Vernetzt, intelligent, hochautomatisiert Entwicklungsingenieurin

„Das Auto muss dem Menschen einen Schritt voraus sein“ – eine Aussage, die nach Zukunftsszenario klingt. Wenn es um das hochautomatisierte Fahren geht, ist das allerdings eine Grundvoraussetzung. Denn diese Autos müssen auf jede Situation vorbereitet sein, um richtig reagieren zu können. Amira Abdellaoui arbeitet im Bereich Situationsbewertung für hochautomatisiertes Fahren. Sie berichtet im Interview über ihre Aufgaben, die Faszination der Zukunftstechnologie und wie sie über die Daimler Women Days bei Daimler eingestiegen ist.

Hallo, bitte stellen Sie sich kurz vor.
Mein Name ist Amira Abdellaoui und ich komme ursprünglich aus Tunesien. Ich bin mit 18 Jahren nach Deutschland gekommen und habe an der Universität Stuttgart mein Studium der Elektrotechnik mit der Fachrichtung Kommunikationstechnik angefangen. Dabei habe ich auch drei Semester in Paris studiert, um ein Doppeldiplom mit dem Schwerpunkt Satellitenkommunikation zu erhalten. Meine Abschlussarbeit habe ich dann über das Thema Fahrermüdigkeitserkennung bei Daimler geschrieben.

Wie sind Sie bei Daimler eingestiegen?
Ich bin über die Veranstaltung Daimler Women Days bei Daimler eingestiegen. Bei diesem Event steht der aktive Austausch mit Daimler Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Vordergrund. Als Teilnehmerin habe ich damals spannende Einblicke rund um die Themen Mobilität der Zukunft, digitale Services, Produktion sowie Forschung & Entwicklung erhalten und konnte mich auch mit Führungskräften zu Einstiegsmöglichkeiten austauschen. Das war für mich der Startschuss. Danach habe ich als Ingenieurin im Bereich Softwareentwicklung für Fahrassistenzsysteme angefangen. Nach fünf Jahren bin ich ins Team für automatisierte Fahrfunktionen gewechselt und verantworte hier nun die Situationsbewertung für hochautomatisiertes Fahren.

Was versteht man unter Situationsbewertung?
Es geht darum, dass das hochautomatisierte Fahrzeug relevante Straßensituationen erkennt und daraus ein Fahrverhalten ableitet. Das Auto soll automatisch die passende Fahrstrategie auswählen, parametrieren und ausführen. Die verschiedenen Sensoreigenschaften, um Verkehrsteilnehmer und die Straßeninfrastruktur zu erkennen, müssen also optimal genutzt und fusioniert werden.

Was bedeutet hochautomatisiertes Fahren für Sie?
Sicherheit und Komfort haben immer höchste Priorität, um dem Kunden ein ganzheitliches Fahrerlebnis anbieten zu können. Zum einen möchten wir das Fahren so einfach und angenehm wie möglich gestalten. Zum anderen versuchen wir eine noch höhere Sicherheit im Straßenverkehr zu erreichen. Wir unterscheiden dabei zwischen dem teilautomatisierten und hochautomatisierten Fahren. Beim ersten Szenario ist der Fahrer in der vollen Verantwortung die Fahraufgabe zu übernehmen, wird aber bereits von Fahrassistenzsystemen unterstützt. Im zweiten Fall kann das System die Fahrverantwortung für bestimmte Szenarien übernehmen. Das ist aktuell aber noch im Entwicklungsstand.

Was macht Ihren Job so spannend?
Ich arbeite in einem Umfeld mit großem Innovationspotenzial. Unsere Entwicklungen sind auf die Bedürfnisse unserer Kunden unter Beachtung aller Sicherheitsvorschriften ausgerichtet. Wir möchten dem Kunden die bestmögliche Unterstützung bieten. Das macht die Arbeit sehr spannend und abwechslungsreich. Interessant ist auch, dass wir unsere Ergebnisse regelmäßig auf Versuchsfahrten testen können. Im vergangenen Jahr war ich in Los Angeles, USA auf einer Testfahrt und dieses Jahr werde ich in Spanien sein.

Welche Profile werden verstärkt in Ihrem Bereich gesucht?
Wir haben Physiker, Kybernetiker oder auch Ingenieure aus den verschiedensten Bereichen wie Maschinenbau oder Elektrotechnik in unserem Team. Wir sind bunt gemischt. Die Software für die Fahrassistenzsysteme entwickeln wir selbst bei Daimler, deshalb suchen wir momentan verstärkt Ingenieure, die bereits Erfahrung mit Softwareentwicklung haben.

Warum haben Sie sich für Daimler als Arbeitgeber entschieden?
Die Automobilbranche hat mich schon immer fasziniert. Als ich dann über meine Diplomarbeit das erste Mal mit dem Thema Fahrassistenzsysteme bei Daimler in Kontakt kam, wollte ich noch tiefer in die Materie eintauchen. Ich konnte mir von Anfang an eine berufliche Zukunft in diesem Bereich vorstellen. Durch meine Teilnahme an den Daimler Women Days wurde das dann auch tatsächlich möglich.

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