.“

Kai Stockfleth, Denise Gallina, Paul Hartnagel, Waldemar Harr

Waldemar Harr und seine ehemaligen Azubi-Kollegen hängen so sehr an ihrem ehemaligen Arbeitgeber, dass sie sich gerne mal vor Ort über den neuesten Stand der Dinge informieren wollten.
Der momentan verantwortliche Kfz-Schlossermeister lud daraufhin die interessierten Pensionäre für einen Tag ins Werk Untertürkheim ein. Beeindruckt vom großen Fachwissen und dem Interesse, entsteht die Idee den „alten Hasen“ Harr mit den derzeitigen Auszubildenden und damit angehenden Fachkräften im Werk zusammen zu bringen.

Jetzt steht der ehemalige Azubi Harr vor den künftigen Kraftfahrzeugmechatronikern im Werkteil Brühl und bringt die jungen Menschen mit seinen Geschichten zum Staunen. Im Gegenzug begeistern diese den 82-Jährigen mit ihrem Wissen über neue Technologien.
„Die Ausbildung war der Einstieg bei Daimler und vermittelte einen starken Zusammenhalt“, erklärt der ehemalige Lehrling. Dem kann Denise Gallina, nur zustimmen. „Ich bin stolz, ein Daimler-Lehrling zu sein“, so die angehende Kfz-Mechatronikerin.

Im Gespräch mit den Auszubildenden

Beim Besuch von Waldemar Harr in Brühl zeigen sich die Ähnlichkeiten und Unterschiede der Ausbildung von damals und heute. Schon früher gab es Berichtshefte, Berufsschulunterricht, Fach- und Werkstattunterricht. Das ist heute noch so. Die Grundausbildung lief damals über ein Jahr, jetzt sind es vier Wochen. Dafür sind die Fachbereichseinsätze sehr viel anspruchsvoller und zeitintensiver geworden. Auch gab es in den Sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts weniger Elektrik und Elektronik im Fahrzeug und damit ebenfalls im Unterricht. „Die Meister haben im Fach Elektrik Leitungen vertauscht, und wir mussten die Fehler finden“, erzählte Waldemar Harr. Die Auszubildenden schmunzeln daraufhin - sie kennen das, kleine Fehlersuche und dann doch die Lösung – obwohl die Diagnostik heute doch wesentlich komplexer und anspruchsvoller ist.

Thomas Fischle, Robin Fried, Annkatrin Krokenberger

Der Austausch zwischen den Ausbildungsgenerationen ist intensiv und angeregt. Waldemar Harr beeindruckt durch seine plastischen Schilderungen beim Schmieden „zweier Eisenstangen ohne erkennbaren Ansatz am Amboss mit offenem Kohlefeuer. Eine Geschichte folgt der anderen: Weiter geht es mit einem wagemutigen Experiment mit einem Stahlkästchen, Wasser und Papier auf dem Schmiedeofen. Als die Anekdote mit dem Satz „ein Geräusch wie eine explodierende Kanonenkugel, der Papierstopfen war zu fest, das Stahlkästchen explodierte, durchschlug das Blechdach über der Esse, blieb in der Betondecke oben stecken und der Luftdruck ließ drei große Fenster im dritten Stock in die Tiefe sinken“ endet, sind die Augen der Auszubildenden groß. Und man sieht den Ausbildern die Erleichterung an, dass heute nicht mehr am offenen Feuer ausgebildet wird.
„Der Vergleich von damals zu heute ist cool“, so Annkatrin Krokenberger, eine der Auszubildenden. „Es ist toll zu sehen, wie fasziniert Herr Harr von der heutigen Technik ist.“
Neben seinen lebendigen Schilderungen fällt den Auszubildenden auch seine Neugier und Wissensdurst auf. Dieser war wahrscheinlich einer der Faktoren, der für die weitere Karriere von Waldemar Harr verantwortlich war. Nach seiner Kfz-Schlosser-Lehre schloss er zusätzlich noch eine Ausbildung zum Industriekaufmann ab und arbeitete sich schließlich bis zum Direktor der Mercedes-Benz Niederlassung Darmstadt hoch.

100 Jahre Ausbildung - Daimler bietet exzellente Entwicklungsmöglichkeiten.

Das Unternehmen bietet seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen Phasen ihres Ausbildungs- und Berufswegs passgenaue Programme und Fördermaßnahmen für die persönliche Weiterentwicklung an. Nachwuchskräfte können über die gewerblich-technische und kaufmännische Berufsausbildung sowie über duale Studiengänge direkt bei Daimler einsteigen. Auch die breit gefächerten Einstiegs- und Qualifizierungsprogramme sprechen talentierte junge Menschen an und bieten ihnen Entwicklungsperspektiven im Unternehmen. Mit den internationalen Austauschprogrammen für Auszubildende und Ausbilder schafft Daimler die Grundlagen für Mobilität und Flexibilität sowie für fremdsprachliche und interkulturelle Kompetenzen. Nach dem Prinzip des lebenslangen Lernens können sich die Beschäftigten während ihres gesamten Berufslebens weiterbilden

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