Volle Power beim dualen Studium

Schon als Schülerin war Clara Diehl fasziniert von Elektrizität und davon, wie sich mit reiner Physik schwere Maschinen antreiben lassen. Heute sammelt die duale Studentin im Studiengang Elek-trotechnik bei Daimler Erfahrung, um Themen wie Elektromobilität und autonomes Fahren weiter mit voranzubringen. Warum es für sie unbedingt ein duales Studium sein musste, wie sie von Anfang an bei Daimler durchstarten konnte und warum sie sich als Studierende einfach wohlfühlt, erzählt Clara im Interview.

Clara während ihres Bachelor-Einsatzes am Standort Stuttgart-Esslingen.

Clara, Du bist seit 2017 duale Studentin im Studiengang Elektrotechnik bei Daimler und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). Warum hast du dich für diesen Weg entschieden?

Ich habe mich ein gutes Jahr vor meinem Abschluss am Gymnasium informiert, welche Möglichkeiten es nach dem Abi gibt. Ich wollte eine Ausbildung, bei der ich einen guten Einblick in die Praxis bekomme. Bei einem normalen Studium gibt es dazu aus meiner Sicht oft nur wenige Chancen. Deshalb kam für mich eigentlich nur ein duales Studium infrage. Aus diesem Grund war ich dann beim Tag der offenen Tür in der Daimler Ausbildungsabteilung in Untertürkheim. Dort habe ich mich mit dual Studierenden unterhalten und mir die verschiedenen Studiengänge angeschaut. Elektrotechnik hat am besten zu mir gepasst – und ich habe mich beworben.

Was reizt Dich besonders am Studiengang Elektrotechnik?

Elektrotechnik beinhaltet viele Themen, die auch in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden. Besonders spannend finde ich beispielsweise Elektromobilität und autonomes Fahren. Für beides ist Elektrotechnik wichtig. Die Technologie entwickelt sich in dem Bereich im Moment so schnell weiter – und Daimler ist meiner Meinung nach einer der besten Plätze, um bei dieser Entwicklung dabei zu sein.

Wie läuft das duale Studium bei Daimler ab?

Ich bin zusammen mit elf weiteren Kommilitoninnen und Kommilitonen bei Daimler gestartet. Am Anfang waren wir in der Ausbildungsabteilung in Esslingen-Brühl. Dort haben wir erstmal die Grundlagen gelernt. Wir hatten beispielsweise einen Kurs zum Thema Leistungselektronik und eine Schulung zur Fahrzeugtechnik. Danach wechseln sich Theorie- und Praxisphasen ab. Die Theorie findet immer für drei Monate am DHBW-Campus in Friedrichshafen statt und während der Praxisphasen sind wir dann in verschiedenen Bereichen im Konzern tätig.

Wie sind die Praxisphasen gestaltet?

In unserer ersten Praxisphase gab es ein gemeinsames Projekt für die ganze Gruppe, also uns 12 Studierende. Wir haben an einem Konzept im Bereich Car-to-X gearbeitet. Unsere Fragestellung: Wie können Fahrzeuge in Zukunft miteinander und mit der Infrastruktur kommunizieren, um Unfälle zu vermeiden? Total spannend. Für die weiteren praktischen Einsätze konnte ich mir dann die Bereiche aussuchen, die mich besonders interessieren.

Bei einem klassischen Studium gibt es meiner Meinung nach oft nur wenig Gelegenheit, die Praxis wirklich kennenzulernen. Deshalb kam für mich eigentlich nur ein duales Studium infrage.
Die 21-jährige hat schnell gemerkt, dass sie die richtige Wahl getroffen hatte!

Welche Bereiche hast Du Dir ausgesucht?

Eine Praxisphase hatte ich bei Mercedes-Benz Vans. Dort ging es um verschiedene Transportmöglichkeiten der Zukunft. In der zweiten Praxisphase war ich in der TecFabrik in Sindelfingen. Hier werden ganz neue Konzepte und Anlagen für die Produktion getestet. Danach war ich für drei Monate bei Mercedes-AMG. Da habe ich an den Tests für die Hochvoltbatterien mitgearbeitet, die in zukünftigen Modellen von AMG eingesetzt werden. Für meine letzte Praxisphase war ich dann in der Produktion, in der ich meine Bachelorarbeit zur Gefahrenbewertung bei der Montage von Hochvoltbatterien geschrieben habe. Das Ziel war es, die Produktion und Wartung von Elektrofahrzeugen noch sicherer zu machen.

Was macht für Dich das Studium bei Daimler besonders?

Die Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Bereichen sind einfach super. Ganz egal, in welchem Team ich während meiner Praxisphasen war, ich wurde immer herzlich aufgenommen und habe viel gelernt. Und Daimler bietet Studierenden wirklich sehr viele Möglichkeiten, ob es um bestimmte Bereiche für die Praxisphase geht oder darum, Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt.

Wie war der Start Deines Studiums für Dich?

Schon die ersten Wochen waren cool. Es gab viele Events für uns, zum Beispiel den Students Day. Besonders Spaß hat mir am Anfang das Fahrevent gemacht. Wir haben Autos aus dem Fuhrpark bekommen und zusammen eine Tour durch die Schwäbische Alb gemacht. So konnten wir die Fahrzeuge gleich selbst erleben, die wir während unseres Studiums mit weiterentwickeln. Gerade in den ersten Wochen war es echt gut, wie individuell und persönlich uns unsere Ansprechpartner alles erklärt haben.

Die Kolleginnen und Kollegen sind einfach super. Ganz egal, in welchem Team ich während meiner Praxisphasen war, ich wurde immer herzlich aufgenommen und habe viel gelernt.
Claras Tipp: „Informiert euch, welche Angebote es gibt und was zu euch passt!“

Was meinst Du damit genau?

Zum einen haben wir unsere Betreuer, an die wir uns bei allen Fragen zum Studium wenden können. Und am Anfang hatte jeder von uns einen persönlichen Paten. Das sind Kommilitonen aus dem höheren Semester, die uns super Tipps für unser Studium gegeben haben. Gleichzeitig gibt es ein gutes Netzwerk unter uns Studierenden, in dem wir uns zu Klausuren oder Praxiseinsätzen austauschen können.

Hast Du einen Tipp für Schülerinnen und Schüler, die sich überlegen, ein duales Studium zu machen?

Informiert euch, welche Angebote es gibt und was zu euch passt. Für mich war das duale Studium bei Daimler die beste Entscheidung. Ich lerne schon im Studium, auf was es später im Beruf ankommt. Und wenn Ihr euch noch nicht sicher seid, gibt es ja auch die Chance erstmal mit einem Praktikum zu starten.

Noch eine persönliche Frage: Wer aus deiner Familie hätte nach Deiner Meinung unbedingt einen Nobelpreis verdient – und welchen?

Ganz bestimmt meine Schwester. Sie hat einen großen Wortschatz mit dem sie uns zuhause immer wieder aufs Neue überrascht. Welche Kategorie dazu passt? Vielleicht der Literatur-Nobelpreis (lacht).

Bei Daimler kann ich mein Wissen aus den Vorlesungen direkt am Fahrzeug oder in der Fertigung einsetzen. Ich lerne also schon im Studium, auf was es später im Beruf ankommt.
Persönlich: Clara Diehl (21) Dass sich Clara Diehl für Autos begeistert, liegt nicht nur an Ihrer Herkunft aus dem Autobundesland Baden-Württemberg, sondern auch an Ihrer Leidenschaft für Naturwissenschaften und Technik. Schon in der Schule gehörten Mathe und Physik zu ihren Lieblingsfächern. Bei ihrem dualen Studium im Fach Elektrotechnik bringt sie heute ihr theoretisches Wissen aus der Vorlesung direkt in die Produktion der neuesten Elektrofahrzeuge bei Daimler ein. Um viel Energie geht es bei Clara nicht nur bei ihrem Studium, sondern auch in ihrer Freizeit. Hier gibt sie etwa beim Handball, Schwimmen oder Skifahren immer volle Power.

Wir verwenden Cookies

Damit wollen wir unsere Webseiten nutzerfreundlicher gestalten und fortlaufend verbessern. Wenn Sie die Webseiten weiter nutzen, stimmen Sie dadurch der Verwendung von Cookies zu.