Treasury und Blockchain?

Im Treasury-Management ist kein Tag wie der andere. Im Grunde geht es um das Management der Zahlungsströme von Daimler rund um den Globus, die Versorgung des Unternehmens mit ausreichend liquiden Mitteln und die Gestaltung der Refinanzierung inklusive einer Risikoabschätzung. Dazu kommt die permanente Weiterentwicklung und Digitalisierung der Tools. Jan Hofbauer arbeitet bei Daimler in der Treasury und ist speziell für Digitalisierungsthemen wie Blockchain und Workflow-Automatisierungen zuständig. Wie das zusammenpasst? Das verrät Jan im Interview.

Hallo, bitte stell dich den Leserinnen und Lesern kurz vor.
Hallo, ich heiße Jan und bin 27 Jahre alt. In meinem dualen Studium bei Daimler habe ich die Treasury in einem der Praxiseinsätze kennengelernt. Nach meinem Abschluss bin ich dort wieder eingestiegen.

Treasury? Erklär uns bitte mal den Begriff.
Treasury – der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Schatzkammer“. Die Treasury-Organisation steuert Zahlungsströme von Daimler rund um den Globus, analysiert und agiert auf finanzielle Risiken und stellt zudem sicher, dass zu jeder Zeit ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen. Dafür sind insgesamt rund 350 Mitarbeiter an vielen wichtigen internationalen Finanzplätzen aktiv.

Das hört sich wirklich sehr interessant an. Wie war bisher dein Werdegang?
Anfangs war ich im sogenannten Cash Management tätig, eine Abteilung, die sich um die Beziehungen zu den Banken kümmert. Meine Aufgabe war es Vertragsverhandlungen und Kontoeröffnungen mit Großbanken weltweit zu betreuen.
Nach etwa einem Jahr habe ich die Chance bekommen, neben meiner täglichen Arbeit noch ein Projekt zu leiten. Dabei ging es um die Auswahl und Einführung eines globalen Systems für Zahlungsverkehr. 2017 bin ich dann in meine aktuelle Abteilung, dem Treasury Process Management gewechselt. Hier beschäftigt man sich mit der Optimierung bestehender Prozesse und der Umsetzung von Automatisierungsinitiativen.
Seit diesem Jahr bin ich speziell für die weltweite Digitale Transformation in der Treasury verantwortlich. Das heißt, ich erforsche und überprüfe digitale Trends, Programme, Systeme und Lösungen, die unsere tägliche Arbeit noch effizienter und einfacher machen können.

Kannst du uns Beispiele einer Digitalen Transformation innerhalb der Treasury nennen?
Das wohl prominenteste Beispiel ist die Umsetzung eines sogenannten Schuldscheindarlehens basierend auf der Blockchain-Technologie. Darüber hinaus probieren wir aber auch noch sehr viel aus. Das heißt, wir prüfen, wie und ob Blockchain effektiv und effizient eingesetzt werden kann.
Neben der Blockchain gibt es viele weitere innovative Themen innerhalb der Treasury. Vor kurzem hatten wir einen Workshop, in dem wir konkrete Anwendungsfälle für Roboter in der Treasury erarbeitet haben. Wir haben „Pepper“, einen humanoiden Roboter bei uns die Townhall eröffnen lassen, und schauen nun, ob und wie wir diese Technologie weiter einsetzen können. Neben diesem spannenden Thema sind wir aber gerade auch in der Umsetzung der Automatisierung von Workflows. Das bedeutet, dass z.B. künftig Finanzgeschäfte per Klick in einer App prüfungssicher genehmigt werden können und somit der bisherige Papierprozess entfällt.

Warum hast du dich für Daimler als Arbeitgeber entschieden?
Während meiner Bewerbungsphase zum dualen Studium wurde ich von mehreren Unternehmen zu einem Assessment Center eingeladen, doch das beste Gefühl hatte ich bei Daimler. Es hat einfach alles gepasst: die Stimmung, die Betreuung, die Atmosphäre, der Ablauf und die attraktiven Konditionen bereits während des Studiums. Ein weiterer Pluspunkt war die Möglichkeit Praxiseinsätze und Semester im Ausland zu absolvieren. Ich war während des Studiums zum Beispiel in Budapest und China.

Was genau hast du in China gemacht?
Ich durfte Produkteinführungen miterleben und lernen, worauf es bei der Vermarktung ankommt. Zu der Zeit war ich gerade mal 19 Jahre alt. Das war so frisch nach der Schulzeit natürlich sehr aufregend und erlebnisreich. Zusätzlich konnte ich in China viele kulturelle Erfahrungen und Kompetenzen sammeln, auf die ich auch noch heute zurückgreifen kann.

Bitte erzähl uns etwas über das Treasury Team.
Wir leben eine sehr offene und ehrliche Kultur. Ich schätze es, dass mein Chef mir den notwendigen Freiraum gibt, neue Wege zu gehen und Entscheidungen selbst zu treffen. Von den typischen Hierarchien spürt man bei uns im Bereich nichts. Gemeinsame Veranstaltungen wie zum Beispiel das „Treasury-Ski-Wochenende“ oder das „Treasury-Wander-Wochenende“ gehören ebenso zu uns als auch „After-Work-Events“. Und es gefällt mir, dass wir häufig auch internationale Kolleginnen und Kollegen vor Ort in Stuttgart haben.

Eure Büroräume sind nach einem „open space“-Prinzip gestaltet. Ohne feste Arbeitsplätze. Wie empfindest du dieses Arbeitsumfeld?
Mir macht es Spaß hier zu arbeiten. Da wir keine festen Arbeitsplätze haben, sitzen wir auch immer mal wieder neben anderen Kollegen. Das vereinfach den Austausch untereinander und es kann auch mal passierten, dass man plötzlich neben dem Bereichsleiter sitzt. Für persönliche Gegenstände hat jeder Mitarbeiter einen eigenen „Locker“.

Habt ihr aktuell offene Stellen?
Es sind sind regelmäßig Jobs ausgeschrieben. Jeder der interessiert ist, kommt in der Suche über den Hashtag #Talents4Treasury oder dem Suchbegriff Treasury zu unseren aktuellen Jobs.

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